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Autor Thema: Nur ein dickes Buch, ist ein gutes Buch?  (Gelesen 10504 mal)

nimue

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Nur ein dickes Buch, ist ein gutes Buch?
« am: 20. Juli 2004, 08:21:04 »

Hallihallo,

früher war ich der Meinung, dass nur Werke über 300 Seiten die Bezeichnung "Buch" verdienen. Alles andere waren für mich bessere Romanhefte  :breitgrins:

Seit einigen Jahren merke ich jedoch, wie ich immer mehr Gefallen an kürzeren Büchern finde. Allerdings unterscheide ich da zwischen den Genres. Bei historischen Romanen und Fantasy bevorzuge ich immer noch die dicken Wälzer, da sich hier die Charaktere und Handlungsstränge viel eher entwickeln können.

Bei Krimis und vor allem zeitgenössischen Romanen lese ich gerne mal ein dünneres Buch. Beispielsweise gehören Veronika beschließt zu sterben (223 Seiten), Das blaue Kleid (177 Seiten), Der Chronist der Winde (267 Seiten) und Wüstenblume (281 Seiten) zu meinen absoluten Lieblingsbüchern!

Wie ist das bei euch? Gilt da eher "je dicker, je besser"? Worin seht ihr den Unterschied von dicken zu dünnen Büchern? Alleine in der Seitenzahl? Oder ist euch das absolute egal?

Liebe Grüße
nimue
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Wenn Du keinen Menschen töten kannst - gut; kannst Du kein Vieh und keine Vögel töten - noch besser; keine Fische und Insekten - noch besser. Bemüh Dich, soweit wie möglich zu kommen. Grüble nicht, was möglich ist und was nicht. Tu, was Du mit Deinen Kräften zustande bringst. Darauf kommt alles an. (Leo Tolstoi)

Historikus

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Nur ein dickes Buch, ist ein gutes Buch?
« Antwort #1 am: 20. Juli 2004, 08:30:09 »

Hallo,

dass es Qualitätsunterschiede zwischen dicke und dünne Bücher geben soll, finde ich für unsinnig. :-)

Du hast aber bei einem Recht: Dicke Wälzer gehören besonders zu den Historischen Romanen, während dünne Bücher perfekt zu Krimis passen.

Historische Romane zu lesen lohnt sich wirklich nur, wenn man eine 500-Seiten-Schwate vor sich hat. :-)

mfg
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sandhofer

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je dicker desto besser?
« Antwort #2 am: 20. Juli 2004, 08:32:08 »

Hallo zusammen!
Hallo nimue!

Wir sind ja keine Rassisten, gelle?  :breitgrins:  :breitgrins:  :breitgrins:  Also - ob dick oder dünn spielt eigentlich keine Rolle. Am ehesten habe ich noch eine Aversion gegen die dünnen Reclam-Heftchen, da die meist von den dickeren Kollegen im Regal zerknüllt und zerfetzt werden.

Grüsse

Sandhofer
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holger

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Nur ein dickes Buch, ist ein gutes Buch?
« Antwort #3 am: 20. Juli 2004, 08:57:40 »

Hallo,

eher finde ich diese "je dicker je besser" Manie schrecklich. Als ich vor einer Woche zum ersten Mal den englischen Harry Potter in einer Paperback-Ausgabe sah, dacht ich: wer will den wen damit erschlagen? Kurzfassen ist auch eine Kunst, aber die kennen gerade die amerikanischen Autoren (und die dominieren die Weltliteratur bereits ausgiebig), überhaupt nicht. Leider.
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illy

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Nur ein dickes Buch, ist ein gutes Buch?
« Antwort #4 am: 20. Juli 2004, 10:27:31 »

Hi
ich neige da schon etwas zum "Rassismus" :redface:
Irgendwie erwarte ich ein gewisses Menge-Preis-Verhältnis. Also 10 € für 400 Seiten sind ok, aber 10€ für 300 Seiten ist mir zu wenig Stoff für mein Geld.
Andererseits bezahle ich für 800-Seiten-Bücher ja auch nicht freiwillig 20€  :zwinker:

Aber es stimmt schon, gerade historische Roman brauchen eine gewisse Dicke um in Fahrt zu kommen.
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Ein Buch, das man liebt, darf man nicht leihen, sondern muss es besitzen.  (Friedrich Nietzsche)

Horrendus

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Nur ein dickes Buch, ist ein gutes Buch?
« Antwort #5 am: 20. Juli 2004, 10:51:18 »

Hi!

