Willkommen Gast. Bitte einloggen oder registrieren.

E-Mail: Passwort:

Autor Thema: Sergej Lukianenko - Wächter der Nacht  (Gelesen 15086 mal)

Dreamy

  • staatlich geprüfter Bücherwurm
  • Mitglied
  • Offline Offline
  • Geschlecht: Weiblich
  • Beiträge: 617
Re: Sergej Lukianenko - Wächter der Nacht
« Antwort #75 am: 24. Januar 2007, 17:05:59 »

Hier noch meine Rezension zu



Die bösen und die guten Mächte haben vor Jahrhunderten einen Vertrag aufgesetzt, der es keiner der beiden Seiten erlaubt, einen Vorteil gegenüber der Gegenseite zu erlangen. Einen Vertrag, der das Miteinander der sogenannten „Lichten“ und „Dunklen“ regelt und die Spielregel im großen Spiel um den Spielball „Mensch“ auf dem Spielfeld „Erde“ vorgibt. Doch halten sich wirklich beide Seiten immer an die Regeln? Um dies zu Überwachen gibt es die Wächter des Tages, welche die „Lichten“ überwachen und die „Wächter der Nacht“ die das Selbe mit den „Dunklen“ tun.

Doch die Welt nach Lukianenko ist nicht immer schwarz-weiß definiert, auch wenn es auf den ersten Blick so scheint. Diese erste Buch der Reihe wird wie der Name schon sagt aus der Sicht der Nachtwache, also der Lichten erzählt. Der Leser erlebt diese Seite durch die Ich-Perspektive des Magiers Anton. Jedoch ist auch dieser eher graugezeichnet als strahlend weiß, und genau das macht den Reiz dieses Buches aus.

Die Handlung ist in drei in sich abgeschlossene Geschichten aufgeteilt, welche jedoch irgendwie trotzdem miteinander verbunden sind. Dem Leser tun sich während dem kompletten Buch immer neue Erkenntnis und Abgründe auf. Und meistens ist der erste Eindruck nicht wirklich der richtige. Doch was ist nun wirklich richtig und wer ist wirklich im Recht? Lukianenko schafft es so auf geschickte Weise, das der Leser nie wirklich komplett Partei für eine Seite ergreift. Der Schauplatz Moskau trägt zusätzlich sehr gut zu der finsteren Atmosphäre dieser Geschichten bei.

Ich empfehle dieses Buch jedem der eine Schwäche für die „Gestalten der Nacht“ und dunkel angehaute Fantasy hat, und gerne auch mal während der Lektüre ins Grübeln kommt. Für mich war es jedoch nicht ganz so leicht mich in den Schauplatz Russland und seine Menschen einzufinden. Auch musste ich immer aufpassen den Überblick, in diesem oft sehr verzweigten, Intrigenspiel zu behalten.


 4ratten
Gespeichert
Lieber barfuß als ohne Buch.
(Isländisches Sprichwort)

SLW-Seychella-Liste: 0/11


:leser:

Brawen77

  • Mitglied
  • Offline Offline
  • Geschlecht: Männlich
  • Beiträge: 73
Re: Sergej Lukianenko - Wächter der Nacht
« Antwort #76 am: 12. Januar 2008, 00:07:46 »

Hallo ihr  :winken:,
nun mal etwas ganz anderes, denn ich kann mich euch nicht anschließen. Ich fand das Buch absolut mager und Notdürftig.

