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Autor Thema: Paulo Coelho - Veronika beschließt zu sterben  (Gelesen 7036 mal)

Searitual

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Re: Paulo Coelho - Veronika beschließt zu sterben
« Antwort #30 am: 20. Januar 2007, 21:04:18 »

Der nonchalante Schreibstil unterstützt zwar auffallend den Lesefluss, doch findet sich eben jene Nonchalance auch in der von Coelho mit philosophischen Fragmenten unterrührten Thematik wieder; zu säumig, zu undifferenziert, zu formlos, mit einem berechenbaren Ende, den christlichen Inbegriffen getreu.
Ein Buch, das freilich berührt, aber nicht in tiefere Schichten vorzudringen weiß.
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Pan

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Re: Paulo Coelho - Veronika beschließt zu sterben
« Antwort #31 am: 21. Januar 2007, 01:05:05 »

Coelho ist eigentlich nicht mein Fall. Ich habe den Alchimisten gelesen, der mir nicht besonders gefallen hat, dann Veronika beschließt zu sterben auf Empfehlung eines Freundes, und schließlich Bekenntnisse eines Suchenden. Eine einfache Sprache zu benutzen ist ja schön und gut und kann sich durchaus fördernd auf den Lesefluss auswirken, aber es gibt einen Unterschied zwischen schlicht (z.B. Hesse) und infantil (Coelho).
Ich habe diese Bücher alle vor ca. 2 - 3 Jahren gelesen, also keine ganz klare Erinnerung mehr. Von den Büchern, die ich kenne, war Veronika sicherlich noch das Beste, aber selbst das hat mich irgendwie nicht befriedigt. Coelho spricht Empfindungen auf eine sehr oberflächliche Art an und wird so der ganzen Sache nicht gerecht.

Ein Buch, das freilich berührt, aber nicht in tiefere Schichten vorzudringen weiß.

Dem muß ich mich anschließen.
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Wir brauchen aber die Bücher, die auf uns wirken wie ein Unglück, das uns sehr schmerzt, wie der Tod eines, den wir lieber hatten als uns, wie wenn wir in Wälder vorstoßen würden, von allen Menschen weg, wie ein Selbstmord, ein Buch muß die Axt sein für das gefrorene Meer in uns. - Franz Kafka

Markus74

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Re: Paulo Coelho - Veronika beschließt zu sterben
« Antwort #32 am: 21. Januar 2007, 02:02:51 »

Der nonchalante Schreibstil unterstützt zwar auffallend den Lesefluss, doch findet sich eben jene Nonchalance auch in der von Coelho mit philosophischen Fragmenten unterrührten Thematik wieder; zu säumig, zu undifferenziert, zu formlos, mit einem berechenbaren Ende, den christlichen Inbegriffen getreu.
Ein Buch, das freilich berührt, aber nicht in tiefere Schichten vorzudringen weiß.

Und diese tieferen Schichten wären ... ?

Searitual

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Re: Paulo Coelho - Veronika beschließt zu sterben
« Antwort #33 am: 01. Februar 2007, 22:33:06 »

Und diese tieferen Schichten wären ... ?
Zum Beispiel hoffte ich auf eine finale Katharsisbotschaft; auf einen gewissen, eindrucksvollen philosophischen Gedanken, der in seiner Prägnanz zu neuen Standpunkten verhilft und damit in charakterliches Repertoire übergehen kann.
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Die Lidscha

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Re: Paulo Coelho - Veronika beschließt zu sterben
« Antwort #34 am: 08. Februar 2007, 12:09:04 »

Hallo!



Habe das Buch auf Englisch gelesen (weil es auf dem Flughafen nichts anderes gab) und hatte mit der Sprache keinerlei Probleme. Viele Ansätze und Gedanken in dem Büchlein haben mir gut gefallen, besonders dass Verrücktheit doch immer eine Definitionsfrage ist und vom Standpunkt des Betrachters abhängt. In meiner eigenen derzeitigen Situation hat mir Coelho doch ein paar positive Anstöße gegeben. Insgesamt fand ich einige Punkte aber zu weit hergeholt (z.B. Eduard, den hätte ich nicht gebraucht) und das Ende passte mir gar nicht ins Bild, weil
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Zumindest ging es mir so.

Deshalb würde ich Coelho für dieses Stück drei und eine halbe Ratte geben.

