Kai Meyer - Frostfeuer

Die Magierin Tamsin Spellwell gelingt es der Schneekönigin einen Eiszapfen von ihrem Herzen abzubrechen und flüchtet damit. Die Schneekönigin macht sich sofort auf die Suche nach ihr und im Hotel Aurora treffen die beiden aufeinander. In diesem Hotel lebt und arbeitet die kleine Maus. Maus hat im Hotel nur einen Freund, Kukuschka, der sie vor den anderen beschützt. Maus wird von dem Personal meistens "Mädchenjunge" genannt und auch sonst ist sie ziemlich ängstlich und hat noch nie das Hotel verlassen. Aber sie muss sich nicht nur vor den bösen Jungens in Acht nehmen, sondern auch vor dem Rundenmann, der stets ein wachsames Auge auf Maus gerichtet hat.
Dies war mein erstes Buch von Kai Meyer und es hat mir ausgesprochen gut gefallen. Es hat mich sofort in den Bann gezogen.
Das ganze Buch spielt, bis auf die ersten beiden Kapitel, nur im Hotel Aurora statt. Zuerst fand ich das etwas komisch, da man sonst gewöhnt ist, mehrere Schauplätze zu haben, aber dennoch fand ich das sehr gut gemacht.
Von den Charakteren war ich sehr fasziniert. Tamsin Spellwell war richtig klasse, ihre bunte Kleidung und Charakter hat mir oft ein Grinsen auf das Gesicht gezaubert.
Maus hatte ich sofort ins Herz geschlossen und ich hätte sie am liebsten aus dem Buch herausgeholt und mich um sie gekümmert. Der furchtbare Spott und Hänseleien, die sie über sich ergehen lassen musste, hat mir immer einen kleinen Stich ins Herz versetzt. So ein liebes, süßes Kind, das immer die Schuhe der Gäste putzt, und auch sonst niemandem etwas getan hat, hat so eine Behandlung einfach nicht verdient. Maus ist im Hotel Aurora geboren und lebt dort. In der Außenwelt war sie noch nie und hatte auch große Angst davor.
Zum Glück hatte Maus wenigstens einen guten Freund: Kukuschka. Das war eine ebenfalls sehr interessante Person. Und mir hat es gut getan, dass Maus doch nicht ganz alleine ist.
Doch im Laufe des Buches hat Maus immer mehr Mut bekommen. Ihre allmähliche Wandlung fand ich sehr echt und habe es ihr abgenommen und sie sehr bewundert. Überhaupt lässt sie sich nicht unterkriegen, auch wenn es manchmal auswegslos erschien.
Sehr gut gefallen haben mir die Kapitelüberschriften. Diese verraten teilweise im groben schon den Inhalt des Kapitels und das hat meine Neugier sehr gesteigert und wollte immer wissen, wie und warum das passiert.
Der Schreibstil von Kai Meyer hat mir richtig gut gefallen, ich konnte mir alles gut vorstellen.
Für mich war "Frostfeuer" ein wunderschönes Leseerlebnis, was sehr gut in den kalten Winter passt und ich freue mich schon sehr auf weitere Bücher des Autors.

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