Außer die Tintenweltreihe und die wilden Hühner war dies mein erstes Buch von Cornelia Funke.
Ich fand den Anfang richtig super! Ein paar Kinder, die - auch welchen Gründen auch immer - keine Eltern haben und allein zurecht kommen müssen, hausen in einem alten Kino - toll! (Es hat mich zwar ein wenig an Oliver Twist erinnert, aber letztendlich ist Oliver Twist schon nochmal ein wenig anders.)
Mich hat es jetzt auch nicht wirklich gestört, dass Bo vielleicht etwas zu reif erschien. Kinder sind eh immer sehr unterschiedlich entwickelt, was heißt da schon reif? Und klar, es ist nicht ganz realistisch, dass Kinder sich von Deutschland nach Venedig durchschlagen können, aber seit wann ist das Leben in Büchern realistisch?
Scipios "Verrat" fand ich auch noch gut, aber danach war es wirklich ein bisschen ... seltsam.
Dieses Karussell hat mir schon viel Vorstellungskraft abverlangt, vor allen Dingen da ich mit so etwas gar nicht gerechnet habe. Also, für mich war es quasi ein Fantasy-Element in einem "normalen" Buch. Es hat zwar ein wenig gedauert, aber dann hab ich mich daran gewöhnt.
Allerdings (und jetzt ein ganz großer Spoiler!)
konnte ich mich nicht damit abfinden, dass Scipio nachher erwachsen wurde und auch blieb. Jemanden jünger machen, na gut, aber jemanden die Kindheit "rauben"? Klar, jedes Kind wünscht sich, erwachsen zu sein, aber letztendlich brauchen die Kinder ihre Kindheit. Finde ich zumindest ... Damit konnte ich mich wirklich gar nicht anfreunden ...
Also, der Schluss war nicht meins ...
Deswegen muss ich auch ein wenig an der Bewertung abziehen - den am Anfang fand ich das Buch wirklich richtig klasse, aber im Endeffekt (was für ein passendes Wort diesmal

) gibts "nur"

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