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Autor Thema: Kawabata Yasunari, The Scarlet Gang of Asakusa  (Gelesen 3162 mal)

Bartlebooth

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Kawabata Yasunari, The Scarlet Gang of Asakusa
« am: 23. September 2005, 23:14:08 »



Ich habe heute Abend schon etwas gelinst und eröffne daher bereits etwas vor Mitternacht die Leserunde zu

Kawabata Yasunari, The Scarlet Gang of Asakusa/Die rote Bande von Asakusa

Es lesen und diskutieren gemeinsam

      Manjula
      parago
      Saltanah

      und
      Bartlebooth

Kommentare von Japankennern, Freunden der klassischen Moderne und allen anderen Interessierten sind natürlich stets gern gesehen.

Zitat von: Klappentext der englischen Ausgabe
In the 1920s, Asakusa was to Tokyo what Montmartre had been to 1890s Paris and Times Square was to be to 1940s New York. Available in English for the first time, The Scarlet Gang of Asakusa, by Nobel Prize winner Yasunari Kawabata, captures the decadent allure of this entertainment district, where beggars and teenage prostitutes mixed with revue dancers and famous authors. Originally serialized in a Tokyo daily newspaper in 1929 and 1930, this vibrant novel uses unorthodox, kinetic literary techniques to reflect the raw energy of Asakusa, seen through the eyes of a wandering narrator and the cast of mostly female juvenile delinquents who show him their way of life. Markedly different from Kawabata's later work, The Scarlet Gang of Asakusa shows this important writer in a new light. The annotated edition of this little-known literary gem includes the original illustrations by Ota Saburo. The annotations illuminate Tokyo society and Japanese literature, bringing this fascinating piece of Japanese modernism at last to a wide audience.
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Bartlebooth

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Kawabata Yasunari, The Scarlet Gang of Asakusa
« Antwort #1 am: 23. September 2005, 23:16:47 »

Asakusa kureneidan erschien erstmals als Fortsetzungsroman in den Jahren 1929 und 1930 in verschiedenen japanischen Zeitungen und Zeitschriften. Der Fortsetzungsroman war um die Jahrhundertwende eine sehr populäre Form der Erstpublikation, in Amerika ist er es, glaube ich, noch heute.
David Ritchie macht in seinem Vorwort zur englischen Ausgabe darauf aufmerksam, dass sich auch ein breiteres japanisches Publikum Anfang des Jahrhunderts auf experimentellere Texte gern eingelassen hat. Das hängt sicher auch damit zusammen, dass Japan sich ab 1868 nach 200 Jahren schärfsten Protektionismus begann westlichen Einflüssen zu öffnen.
In diesem Jahr übernahm Kaiser Meiji die Regierung von den Shogunen der Tokugawa-Ära, der Regierungssitz wurde von der alten Kaiserstadt Kyoto nach Edo verlegt und Edo wurde in Tokyo umbenannt.
Kawabata war zur Zeit der Entstehung von Asakusa kureneidan Mitglied der sog. Neusensualistischen Schule (Shinkankaku-ha), die sich dem Einfluss der klassischen Moderne öffnete, und zwar nicht den naturalistischen Strömungen vom Ende des 19., sondern den ästhetizistischen und anderen experimentelleren Strömungen von Anfang des 20. Jahrhunderts. Grundlegendes Ziel dieser Schule war der unmittelbare sprachliche Ausdruck der Empfindung (daher neusensualistisch).