Also mir ist es ziemlich egal wie dick das Buch ist. Aber da ich grossteils Fantasy & Science Fiction lese ist da (ausser bei Asimov, wobei man da meist mehrere Bände in einem hat) selten etwas unter 500 Seiten dabei.

Was ich aber bemerkt habe ist das je dicker das Buch desto günstiger wird es. 500 Seiten kosten 10 €, 1000 Seiten kosten 15 € ... aber davon mache ich es nicht abhängig ausser es ist ein Verhältniss das irgendwie krass aus der Reihe fällt.

lg Stefan
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Wendy

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Nur ein dickes Buch, ist ein gutes Buch?
« Antwort #6 am: 20. Juli 2004, 18:24:32 »

Nein, das würde ich so nicht sagen. Vor allem das NUR stört.

Jedes Buch, jede Geschichte, kann gut sein, egal wie voluminös es/sie ist. Aber wenn man erst mal ein richtig gutes Buch in der Hand hält und liest, dann wünscht man sich natürlich schon oft, es würde doch ein paar 100 Seiten mehr haben.

Deshalb hab ich auch immer gerne richtig dicke Wälzer gekauft, nur um sicher zu gehen, dass ich, falls mir das Buch gefällt, lange genug in dieser Buchwelt bleiben kann. Inzwischen weiß ich aber auch, dass es nicht nur auf die Seiten drauf ankommt, sondern auch auf die Lesegeschwindigkeit.

Wenn ich ein dünnes Buch an einem Tag auslese, bloß, weil ich es kann, wird mit die Geschichte sicher nicht so sehr berühren bzw. so lange "verfolgen", wie wenn ich mir einfach absichtlich einige Tage Zeit lasse und sozusagen drüber schlafe. das ist mir schon öfter aufgefallen.

Aber generell würde ich von den Seitenzahlen her alles lesen.  :breitgrins:
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sandhofer

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dicke Bücher
« Antwort #7 am: 20. Juli 2004, 19:13:59 »

Hallo zusammen!

Ein Fundstück möchte ich Euch nicht vorenthalten:

Ich liebe dicke Bücher; man kann sie als Briefbeschwerer benutzen, damit einem im Zugwind nicht die Bogen wegfliegen; man kann andere, kleinere Bücher gegen sie stellen, sie behüten wie Grossväter die jungen Kinder ... dicke Bücher sind schön. Manchmal kann man auch in ihnen blättern.
Kurt Tucholsky: Mauserzeit in geflügelten Worten. 1929


Grüsse

Sandhofer
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Wendy

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Nur ein dickes Buch, ist ein gutes Buch?
« Antwort #8 am: 20. Juli 2004, 19:52:54 »

Hallo, sandhofer!

Das ist aber wirklich sehr hübsch :klatschen: . Muss ich mir merken.
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Skywalkerin

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Nur ein dickes Buch, ist ein gutes Buch?
« Antwort #9 am: 22. Juli 2004, 00:38:41 »

Ganz früher habe ich auch eher Bücher bevorzugt, die mindestens 500 Seiten dick waren.
Ich habe dann aber schnell gemerkt, dass das - abgesehen von historischen Romanen - ziemlicher Unsinn ist und mir einiges entgangen ist.

