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Autor Thema: Sperrige bis unlesbare Bücher  (Gelesen 2244 mal)

KHW

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Sperrige bis unlesbare Bücher
« am: 28. September 2005, 11:54:11 »

Hallo, bin sehr beruhigt, daß es doch vielen lesenden Zeitgenossen so geht, daß es sperrige bis unlesbare Bücher gibt. Das ist jenseits von Gefallen. Unlesbar finde ich z.B. Grass' Der Butt, Die Rättin, aber aus anderen Gründen habe ich Probleme mit dem Kultautor Terry Pratchett. Bei dem einen probiere ich es mal wieder, nach dem Motto "Da muß doch was dran sein", obwohl sich gestern doch Marcel Reich-Ranicki so herrlich über das neue von Grass aufgeregt hat...
Bei dem andern erschließt sich mir nicht der Zauber oder die Botschaft, vermute da auch ein Generationen-Problem...
Bei den sperrigen entsteht dann so eine Liste der Unerledigten, da gehören z.B. Henry Miller-Schwarzer Frühling und Norman Mailer-..am Beispiel einer Bärenjagd dazu.
Was ein Kollege schrieb von intellektueller Arbeit kann ich auch nachvollziehen, manchmal beiße ich mich mit Ehrgeiz durch ein Buch durch und bin dann ganz stolz.
   :blume:
Gruß KHW
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Claudi

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Sperrige bis unlesbare Bücher
« Antwort #1 am: 28. September 2005, 12:02:17 »

So ähnlich geht es mir auch. Ich beiße mich dann durch, weil ich auch ein langweiliges Buch nur schlecht weglegen kann. Allerdings ist es manchmal wirklich grausig. Gerade auch G. Grass, wie du schon gesagt hast. Ich musste für die Uni die Blechtrommel lesen. HAbe mir die "kurz und bündig"-Ausgabe von Piper besorgt. Das ging schön schnell und INterpretationsansätze waren auch gleich dabei.
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Dreamy

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Sperrige bis unlesbare Bücher
« Antwort #2 am: 28. September 2005, 12:09:37 »

Mhhh , natürlich gibt es immer wieder Bücher durch die man sich ein wenig durchbeißen muss.
Das ist auch ok solang man sich nur durch den Anfang beißen muss, wenn ich mich durch ien ganzes Buch durchkämpfen muss leg ich es meistens weg. Lesen ist ja schließlich eine Freizeitbeschäftigung und soll Spass und entspannung bringen.


Zitat von: KWH schrieb
aber aus anderen Gründen habe ich Probleme mit dem Kultautor Terry Pratchett. Bei dem einen probiere ich es mal wieder, nach dem Motto "Da muß doch was dran sein"

Bei Pratchett ist es numal meiner Meinung nach so das man ihn endweder liebt oder garnichts mit seinen Büchern und seiner Art zu schreiben anfangen kann. Wenn man diesem Humor nichts abgewinnen kann sollte man denke ich lieber die Finger von seinen Büchern lassen.
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Lieber barfuß als ohne Buch.
(Isländisches Sprichwort)

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:leser:

Alfa_Romea

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Sperrige bis unlesbare Bücher
« Antwort #3 am: 28. September 2005, 12:46:57 »

Hi!

Als ich den Threadtitel las, kam mir sofort Thomas Pynchon in den Sinn. Ich habe "Die Versteigerung von No. 49" gelesen, das war gar nicht schlecht.

Aber "Die Enden der Parabel", bei dem sich manche (Internet-)Rezensenten förmlich überschlagen vor Begeisterung, ist meiner Meinung absolut unlesbar. Ich habe über 100 Seiten davon gelesen und konnte nicht mal sagen, worum es jetzt in diesem Buch eigentlich geht (und es hat über 1000 Seiten). Das war mir dann doch zu viel des Guten, ich habe es ohne grosses Bedauern weggelegt.

Gruss

Alfa Romea
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Wer anderen folgt, wird nie zuerst ankommen.

