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Autor Thema: Emily Brontë - Sturmhöhe  (Gelesen 12176 mal)

Wendy

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Re: Emily Brontë - Sturmhöhe
« Antwort #75 am: 27. Februar 2011, 15:32:04 »

Huhu!

Ich habe vorgestern eine neuere Verfilmung gesehen, die ich bisher von allen am schönsten und besten finde. Die Schauspieler sind hübsch, passen zu ihren Rollen, man kann der Handlung und den Wirrungen (vor allem in der Mitte der Geschichte) schön folgen und die Beziehung zwischen Cathy und Heathcliff ist großartig dargestellt.

Der Film auf imdb
http://i.telegraph.co.uk/multimedia/archive/01449/wuthering-heights_1449931c.jpg
http://www.torrentavi.com/wp-content/uploads/2009/12/WutheringHeights20098e2fa.jpg

Wirklich sehr empfehlenswert. Alle ansehen!  :winken:
Außerdem sagt mir imdb, dass bald noch eine Verfilmung mit Kaya Scodelario erscheint. Die Schauspielerin kenne ich nur aus Skins, aber die ist soooo hübsch, dass sie als Cathy nur großartig sein kann. :spinnen:

@Nicole89: Das Cover, das du verlinkt hast, ist aber auch schön. Ich hab ein ziemlich hässliches erwischt  :breitgrins:, aber bei so einem Buch wird's vielleicht eh mal Zeit für eine zweite Ausgabe.

Liebe Grüße,
Eure Period-Drama-besessene Wendy

Bilder in Links umgewandelt, wir wollen ja keinen Ärger riskieren, nicht wahr? LG Aldawen
« Letzte Änderung: 27. Februar 2011, 15:36:07 von Aldawen »
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Nicole89

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Re: Emily Brontë - Sturmhöhe
« Antwort #76 am: 27. Februar 2011, 18:50:14 »

Huhu!

Ich habe vorgestern eine neuere Verfilmung gesehen, die ich bisher von allen am schönsten und besten finde. Die Schauspieler sind hübsch, passen zu ihren Rollen, man kann der Handlung und den Wirrungen (vor allem in der Mitte der Geschichte) schön folgen und die Beziehung zwischen Cathy und Heathcliff ist großartig dargestellt.



@Nicole89: Das Cover, das du verlinkt hast, ist aber auch schön. Ich hab ein ziemlich hässliches erwischt  :breitgrins:, aber bei so einem Buch wird's vielleicht eh mal Zeit für eine zweite Ausgabe.



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Super, dass du die Verfilmung erwähnst, danach wollte ich nämlich fragen. Die die doch von BBC? Ich habe vor, mir eine anzuschaffen und mag die BBC-Literaturverfilmungen eigentlich sehr. War mir nur nicht sicher welche ich nun holen soll... die aktuellste oder lieber eine ältere...

Oh ja, und vor allem ist das Cover nicht nur schön, sondern der Umschlag ist richtig stabil und es hat ein Bändchen als Lesezeichen, was ich ja praktisch finde. Werd mir jetzt wohl auch öfter mal was vom aufbau Verlag holen.
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:lesen: "Purpurmond" von Heike Eva Schmidt

Chiara

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Re: Emily Brontë - Sturmhöhe
« Antwort #77 am: 27. Februar 2011, 23:21:27 »

Es ist schon einige Jahre her, dass ich das Buch gelesen habe und ich kann mich an den Inhalt nicht mehr so hundertprozentig erinnern. Aber ich weiß noch, dass mich noch kein Buch so aufgeregt hat und ich hinterher nicht sagen konnte, ob ich es gut fand oder nicht. Ich habe das Buch manchmal in die Ecke geworfen, nur um es sofort wieder zu nehmen und weiterzulesen. Ich war zu der Zeit mit meiner Schwester im Urlaub und sie hat irgendwann besorgt gefragt, ob bei mir alles in Ordnung wäre :breitgrins:

An eines kann ich mich genau erinnern, dass ich mich besonders über Cathy und Hesathcliff aufgeregt habe und dass ich definitiv kein Heathcliff Fan bin.
Vielleicht sollte ich das Buch noch mal lesen, um zu sehen wie ich jetzt darüber denke.
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Wendy

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Re: Emily Brontë - Sturmhöhe
« Antwort #78 am: 28. Februar 2011, 08:26:10 »

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Oh, vielen Dank Aldawen. Daran hatte ich ja gar nicht mehr gedacht. *schäm*  :redface:
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Rose

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Re: Emily Brontë - Sturmhöhe
« Antwort #79 am: 06. Mai 2011, 22:52:55 »

Ich bin nun (zum wiederholten Male) fertig und diesmal mit dieser Ausgabe:


Meine Meinung:

Als erstes muss ich sagen, dass ich auch nach mehrwöchigem Lesen noch ein ganzes Buch in den Händen halte. Das war bei der Reclam-Ausgabe nicht so. Da fielen mir die ersten 30 Seiten schon beim ersten Lesen entgegen. Außerdem mag ich das Coverbild sehr und ich finde es gut, dass der Stammbaum diesmal gleich am Anfang zu finden ist und nicht erst nach dem eigentlichen Roman folgt.
Aber nun zum Inhalt: Sturmhöhe gehört zu meinen Lieblingsbüchern. Ich mag die düstere und bedrückende Grundstimmung, auch gehöre ich zu denjenigen, die eine gewisse Sympathie für Cathy und Heathcliff hegen (ebenso für Catherine und Hareton). Beim Lesen konnte ich vorallem Heathcliffs Handeln und seine Reaktionen nachvollziehen, wohingegen ich Cathy hin und wieder hätte schütteln mögen.
Extrem unsympathisch waren mit Edgar, Hindley und der junge Linton. Ich empfand den jungen Linton nur als einen verzogenen jungen Mann, der auf die kleinsten Veränderungen mit Jammern und Wehklagen reagiert. Hindley ist nur um sich selbst und sein eigenes Wohlergehen besorgt und Edgar ist meiner Meinung nach zu gutgläubig und blauäugig. Ich war teilweise regelrecht froh, dass alle drei irgendwann verstorben waren. Vorallem der junge Linton hat meine Nerven mit seinem ewigen Gejammere strapaziert. Ach, Isabella gehört für mich auch noch dazu. Sie hätte doch erkennen können, dass diese Ehe für sie mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht gut enden wird.
Die junge Catherine und Hareton sorgen dafür, dass die düstere Grundhaltung des Buches am Ende doch ein wenig aufgehellt wird.


Dafür, dass mich dieses Buch zu jeder Jahreszeit und in (fast) jeder Stimmung immer wieder begeistert  5ratten
« Letzte Änderung: 06. Mai 2011, 22:57:21 von Rose »
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British_Soul

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Re: Emily Brontë - Sturmhöhe
« Antwort #80 am: 11. Juli 2011, 09:25:30 »

Sturmhöhe habe ich innerhalb einer Woche verschlungen.

Das Buch habe ich Anfang Juni innerhalb weniger Tage gelesen. Ich war derart gespannt und gleich von Beginn an so gefesselt, dass ich es gar nicht mehr aus der Hand legen konnte. Irgendwie hab ich das Buch auch gar nicht so als düster und erdrückend empfunden, sondern vielmehr als eine unglaublich leidenschaftliche aber auch zerstörerische Liebesgeschichte.

Dieser Absatz fasst genau das zusammen, was ich empfunden habe. Dass es mir nicht so düster erschienen ist, mag daran liegen, dass das Wetter nicht so recht dabei half, eine ähnliche Stimmung wie im Buch aufkommen zu lassen und zum anderen, dass ich vorher immer wieder gehört habe, dass das Werk deprimiert und meine Erwartungen dementsprechend hoch waren.