Eigene Meinung:

Es mag Menschen geben, die dieses Buch verstehen. Es mag auch Menschen geben, die dieses Buch schätzen.
Ich bin keiner davon. Wenn mich jemand über den Inhalt ausfragen würde, könnte ich ihm vielleicht 60% erklären, und auch nur, wenn dieser jemand, mir spezifische Fragen stellen würde. Ich weiß nicht, ob es an mir gelegen hat, doch bis Seite 136 habe ich nichts verstanden.(bzw. sehr sehr wenig) Des Weiteren wurden manchmal solche Rechtschreibfehler gemacht, dass mir Wort Wörtlich die Haare zu Berge standen!!! Oft  wurden ganze Wörter falsch in den Zusammenhang gebracht…
Die Stellen, an denen ich sogar auch mal 80 Seiten am Stück verstanden habe, waren gezählt, aber auch vorhanden. Bei diesen muss ich sagen, dass sie gut geschrieben sind und der Autor sich alle Mühe gibt  Story zu halten. (Was er im Endeffekt jedoch nicht schafft, da ich die Auflösung ohnehin nicht verstehe.)
Das Ende habe ich wiederum nicht ganz verstanden … Kenner geben sich bitte bekannt … ;)
Ich habe den Film vor mir legen und werde ihn mir jetzt ansehen um dem Kriterium, das Buch mit dem Film zu vergleichen, nachzukommen. Vielleicht setzt sich dadurch für mich das Puzzle zusammen.

 2ratten  für das Buch :flop:

Ich habe eben den Film mit meinem Bruder gesehen und muss sagen: Der Film ist ein Witz. Ich hätte nicht gedacht, dass der Film noch schlechter sein könnte… An manchen, zum Teil auch ernsten Stellen, konnte man nichts anderes als laut loszulachen, da der Film einfach so schlecht ist. Er wirkt sehr ruckelhaft (Blair Whitch Project like) aufgrund der vielen, aneinander gereihten Szenen, die einfach hintereinander geschnitten wurden, manchmal sogar ohne Zusammenhang.

Wenn ich eins ganz genau weiß, dann, dass ich den nächsten Band nicht lesen werde. Dies ist mir bei einem Mehrteiler noch nie passiert, und das soll schon was heißen!!!

Einen Punkt bekommt Herr Timur Bekmambetov für den Mut, einen solchen Film zu produzieren. Hut ab Timur.
„Russische Antwort auf den Herr der Ringe“ (Zitat: www.FAZ.net)
Na und ich bin Kleopatra mir einer kleinen Nase… Da muss ich mir aber jetzt keine Gedanken machen?!
Und ich habe 8€ für so etwas ausgegeben. Das ist fast ein ganzes Buch. :ohnmacht::heul:

 1ratten für den Film
« Letzte Änderung: 12. Januar 2008, 18:40:24 von Brawen77 »
Gespeichert
:leser: Simon Singh, "Codes. Die Kunst der Verschlüsselung"
:leser: Wolf Wagner , "Wie funktioniert Politik"


SUB-Wettbewerb
Frei-SUB: 0/10
Genre-SUB: 5/11

Aeria

  • Außerirdische Lebensform
  • Mitglied
  • Offline Offline
  • Geschlecht: Weiblich
  • Beiträge: 2498
Re: Sergej Lukianenko - Wächter der Nacht
« Antwort #77 am: 12. Januar 2008, 14:42:40 »

@Brawen
Solltest du aus welchen Gründen auch immer die anderen Bände doch noch lesen und immer noch eine ähnliche Meinung haben, dann bist du mein neuer bester Freund  :breitgrins: .

***
Aeria
Gespeichert
Wenn schon Edward, dann Rochester!

HoldenCaulfield

  • Käferprinzessin
  • Mitglied
  • Offline Offline
  • Geschlecht: Weiblich
  • Beiträge: 11734
Re: Sergej Lukianenko - Wächter der Nacht
« Antwort #78 am: 12. Januar 2008, 15:13:54 »

@Aeria
Tja endlich hast Du einen Verbündeten gefunden :breitgrins:

Wie immer finde ich sehr interessant wie unterschiedlich ein und dasselbe Buch gesehen werden kann.
Gespeichert
Seltsam im Nebel zu wandern.... H.Hesse

"[...] wir sind hier alle verrückt. Ich bin verrückt, du bist verrückt" *L.Carroll*

