Hallo ihr lieben! Hier nun meine erste

Rezi für den SLW 2008...
P.S. Ich liebe Dich von Cecelia AhernCecelia Ahern wurde am 30.September 1981 in Dublin als Tochter des irischen Ministerpräsidenten Bertie Ahern geboren. Sie studierte Journalismus und Medienkommunikation, 2004 erschien der erste Roman der damals 23 jährigen, “P.S. Ich liebe Dich”.
Hollys Ehemann Gerry ist an einem Gehirntumor gestorben. Die erst 29-jährige Witwe weiß nicht wie sie ohne ihn weiterleben soll, denn Gerry war ihr gesamter Lebensinhalt. Holly fällt in ein tiefes Loch und es scheint, dass nichts und niemand auf der Welt sie da je wieder rausholen kann. Doch Gerry ist nicht einfach so gegangen, er hat Holly etwas hinterlassen. Zehn kleine Umschläge, einer für jeden Monat, mit Botschaften die Holly dabei helfen sollen wieder ins Leben zurück zu finden. Ein Leben ohne Gerry.
Was erwartet man von einem Roman, der dieses Thema aufgreift? Trauer, Schmerz, Tränen, Einsamkeit? Ein Thema über das sich wahrscheinlich keiner gerne Gedanken machen möchte. Die Möglichkeit diesen einen geliebten Menschen zu verlieren, der unser Dasein so bereichert hat und ohne den ein Leben unvorstellbar ist.
Also ich habe genau das erwartet, dass ich zu Tode betrübt und zu Tränen gerührt sein werde, dass ich Gänsehaut bekomme und erfahre was wahre Liebe wirklich ist.
Jedoch hat es Aherns oberflächlicher Schreibstil geschafft diese Empfindungen vermissen zu lassen, zu kurz sind die Episoden der unterschiedlichen Gefühlslagen, zu schnell geht es wieder in eine andere Richtung.
Sehr enttäuschend sind auch diese kleinen Botschaften des Verstorben, die lediglich ein paar dürftig ausgestattete Zeilen beinhalten, und seiner wohl eher unselbständigen Ehefrau geistlose Aufgaben à la “kauf dir endlich eine Nachttischlampe” stellen.
Hinzu kommt noch diese unrealistische Art, dass alles was Holly anpackt schließlich auch von Erfolg gekrönt ist. Eine der Botschaften beinhaltet die Aufforderung sich einen Job zu suchen, Holly solle “nach den Sternen greifen”. Das tut sie auch, und bewirbt sich für Stellen, für die sie nicht qualifiziert ist. Jedoch, wie durch ein Wunder bekommt sie gleich den ersten Job für den sie sich beworben hat, und natürlich ist das auch ganz genau die Tätigkeit die sie von nun an erfüllt, obwohl sie zu Gerrys Zeiten niemals lange bei einer Firma zufrieden war.
Ebenso sind die Personen die in dem Roman auftreten alle zu farblos, weder zu Holly noch zu ihren besten Freundinnen Sharon und Denise kann man wirklich eine Beziehung aufbauen, es fehlt an Tiefgang und Individualität. Die einzige Beziehung in die ich mich reinfühlen konnte, und die nicht so seicht war, war die Beziehung zwischen Holly und ihrem Bruder Richard, der eigentlich immer der Spießer der Familie war, an dem Holly im Laufe der Geschichte aber auch andere Seiten entdeckt.
Alles in allem ist “P.S. Ich liebe Dich” eine nette Unterhaltung, jedoch um die Thematik Tod, Trauer, Verlust und Überwindung darzustellen einfach zu flach und banal.
Für mich war dies ein