 3ratten und :marypipeshalbeprivatmaus:
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schokotimmi

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Re: Paulo Coelho - Veronika beschließt zu sterben
« Antwort #35 am: 06. Juli 2007, 19:30:07 »

Hallo!

Als 3. Stück von Coelho habe ich "Veronika beschließt zu sterben" gelesen. Warum, ich fand den Titel irgendwie spannend und habe die ersten Seiten schon mal in einem Geschäft angelesen und fand - das muss ich irgendwann mal lesen.
Es geht um eine junge Frau, die nach einem gescheiterten Selbstmordversuch in die Irrenanstalt Villete in Slowenien eingeliefert wurde und dort erfährt, dass sie nur noch  Woche zu leben hätte. Im Zuge dessen lernt sie in der Anstalt verschiedene Leute kennen und beginnt über ihren Selbstmordversuch, über ihr Leben und das  Leben im Allgemeinen nachzudenken...
 
Das Buch hat mich am Anfang sehr berührt, da ich mir das erstmal ein bisschen vorstellen konnte warum Menschen sich umbringen wollen. Im Verlauf der Geschichte und vor allem zum Ende hin blieben mir die Personen und Charaktere zu oberflächlich, die Aussagen zu allgemein und ohne jede Tiefe. Ich habe die Botschaft des Buches durchaus verstanden, doch konnte ich sie nicht wirklich für mich mitnehmen. Vielleicht war auch das Ende nicht das, was wirklich gepasst hat - für mich jedenfalls hat das Buch gegen Ende hin immer mehr abgebaut...
 
Darum gibt es auch nur   3ratten

Sonnige Grüße
schokotimmi
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sandi

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Re: Paulo Coelho - Veronika beschließt zu sterben
« Antwort #36 am: 29. September 2007, 00:08:57 »

Dieses Buch war mein erstes von diesem Autor (und wahrscheinlich auch das letzte). Ich bin ziemlich enttäuscht, aber wahrscheinlich habe ich mir einfach nur zuviel erwartet. Einige nette Aussagen und definitiv gute Ansätze. Aber mir blieb das ganze einfach in Anbetracht des Themas zu oberflächig, einfach platt, mich machte es fast wütend. Mir roch das einfach zu sehr nach "schöne, heile Welt, da ist es doch toll in dieser zu leben". Vielleicht bin ich als sehr nachdenklicher Mensch aber auch einfach nicht der geeignete Leser für das Buch. Der Schluß hat mir überhaupt nicht gefallen, mMn vollkommen misslungen.

Das schönste in diesem Buch ist noch dieser Satz:
Es ist schlimm, wie die anderen sein zu wollen, weil das bedeutet, der Natur Gewalt anzutun, den Gesetzen Gottes zuwiderzuhandeln, der in allen Wäldern der Welt kein Blatt geschaffen hat, das dem anderen gleicht.

Und nur aufgrund manch schöner Sätze gibt es noch

 2ratten
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Thanquola

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Re: Paulo Coelho - Veronika beschließt zu sterben
« Antwort #37 am: 29. September 2007, 02:05:59 »

Mir hat das Buch nicht sonderlich gut gefallen. Schade, denn die Leseprobe vom ersten Kapitel, die mir irgendwann in die Hände fiel, hat mich eigentlich neugierig gemacht. Wie Veronika im Zimmer sitzt und ganz nüchtern ihren Selbstmord plant, fand ich sehr gut beschrieben. Gern wollte ich wissen, wie sie es schafft, wieder Lebensmut zu gewinnen. Leider war diese Anfangsszene für mich die beste Stelle im gesamten Buch.

Ansonsten gab es für meinen Geschmack zu viel vorgeblich tiefsinniges Geschwafel. Vor allem aber nicht gefallen hat mir die Verharmlosung psychischer Erkrankungen. In der Irrenanstalt befinden sich anscheinend nur gesunde und normale Menschen! Zwischen dem Mut zur "Verrücktheit" und wirklichen psychischen Problemen besteht meiner Meinung nach aber ein Unterschied. Wer einen Selbstmordversuch hinter sich hat, hat ein ernstzunehmendes Problem, welches sich aber in der Realität bestimmt nicht so einfach lösen lassen wird, wie sich Coelho das vorstellt. Ich hatte das Gefühl, dass Coelho das herunterspielt und das hat mich maßlos geärgert. 

