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Autor Thema: Philip Pullman - Das magische Messer  (Gelesen 2277 mal)

Galadriel43

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Philip Pullman - Das magische Messer
« am: 01. September 2005, 06:54:50 »

Ich habe das Buch jetzt zur Hälfte gelesen und weiß überhaupt nicht, was ich davon halten soll.

Der erste Teil hat mir wirklich sehr gut gefallen, aber der zweite - na ich weiß noch nicht. Zuerst einmal stört mich irgendwie die veränderte Erzählweise, die verschiedenen Handlungsstränge. Und dann komme ich irgendwie nicht hinter den Sinn des Ganzen.

Bin ich nur doof oder ist das auch anderen so gegangen?  :schulterzuck:
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Liebe Grüße
Galadriel

Das Lächeln ist eine Kurve, die manches gerade biegt.

Capesider

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Philip Pullman - Das magische Messer
« Antwort #1 am: 01. September 2005, 13:22:01 »

huhu Galadriel,

bei mir war das Problem ein wenig anders. Ich fand das "Magische Messer" sogar noch besser als den "Goldenen Kompass", Probleme hatte ich dann mit dem dritten Teil, dem "Bernstein-Teleskop". Da habe ich viele Sachen nicht ganz verstanden, weil die Handlung so kompakt war.

Aber der zweite Teil ist mein Lieblingsteil der Trilogie.
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Tirah

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Philip Pullman - Das magische Messer
« Antwort #2 am: 01. September 2005, 15:34:11 »

Mir gings da wie Galadriel.
Ich hatte alle 3 Teile als Mängelexemplar günstig bekommen und war vom ersten Teil ganz begeistert. Das "magische Messer" fand ich dann wirklich nicht so toll und habe mich mehr oderminder durchgequält. Der dritte Teil schmort seit nunmehr zwei Jahren auf meinem SuB...  :sauer:
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viele Grüße
Tirah

Valentine

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Philip Pullman - Das magische Messer
« Antwort #3 am: 01. September 2005, 15:37:09 »

Ich mochte die komplette Trilogie, aber ich kann mich erinnern, dass ich mit Band 2 anfangs auch leichte Probleme hatte. Bin dann aber ganz gut reingekommen.

Der 3. Band ist irgendwie nochmal "anders" und gelegentlich ein wenig schwierig und komplex.
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The best piety is to enjoy--when you can. You are doing the most then to save the earth's character as an agreeable planet. And enjoyment radiates. It is of no use to try and take care of all the world; that is being taken care of when you feel delight--in art or in anything else. Would you turn all the youth of the world into a tragic chorus, wailing and moralising over misery?
George Eliot: Middlemarch

Nevermore

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Philip Pullman - Das magische Messer
« Antwort #4 am: 01. September 2005, 21:00:19 »

Hallo :winken:

Mir gefallen auch alle drei Bände!

Eigentlich finde ich, dass der 2. Band am leichtesten zu verstehen ist, denn im ersten wird man ja in eine komplett fremde Welt geworfen ohne am Anfang auch nur ansatzweise durchzublicken (so ging's zumindest mir :zwinker:) und der 3. Band ist insgesamt ein bisschen konfus, weil ja sämtliche Handlungsstränge aufgelöst werden müssen.

Viel Spaß beim "magischen Messer"! :smile:
N.
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Wendy

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Philip Pullman - Das magische Messer
« Antwort #5 am: 03. September 2005, 10:09:51 »

@Capesider: Teil 2 ist auch mein Lieblingsteil  :klatschen: .

Das hat mich beim Lesen total erstaunt, weil normalerweise Mittelteile in Trilogien wirklich wie Überbrückungen wirken, die der Autor halt schreiben musste. Aber bei "His Dark Materials" war es eher so, dass der erste Teil ganz gut war, mich aber nicht von den Socken gerissen hat, der zweite Teil war einfach nur genial und der dritte war nicht mehr ganz so gut wie der zweite, aber doch besser als Teil 1.