Mein Interview mit Gail Carriger :elch:
Sonnenschirm

Brawen77

  • Mitglied
  • Offline Offline
  • Geschlecht: Männlich
  • Beiträge: 73
Re: Sergej Lukianenko - Wächter der Nacht
« Antwort #79 am: 12. Januar 2008, 15:16:35 »

UIUI ...da sollte ich mich ja jetzt ranhalten den nächsten und den übernächsten und den nächsten vom übernachsten zu lesen, aber dazu können mich keine zehn Pferde bringen.  :zwinker:
Sich durch ein nächstes Buch vom werten Sergej zu kämpfen überlebe ich nicht  :entsetzt: :todmuede:
Ich dachte ich wäre der einzige, der das Buch gelinde gesagt nicht gut gefunden hat, doch jetzt sehe ich das stimmt gar nicht... Glück gehabt ich bin nicht doof :breitgrins:
Liebe Grüße Brawen
Gespeichert
:leser: Simon Singh, "Codes. Die Kunst der Verschlüsselung"
:leser: Wolf Wagner , "Wie funktioniert Politik"


SUB-Wettbewerb
Frei-SUB: 0/10
Genre-SUB: 5/11

Thomas_R

  • Mitglied
  • Online Online
  • Geschlecht: Männlich
  • Beiträge: 2150
Re: Sergej Lukianenko - Wächter der Nacht
« Antwort #80 am: 03. März 2008, 19:50:25 »

So, mittlerweile habe ich das Buch von meinem SuB erlöst.

Die Grundidee des Buches ist ja nicht gerade neu.
Die Mächte des Bösen und die Mächte des Guten kämpfen um die Vorherschaft.

Dafür gefiel mir die Ausführung schon besser.
In der Welt des Zwielichts gelten andere Gesetze.
Das Böse und das Gute haben ein Vertrag geschlossen, der Umgang mit der Magie
und die Anwendung auf die normalen Sterblichen sind streng geregelt.

Zur Überwachung der Einhaltung des Vertrages gibt es die Wächter.
Doch die Unterscheidung zwischen Gut und Böse fällt mitunter schwer.
Beide Seiten bedienen sich aller Mittel, um der Gegenseite einen Schlag zu versetzen.

Die drei Geschichten um die Wächter der Nacht haben mir gut gefallen.
So ganz einfach kommt man nicht hinein, das offene Ende zielt wohl darauf ab,
eine gewisse Spannung für die Nachfolger aufzubauen.
Angesprochen hat mich der Umstand, dass auch die Guten
durchaus nicht ganz "astreiner" Mittel verwenden, um den Sieg davonzutragen.

Auch die Figuren gewinnen für mich ein eigenes Profil.
Anton, der Analytiker und Computerfreak, der zu einem Einsatz an die Front geschickt wird.
Unerfahren im Fronteinsatz und doch schlänget er sich durch alle Gefahren.
Geser, der uralte Magier, Chef der Wächter in Moskau.
Listig und durchtrieben, mit großen magischen Kräften.

Alles in allem ist das Buch flüssig zu lesen,
aber der erwartete Überflieger war das Buch nicht ganz, es gibt

 3ratten + :marypipeshalbeprivatmaus:

und auf jeden Fall Lust auf mehr.
Die Nachfolgebände stecken schon in der Pipeline.
Gespeichert
:winken:
Gruß
Thomas

"Ich kann mir nichts Angenehmeres vorstellen, als im Alter auf dem Lande nicht allzu weit entfernt von der Stadt zu leben,
meine Lieblingsbücher noch einmal zu lesen und mit Anmerkungen zu versehen."