Besonders gefallen hat mir übrigens der geschickte Einstieg. Der Leser erfährt dadurch (unterstützt durch den Stammbaum im Buch) fast schon das Ende, sodass der Schwerpunkt eher auf der Frage "wie" bzw. "warum" als auf "was" liegt.

Bezüglich Heathcliff muss ich sagen, dass ich hauptsächlich Mitleid für ihn empfinde. Im Grunde bedaure ich ihn, weil er ein armseliges Leben geführt hat und von seinem Rachegelüsten besessen war. Je älter er wurde, desto animalischer wurde er und seine Liebe zu Catherine grenzte an Besessenheit.
Unpassend finde ich allerdings die scheinbar plötzliche Wandlung Heathcliffs gegen Ende – es ist fast schon unglaubwürdig und eine unbefriedigende Konsequenz des Schocks, dass Loockwood Heathcliffs geliebte Catherine gesehen hat. Mir wäre es lieber gewesen, wenn er ebenso verbittert und voll Rachegelüsten stirbt oder auch umgebracht wird. Schließlich bestand sein ganzes Leben darin, seine Rache auszuführen. Dies ist jedoch fast das einzige, was mir am Buch nicht gefällt.

Von daher werde ich es in einer stürmischen Jahreszeit definitiv wieder lesen und vergebe

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Bluebell

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Re: Emily Brontë - Sturmhöhe
« Antwort #81 am: 24. Oktober 2011, 14:36:30 »

Was für ein Buch!

So viel Hass, Leidenschaft und Inzest ... besonders der erste Teil wird von einer gewaltigen dämonischen Energie getragen, die mich mit Haut und Haar in den Strudel gezogen hat.
Der Untergang der Familie Earnshaw beginnt mit dem Einzug des Findelkinds (ja klar :rollen: ) Heathcliff. Obwohl er nichts dafür kann, hat sein Auftauchen dieselbe Wirkung, als ob sich ein Zeck eingenistet hätte und von da an das harmonische Familiengefüge systematisch vergiftet und zerstört.

Am Anfang kann man durchaus noch Mitgefühl und Verständnis für seine Situation aufbringen, aber im Handlungsverlauf entwickelt er sich zu einem brutalen, grausamen Fanatiker. Natürlich trägt sein Umfeld einiges dazu bei, aber wie man dem erwachsenen Heathcliff auch noch Sympathien entgegen bringen kann, ist mir ein Rätsel - im richtigen Leben würde das bei so einem gewalttätigen Sadisten wohl ganz anders aussehen.

Nach Catherines Tod, als die nächste Generation in den Fokus rückt, beruhigt sich die Handlung auf den ersten Blick ein wenig. Unter der Oberfläche brodelt und gärt es aber weiter, die Gegenwart steht noch immer völlig im Zeichen der Vergangenheit und alles, was geschieht, scheint in irgendeiner Weise auf die damaligen Ereignisse zurückzuführen zu sein.
Den Vorwurf, dass die Charaktere eindimensional sein sollen, kann ich nicht im Geringsten nachvollziehen - besonders die Hauptfiguren haben doch alle mehrere Facetten, die aber sehr glaubwürdig in der jeweiligen Person vereint sind. Natürlich toben Catherine und Heathcliff im Vergleich zu den anderen wie rohe Naturgewalten durch das Buch, aber die anderen (speziell die Youngsters) sind doch um nichts weniger interessant.

Ich habe erst kurz zuvor eine kleine Biographie über die Schwestern Brontë gelesen. Darin stand, dass Charlottes "Jane Eyre" schon zu deren Lebzeiten ein Bestseller wurde, während Emilys "Sturmhöhe" auf Ablehnung und Unverständnis stieß. Das wundert mich überhaupt nicht, wenn man die Epoche bedenkt, in der die Geschichte entstanden ist. Das Buch entspricht absolut nicht den damaligen Konventionen, und wenn Emily nicht (fast wie zum Alibi) die eine oder andere religiös angehauchte Stelle eingestreut hätte, hätte es mich nicht gewundert, wenn sich nach der Veröffentlichung die Kirche über so viel Teuflisches aufgeregt hätte.