Spoiler zum Ende
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Ich habe das Lesen zwar nicht vollständig bereut, aber ein weiteres Buch von Coelho wird es für mich mit Sicherheit nicht geben, insbesondere da "Veronika" schon als sein bestes Buch gilt.
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sandi

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Re: Paulo Coelho - Veronika beschließt zu sterben
« Antwort #38 am: 29. September 2007, 15:15:46 »

Wer einen Selbstmordversuch hinter sich hat, hat ein ernstzunehmendes Problem, welches sich aber in der Realität bestimmt nicht so einfach lösen lassen wird, wie sich Coelho das vorstellt. Ich hatte das Gefühl, dass Coelho das herunterspielt und das hat mich maßlos geärgert. 

Genauso ging es mir auch. Manchmal hätte ich das Buch am liebsten in die Ecke gefeuert. Für mich grenzt das beinahe schon ans "ins Lächerliche ziehen" (aber das möchte ich dem Autor sicher nicht unterstellen).
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Ramon

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Re: Paulo Coelho - Veronika beschließt zu sterben
« Antwort #39 am: 11. November 2007, 18:32:29 »

Paulo Coelhos Bücher sind wie Popmusik, ein paar Wochen in den Charts, dann sind sie vergessen.
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samdhya

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Re: Paulo Coelho - Veronika beschließt zu sterben
« Antwort #40 am: 07. März 2008, 19:12:01 »

So, nach 3 Std durchlesen bin ich soeben fertig geworden und sage WOW!
 Ein ganz ganz tolles Buch dass mich gefesselt und begeistert hat. Tolle Geschice. Man erfährt nicht nur alles über Veros Innenleben sondern noch gleichzeitig das von anderen "Verrückten".
Fnd es in keinsterweise falsch dargestellt, bzw. verharmlost. Erstmal is ne Psychiatrie in Slowenien sicherlich anders als hier u zweitens empfan ich die Patienten im Buch auch authentisch. Da ich selbst mehrmals in solchen "Enrichtungen" war, wage ich das zu behaupten :-). Da Vero ja keine Depression hatte im eiegtnlichen Sinn wurd sie auch net schnell geheilt, hat  nur erkannt dass das Leben noch Schönes bietet, vorallem wenn man tut was man will und nicht das was man tun soll!
Also für mich hat dieses Buc echt ne 1mit Sternche verdient!
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kathchen

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Re: Paulo Coelho - Veronika beschließt zu sterben
« Antwort #41 am: 07. Oktober 2008, 21:23:35 »

Paulo Coelho - Veronika beschließt zu sterben


Klappentext:

Die Geschichte einer unglücklichen jungen Frau, die sterben will und erst angesichts des Todes entdeckt, wie schön das Leben sein kann, wenn man darum kämpft und etwas riskiert. Ein wunderbares Buch über die Prise "Verrücktheit", die es braucht, um den eigenen Lebenstraum Wirklichkeit werden zu lassen, und eine große Liebeserklärung an das Glück in jedem von uns.

Meine Meinung:

Ich bin mit hohen Erwartungen an dieses Buch gegangen, vorallem da es so hoch gelobt wird. Und ehrlich gesagt, bin ich sehr enttäuscht.
Die Grundidee (junge Frau möchte Selbstmord begehen, klappt nicht, wird in eine Anstalt eingeliefert und merkt im Angesicht des Todes, dass das Leben doch lebenswert ist) fand ich sehr interessant. Die Umsetzung dagegen ist furchtbar.

Meine Probleme fingen alleine damit an, dass ich schlecht in das Buch hineingekommen bin, ich konnte keine postive oder negative Beziehung zu Veronika aufbauen und habe mich mehr oder weniger durch das Buch gequält. Zum Glück hat es nur 200 Seiten, sonst hätte ich es vermutlich abgebrochen.

Während des Buches werden nicht nur Veronikas Probleme beleuchtet, sondern auch von mehreren Patienten, die mit Veronika Kontakt aufnehmen. Doch keines der verschiedenen Schicksale konnte mich berühren, es war mir alles viel zu oberflächlich. Zumal mir viele Patienten nicht wie Patienten vorkamen, sondern eher wie Hotelgäste.
Die "Wandlung" von Veronika, fand ich persönlich, sehr unglaubwürdig und das Ende war mir dann zu offensichtlich, ich habe bis zur letzten Seite gehofft, dass ich mich irre...aber dem war leider nicht so.

