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Autor Thema: Rebecca Gablé - Das Lächeln der Fortuna  (Gelesen 6336 mal)

Heimfinderin

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Re: Rebecca Gablé - Das Lächeln der Fortuna
« Antwort #30 am: 21. August 2007, 10:09:08 »

So hier kommt meine Meinung zu dem Buch:

„Das Lächeln der Fortuna“ ist ein Buch, das ich kaum aus der Hand legen wollte, so sehr hat es mich in die Geschichte hineingezogen. So oft sagte ich mir, „noch bis zum nächsten Abschnitt, dann schläfst du endlich“ und im nächsten Moment war ich schon wieder ein paar Seiten weiter und das Spiel ging von vorne los. Aber das Lesevergnügen war mir einige zu kurze Nächte wert.

Die Autorin hat die Figuren so lebendig und „echt“ beschrieben, dass man wirklich das Gefühl hatte, sie würden existieren. Sie waren nicht glatt und oberflächlich und auch kleinere Nebenfiguren hatten immer einen wichtigen Platz und man hatte das Gefühl, dass der Autorin jede ihrer Figuren wichtig war. Nur Robin war mir auch teilweise etwas zu gut. Ein bisschen mehr Bissigkeit und weniger ehrenhafte Gutmütigkeit hätte ich mir in einigen Situationen für ihn gewünscht.

Ihren Schreibstil empfand ich als sehr emotional, ich erlebte die Gefühle der Personen mit und konnte so mit ihnen lachen, weinen und mich fürchten oder freuen. Eine brutale Szene gleich am Anfang im Pferdestall hat mich richtig mitgenommen und ich musste ein paar Tränen wegwischen.

Sehr gut gefallen hat mir auch die historische Seite. Ich konnte mir das Leben und die Lebensumstände in der Zeit sehr gut vorstellen und empfand die Mischung aus Geschichte und Erzählung sehr schön und spannend. Gerade die historischen Umstände der Leibeigenschaft, Bauernaufstände, Parlament und Kirche habe ich erst Anfang des Jahres mit meiner Tochter für den Geschichtsunterricht gelernt und konnte so einiges wieder finden und „am Beispiel von Personen“ nachempfinden. Das war sehr interessant und spannend und macht vor allem auch Lust darauf, sich mehr in die geschichtlichen Details zu vertiefen.

Ein sehr schönes Buch, das noch ewig hätte so weitergehen können. Es war das erste, aber nicht das letzte Buch, das ich von Rebecca Gablé gelesen habe. Zum Glück gibt es ja noch Folgebände.

 5ratten
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LIEBE GRÜßE
HEIMFINDERIN

Santanico

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Re: Rebecca Gablé - Das Lächeln der Fortuna
« Antwort #31 am: 29. August 2007, 13:01:59 »

Es ist wirklich faszinierend, wie schnell und wie tief man in die Geschichten um die Waringhams eintaucht, jedesmal aufs neue, wenn man eins der Bücher liest.
Ich wollte das Buch gar nicht mehr zur Seite legen, auch wenn ich es jetzt schon zum dritten mal gelesen habe. Die Figuren sind so lebendig dargestellt, man kommt sich beim Lesen vor, als ob man ihr Handeln, ihr Denken und ihre Gefühle direkt unter ihnen miterlebt. Einfach schön, mal wieder so intensiv in ein Buch einzutauchen *hach*

Nach dem Reread vom ersten Band habe ich ein paar Tage Pause gemacht, um zwei, drei andere Bücher zu lesen, und gleich geht´s weiter mit dem zweiten Teil. Schon jetzt freue ich mich unsäglich, dass ich noch _zwei_ schöne dicke Schmöker mit den Lancasters und Waringhams vor mir habe.

Was mich allerdings immer von meinen Fantasiebildern, die ich mir von den Figuren mache, abbringt, ist die Tatsache, dass immer wieder die langen Haar der Ritter erwähnt werden. Natürlich hatten die Männer damals lange Haare, aber das paast gar nicht zu den Bildern, die ich mir beim Lesen selbst von Robin und den anderen mache.
Hm ja, wollte ich nur mal erwähnt haben  :redface:
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Tammy1982

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Re: Rebecca Gablé - Das Lächeln der Fortuna
« Antwort #32 am: 30. September 2007, 14:30:49 »

Hallo Ihr Lieben,

hier meine Meinung zu dem Buch:

Vom ersten Moment an war ich komplett in der Geschichte drinnen und habe mit Robin mitgelitten und mich mitgefreut. Der Schreibstil liest sich sehr flüssig und Rebecca Gablé schafft es, die Umgebung, die Leute, die einzelnen Schauplätze so lebendig zu beschreiben, dass man sie sofort vor Augen hat und sich komplett in einem England des 14. Jahrhunderts wieder findet. Ich konnte das Buch keinen Moment aus der Hand legen und habe es innerhalb kürzester Zeit, trotz seines beträchtlichen Seitenumfangs, nahezu verschlungen.
Ich finde es super, dass die Autorin versucht tatsächlichen historischen Personen ein Gesicht und Charaktermerkmale zu geben, die eine Möglichkeit geben, bestimmte historische Ereignisse zu erklären, jedoch natürlich keine Garantie darstellen, dass die Personen wirklich so waren.
Schön finde ich auch, dass die Autorin im Nachwort noch Hintergrundinformationen liefert und sich vorne eine Übersicht über alle vorkommenden Personen findet.

Ich bin auf jeden Fall sehr begeistert von der Trilogie um die Waringhams und werde mir jetzt schnellstmöglichst die beiden Nachfolgebände zulegen!

Dieses Buch bekommt von mir volle  5ratten!

Liebe Grüße
Tammy
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"Jeder der sich die Fähigkeit erhält, Schönheit zu erkennen, wird nie alt werden." (Franz Kafka)

sandi

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Re: Rebecca Gablé - Das Lächeln der Fortuna
« Antwort #33 am: 03. November 2008, 04:52:00 »

Ich lese das Buch gerade. Seit Wochen. Ständig unterbrochen durch andere Bücher. Gerade mal knapp 100 Seiten gelesen. Ich muss mich fast schon zwingen, weiterzulesen. Jedes andere Buch hätte ich schon längst abgebrochen, aber aufgrund der guten Rezis versuche ich es weiter. Die Ursache, warum ich das Buch bisher nicht mag, ist Robin. Er war mir von der ersten Seite an unsympathisch und ist es noch immer. Aber extrem. Ein großmäuliges (Himmel, das nervt) und ach so tolles Kerlchen :rollen: Ansonsten ist das Buch ja gut geschrieben, aber dieser Robin, herrje. Ich gehe jetzt ins Bett weiterlesen. Vielleicht schaffe ich ja wieder mal 10 Seiten am Stück.

So, jetzt reicht es mir. Ich ertrage diesen Übermensch nicht mehr. Was für ein edler Held er doch ist. Wie gut der doch ins Mittelalter passt. Noch dazu versteht er die Kunst des Pferdeflüsterns. Ich ertrage viel an unrealistischen Charakteren, aber das ist mir nun echt zu viel. Ich habe mich lange auf dieses Buch gefreut. Aber warum es so gute Rezis hat, kann ich nun gar nicht nachvollziehen. Wenn man über 1000 Seiten lang so einen Typen um die Ohren gehauen bekommt, wie können da 5 Ratten dabei rauskommen? Ich habe nun glaube ich knapp 100 Rezis bei Amazon durchgelesen, und ich versteh's noch immer nicht :gruebel: So ein unrealistischer Protagonist macht mir das Lesen unerträglich, auch wenn mir alles andere eigentlich ganz gut gefällt. Schade.

Da ich es nicht zu Ende gelesen habe, verzichte ich fairerweise auf die Ratten. Ginge es in dieser Tonart weiter, würden höchstens 2ratten rausschaun.
« Letzte Änderung: 15. November 2008, 18:58:27 von sandi »
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HoldenCaulfield

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Antw:Rebecca Gablé - Das Lächeln der Fortuna
« Antwort #34 am: 12. Juli 2009, 12:47:23 »

Ich habe Das Lächeln der Fortuna nun nocheinmal gelesen da ich mich nicht mehr so gut daran erinnern konnte^^ und ich die beiden Folgebände jetzt endlich auch mal gesammelt aus der Bibliothek ausleihen konnte. Hier nun also meine Meinung:

Obwohl Rebecca Gablé ihre Geschichte über 1020 Seiten erzählt wir keine Seite langweilig. Ihre Erzählweise ist so lebendig als ob man neben den Figuren des Romans stehen würde und sie nur an zu fassen bräuchte. Geschickt verwebt sie das Leben des fiktiven Robin of Wahringham mit den tatsächlichen historischen Begebenheiten und Gestalten. Man folgt Robin durch sein Leben als Jugendlicher bis hin zum älteren Erwachsenen Mann. So umspannt der Roman auch gleich mehrere Jahrzehnte englischer Geschichte. Doch auch hier kann die Autorin glaubhaft vermitteln das diese Jahre tatsächlich vergangen sind - ohne das sie dabei ins episodenhafte Erzählen verfallen würde.