André Maurois
Mein SuB

Saltanah

  • Hüterin der SUB-Mumien
  • Global Moderator
  • *
  • Offline Offline
  • Beiträge: 9946
  • Wir sind irre, also lesen wir!
Re: Sergej Lukianenko - Wächter der Nacht
« Antwort #81 am: 30. Mai 2008, 18:01:49 »

So, mittlerweile habe auch ich das Buch gelesen, und zwar in schwedischer Übersetzung unter dem Titel "Nattens väktare". Praktischerweise konnte ich es in meiner literarischen Weltreise unter "Kasachstan" verbuchen.



Kurzbeschreibung laut Amazon:
In Russland das Kultbuch schlechthin und erfolgreicher als "Der Herr der Ringe" oder "Harry Potter:" Sergej Lukianenkos "Wächter der Nacht" - eine einzigartige Mischung aus Fantasy und Horror über den ewigen Kampf zwischen den Mächten des Lichts und der Finsternis.


Was soll ich zu euren vielen Kommentaren noch hinzufügen? Auch mir hat die Grundidee gefallen, wenn der Kampf zwischen Gut und Böse nun auch wirklich nichts Neues ist. Aber immerhin lässt Lukianenko die beiden Mächte in einem empfindlichen Gleichgewicht ruhen und hinterfragt auch "Gut" und "Böse", lässt seinen Helden überlegen, ob er, der doch zu den "Guten" gehört, denn wirklich nur Gutes tut, worin denn der eigentliche Unterschied zwischen den beiden konkurrierenden Parteien besteht. Ein Gedanke also, der in Gut-versus-Böse-Büchern meist nicht gestellt wird. Allerdings arbeitet Lukianenko diese Idee meiner Meinung nach nicht weit genug aus. Es bleibt bei Antons Überlegungen, ohne dass wirkliche Konsequenzen daraus gezogen würden. Schließlich bleibt doch alles beim Alten. Enttäuschend.

Die erste der drei Geschichten hat mir noch recht gut gefallen. Lukianenko führt geschickt in seine Welt ein, wobei mir Moskau als Handlungsort auch zugesagt. Mal was Anderes für eine sonst mehr nach Westen hin orientierte Leserin. Spannung kann Lukianenko auch erzeugen und halten, allerdings mit dem Abstrich, dass mir die Lösung des Rätsels, wer denn nun die Frau verflucht habe, viel zu früh klar wurde. Und der Endkampf - naja, ich mag nun mal keine großen Endkämpfe :rollen: . Aber insgesamt doch eine recht gute Geschichte.
Meine ziemlich positive Einstellung zu dem Buch verflüchtigte sich jedoch mit der 2. und 3. Geschichte mehr und mehr. Wie schon von einigen von euch erwähnt, waren auch mir die 3 Geschichten zu ähnlich im Aufbau und so wurden die Schwächen immer deutlicher. Die Figurengestaltung ist nun mal nicht sonderlich gut, die moralischen Fragen werden mir (siehe oben) nicht tiefgreifend genug behandelt und die Sprache... :rollen: Nun ja, ich weiß nicht, wieviel nur der miserablen schwedischen Übersetzung zu verdanken ist (ich habe den Anfang mit einer deutschen Leseprobe verglichen, wobei die deutsche Version weit besser wegkam), aber auch mit Rücksicht auf Übersetzungsschwächen erscheint mir Lukianenko nicht gerade ein sprachgewaltiger Autor zu sein, um es mal vorsichtig auszudrücken.

Trotz des Versuches, mehr zu bringen, bietet das Buch leider doch nur Standardkost und die noch nicht einmal besonders gut zubereitet. Schade. Die Fortsetzungen werde ich mir wohl sparen. (Obwohl, irgendwie würde ich schon gerne wissen, wie Lukianenko aus der Sicht der Bösen erzählt. Ich kann Aeria nachvollziehen - er hat einen gewissen Chips-Effekt, nicht gut, aber man kann trotzdem nicht aufhören zu essen. :redface: )
2ratten
Gespeichert

Aeria

  • Außerirdische Lebensform
  • Mitglied
  • Offline Offline
  • Geschlecht: Weiblich
  • Beiträge: 2498
Re: Sergej Lukianenko - Wächter der Nacht
« Antwort #82 am: 30. Mai 2008, 19:43:15 »

 :lachen:
"Chips-Effekt" gefällt mir! Ich mag keine Chips und werde den Effekt in Gummibärchen-Effekt umbenennen. Man nascht weiter, auch wenn die Bärchen schwer zu kauen sind.