Ich mochte das Treffen zwischen Lyra und Will in dieser gespenstischen Stadt und auch die Idee mit dem Messer fand ich toll. Generell war es interessant zu überlegen, in welcher Welt die Helden denn da eigentlich gelandet sind. Für mich war, bis auf einige Szenen im dritten Buch, dieser Band von vorne bis hinten das Highlight der Trilogie.  :breitgrins:

5ratten
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whiskers

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Philip Pullman - Das magische Messer
« Antwort #6 am: 04. September 2005, 14:17:32 »

Ich finde die gesamte Trilogie empfehlenswert, aber mein Lieblingsbuch davon ist auch der 2. Teil, wenn sie die verschiedenen Welten auskundschaften.  :smile:
Das einzig stoerende war

Zitat
dass Lyra ploetzlich so passiv ist. Zumindest ich hatte diesen Eindruck.
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Nika

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Philip Pullman - Das magische Messer
« Antwort #7 am: 21. September 2005, 17:19:35 »

Also ich liebe eigentlich die gesamte Trilogie, wobei mir der goldene Kompass immernoch am besten gefallen hat. Ich weiß auch nicht so wirklich warum. Vielleicht weil ich die Idee mit den Daemonen so toll finde. Durch den dritten Teil bin ich beim ersten Mal lesen auch nicht wirklich durchgestiegen, aber später hatte ich es nochmal gelesen.
Hach ich liebe diese Bücher  :smile:
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Dieser Satz kein Verb

Rio

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Philip Pullman - Das magische Messer
« Antwort #8 am: 24. September 2005, 09:55:32 »

Mir gefiel der erste Teil am besten, beim zweiten hatte ich große Schwierigkeiten und war schon nahe dran aufzugeben. Ich konnte mit Will einfach nichts anfangen. Außerdem war der ganze Zauber der Parallelwelt aus Band 1 nicht mehr da.

Zum Verständnis von Band 3 ist der zweite Teil wichtig und notwendig, aber gefallen hat er mir nicht. Der dritte Band wird wieder besser und interessanter. Durchhalten, Galadriel  :breitgrins:

Liebe Grüße, Rio
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Thanquola

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Philip Pullman - Das magische Messer
« Antwort #9 am: 24. September 2005, 13:19:15 »

Mir hat der erste Teil am besten gefallen, beim zweiten hätte ich auch fast aufgegeben. Ich bin ganz schön erstaunt, dass manche den zweiten Teil als besten ansehen. Da sieht man mal wie Meinungen auseinander gehen können.
Zitat von: Rio
Ich konnte mit Will einfach nichts anfangen. Außerdem war der ganze Zauber der Parallelwelt aus Band 1 nicht mehr da.

Ging mir ganz genauso.
Zum Glück war der dritte Band dann wieder besser, aber an den ersten ist er nicht mehr rangekommen.
Der dritte Band ist ja eh ganz schön harter Tobak. Eigentlich ist die Trilogie ja für Kinder oder Jugendliche gedacht. Für Kinder ist das aber bestimmt nicht so einfach nachzuvollziehen. Ich weiss bloss noch, dass ich es ganz schön konfus fand.
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Alfa_Romea

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Re: Philip Pullman - Das magische Messer
« Antwort #10 am: 08. August 2007, 14:07:06 »

Hi!

Hier meine Meinung zum zweiten Teil der Trilogie:

Inhalt:
Lyra, die wir ja aus «Der goldene Kompass» schon kennen, trifft in einer Welt, in der es keine Erwachsenen zu geben scheint, auf einen Jungen namens Will. Dieser stammt aus unserer Welt und ist auf der Flucht vor Männern, die hinter Dokumenten seines Vaters her sind. Sein Vater wiederum ist vor Jahren auf einer Polarexpedition verschollen. Will glaubt nicht, dass er tot ist und ringt Lyra das Versprechen ab, ihr auf der Suche nach seinem Vater zu helfen.