Für mich ein sehr enttäuschendes, unbefriedigendes Leseerlebnis, aber die Grundidee ist mir wenigstens 1ratten wert.
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Christine

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Re: Paulo Coelho - Veronika beschließt zu sterben
« Antwort #42 am: 20. Oktober 2008, 13:44:21 »

Hallo katchen,

Mir ging es bei dem Buch ähnlich. Der Klappentext hat mich damals super neugierig gemacht auf das Buch und ich dachte mich würde eine unheimlich spannende Geschichte erwarten. Aber dann war ich von dem Buch einfach nur enttäuscht und habe es noch nicht einmal zu Ende gelesen, sondern nur noch den Schluß. Und das passiert bei mir, bei Büchern eigentlich recht selten.

Liebe Grüße
Christine
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jääkaappirunous

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Re: Paulo Coelho - Veronika beschließt zu sterben
« Antwort #43 am: 30. Oktober 2008, 21:47:54 »


Ansonsten gab es für meinen Geschmack zu viel vorgeblich tiefsinniges Geschwafel. Vor allem aber nicht gefallen hat mir die Verharmlosung psychischer Erkrankungen. In der Irrenanstalt befinden sich anscheinend nur gesunde und normale Menschen! Zwischen dem Mut zur "Verrücktheit" und wirklichen psychischen Problemen besteht meiner Meinung nach aber ein Unterschied. Wer einen Selbstmordversuch hinter sich hat, hat ein ernstzunehmendes Problem, welches sich aber in der Realität bestimmt nicht so einfach lösen lassen wird, wie sich Coelho das vorstellt. Ich hatte das Gefühl, dass Coelho das herunterspielt und das hat mich maßlos geärgert. 


Nachdem ich dieses Buch gestern beendet habe, kann ich dieser Ansicht einfach nur zustimmen. Ich kann es kaum verstehen, daß dieses Buch so hoch gelobt wird - Coelho konnte mich weder sprachlich noch inhaltlich überzeugen. Handlung und Personen sind oberflächlich dargestellt - irgendwie beschleicht mich dabei das Gefühl der heilen Welt. Schwere psychische Probleme, wie sie bei Coelho über die einzelnen Personen angesprochen werden, werden verharmlost und "verniedlicht" (Eduard).
Wer selbst davon betroffen ist bzw. sich schon einmal in so einer Situation befand, fühlt sich nach dieser Lektüre sicherlich enttäuscht und völlig unverstanden. Und über das Ende... ich glaub da braucht man nichts mehr dazu zu sagen - ich habe selten so etwas absurd Grottenschlechtes gelesen....  :sauer:

 1ratten            (und wahrscheinlich ist dieses eine Ratte noch zu viel...)

 
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mondy

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Re: Paulo Coelho - Veronika beschließt zu sterben
« Antwort #44 am: 08. März 2009, 22:11:54 »

Meine Meinung

Ja ... nett!
Mein dritter Coelho hat mich nicht wirklich vom Hocker gerissen, allerdings habe ich auch sehr viel erwartet. Bisher haben mich seine Geschichten von der ersten Seite an aufgesogen und erst zum Schluss wieder ausgespuckt. Aber dieses Mal bin ich nicht wirklich in die Geschichte reingekommen.
Veronikas Selbstmord fand ich noch interessant, da sie sich aus Gründen umbringt, die uns wahrscheinlich allen bekannt sind, die uns aber nie zu solch einer Tat verleiten würden (hoffe ich zumindest). Aber mit dem Charakter bin ich nicht so wirklich warm geworden. Man erfährt so wenig über sie und ihr Leben, irgendwie schien sie mir immer fern zu sein.
Dafür fand ich die Lebensgeschichten von Zedka, Mari und Eduard sehr anschaulich und gut erzählt. An diesen Stellen war ich gefesselt und habe erst danach wieder auf die Uhr geschaut. Vor allem Zedkas und Maris Schicksale kamen mir real vor und ich finde, Coelho hat die Gefühle von Betroffenen gut beschrieben.
Dafür fand ich die Handlung im Irrenhaus nicht so prickelnd. Die Überlegungen der "Bruderschaft" fand ich noch ganz spaßig und irgendwie nachvollziehbar, aber war ich nicht begeistert. Dr. Igor hatte ich ziemlich schnell durchschaut und auch die Liebesgeschichte war so naja. Trotzdem finde ich die Idee, dass Liebe die Todessehnsucht stillt, schon sehr schön ...  :herz:
Ich vergebe 3ratten für einen Coelho, den ich schon weit besser erlebt habe, der aber trotzdem noch nette Geschichten zu erzählen hat.
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