Was die Sprache angeht, so liegt es nicht an der Übersetzung, Saltanah. Der Mann schreibt wirklich so schlecht  :zwinker: . Ich habe die deutsche Leseprobe auch gelesen, die Übersetzerin hat sich richtig Mühe gegeben, die deutsche Version kommt geschliffener rüber als die originale.

***
Aeria
Gespeichert
Wenn schon Edward, dann Rochester!

*Sternenstauner*

  • Feierlicher Tunichtgut
  • Mitglied
  • Offline Offline
  • Geschlecht: Weiblich
  • Beiträge: 1908
    • All you can read - Mein Bücherblog
Re: Sergej Lukianenko - Wächter der Nacht
« Antwort #83 am: 02. September 2008, 00:09:55 »

Meine Meinung
In Russland sind die Wächter-Romane Millionen-Bestseller, sogar beliebter als ‘Der Herr der Ringe’ und ‘Harry Potter’. Das muss nichts heißen, aber neugierig macht es schon. Vor allem, wenn Vampire, Magier, Hexen und Gestaltenwandler locken…

Diese leben als “die Anderen“ unerkannt unter den Menschen, in einer Welt, in der die Dunklen und die Lichten vor etlichen Jahren den „großen Vertrag“ unterzeichnet haben; ein Abkommen, das für das Gleichgewicht zwischen Gut und Böse sorgen soll. Etwaige Vertragsbrüche werden durch die jeweiligen Kontrollorganisationen - den Wächtern des Tages und den Wächtern der Nacht - geahndet. Für jede gute Tat darf das Böse eine gleichwertige schlechte Handlung vornehmen, jeder Akt der Dunklen wiederum erlaubt den Guten eine entsprechende Gegenmaßnahme.
Anton, „Nachtwächter“ und Magier anfangs geringen Grades muss jedoch bald feststellen, dass nicht immer alles einfach schwarz oder weiß ist und dass es Grauzonen gibt, in denen es schwer ist, Entscheidungen zu fällen und diese (auch vor sich selbst) zu rechtfertigen. Vor allem, wenn es darum geht, ob man sein persönliches Glück über das Schicksal anderer stellen darf.

Anfangs war ich von diesem Ausgangspunkt und den vielen magischen Wesen sowie einigen neuen Ideen wie etwa dem „Fluchstrudel“ noch ziemlich angetan. Nach kurzer Zeit war für mich jedoch die Luft raus.
Die Einteilung des Buches in drei Geschichten ist höchstens aus formalen Gründen zu rechtfertigen, ansonsten aber völlig unnötig, da die Handlung nach kurzen zeitlichen Unterbrechungen einfach weiterläuft.
Während die erste Geschichte noch spannend war, waren die beiden weiteren vergleichsweise zäh und wenig überraschend, da sie alle nach demselben Schema ablaufen: Anton, der nicht perfekte und daher eigentlich recht sympathische Held, tappt im Dunkeln, bis er hier und da einen Geistesblitz hat und feststellt, dass er ja eigentlich doch nur eine Schachfigur im Spiel um die ganz große Macht ist. Die meiste Zeit philosophiert er über Gut und Böse und das Dazwischen und diskutiert mit seinen Kollegen über Probleme, für die es letztlich eh keine richtige oder falsche Lösung gibt.