Robin selbst ist eine Figur die mir persönlich schnell ans Herz wuchs. Man erfährt sehr viel über seine inneren Beweggründe und Gefühle, so fällt es natürlich leicht sich mit ihm zu identifizieren und/oder ihn zu mögen. Er ist eine starke Persönlichkeit die sich nicht unterkriegen lässt, auch dann nicht wenn alles verloren zu sein scheint.
Der Focus liegt natürlich eindeutig auf ihm, wenn auch seine Familie durchaus eine wichtige Rolle spielt, ab und an hätte ich mir etwas mehr Gegengewicht gewünscht. Vor allem Mortimer kommt für meinen Geschmack zu kurz. Gerade die ein oder andere Wendung was ihn betrifft konnte mich nicht völlig überzeugen. Zu dem, obwohl Robin sehr viel einstecken muss, kommt er letztendlich immer wieder aus allem heraus, er steuert Zielgerade auf ein Happy End zu. Einerseits ist es ihm zu gönnen andererseits hätte ich mir gewünscht das es ihm etwas weniger einfach gemacht würde. Ich hatte öfter das Gefühl das Ganze ging zu einfach und zu schnell. Dies kann ich der Autorin jedoch verzeihen. Der Grund liegt in ihrer packenden Erzählweise und eben darin das der Roman es schafft zu unterhalten und zu fesseln ohne streckenweise langweilig oder langatmig zu werden.

Da ich über die Zeit die Gablé beschreibt auch nicht allzu viel weiß konnte mich der Roman anregen, das ein oder andere genauer nach zu lesen. Gerade hier lohnt es sich meiner Meinung nach etwas mehr Hintergrundwissen zu besitzen.

4ratten
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Sonnenschirm

Kirsten

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Antw:Rebecca Gablé - Das Lächeln der Fortuna
« Antwort #35 am: 30. Juli 2009, 08:19:58 »

Hallo!

Eigentlich halte ich historische Romane nicht so sehr für mein Genre, aber nach der Lektüre von Das Lächeln der Fortuna sollte ich meine Meinung noch mal überdenken :zwinker:

Erzählt wird die Geschichte von Robin, der nach dem Tod seines Vaters Land und Titel verliert. Auch wenn er sich im Lauf der Geschichte zu Titel, Wohlstand und Ländereien kommt: er sehnt sich doch immer wieder zurück an den Ort seiner Kindheit. Robin ist kein strahlender Held. Rebecca Gablé beschreibt seinen Werdegang vom Klosterschüler zum Ritter ohne Schnörkel. Er tut Dinge, über deren Folgen er sich nicht im Klaren ist und die er noch lange bereut. Und manchmal kehrt er auch den kleinen Despoten heraus. Doch gerade das läßt ihn echt wirken. Das Einzige, was mich an Robin ein bisschen gestört hat hat Holden schon wunderbar formuliert:

Zu dem, obwohl Robin sehr viel einstecken muss, kommt er letztendlich immer wieder aus allem heraus, er steuert Zielgerade auf ein Happy End zu. Einerseits ist es ihm zu gönnen andererseits hätte ich mir gewünscht das es ihm etwas weniger einfach gemacht würde. Ich hatte öfter das Gefühl das Ganze ging zu einfach und zu schnell.

Auch wenn der Focus eindeutig auf Robin liegt kommt auch seine Umgebung nicht zu kurz. Man erfährt sehr viel über die Menschen, die ihn jahrelang begleiten: natürlich Freunde und Familie aber auch Kampfgenossen- egal auf welcher Seite.

So echt wie Robin war, so unecht war sein Gegenspieler Mortimer manchmal. Stellenweise war er komplett in der Versenkung verschwunden und wenn er dann auftauchte konnte ich die Veränderungen an ihm nicht nachvollziehen.

