Für die Leserunde war ich mal wieder viel zu spät dran, daher schreibe ich hier meinen Kommentar.
Anfangs hatte ich meine Probleme, mit den Hütern der Rose warm zu werden, was ich aber auf eine kleine persönliche Krise zurückführe; dazu kamen die hoch geschraubten Erwartungen. Auf jeden Fall kam mir das Buch auf den ersten Seiten sehr ähnlich wie "Das Lächeln der Fortuna" vor, was mich etwas enttäuschte. Der unvergleichliche Stil von Gablé schaffte es aber, dass ich etwa ab Seite 200 wie gebannt in jeder freien Minute weiterlesen musste. Die einzelnen Personen werden wie immer sehr menschlich dargestellt, egal, ob sie gut oder böse sind. John kam mir eher langweilig vor, er musste keine wirklichen Höhen oder Tiefen bewältigen, dagegen war mir Owen Tudor sehr symphatisch und hat mich dazu bewogen, noch mehr über sein Schicksal herauszufinden. Auch der Kardinal war eine schillernde Persönlichkeit, ohne den das Buch um einiges ärmer wäre.
Der Geschichte fehlt meiner Ansicht nach ein packender Höhepunkt zum Schluss. Der Voodoo-Zauber hat mich eher irritiert und abgestoßen. Selbst wenn es das zu dieser Zeit in England gab, passte es für mich einfach nicht dazu.
Es war keine Seite zuviel in diesem Buch, aber Gablé kann es noch ein bisschen besser, daher von mir
Liebe Grüße
Doris