Ohnehin räumt der Autor seinen – oftmals sperrigen – Dialogen sehr großen Raum ein. Viele Informationen entnimmt man den Lageberichten, die sich die Figuren gegenseitig unterbreiten, was auf Dauer einfach ermüdend ist.
Hinzu kommt die unschöne Tatsache, dass die deutsche Erstausgabe voller Fehler ist und die Übersetzung mich mehr als einmal kopfschüttelnd zurück ließ.

Moskau als Schauplatz des Buches war für mich mal eine neue Erfahrung, jedoch empfand ich die vielen Plattenbauten, die hohe Kriminalitätsrate und den ständigen Alkoholkonsum als sehr deprimierend und fühlte mich permanent unwohl. Auch wenn die düstere Atmosphäre sicherlich zur Geschichte gepasst hat.
Diese ist im Übrigen mehr oder weniger abgeschlossen; die akute Gefahr ist gebannt, das große Ende ist aber noch nicht in Sicht. So heißt es dann auch im Anschluss Lesen Sie weiter in ‚Wächter des Tages’. Millionen Leser sind dieser Aufforderung gefolgt – ich werde es nicht tun.

FAZIT: Enttäuschend.

Meine Wertung
2ratten
Gespeichert
Aus ❤ zum Lesen: http://libromanie.de

Juggalette

  • Tiefseeltaucherin
  • Mitglied
  • Offline Offline
  • Geschlecht: Weiblich
  • Beiträge: 2150
  • Na terra onde fores viver, faz como vires fazer.
Re: Sergej Lukianenko - Wächter der Nacht
« Antwort #84 am: 02. September 2008, 07:12:09 »

Eigentlich habe ich der Rezi von Sternenstauner nichts mehr hinzuzufügen. Denn so ähnlich ist es mir beim Lesen auch ergangen. Während ich vom Anfang des Buches noch begeistert war und mich die Geschichte um den Strudel, dem Jungen und die Frau noch sehr gefesselt hat, wurde es spätestens ab der Hälfte langweilig und vom Ende war ich enttäuscht. Vielleicht lag es auch daran, dass mir manche Dinge als sehr unlogisch erschienen, ich irgendwann den Faden verlor und stellenweise gar nicht mehr wusste um was es eigentlich konkret ging.

Ob ich mich nun dazu durchdringen werde den 2. Teil zu lesen oder nicht, kann ich noch nicht sagen. Vielleicht gebe ich der Reihe in ein paar Jahren noch eine Chance.
Die vielen Rechtschreib- und Tippfehler haben mich allerdings auch halb wahnsinnig gemacht - um den Preis wirklich enttäuschend! 
2ratten
Gespeichert
:leser:
Philip Pullman - Der goldene Kompass
Arthur Conan Doyle - Die Abenteuer des Sherlock Holmes

SuB: 238

*Sternenstauner*

  • Feierlicher Tunichtgut
  • Mitglied
  • Offline Offline
  • Geschlecht: Weiblich
  • Beiträge: 1908
    • All you can read - Mein Bücherblog
Re: Sergej Lukianenko - Wächter der Nacht
« Antwort #85 am: 02. September 2008, 09:32:28 »

Ich bin nur froh, dass ich mir nicht die gesammelte Ausgabe* gekauft habe. Die kostet nämlich nur 10 € und man hat die ersten drei Teile (die einzeln je 13 € kosten) gleich beisammen. Im Nachhinein hätte ich mir mit dem 1.500-Seiten-Wälzer nämlich nur die Handgelenke strapaziert und die restlichen beiden Bücher eh nicht gelesen. Mein 'Wächter der Nacht' wandert gleich auch wieder dorthin, wo er herkam - zu Buchticket.