Meine Meinung:
Im Prinzip kann ich die Kritik dort fortsetzen, wo ich beim ersten Teil aufgehört habe: Den Charakteren mangelt es an Tiefe und der Autor wirft mehr Fragen auf als er beantwortet. Im zweiten Teil kommt noch viel Action dazu, die aber trotzdem nicht richtig zu fesseln vermag. Dass Lyra und Will jedesmal davonkommen, weiss man ja - sonst gäbe es keinen dritten Teil mit den beiden. Da hält sich die Spannung doch arg in Grenzen.
So ganz langsam zeigt sich dafür, worauf Pullman mit der Geschichte überhaupt hinaus will - wenn auch erst vage angedeutet. Die Herumreiserei von Will und Lyra wirkt ziemlich beliebig, zumal sie ständig drei Projekte gleichzeitig zu verfolgen scheinen und sich nie recht entscheiden können, was sie denn jetzt genau tun wollen.

Völlig aufgegeben habe ich mit dem Versuch, geografisch einigermassen mitzukommen. Natürlich entsprechen fremde Welten nicht ganz der unseren, aber gerade gegen Ende von «Das magische Messer» hatte ich den Eindruck, die Kinder befänden sich in einer gemässigten Klimazone (die irgendwo in England liegen müsste) und mit wenigen Tagesmärschen sind sie plötzlich viel weiter nördlich, sagen wir mal in Südschweden (es kann ja sein, dass Grossbritannien in der andern Welt keine Insel ist). Auch hier versagt Pullman, indem es weder eine Karte von der Gegend gibt, noch beschreibt er die Lage der Länder («hoch oben im Norden» ist keine Beschreibung) oder äusserst sich in irgendeiner Form zu Distanzen (ausser man zählt «weit weg»).

2ratten

Vielleicht verstehe ich ja nach dem dritten Teil, weshalb hier viele Leute die Trilogie mögen. Ich konnte mich bisher nicht richtig damit anfreunden.

Gruss

Alfa Romea
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Wer anderen folgt, wird nie zuerst ankommen.

Aeria

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Re: Philip Pullman - Das magische Messer
« Antwort #11 am: 08. August 2007, 18:36:17 »

@Alfa
Ich gebe dir Recht! Vor allem, was das Geographische angeht - das hat mich ganz verrückt gemacht.

Mir hat der erste Band ja gut gefallen, aber dem Lob für die Trilogie kann ich mich nicht anschließen.

***
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Annabas

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Re: Philip Pullman - Das magische Messer
« Antwort #12 am: 22. September 2007, 11:04:04 »

Hallo zusammen,

so, jetzt bin ich beim zweiten Band der Trilogie auch durch. Und gleich zu Anfang: der zweite Band hat mir besser gefallen als der erste.

Aber zuerst der Inhalt:
Im zweiten Band lernen wir Will kennen, der in „unserem“ Oxford lebt. Will, dessen Vater seit Jahren verschollen ist, und seine Mutter werden von Personen verfolgt, die an die Briefe heran wollen, die sein Vater von seiner letzten Reise, einer Polarexpedition, an ihn und seine Mutter geschrieben hat. Will kann fliehen, als er per Zufall ein Fenster in eine andere Welt entdeckt, das er durchschreitet. Die Briefe seines Vaters nimmt er mit.
In dieser anderen Welt trifft er auf Lyra. Gemeinsam machen sie sich auf die Suche nach Wills Vater, dessen Werk er fortführen soll. Will weiß selbst nicht genau, was das ist, er hat diesen Satz nur immer wieder von seiner Mutter gehört. Bei der Suche treffen sie einerseits auf Personen, die wir aus dem ersten Band schon kennen: z. B. die Hexe Serafina Pekkala, Mrs. Coulter und Lee Scoresby, es werden andererseits auch weitere interessante Personen in die Geschichte eingeführt, z. B. die Wissenschaftlerin Dr. Malone, die das Geheimnis des Staubs in „unserem“ Oxford erforscht.

Die Handlungsorte liegen diesmal nicht in Lyras Welt, sondern in „unserer“ Welt und in der Welt von „Cittagazze“, die von geheimnisvollen Gespenstern und Engeln bevölkert wird, und in der nur die Kinder einigermaßen sicher leben können. So wie das Buch nun in mehreren Welten spielt, werden auch mehrere parallel laufende Handlungsstränge eingeführt, die aber immer sehr sauber voneinander getrennt sind und damit für den Leser klar zuzuordnen.