Ansonsten sollte ich mich endlich über dieses Kapitel der englischen Geschichte schlauer machen, es klingt einfach zu interessant.
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Liebe Grüße
Kirsten
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YRachel

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Antw:Rebecca Gablé - Das Lächeln der Fortuna
« Antwort #36 am: 26. Dezember 2009, 13:15:37 »

Ich bin zu diesem Buch eigentlich nur gekommen, weil ich meine Leseliste starten wollte und es hat sich defintiv gelohnt. Die Geschichte von Robin hat mich sofort begeistert. Die Seiten flogen nur so dahin, dass ich jetzt richtig traurig bin, dass die Geschichte schon vorbei ist.

Rebecca Gablé ist es gelungen, dass die Geschichte die ganze Zeit über interessant oder auch spannend war, sodass es nie langweilig wurde. Sie hat es geschafft, dass sie um ein historisches Ereignis herum eine spannende Geschichte kreiert hat, von der man nicht so schnell los kommt.
In dem Buch wird nicht nur die Hauptperson Robin genau beleuchtet, sondern auch die Personen um ihn herum. Man lernt dadurch die ganze Umgebung von Robin kennen und versteht dadurch weshalb die Menschen so handeln, wie sie handeln.

Auch die Fehde von Robin und Mortimer trägt dazu bei, dass das Buch nie langweilig wird. Wobei ich Schwierigkeiten hatte zu verstehen, weshalb Mortimer zu dem wurde, der er ist. Es gibt in dem Buch keinen Hinweis, der einen da weiter führen würde. Bei dieser Fehde weiß man bis zum Schluss nicht, wie es sich zwischen den beiden entwickeln wird. Da ich selber Tiere und auch besonders Pferde mag, fand ich es sehr schön, dass Robin und ich etwas gemeinsam hatten. Dadurch konnte ich mich noch mehr in ihn hineinversetzen. 
Zum Ende des Buches wurde ich zu einem großen Fan von Raymond, dem Sohn von Robin. Leider hatte er nur einen großen Auftritt, von ihm hätte ich gerne noch mehr erfahren.

Robin selbst ist eine Figur die mir persönlich schnell ans Herz wuchs. Man erfährt sehr viel über seine inneren Beweggründe und Gefühle, so fällt es natürlich leicht sich mit ihm zu identifizieren und/oder ihn zu mögen. Er ist eine starke Persönlichkeit die sich nicht unterkriegen lässt, auch dann nicht wenn alles verloren zu sein scheint.
Mir ging es ähnlich. Ab dem Zeitpunkt, wo er das Kloster verlässt und sich als Stallknecht durchschlägt, hatte er bei mir schon gewonnen. Seine starke Persönlichkeit und seinen Willen sich nicht durch Intrigen beeinflussen zu lassen, fand ich sehr bewundernswert. Er geriet dadurch häufig auch in Schwierigkeiten, aber zum Ende hin hat es sich für ihn doch ausgezahlt. An so manchen Stellen dachte ich, dass er sich von diesem Schock oder diesem Schicksalsschlag sicherlich nicht so schnell erholen wird, aber er ist wie ein kleines Stehaufmännchen und lässt sich durch nichts beirren.


Alles in allem war das ein Buch, dass ich mehr oder weniger verschlungen habe. Es hat Spaß gemacht und daher kann ich gar nicht anders als
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gretchen

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Antw:Rebecca Gablé - Das Lächeln der Fortuna
« Antwort #37 am: 27. Dezember 2009, 00:29:12 »

Hallo Ihr,

eigentlich bin ich zu Rebecca Gable nur durch Zufall gekommen, alle haben von dem Buch "Spiel der Könige" geschwärmt, so dass ich mich dazu hinreißen ließ, das Buch zu kaufen. Leider habe ich dann festgestellt, dass es der dritte Band einer Reihe war und so habe ich mir den ersten Band "Das Lächeln der Fortuna" zugelegt und diesen immer wieder auf die Seite gelegt, da ich einfach nicht warm wurde mit dem Buch.

Ein lieber Freund, der das Buch zur selben Zeit las und von ihm schwärmte, brachte mich dazu, dem Buch noch eine Chance zu geben und ungefähr ab Seite 100 habe ich das Buch verschlungen.
Den zweiten Band "Die Hüter der Rose" las ich dann umgehend danach und fand es so klasse, dass ich sofort mit dem dritten Band begann.
Das war im Sommer und nun stecke ich seither ungefähr in der Mitte fest und will nicht mehr weiterlesen, denn ich meine, es wiederholt sich eigentlich alles - nur die Zwillingsschwester ist neu -, aber ich mag einfach nicht mehr.