*
Gespeichert
Aus ❤ zum Lesen: http://libromanie.de

Juggalette

  • Tiefseeltaucherin
  • Mitglied
  • Offline Offline
  • Geschlecht: Weiblich
  • Beiträge: 2150
  • Na terra onde fores viver, faz como vires fazer.
Re: Sergej Lukianenko - Wächter der Nacht
« Antwort #86 am: 02. September 2008, 09:35:14 »

Ich verstehe den Sinn dieser TRILOGIE-Ausgabe so wieso nicht ganz, denn ich dachte es gibt davon 4 Teile und nicht nur 3...  :gruebel:
Aber preisgünstig(er) ist sie auf alle Fälle!
Gespeichert
:leser:
Philip Pullman - Der goldene Kompass
Arthur Conan Doyle - Die Abenteuer des Sherlock Holmes

SuB: 238

*Sternenstauner*

  • Feierlicher Tunichtgut
  • Mitglied
  • Offline Offline
  • Geschlecht: Weiblich
  • Beiträge: 1908
    • All you can read - Mein Bücherblog
Re: Sergej Lukianenko - Wächter der Nacht
« Antwort #87 am: 02. September 2008, 09:39:46 »

Ich war auch verwirrt, weil ich dachte, wenn da Trilogie drauf steht, dann wird es wohl auch eine Trilogie sein. Es gibt allerdings wirklich vier Teile auf Deutsch (Wächter der Nacht, Wächter des Tages, Wächter des Zwielichts, Wächter der Ewigkeit) und ich habe sogar schon etwas über einen weiteren Band gelesen, der wohl 'Die letzten Wächter' heißen soll. Weitere Informationen habe ich dazu allerdings nicht gefunden. Vielleicht ist das Buch ja in Russland schon erschienen und noch nicht übersetzt?
Wobei, mir persönlich ist das letztlich auch wurscht. ;)
Gespeichert
Aus ❤ zum Lesen: http://libromanie.de

Juggalette

  • Tiefseeltaucherin
  • Mitglied
  • Offline Offline
  • Geschlecht: Weiblich
  • Beiträge: 2150
  • Na terra onde fores viver, faz como vires fazer.
Re: Sergej Lukianenko - Wächter der Nacht
« Antwort #88 am: 02. September 2008, 09:52:56 »

Ein 5. Teil kommt auch noch? Dann verstehe ich denn Sinn noch weniger und wenn ich ein Fan dieser Serie wäre und ich mir diesen Band zugelegt hätte, würde ich mich vermutlich ärgern.

In Russland sind die Wächter-Romane Millionen-Bestseller, sogar beliebter als ‘Der Herr der Ringe’ und ‘Harry Potter’.

Na ja, vielleicht müsste man mehr Vodka trinken um den Geschmack der Russen zu verstehen! :elch:

« Letzte Änderung: 02. September 2008, 09:54:32 von Juggalette »
Gespeichert
:leser:
Philip Pullman - Der goldene Kompass
Arthur Conan Doyle - Die Abenteuer des Sherlock Holmes

SuB: 238

Yklamyley

  • Bücherjägerin
  • Mitglied
  • Offline Offline
  • Geschlecht: Weiblich
  • Beiträge: 1078
Re: Sergej Lukianenko - Wächter der Nacht
« Antwort #89 am: 02. September 2008, 13:05:31 »

Na ja, vielleicht müsste man mehr Vodka trinken um den Geschmack der Russen zu verstehen! :elch:
:breitgrins: Ja, das wär was! Eine Russen - Wodka - Lesenacht... Da würden Fragen nach Inhalt und Stil abgelöst von der Frage, wer zuerst besagten Wodka über die Tastatur verschüttet...  :zwinker:  :trinken:
Gespeichert
:leser:

SLW 11: 8/10 (Seychella)
SLW 12: 1/10
TAMKA - Wettbewerb 12: 0/5
Booker - Prize - Liste: 7/44
Wichtelliste: 6/10
Ungarns Komitate: 4/19
Zufallsliste Take 2: 2/5
Cult Authors: 3/141
Cult Novels: 0/54

Auch ungelebtes Leben
geht zu Ende

- Erich Fried