In den Vorworten zur englischen Ausgabe wird einem daher auch ein bisschen Angst vor der Schwierigkeit des Stils Kawabatas gemacht, die ich auf den ersten Blick nicht bestätigen kann: Sicher sind Sprache und Aufbau nicht konventionell und linear, doch ich hoffe, dass man sich in den weiteren kurzen und episodenhaften Kapiteln genauso wenig verliert wie im ersten, in dem der Ich-Erzähler bei einem Spaziergang auf dem Gelände des buddhistischen Senso-ji Tempels, dem Herzstück Asakusas, zum ersten Mal die titelgebende "Scarlet gang" erwähnt, die er als "not that criminal" und als weniger zudringlich als die Rikschafahrer beschreibt.
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Saltanah

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Kawabata Yasunari, The Scarlet Gang of Asakusa
« Antwort #2 am: 24. September 2005, 04:16:50 »

Nach dem Glossar und dem Anfang des Nachwortes (bis gespoilert wurde) habe ich jetzt auch das erste Kapitel gelesen.
"Sprache und Aufbau sind nicht konventionell" schrieb Bartlebooth, und das kann man wohl getrost sagen. Es hat mich verblüfft, wie Kawabata die Kurve vom Vogelverkäufer des ersten Absatzes zu den aufdringlichen Rikschafahrern kriegt, von der Wohnungssuche im 2. Teil ganz zu schweigen. Aber mir gefällt's, und wenn ich jetzt um vier Uhr morgens - die Penner schlafen längst :smile: - nicht zu müde wäre, um mich auf schwierigere Lektüre als Stephen King zu konzentrieren, würde ich gleich weiterlesen.
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parago

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Kawabata Yasunari, The Scarlet Gang of Asakusa
« Antwort #3 am: 24. September 2005, 23:08:58 »

Kann's kaum erwarten anzufangen - hole meins allerdings erste heute abend bei BORDERS ab; hat laenger gedauert zu organisieren als ich dachte.  :entsetzt:

Werde aber auf jeden Fall heute abend versuchen, aufzuholen!  :klatschen:
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Bartlebooth

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Kawabata Yasunari, The Scarlet Gang of Asakusa
« Antwort #4 am: 25. September 2005, 19:53:12 »

Bin heute leider noch nicht so weit gekommen, wie ich geplant hatte, doch schon bei Kapitel 20 lässt sich für mich sagen: Ein wirklich schönes Buch. Das zu Anfang vom Erzähler angekündigte nicht lineare Erzählen (um die Leser/innen nicht zu langweilen: "I will only bore you, dear reader, if I continue to tell the story in a proper order" (Kap. 5)) macht Kawabata wahr. Allerdings scheint der Anfang tatsächlich der Anfang zu sein, wobei bisher die Wohnungssuche und also auch die Wohnung, vor der Akiko den Erzähler in Kapitel 5 ja warnt ("You want to live in that haunted house?"), erst einmal nicht mehr thematisiert werden. Allerdings erscheint mir die Erzählweise nicht so experimentell, dass ich fürchten würde, dass mir der Erzähler am Ende gar keine Geschichte erzählt. Ich will sagen: Ich habe nicht den Eindruck einer Willkür des Erzählten.

Es bereitet mir ein paar Schwierigkeiten zu sagen, wie viele Mitglieder der "Scarlet Gang" wir bisher kennengelernt haben. Ich zähle bis Kap. 20 vier: Yumiko, Akiko, Toki und Umekichi. Habe ich jemanden vergessen?
Das Verhältnis der Bandenmitglieder untereinander bleibt dabei interessanterweise sehr unterbelichtet. Die Lesenden werden mit Informationen bezüglich der einzelnen Mitglieder überhaupt eher kurz gehalten. Über Umekichi und sein Leben erfahren wir dabei bei seiner Einführung noch am meisten.

Wichtig sind aber vor allem Akiko und Yumiko (die, wenn ich es recht verstanden habe, die beiden auf den Fahrrädern vom Anfang sind) und ihre Beziehung zum Ich-Erzähler, wobei diese Beziehung vor allem mit Hilfe der Wiedergabe von Dialogen geschildert wird.
Wir haben also eine sehr heterogene Gemengelage aus Nähe und Distanz, aus markierter rückschauender doch fingierter zeitgleicher Erzählweise, bei der der Erzähler nach Belieben springt und bei einzelnen Details vorgreift, andere einfach verschweigt.
Dennoch habe ich, wie gesagt, nicht den Eindruck der Planlosigkeit oder des "ziellosen Umherstreifens" des Erzählers.

