

Der Militärhistoriker Ambrose erzählt hier auf Basis von zahlreichen Interviews mit Überlebenden die Geschichte der Fallschirmjäger von der "Easy Company", Bestandteil der 101st Airborne Division, die wesentlich an der Landung in der Normandie beteiligt war.
Im heißen Sommer 1942 beginnt die knallharte Ausbildung der meist sehr jungen Männer in Camp Toccoa, Georgia. Unerbittlicher Drill und ein Ausbilder, den man getrost als Drecksack bezeichnen kann, machen den Jungs das Leben schwer und sind andererseits genau das, was sie zu einer so eingeschworenen Truppe zusammenschweißt. Nach Ausbildungsende geht es per Schiff nach England, wo die streng geheimgehaltenen Vorbereitungen für "D-Day" laufen, bis am 6. Juni 1944 der Moment kommt, auf den sie so lange hingearbeitet und auch hingefiebert haben.
Bereits in der Normandie sind die Verluste zahlreich; im weiteren Kriegsverlauf wird Easy Company in Holland und Belgien eingesetzt. Bei Bastogne leben sie wochenlang bei eisigen Temperaturen und miserabler Versorgungslage unter freiem Himmel, ständig unter Beschuss - eine wahre Hölle auf Erden, gegen die die letzten Einsätze im Elsass und zum endgültigen Kriegsende in Deutschland schon beinahe ein Kinderspiel zu sein scheinen.
Wenn mir noch vor einem Jahr jemand gesagt hätte, ich würde freiwillig ein solches Buch lesen und auch noch mögen, hätte ich ihm garantiert den Vogel gezeigt. Die häufige Erwähnung der auf diesem Buch basierenden Fernsehserie hat mich neulich schon zu den Erinnerungen der Easy-Veteranen Bill Guarnere und Edward Heffron greifen lassen, nun interessierte mich auch das Gesamtbild der legendären Kompanie.
Ambrose hat mich von Anfang an gefesselt mit seiner sehr lebendigen Darstellung der Männer mit ihren persönlichen Stärken und Schwächen und Eigenheiten und des unglaublichen Zusammenhalts zwischen den Jungs. (Ich glaube, es war David Kenyon Webster, der seine Rückkehr nach einer Verwundung zur "Easy" quasi als "Nachhausekommen" empfand, obwohl es bedeutete, dass er wieder an die Front musste - aber er wusste, dass er sich auf seine Kameraden blind verlassen konnte.)
Das Kriegsgeschehen ist sehr eindrücklich beschrieben, ohne zu beschönigen oder zu verherrlichen. Den Tribut, den der Krieg nicht nur körperlich, sondern auch und vor allem seelisch von den Soldaten fordert, macht das Buch ziemlich deutlich, gerade im letzten Kapitel, das den weiteren Lebensweg einiger Easy-Männer nachzeichnet. Dennoch gab es auch einige herrlich komische Momente (boys will be boys, auch in Kriegszeiten ...)
Für alle, die sich ein wenig für die Materie interessieren, eine definitive Empfehlung!

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