Ein Lieblingsbuch.

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tári

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Re: Emily Brontë - Sturmhöhe
« Antwort #82 am: 04. November 2011, 14:58:21 »

Ich habe das Buch gerade erst fertig gelesen, in dieser Ausgabe:



Da ich zur Zeit leider sehr wenig Zeit habe zum Lesen, teilweise habe ich eine ganze Woche keine Seite lesen können, habe ich wirklich sehr lange für das Buch gebraucht. Vor allem auch, da ich etwas Schwierigkeiten hatte, in den Stil reinzufinden.
Zudem hat diese Ausgabe leider keinen Stammbaum, den ich wirklich sehr dringend gebräucht hätte. Teilweise wird der Stammbaum zwar im Vorwort beschrieben, als ich jedoch merkte, dass dieses schon sehr viel von der Handlung vorweg nimmt, habe ich es nicht weiter gelesen.
Die größten Schwierigkeiten hatte ich jedoch mit dem Dialekt von Joseph. Ich muss sagen, ich habe kaum etwas wirklich komplett verstanden, was dieser (und später auch Hareton teilweise, sowie andere Bedienstete) von sich gibt. :confused:

Mit Beginn der zweiten Generation fand ich das Buch aber auch immer spannender, obwohl ich die Reaktionen von Cathy (der jungen) manchmal wirklich überhaupt nicht nachvollziehen konnte und sie teilweise furchtbar naiv fand. Ihre Mutter erschien mir dagegen teilweise sehr dramatisch. Aber auch bei so manch Handeln von der Haushälterin, die die Geschichte ja eigentlich erzählt, konnte ich manchmal nicht so richtig einschätzen, auf welcher Seite sie nun eigentlich steht, und ob sie überhaupt eine Seite einnimmt.

Hatte ich am Anfang noch Mitleid mit Heathcliff, wandelt dies sich im zweiten Teil je in Unverständnis, woher diese Bosheit nun kommt. Immer mehr habe ich ihn verachtet und gehofft, dass er seine Pläne nicht durchsetzen kann.

Irgendwie kann ich noch gar nicht so richtig sagen, was ich von dem Buch in Summe halte. Es hat mir durchaus sehr  gefallen, ich fühle mich aber auch verwirrt.

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Re: Emily Brontë - Sturmhöhe
« Antwort #83 am: 05. November 2011, 15:05:21 »

Ja, der arge Dialekt, den Joseph an den Tag legt, war der Grund warum ich damals von der englischen auf die deutsche Ausgabe umgestiegen bin.  :zwinker:
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Re: Emily Brontë - Sturmhöhe
« Antwort #84 am: 19. November 2011, 23:15:46 »

Die größten Schwierigkeiten hatte ich jedoch mit dem Dialekt von Joseph. Ich muss sagen, ich habe kaum etwas wirklich komplett verstanden, was dieser (und später auch Hareton teilweise, sowie andere Bedienstete) von sich gibt. :confused:

Hier gibt es eine Seite, die seine Passagen übersetzt hat: Understanding Joseph's Speech Vielleicht ganz hilfreich!



Anmerkung für diejenigen, die die Filmdiskussion suchen: Diese wurde abgetrennt und ins entsprechende Board verschoben. LG, Alfa Romea
« Letzte Änderung: 22. November 2011, 23:19:08 von Alfa_Romea »
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Myrien

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Re: Emily Brontë - Sturmhöhe
« Antwort #85 am: 17. Januar 2012, 00:02:49 »

Heute Nachmittag habe ich die letzte Seite von "Sturmhöhe" gelesen und musste das erstmal sacken lassen.

Ich habe diese schön kleine, gebundene Reclam-Ausgabe gelesen, die seit ein paar Jahren bei mir subte. Nachdem ich immer mal angefangen hatte und wieder abgebrochen habe, hat es mich dieses Mal dann doch gepackt. Vielleicht lag es am Wetter, denn ich las besonders gerne Nachts, wenn es draußen stürmte (genug Sturm gab es ja hier die letzten Wochen)  :zwinker:
Der Stammbaum ist bei dieser Ausgabe auch hinten, aber ich habe ihn mir einfach kopiert, so dass ich am Anfang immer einen Blick darauf werfen konnte.