Klassikfreund

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Sperrige bis unlesbare Bücher
« Antwort #4 am: 28. September 2005, 12:53:46 »

Hallo,

als vollkommen sperrig habe ich Rilke: Die Aufzeichnungen des Malte Laurids Brigge empfunden.

Ich habe mich bis zum Ende durchgequält, aber mir sind seine Gedanken zu wenig zusammenhängend. Das Buch weist so gut wie keine Handlung auf. Daran liegt es aber nicht (nur). Es gibt auch andere Bücher mit wenig Handlung, z.B. Musils Mann ohne Eigenschaften, - damit kann ich umgehen, Rilkes Ideen sind mir jedoch verschlossen geblieben.

Schöne Grüße,
Thomas
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Pünktchen

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Sperrige bis unlesbare Bücher
« Antwort #5 am: 28. September 2005, 19:24:54 »

Mir ist gleich Ulysses von James Joyce eingefallen, dass haben zwar sehr viele im Regal stehen, aber kaum jemand gelesen und das ist gleichzeitig sperrig und unlesbar.

lg Pünktchen
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"Ich bin wichtig",schrie das Sandkörnchen.

KHW

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sperrige Bücher
« Antwort #6 am: 29. September 2005, 10:08:24 »

Hallo, Ulysses von James Joyce ist auch so eins, wo ich nicht verstehe, was da läuft. Wieso ist der so berühmt, wenn ihn kein normaler Mensch lesen kann. Müßte man mal die LIteraturwissenschaftler fragen.
Zwischendurch lese ich dann mal einen Krimi, denke, das müßte doch fluppen. Denkste, erwische ich Ake Edwardson, Segel aus Stein. Den Autor kenne ich, aber was er hier zusammenbraut, krieg ich nicht auf die Reihe.
Leselust und Lesefrust

Gruß KHW :sauer:

EDIT @KHW: Ich habe diesen neu geöffneten Thread an deinen ersten angehängt, es geht ja ums gleiche Thema  ;-)  Grüße Ingroscha
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Claudi

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Sperrige bis unlesbare Bücher
« Antwort #7 am: 29. September 2005, 10:14:53 »

Mit Malte L Brigge ist es mir ganz genauso gegangen.
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sandhofer

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Re: sperrige Bücher
« Antwort #8 am: 29. September 2005, 10:48:36 »

Hallo zusammen!
Hallo KHW!

Zitat von: KHW
Hallo, Ulysses von James Joyce ist auch so eins, wo ich nicht verstehe, was da läuft. Wieso ist der so berühmt, wenn ihn kein normaler Mensch lesen kann.

Dann bin ich, schätze ich mal, kein normaler Mensch. Ich habe den Ulysses nicht nur ein- sondern mehrmals gelesen. Mit zunehmendem Genuss und Vergnügen.  :zwinker:

Grüsse

Sandhofer
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Wo nehme ich nur all die Zeit her, so viel nicht zu lesen. (Karl Kraus)

Pünktchen

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Re: sperrige Bücher
« Antwort #9 am: 29. September 2005, 14:59:59 »

Zitat von: sandhofer

Dann bin ich, schätze ich mal, kein normaler Mensch. Ich habe den Ulysses nicht nur ein- sondern mehrmals gelesen. Mit zunehmendem Genuss und Vergnügen.  :zwinker:

Grüsse

Sandhofer


Ulysses ist eines der Bücher die man entweder liebt oder hasst und die Menschen die es lieben sind meist sehr dünn gesät. :zwinker:

lg Pünktchen
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sandhofer

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Re: sperrige Bücher
« Antwort #10 am: 29. September 2005, 16:03:30 »

Hallo zusammen!