Kawabata blockiert durch dieses fragmentierte Erzählen bisher meinen hermeneutischen Zirkel. Ich habe zwar (noch) nicht wirklich den Überblick verloren, aber bis auf eine (etwas kompliziertere) Liebesgeschichte (an der ich bisher vier Personen irgendwie beteiligt sehr, von denen eine noch gar nicht selbst aufgetreten ist), habe ich auch noch keinen wirklich verbindenden Faden gefunden. Aber vielleicht wird der am Ende ja auch genügen.

Ist der "Man in the Western-style suit" (Kap.9) der Erzähler? Ich habe den Eindruck, hier findet ein Wechsel der Erzählperspektive statt, würde also sagen: ja, sie sind identisch.
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Manjula

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Kawabata Yasunari, The Scarlet Gang of Asakusa
« Antwort #5 am: 25. September 2005, 21:15:46 »

Hallo Ihr drei,

melde mich als letzte zur Stelle.  :zwinker:

Habe auch mit dem Glossar (das ich sehr interessant finde) und dem Nachwort angefangen. Leider wird hier tatsächlich etwas gespoilert, ist aber auch sehr informativ. Es gleicht dem englischen Vorwort wohl insoweit, als hier wirklich Angst vor dem Text gemacht wird. Deshalb bin ich bis jetzt (bin beim 8. Kapitel) angenehm überrascht vom Stil. Als Fortsetzungsroman, wie er ja ursprünglich erschienen ist, stelle ich mir das Lesen aber etwas kompliziert dar (es sei denn, man hebt alle Ausgaben zum Nachblättern auf).

Bis jetzt geht es mir wie Bartlebooth: einen Faden kann ich nicht erkennen oder aber: viele Fäden (das verfluchte Haus, die Zwillingsgeschichte, die Vorstellung der Roten Bande...). Die verschiedenen Erzählstränge stören mich aber nicht, sondern machen eher neugierig, wie es weitergeht.

Interessant finde ich die Schilderung des Viertels Asakusa. Aus vielen Kleinigkeiten ergibt sich hier ein faszinierendes Bild.

Liebe Grüße
Manjula
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parago

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Kawabata Yasunari, The Scarlet Gang of Asakusa
« Antwort #6 am: 25. September 2005, 21:28:03 »

Habe heute Vorwort, Vorwort des Uebersetzers und Kapitel 1 - 5 gelesen.

Ich muss sagen, selten fand ich ein Vorwort so nuetzlich und hilfreich wie das von Donald Richie und auch die einleitenden Worte Freedman's bez. Kawabata's Stil und den Schwierigkeiten, einen japanischen Text ins Englische zu uebersetzen haben mich davor bewahrt, mich bereits auf den ersten paar Seiten zu verlieren im zwar skurril-schoenen, aber doch verwirrenden literarischen Mosaik des Herrn Kawabata.

Gefallen haben mir dort insbesondere die Vergleiche mit Joyce's Ulysses (der mir noch in bittersuesser Erinnerung ist und wohl fuer immer bleiben wird) oder der Poesie Rilke's.. Man ist gleich richtig eingestimmt auf das, was da kommen mag.

Auch das Zitat Ryuoku's ('Ueno is for the eyes but Arakusa is for the mouth') barg fuer mich sozusagen einen Mini-Aha-Effekt, der Lust auf mehr machte.

Die Figur des Erzaehlers oder besser der Erzaehler ist in der tat noch arg im Nebel, was mich aber bisher wenig stoert, wenn ich ehrlich bin. Ich hab mir vorgenommen, mich sozusagen mitreissen zu lassen; dem Erzaehler auf seiner Reise durch Tokyo zu folgen und einfach Augen und Ohren (und Mund und Nase) offenzuhalten und mich nicht durch nuechternes Analyusieren vom Weg und der Geschichte abbringen zu lassen.

