Meine Meinung:Im Rahmen des SLW habe ich nun endlich dieses Buch gelesen. Gekauft habe ich es mir in der Annahme, es handele sich um einen typischen Fantasy-Roman. Allerdings habe ich dann im Vorfeld schon ein paar Rezensionen überflogen und so ging ich glücklicherweise mit den richtigen Erwartungen an die Lektüre heran.
Positiv fand ich zunächst einmal die Strukturierung in relativ kurze Kapitel, die mir aufgrund meiner zurzeit eher knappen Lesezeit sehr entgegen kam. Das Cover finde ich im Übrigen auch ziemlich gelungen.
Die Einführung des Nordlandes fand ich noch äußerst erfrischend und amüsant. Voller Ironie und Einfallsreichtum stellt die Autorin die eigenwilligen Sitten und Gebräuche des Landes vor – und zauberte mir ein Grinsen ins Gesicht (natürlich mal wieder ausgerechnet bei einer Zugfahrt). Genau dieser Humor wirkt nach einiger Zeit dann aber auch ziemlich verbraucht und schaffte es immer seltener, mich zum Schmunzeln zu bringen. Außerdem wirkten auf mich einige Stellen ein wenig zu zotig. Dafür seien als Beispiel die Anspielungen auf Homosexualität einiger Charaktere genannt. Das hätte man meiner Meinung nach auch eleganter andeuten können – oder das Thema ganz weglassen.
Die Geschichte an sich hielt keine größeren Überraschungen für den Leser bereit und der Plot war doch an vielen Stellen recht vorhersehbar. Zudem blieb die Handlung doch recht an der Oberfläche und vermochte es nicht, mich emotional mitzureißen. Lisvana, Bredur und Diego waren zwar sympathische Figuren, die mir aber doch nicht wirklich nahe kamen und ihr „Schicksal“ ließ mich dann auch mehr oder weniger kalt. Außerdem ging mir Lisvanas naives und übertriebenes Ehrgefühl nach einiger Zeit dann doch ein wenig auf die Nerven.
Der Schluss allerdings hat mir dann wieder gut gefallen. Die Geschichte bekam ein wenig nachdenklichere Züge, die ihr sehr gut zu Gesicht standen. So fand das Buch ein rundes und zufriedenstellendes Ende und ich bereue – trotz einiger Mängel und auch ein paar wenigen Längen – letztendlich nicht, es gelesen zu haben.
Von mir gibt es