Zitat von: Pünktchen
[...] und die Menschen die es lieben sind meist sehr dünn gesät. :zwinker:

Nun, meine Frau würde nicht gerade behaupten, dass ich dünn gesät bin ...  :breitgrins:

@Ingroscha: Können wir uns darauf einigen, dass Bemerkungen der Mods in size=9 gesetzt werden? Das kann ich nämlich noch lesen am Bildschirm, ohne die Lupe holen zu müssen.  :zwinker:  Danke!

Grüsse

Sandhofer
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Ingroscha

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Re: sperrige Bücher
« Antwort #11 am: 29. September 2005, 16:07:53 »

Zitat von: sandhofer
@Ingroscha: Können wir uns darauf einigen, dass Bemerkungen der Mods in size=9 gesetzt werden? Das kann ich nämlich noch lesen am Bildschirm, ohne die Lupe holen zu müssen.  :zwinker:  Danke!

Huch  :entsetzt:  entschuldige, natürlich. Ich hatte 9 gesetzt aber die Schrift wurde immer noch sehr groß dargestellt, daher habe ich die Font-Größe runtergesetzt. Erst jetzt wo du es erwähnst, fällt mir ein, dass ich in meinem Browser eine einigermaßen große Mindestfontgröße gewählt habe...
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LG Ingroscha 
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Und Zitat Annabas: "Dieses Jahr wird alles besser."  :smile:

Eris

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Sperrige bis unlesbare Bücher
« Antwort #12 am: 29. September 2005, 16:17:18 »

Huch... Da red ich die ganze Zeit von der Blechtrommel (ich kämpfe und kämpfe und es geht einfach nix) und hier les ich sowas.
@Claudi: Wie bist du denn an diese Ausgabe gekommen? Hast du sowas wie eine ISBN auf Lager? Ich verstehe so vieles nicht und ich geb mir schon Mühe. Würde ich nicht müssen, hätte ich das Buch schon lange weg gelegt.
Ulysses habe ich mal angefangem, aber allein die Ausgangsszene war so verwirrend, dass ich mich hätte wirklich konzentrieren müssen und das ging da wohl gerade nicht.
Schlimm finde ich ja auch einige Bücher von Ken Follett und an solchen netten erotischen Stellen bleibe ich immer hängen und lasse es den wieder aus den Händen fallen und das jedes Mal wenn ich "Die Säulen der Erde" anfange.
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Wendy

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Sperrige bis unlesbare Bücher
« Antwort #13 am: 29. September 2005, 18:54:05 »

Die Blechtrommel wartet noch, von mir gelesen zu werden, aber Ulysses hab ich schon mehrmals angefangen - erfolglos.
Ich hoffe einfach immer, dass es am mangelden Alter liegt und dass ich irgendwann mal verstehen werde, worum es eigentlich im ersten Kapitel geht (und zwar ohne dass ich es 20 Mal lesen muss).

Aber gerade bei solchen Büchern denke ich mir, die Leute, die es so loben, haben es hoffentlich fertig gelesen und verstanden und haben mir somit einiges voraus - drum probiere ich es immer weiter. Irgendwas muss ja dran sein.

Und was die Blechtrommel betrifft - die Handlung kenne ich zumindest aus einem Referat in der Schule - will ich mich auf jeden Fall durchbeißen, weil ich diese Geschichte so absurd finde, dass es mich einfach schon wieder kitzelt, sie von Anfang bis Ende zu lesen.  :breitgrins:
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booki

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Sperrige bis unlesbare Bücher
« Antwort #14 am: 29. September 2005, 22:32:44 »

ganz klar: Ulysses und dann auch noch ein buch von einem Schriftssteller, den ich eigentlich sehr schätze und zwar: henry james, von Portrait of a lady war ich sowas von begeistert und dann kam: Damen in boston, habe mich förmlich durch jede einzelne seite gequält, nach hundert hat es mir dann gereicht und ich meine, wie ihr gesagt habt, das lesen soll spaß machen und dient ein stück zur erholung etc :zwinker: also stehts jetzt im bücherschrank, wer weiß, vielleicht kriegts irgendwann nochmal ne chance :breitgrins:
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