Ich hoffe aber, dass ich es noch schaffe, das dritte Buch zu Ende zu lesen, denn ich habe gehört, dass Rebecca Gable bereits den vierten Band in Angriff nehmen will.

Liebe Grüße

gretchen
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Kiba

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Re: Rebecca Gablé - Das Lächeln der Fortuna
« Antwort #38 am: 09. Juni 2010, 23:55:07 »

Rebecca Gablé: Das Lächeln der Fortuna               


Robin von Waringham ist 12 Jahre alt, als sein Vater wegen Hochverrates ins Gefängnis kommt und dort den Tod findet. Robin ist zutiefst erschüttert und enttäuscht. Er läuft aus dem Kloster davon, wo er als Schüler gelebt hat, und verdingt sich als Pferdeknecht auf Warinham, das einem anderen Adeligen zugefallen ist. Von Robins Familie ist nur seine Schwester Agnes übrig, alle anderen wurden Opfer der regelmäßig wiederkehrenden Pest.

Als Pferdeknecht fühlt Robin sich wohl, er hat einen speziellen Draht zu Pferden. Er lebt sich problemlos hin die Gruppe der Stallburschen ein, und der Stallmeister Conrad übernimmt eine Art Vaterstelle. Schwierig ist es jedoch, dem gewalttätigen Vorarbeiter Stephen aus dem Weg zu gehen. Außerdem gibt es noch Mortimer, den Sohn des neuen Earls von Waringham. Mortimer ist ein verwöhnter, hinterhältiger und sadistischer Bengel, der allen Dorfbewohnern das Leben schwermacht, besonders jedoch Robin, seinem Lieblingsfeind. Zwischen den beiden Jungen beginnt eine lange währende Fehde.

Die Jahre vergehen, der hundertjährige Krieg mit Frankreich blutet England aus, die Staatsausgaben sind hoch, der Adel presst die letzten Reserven aus den rechtlosen Bauern und Leibeigenen, deren Unzufriedenheit wächst.

Als ein Streit eskaliert und Robin das Leben auf Waringham zu gefährlich wird, verlässt er widerstrebend seine Heimat. Durch verschiedene Umstände hat er die Möglichkeit, sich als Mortimer auszugeben und einen Botengang nach Frankreich zum Schwarzen Prinzen zu übernehmen. So trifft er auf Lancaster, den Bruder des englischen Thronfolgers. Robin tritt in Lancasters Dienst, zwischen den beiden entsteht eine Freundschaft, die erst der Tod beendet. Als Lancasters Ritter wird Robin mehr und mehr in dessen politischen Intrigen hineingezogen, sein Leben wird immer komplizierter und gefährlicher, obwohl er im Grund ein geradliniger Mann ohne politische Ambitionen ist…

Diese Robin-Hood-Variante hat mir wirklich sehr viel Spaß gemacht. Die Dicke des Buches (1200 Seiten) wirkte zwar abschreckend, ebenso die auf den ersten Seiten reihenweise aufgezählten wichtigsten Personen der Geschichte. Diese wurden aber nur nach und nach ins Spiel gebracht, so dass man in der Regel den Überblick behielt. Im letzten Drittel der Geschichte gab es für meinen Geschmack etwas zu viel Politik, Intrigen und Gemetzel. Besonders bedrückend fand ich die totale Rechtlosigkeit der kleinen Leute und die ständig lauernde Lebensgefahr für Jedermann. Willkür der Stärkeren, ein bisschen Anschwärzerei und  Gerüchteküche konnten jeden ans Messer liefern. Schlimme Vorstellung.

Robin, der Pferdeflüsterer, war mir mit seiner ruhigen, pragmatischen Art sehr sympathisch. Manchmal empfand ich ihn allerdings für ein bisschen zu gut, um wahr zu sein. Auch gab es einige Probleme, die sich etwas zu einfach lösen ließen. Aber es gab eine ganze Reihe von interessanten Personen, die die Geschichte sehr abwechslungsreich machten.

Im Ganzen hat das Buch eine wunderbare Atmosphäre. Mein erster Roman von Gablé, aber sicher nicht der letzte!

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Kirsten

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Re: Rebecca Gablé - Das Lächeln der Fortuna
« Antwort #39 am: 10. Juni 2010, 07:45:00 »

Hallo!

Mein erster Roman von Gablé, aber sicher nicht der letzte!

