@ Garrison:
Der Zauberstab dient als Fokus sowie als
Visier - die Analogie zur Technik von Laserwaffen ist offensichtlich. Zugleich wirkt er als Katalysator.
Daß starke Gefühle es ermöglichen, ggf. auch ohne Zauberstab etwas zu bewirken, ist richtig, aber es erklärt nicht, warum dann ein gewisser Jemand beim Showdown in Bd. 6, nachdem er entwaffnet ist, völlig wehrlos wird und gerettet werden muß, obwohl seine Empfindungen äußerst heftiger Natur sind?
Aber vielleicht sollte man in Betracht ziehen, daß bei Schlüsselstellen die dramaturgische Gestaltung wichtiger ist als die innere Logik, zumal dann, wenn die
wahren Hintergründe oder die
tatsächliche Bedeutung einzelner Elemente des Handlungsablaufs bewußt verschleiert werden sollen, weil sie erst in kommenden Büchern aufgeklärt werden dürfen.
@ Aeria:
Hagrid quatscht viel, wenn der Tag lang ist und er hat ein klitzekleines Problem damit, Mengen- und Größenverhältnisse in Bezug zu deren
möglicher Bedeutung (für andere) zu setzen. Er beurteilt die Welt um sich herum allein von seiner persönlichen Warte aus und tut sich schwer damit, andere Sichtweisen als die eigenen zu akzeptieren. Bei Monstern kommt hinzu, daß er vermutlich jeweils sich selbst in ihnen wiederfindet = Übertragung.
Dumbledore IST der größte Zauberer, Norbert und Aragog SIND liebenswerte Geschöpfe und der Beutel Gold IST eben eine ungeheuere Summe Geld.
In dem Moment, in dem er eine Aussage trifft, ist sie für ihn durch und durch wahr und er relativiert sie erst widerstrebend, wenn er dazu gezwungen ist - manchmal noch nicht einmal dann.....
Wenn man eine Erklärung für die scheinbare Ungereimtheit mit dem Gold sucht, dann ist sie vermutlich in Hagrids exaltierter subjektiver Wahrnehmung zu suchen.