Achja.. Frage. Wurde im Vorwort nicht angedeutet, dass Kawabata zumindest in jungen Jahren bisexuelle Neigungen hatte? Bilde ich mir das ein oder schwingt in der zaertlichen Bewunderung die unser Erzaehler fuer den jungen, schmutzigen Radfahrer hegt etwa ein Stueckchen davon mit?
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Manjula

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Kawabata Yasunari, The Scarlet Gang of Asakusa
« Antwort #7 am: 25. September 2005, 21:37:58 »

@parago: ja, das kam mir auch so vor. Ich muss mir das Nachwort nochmal durchlesen, an Andeutungen hier kann ich mich nicht erinnern.

Liebe Grüße
Manjula
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parago

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Kawabata Yasunari, The Scarlet Gang of Asakusa
« Antwort #8 am: 26. September 2005, 03:14:51 »

Zitat von: Manjula
@parago: ja, das kam mir auch so vor. Ich muss mir das Nachwort nochmal durchlesen, an Andeutungen hier kann ich mich nicht erinnern.

Liebe Grüße
Manjula


Hab's gefunden.. Im Vorwort auf Seite xxviii:

'...the demise of the rest of the family, and unhappy love affairs, one with a fellow student, later one with a girl.'
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Saltanah

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Kawabata Yasunari, The Scarlet Gang of Asakusa
« Antwort #9 am: 26. September 2005, 19:19:10 »

Ich habe noch mal von vorne angefangen, und siehe da, auf einmal hängen die einzelnen aus dem Zusammenhang gerissenen Szenen zusammen. Allerdings ist auch weiterhin einiges unklar, aber ich stimme Bartlebooth zu: es wird eine Geschichte erzählt.

Zitat von: Bartlebooth
Es bereitet mir ein paar Schwierigkeiten zu sagen, wie viele Mitglieder der "Scarlet Gang" wir bisher kennengelernt haben. Ich zähle bis Kap. 20 vier: Yumiko, Akiko, Toki und Umekichi. Habe ich jemanden vergessen?

Wie ist es mit Yumikos kleiner Schwester? Sie ist bis Kap. 12 ja schon einige Male aufgetaucht. Ich meine auch, ihr Name wäre schon mal erwähnt worden, bin mir aber nicht sicher.

Zitat von: Bartlebooth
Wichtig sind aber vor allem Akiko und Yumiko (die, wenn ich es recht verstanden habe, die beiden auf den Fahrrädern vom Anfang sind) und ihre Beziehung zum Ich-Erzähler, wobei diese Beziehung vor allem mit Hilfe der Wiedergabe von Dialogen geschildert wird.

Fahrrad fuhren meiner Meinung nach Akiko und die kleine Schwester.

Zitat von: Bartlebooth
Ist der "Man in the Western-style suit" (Kap.9) der Erzähler? Ich habe den Eindruck, hier findet ein Wechsel der Erzählperspektive statt, würde also sagen: ja, sie sind identisch.

Da bin ich mir nicht sicher. Möglich ist es schon, aber zu Beginn von Kap. 13 befindet sich der Erzähler ja auf dem Restaurantturm und schaut auf das Boot auf dem sich Yumiko und der westlich gekleidete Mann (und Umekichi) befinden. Allerdings könnte man es auch so deuten, dass der Erzähler bei einem Besuch des Turmes feststellte, dass Fluss/Boot/Leute auf dem Boot von der Aussichtsplattform gut zu sehen gewesen wären. Eigentlich gefällt mir deine Gleichsetzung der Personen immer mehr.

Ich werde heute abend noch ein Stück weiter lesen. Das Buch fesselt mich immer mehr, allerdings habe ich festgestellt, dass ich voll wach sein muss, um die Verbindungen zwischen den Figuren mitzukriegen. Es ist keine geeignete Nachtarbeitlektüre.
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Bartlebooth

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Kawabata Yasunari, The Scarlet Gang of Asakusa
« Antwort #10 am: 26. September 2005, 22:19:06 »

Zitat von: Saltanah
Wie ist es mit Yumikos kleiner Schwester?

