
Huhu,
ich bin ja mal wieder der Doofe und hab bei "sperrige Bücher" an solche Biester gedacht, die genau 0,5cm zu hoch für die Regalreihe sind, für die man sie bestimmt hat. Oder die vorne aus dem Regal überstehen und man sich anrempelt. Oder die beim Lesen so unpraktisch sind wie die FAZ.
Naja...
Bei den anders "sperrigen" Büchern fällt mir auch der besagte Rilke ein "Malte Laurids Brigge" das ist schon fast faulknerverdächtig. Faulkners "Meistererzählungen" war das bislang erste und einzige Buch, das ich nach der Hälfte weggelegt und als "gilt als gelesen" abgehakt habe...
Offenbar scheint Günter Grass vielen "sperrig" zu sein. Ich lese ihn ja bekanntlich extrem gerne. Aber ziemlich interessant festzustellen war für mich jetzt, als ich auch mal eine Hausarbeit über Grass geschrieben habe, dass es zwar ("Sekundär-")Literatur ohne Ende dazu gibt, aber viel mehr internationale als deutsche (was mir sonst nur bei Christa Wolf so aufgefallen ist), und dass viele der Aufsätze zu Grass diese "sperrig"-Haltung vertreten (teilweise dann für den möglichen Leser des Aufsatzes, der aber nicht Leser genug war, um auch den Roman zu lesen, noch eine endlose Inhaltsangabe nachschieben). Erschwerend kommt hinzu, dass die anglo-amerikanische Literaturwissenschaft einen ziemlichen Hang zum "Bewerten" hat...
Viele Grüße, Konstantin