Es werden einige (leider nur wenige) Fragen aus dem ersten Band beantwortet, aber auch weitere Geheimnisse angerissen und Fragen aufgeworfen: Was sind die Gespenster, die in der Welt von Cittagazze ihr Unwesen treiben, welche Rolle spielen die Engel und was steckt hinter dem magischen Messer, das im kommenden Krieg eine größere Bedeutung haben muss, als zunächst angenommen? Hier muss ich wohl wieder auf den nächsten Band warten.

Positiv fiel mir auch auf, dass in diesem Band nicht mehr Lyra die erste Hauptperson ist (die mich im ersten Band doch etwas nervte), sondern Will, der zwar vom Alter her ebenfalls ein Kind ist, aber durch seine Erfahrungen schon wesentlich reifer und erwachsener ist. Faszinierend wie schon im ersten Band ist Mrs. Coulter – wobei auch hier die Motive, die sie antreiben, noch im Dunkeln bleiben. Mrs. Coulter scheint über noch mehr Macht zu gebieten als zunächst angenommen, denn sie kann – als einzige Erwachsene – den Gespenstern von Cittagazze Befehle erteilen. Lord Asriel, eine meiner Lieblingsfiguren aus dem ersten Band, wird hier im zweiten Band leider nur erwähnt, aber was man sich über ihn erzählt, lässt auf ein grandioses Finale hoffen.

Obwohl „Das magische Messer“ kein lustiges Buch ist, gibt es einige amüsante Szenen, z. B. als Lyra ihr Alethiometer zu Will befragt und die Antwort erhält, dass er ein Mörder sei – was Lyra sehr beruhigt und sie beschließt, Will vertrauen zu können.
Allerdings gibt es auch sehr grausame Szenen, z. B. wenn die Gespenster aus Cittagazze auf Erwachsene treffen, die Folterung einer Hexe und auch am Ende
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Das ist keine leichte Kost.

Das Fehlen einer Landkarte im Buch hat mich persönlich nicht gestört, denn die Länder und Kontinente sind wie in unserer Welt, es gibt eben andere Orte und andere Klimazonen. Und ob Will und Lyra auf ihrer Suche nach Norden, Osten, Süden oder Westen reisen, ist für die Handlung selbst nicht relevant. Wichtig ist nur, was sie am Ziel erwarten wird.

„Das magische Messer“ ist kein Buch, das schnelle Lösungen anbietet, es verlangt etwas Geduld vom Leser. (Mir persönlich gefällt das, denn ich mag es nicht, wenn ich immer schon zwanzig Seiten nach dem Geheimnis die Lösung auf dem Silbertablett präsentiert bekomme.) Die Handlung, die Motive der Personen und die Welten, in denen die Geschichte spielt, sind sehr komplex, vom Leser wird unbedingte Aufmerksamkeit gefordert. Für mich als üblicherweise schlampige Leserin ist das schon eine Herausforderung. Aber bisher hat es sich sehr gelohnt.

Und jetzt geht’s weiter zu Band 3.

Viele Grüße von Annabas  :winken:

(sorry für das lange Posting, aber irgendwie finde ich bei Buchbesprechungen kein Ende)
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:blume:   "Dumme rennen, Kluge warten, Weise gehen in den Garten." Rabindranath Tagore (1861-1941)
Hier gehts zum SuB 2012 - Freue mich über jeden Kommentar!

Horusina

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Re: Philip Pullman - Das magische Messer
« Antwort #13 am: 13. November 2007, 12:07:30 »

Rezension:
Im zweiten Band der "His Dark Materials" - Triologie, treffen wir nun auf einen weiteren Protagonisten; Will Parry, der in unserer Welt lebt. Will war mir von Beginn an sehr sympathisch. Ich konnte mit ihm und seiner Lebenseinstellung viel mehr anfangen, als mit Lyras Spontanitaet und Wildheit. Ausserdem hatte er ein genaues Ziel vor Augen, naemlich seinen vermissten Vater zu finden.