Uiui, ich muss nochmal schauen, aber ich dachte bisher, Yumiko habe eine große Schwester, die verrückt ist. Ihr Name ist Ochiyo und sie ist die vierte Figur, die in der Liebesgeschichte zwar eine Rolle spielt, bisher aber nicht aufgetreten ist.
Ich merke schon auch, dass das mit dem mal eben morgens im Zug lesen, auch wenn ich es langsam mache, offenbar ein paar Risiken birgt... ;-)

EDIT Es gibt am Anfang tatsächlich auch noch ein etwa 12- oder 13 jähriges Mädchen, die mit Yumiko, "the piano player", nicht identisch ist, aber ist sie die auf dem Fahrrad? Und kommt sie ansonsten noch einmal vor? Und gehört sie auch zur Bande? Fragen über Fragen.
Morgen mehr.
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Saltanah

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Kawabata Yasunari, The Scarlet Gang of Asakusa
« Antwort #11 am: 27. September 2005, 00:48:19 »

Stimmt, Yumiko hat auch eine große Schwester, die "schicke Verrückte", die zwar in Kap. 7 von Akiko als "Schwester" angeredet wird, was ich aber nicht wörtlich genommen hatte. Erst in Kap. 19 (das ich bei meinem vorigen Posting noch nicht gelesen hatte) wird sie eindeutig als Yumikos ältere Schwester identifiziert. Sie wurde "wegen eines Mannes" verrückt, wie Yumiko sagt. War das eventuell der Erzähler (der westlich gekleidete Herr), mit dem Yumiko ihre Schwester auf einem Dach hatte kosen sehen?
Ihre kleine Schwester hat außerdem Gummibälle verkauft, und dem "westlich gekleideten Herrn" (ich neige immer mehr dazu, ihn als den Ich-Erzähler anzusehen) vor dem Karussell Yumikos Nachricht gegeben. Ob sie zur Bande gehört ist aber nicht sicher.
Ähm, wen meinst du denn mit der dritten Person in der Liebesgeschichte?
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parago

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Kawabata Yasunari, The Scarlet Gang of Asakusa
« Antwort #12 am: 27. September 2005, 02:02:33 »

Mensch.. ihr seid alle schon so weit.. hm.. koenntet ihr vielleicht die Spoiler 'weiss anmalen', damit ich weiss, was ich lesen kann und was nich? Hatte heute bisher null Zeit zum Lesen, komme erst wieder morgen frueh dazu..  :redface:
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Manjula

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Kawabata Yasunari, The Scarlet Gang of Asakusa
« Antwort #13 am: 27. September 2005, 07:55:26 »

@parago: nein, nicht alle  :redface: Bin gestern auch nicht zum Lesen gekommen und hänge deshalb noch im 10. Kapitel. Heute wird es zwar auch wieder spät, aber ich hoffe doch, etwas weiter zu kommen, damit ich endlich mitreden kann.

Liebe Grüße
Manjula
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parago

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Kawabata Yasunari, The Scarlet Gang of Asakusa
« Antwort #14 am: 27. September 2005, 17:45:26 »

Ich gebe zu, ich bin verwirrt. Habe soeben Kapitel 16 beendet und mich beschleicht immer mehr das Gefuehl, dass mit dem Leser Schabernack getrieben wird. Spinn' ich mir was zusammen, wenn ich glaube annehmen zu koennen, dass sich sowohl Jungs als auch Maedels teils ins andere Geschlecht 'verwandeln', wenn sie sozusagen 'geschaeftlich' unetrwegs sind?

Fuer einen kurzen Moment hatte ich sogar die waghalsige Idee, dass Yumiko evtl. eine Art gespaltene Persoenlichkeit besitzt und teils selbst (quasi in der dritten Person) von sich erzaehlt..

Hilft mir wer, Licht ins Dunkel zu bringen?!  :schwitz:
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