Ich zerre mal mit nach oben:
Ich habe im Frühjahr/Sommer 2000 mit dieser Reihe angefangen und bin ratz-fatz bis Buch 12 gekommen. Vor Terry habe ich nicht allzuviel Fantasy gelesen, eher Horror à la Stephen King etc., doch nach dem
Schwert der Wahrheit war's um mich geschehen.
Ich habe nie, nie, nie etwas vergleichbar geiles bisher gelesen, und auch längere Zeit danach nicht mehr. Das ist das erste Mal gewesen, dass ich nachts die Zeit vergaß und am nächsten Morgen total gerädert in die Berufsschule fuhr. Während des Unterrichts wartete ich lediglich darauf, dass ich endlich wieder zu Hause mein geliebtes Buch in die Hand nehmen konnte, um den Stoff in mich aufzusaugen, es war grauenhaft und wunderschön zugleich.
Es mag sich albern anhören, aber ein derartiges Suchtgefühl hatte ich bisher nie erleben dürfen. Es war wirklich schlimm, sich zu den Hausaufgaben zwingen zu müssen, das ging fast gar nicht.
Ganz besonders heftig fand ich den Band, in dem Richard sich in den Klauen dieser Mord Sith (Mist, wie hieß sie noch?) befand, der Schmerz des Strafers, die Erniedrigungen, seine Versuche, aufzustehen, um dann noch tiefer zu fallen... Uah, ich habe Blut und Wasser geschwitzt in dem Buch, und ich glaube, ich habe niemals mehr so mitgefühlt (außer vielleicht bei Moers'
Rumo, aber das in einem anderen Thread).
Soviel also zum
SdW. Ein mehr als gelungener Einstieg in die Welt der Fantasy (gleich neben Angus Wells'
Herren des Himmels, auch hierzu später mehr).
Was dann ab Band 13 passierte, sowohl verlagstechnisch als auch plotrelevant, weiß ich leider nicht. Es war eine zu lange Pause dazwischen, ich kann mich lediglich bruchstückhaft an das Verhältnis zwischen Richard und Kahlan erinnern und müsste wohl alles nochmal lesen... Aber das wäre ja nicht schlimm.

Terry's
SdW ist für mich eindeutig einer der strahlendsten Sterne am Himmel der Fantasy.