Zu Beginn des Buches befindet sich der Leser mit Will und Lyra in Cittagazze. Irgendwie scheint die Geschichte an dieser Stelle erstmal nicht so recht vorran zu kommen und man verweilt ein paar Seiten mit den Kindern, waehrend sie alltaegliche Aufgaben, wie essen machen und baden erledigen. Solche Laengen tauchen in diesem Buch oefter auf und haetten auch mich beinahe dazu gebracht dieses Buch beiseite zu legen. Wie beim ersten Band, hatte ich auch hier wieder den Eindruck, als ob Pullman trotz der Suche nach Wills Vater keinen richtigen roten Faden haette.

Die Geschichte spielt aber nicht nur in Cittagazze, sondern diesmal auch im Oxford von unserer Welt. Hier trifft Lyra des erste mal auf die Wissenschaftlerin Dr. Malone, die sich ebenfalls mit Staub beschaeftigt. Das Geheimnis um den Staub, welches schon im ersten Band auftauchte, wird hier also weitergefuehrt, aber nicht gelueftet. Dafuer muss der Leser erst noch den dritten Band der Triologie lesen.

Insgesamt muss ich sagen, hat mir persoehnlich dieser Teil weniger gefallen, als der erste. Alles erschien mir sehr duester und teilweise auch brutal. Was die Gespenster getrieben haben, aber auch wie sich die Kinder in Cittagazze verhalten haben, dass kann man einfach keinem jugendlichen Leser zumuten. Auch hatte ich die Zeit ueber, als Will Messertraeger geworden ist, grosses Mitleid mit ihm. Das Ende war dann wieder sehr unbefriedigend. Gerade an der spannendsten Stelle hoert die Geschichte auf und laesst den Leser komplett im Unwissen, was nun wirklich und warum geschehen ist...

von mir nur:  3ratten
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Juggalette

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Re: Philip Pullman - Das magische Messer
« Antwort #14 am: 01. Februar 2008, 14:38:16 »

Hallo ihr Lieben!  :winken:

Habe nun auch den zweiten Teil der Trilogie beendet und bin noch immer begeistert, obwohl es doch einige Dinge gab, die mir nicht gefallen haben.

Zum ersten, wie schon erwähnt, ist Lyra in diesem Band ziemlich passiv und irgendwie übernimmt Will die Rolle der Hauptperson, obwohl ich eigentlich dachte, dass Lyra und Will "gleich wichtig" für die Story sind.
Ich kenne zwar den dritten Band noch nicht, aber vielleicht ist es ja auch so gedacht, dass im 1. Teil Lyra vorgestellt wird (wer sie ist, ihr Leben, ihre Aufgabe...etc.), im 2. Teil eben Will und das dann im 3. Teil Lyra und Will, also beide gemeinsam, Hauptpersonen sind und das sozusagen, die beiden Geschichten (also der Goldene Kompass und das Magische Messer) miteinander verflochten werden. 
Ich weiß, dass ist jetzt ein bisschen verwirrend ausgedrückt, aber ich hoffe ihr wisst was ich meine - so halt meine Theorie! :breitgrins:

Die Idee mit dem Magischen Messer finde ich auch klasse!  :klatschen: Genauso gut wie die mit den Dæmonen!
Außerdem hat mir diese Zwischenwelt sehr gut gefallen. Die Gespenster habe ich mir wie diese durchsichtigen Wesen in Japanischen Zeichentrickfilmen vorgestellt. So eine riesige graue schwerfällige Masse, die zwar harmlos aussieht, jedoch böse ist!  :breitgrins:

Jedoch hatte ich ebenfalls Probleme mit Will warm zu werden. Keine Ahnung wieso, aber er ist irgendwie...anders! Irgendwie kam er mir die ganze Zeit ziemlich traurig, aggressiv und herrisch vor. Mir ist schon klar, dass er kein leichtes Leben hatte und keiner normale Kindheit...aber trotzdem! Hoffentlich wird das im 3. Teil besser.

Von mir bekommt der Das magische Messer 4ratten

« Letzte Änderung: 18. Februar 2008, 13:29:28 von Juggalette »
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:leser:
Philip Pullman - Der goldene Kompass
Arthur Conan Doyle - Die Abenteuer des Sherlock Holmes

SuB: 238