Da ich sowieso immer mehrere Bücher parallel lese, habe ich immer ein paar dünnere Büchlein auf Vorrat... so für den kleinen Hunger zwischendurch  :smile:
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Alamir

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Nur ein dickes Buch, ist ein gutes Buch?
« Antwort #10 am: 22. Juli 2004, 00:45:42 »

Zitat von: Skywalkerin

Da ich sowieso immer mehrere Bücher parallel lese, habe ich immer ein paar dünnere Büchlein auf Vorrat... so für den kleinen Hunger zwischendurch  :smile:


Kommen die auch auf den Tisch gesprungen?  :breitgrins:

Bei mir spielt die Dicke weinger eine Rolle als der Inhalt, aber ein großer Teil meiner Bücher ist schon dicker, einfach weil sowohl Dostojevksij und Co. als auch Iny Lorentz, Sara Douglass und wie sie alle heißen, meist doch eher Dickerchen produzier(t)en.  :zwinker:
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finsbury

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unerfüllt zurückbleiben
« Antwort #11 am: 22. Juli 2004, 10:28:10 »

Hallo zusammen,

ich denke, es kommt vor allem auf die "Schreibe" an: Momentan lese ich Judith Hermanns Geschichten "Nichts als Gespenster" und ich mag ihren Ton. Normalerweise steh ich nicht auf so stille Schilderungen, sondern mag lieber Gesellschaftsromane, aber sie hat so einen zurückhaltenden und gleichzeitig intensiven Stil, dass ich weiter bei den Menschen und in der Landschaft bleiben will. Deshalb bin ich immer unzufrieden, wenn eine Geschichte zu Ende ist, obwohl sie bei ihr immer wirklich zu Ende sind.
Ich lese insgesamt aus diesem Grund nicht so gern Erzählungen, obwohl es wunderschöne gibt.
In einem Buch muss man wohnen können. :zwinker:

 Gruß finsbury
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Pinky

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Nur ein dickes Buch, ist ein gutes Buch?
« Antwort #12 am: 23. Juli 2004, 08:52:38 »

Wenn ich nach der dicke meiner Bücher gehe so hätte ausschließlich schlächte Bücher *lol*
Doch ich gehe nach dem innenhalt ob mich die geschichte intressiert .
Für mich ist es ein gutes Buch wenn mich die Geschichte die drinnen steht förmlich in ihren ban zieht wenn die s nicht der fal ist so nütz mir selbst das dickste Buch nichts.
Ein Buch kann noch so dick sein , doch wenn einen der innen halt nicht gefällt oder man ihn vieleicht nicht versteht nützt einem das Buch nicht recht viel.
Ausserdem gibt es aus fach uns sach themen auch dünne bücher .
Ganz gleich ob es aus : Geschichte ist , Litartur,Fantasie ode sonst was für Katagorien.
Wichtig ist das einem das was im Buch steht zu sagt und das mans versteht. :schmetterling:
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Ein nicht zu Ende gelesenes Buch gleicht einem nicht zu Ende gegangenen Weg.
(Weisheit aus China)

Gruß Pinky

Manuel

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Nur ein dickes Buch, ist ein gutes Buch?
« Antwort #13 am: 23. Juli 2004, 11:51:19 »

Ich lese lieber dickere Bücher, die mehr Geschichte bieten. Epische Geschichten sind einfach besser und bieten eine gleichzeitig auch eine bessere Charakterentwicklung, die in "dünnen" Büchern meistens nicht so gut herausgearbeitet wird.
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tokee

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Nur ein dickes Buch, ist ein gutes Buch?
« Antwort #14 am: 23. Juli 2004, 13:37:19 »

naja, an qualitätsunterschiede glaube ich auch nicht wirklich. hab schon schlechte dicke bücher gelesen und schon sehr gute dünne.
allerdings achte ich vor allem beim seltenen bücherkauf schon darauf, dass eine gewisse seitenzahl nicht unterschritten wird. sonst kann ich mir das einfach nicht wirklich leisten. da ich aber die meisten sachen eh mittlerweile ausleihe, ist es einfach wichtig für mich, dass die geschichte interessant klingt. mittlerweile probiere ich auch mal sachen aus, die ich vorher nicht gelesen hätte. frei nach dem motto "ausleihen kost nix, und wenns nix is bring ichs zurück". so hab ich aber schon interessante sachen entdeckt!

alles liebe, tokee  :baden:
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So viele Bücher und so wenig Zeit...