Das ist ein guter Ansatz. Übrigens sind ihre Krimis auch nicht schlecht :zwinker:

Liebe Grüße
Kirsten
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Jutta Turan

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Re: Rebecca Gablé - Das Lächeln der Fortuna
« Antwort #40 am: 22. Juli 2010, 12:33:11 »

eins meiner absoluten lieblingsbücher.

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Annabas

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Re: Rebecca Gablé - Das Lächeln der Fortuna
« Antwort #41 am: 09. Oktober 2011, 13:31:02 »

So jetzt auch noch meine Meinung zum Buch:

Den Inhalt haben andere schon perfekt wiedergegeben, den Rezi-Abschnitt spare ich mir also diesmal.

Der erste Satz:
"Wenn sie uns erwischen, wird es sein, als sei das Jüngste Gericht über uns hereingebrochen", prophezeite Lionel düster.

Meine Meinung zum Buch:

Über die Bücher von Frau Gablé habe ich schon sehr viel Gutes gehört, siehe auch die Meinungen hier im Thread. Aus irgendwelchen Gründen habe ich aber erst jetzt eines von ihr lesen können.

Zuerst hat mich der unglaubliche Umfang von fast 1200 Seiten abgeschreckt, aber als ich erst einmal angefangen hatte zu lesen, wollte ich das Buch zumindest bis zur Mitte überhaupt nicht mehr aus der Hand legen. Frau Gablé schafft eine wunderbare Atmosphäre und ich habe die Ereignisse um Robin Waringham atemlos und fasziniert verfolgt.

Doch irgendwann ab der Mitte der Geschichte fiel mir auf, dass zwar viel passiert, aber alles an Robin abzuprallen scheint und er aus jeder noch so gefährlichen Situation ziemlich locker herauskommt. Und er kommt nicht nur heraus, er steht danach auch besser da als vorher. Immer findet sich ein Gönner oder ein Helfer. Zusätzlich bleibt er vom Charakter her immer die gleiche Person wie am Anfang. Im Prinzip kommt er schon als Erwachsener auf die Welt und ändert sich ab da nicht mehr. Das hat mich dann immer mehr gestört.

Sandi hat es sehr gut in Worte gefasst:
Die Ursache, warum ich das Buch bisher nicht mag, ist Robin. Er war mir von der ersten Seite an unsympathisch und ist es noch immer. Aber extrem. Ein großmäuliges (Himmel, das nervt) und ach so tolles Kerlchen :rollen:
Von der ersten Seite an war Robin mir zwar nicht unsympathisch, eber er verliert im Lauf der Geschichte sowohl an Sympathie als auch an Glaubwürdigkeit.

Ich bin froh, dass ich dieses Buch gelesen habe und eine meiner Leselücken geschlossen habe. Aber ich denke nicht, dass ich noch ein weiteres Buch von Frau Gablé lesen muss, zumal ich gehört habe, dass sie einem ziemlich einheitlichen Strickmuster folgen.

Eigentlich ist das schade, denn Frau Gablé kann toll und fesselnd schreiben, das hat sie hier bewiesen. Und sie kann auch Charaktere weiterentwickeln, das wird an den Figuren um Robin herum deutlich. Warum sie ausgerechnet bei ihrer Hauptperson darauf verzichtet hat, ist mir ein Rätsel.

Für den Anfang des Buches würde ich glatte 5 Ratten vergeben, aber insgesamt bleiben jetzt übrig:
3ratten   +   :marypipeshalbeprivatmaus:

Grüße von Annabas  :winken:
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:blume:   "Dumme rennen, Kluge warten, Weise gehen in den Garten." Rabindranath Tagore (1861-1941)
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Lilith

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Re: Rebecca Gablé - Das Lächeln der Fortuna
« Antwort #42 am: 09. Oktober 2011, 23:02:32 »

Ich habe das Buch vor ein paar Jahren gelesen und werde es jetzt wohl mal wieder ausgraben um es noch mal zu durchstöbern.  :breitgrins: Auf jeden Fall ist es einfach gelungen, total spannend und lebendig geschrieben. Es ist recht gut recherchiert und überzeugt historisch, ist dabei aber kein langatmiger, blutleerer Tatsachenbericht.

Die Mischung machts.  :zwinker:
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Work like you don't need the money, love like you've never been hurt, and dance like there's no one watching — "write like there are no critics." (Karen Marie Moning)