Die alte Catherine fand ich einfach ganz furchtbar und im Grunde gebe ich ihr auch irgendwie die Schuld an der ganzen Misere... Heathcliff naja, kann ich irgendwie nachvollziehen. Auch wenn ich natürlich nicht verstehe, wie man so drastisch handeln und so boshaft sein kann. Und ganz ehrlich: Hareton ist mir irgendwie sympathisch.
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Das ist aber auch wirklich der einzige, mit Nelly, denen ich ein wenig was abgewinnen kann.

Eigentlich wurde ja schon alles zu dem Buch gesagt, deswegen mache ich es jetzt kurz. Ich habe mich richtig gut unterhalten gefühlt und war überrascht, dass mir da wirklich kein "dröger Klassiker" in den Händen liegt. Auch wenn ich ca. zwei Wochen gebraucht habe, denn ich habe nur gelesen, wenn ich wirklich Lust darauf und Ruhe hatte, fand ich das Buch ganz toll geschrieben. Da steht sicher irgendwann ein ReRead an. Von mir gibt es also:  5ratten
 

« Letzte Änderung: 17. Januar 2012, 00:06:25 von Myrien »
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Re: Emily Brontë - Sturmhöhe
« Antwort #86 am: 08. April 2012, 20:36:20 »

Nachdem ich den Roman mittlerweile drei Mal angefangen, aber doch immer nach den ersten Kapiteln wieder zur Seite gelegt habe, hat es mich dann im letzten Versuch endlich "gepackt". Weil ich eigentlich nur positives über die Geschichte gehört habe, war ich doch zu neugierig, aber leider scheine ich nicht ganz so begeistert zu sein.

Mein größtes Problem war es am Anfang überhaupt heraus zu finden, wer da erzählt, wie diese ganzen Personen miteinander in Zusammenhang stehen und was dieser Lockwood eigentlich damit zu tun hat.  :spinnen: Jetzt hatte ich endlich die Geduld mich damit mal genauer auseinander zu setzen und sobald es "Klick" gemacht hatte, habe ich die restlichen ~250 Seiten verschlungen. Alles ist sehr düster und atmosphärisch, was mir gut gefallen hat, jedoch haben mich die Charaktere eigentlich in nur wahnsinnig gemacht. Wie viele von euch auch schon geschrieben haben, war da auch für mich niemand, mit dem ich richtig mitgelitten oder mitgefiebert habe.
Was ich jedoch an der Erzählung großartig finde ist einseits, dass die Geschichte von dem Hausmädchen erzählt wird. Sie ist das Bindeglied zwischen den Häusern und fast allen Bewohnern, weil sie so viel erfährt und ihr so manche Geheimnisse und Gefühle anvertraut werden. Gleichzeitig weiß man nie so richtig, inwieweit man ihr trauen kann. Sie hat eigentlich keinen Grund Lügengeschichten zu erzählen, aber schließlich kann Lockwood doch nicht prüfen, ob alles wirklich so passiert ist. Ich war jedenfalls bis zur letzten Seiten nicht sicher, ob da nicht doch noch irgendeine unerwartete Wendung kommt.
Und dann habe ich nach der letzten Seite direkt wieder vorne angefangen zu lesen. Auf einmal erklären sich die mysteriösen Erlebnisse, die Lockwood in der Nacht auf Wuthering Heights hatte, als ihm Catherine erschien. Und gleichzeitig erklärt sich damit, warum Heathcliff schließlich
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Dieser Aha!-Effekt hat mir an dem Roman wohl am allerbesten gefallen und nun verstehe ich auch endlich den Song "Wuthering Heights" von Kate Bush besser - allein dafür hat sich das Durchquälen am Anfang schon gelohnt.  :breitgrins: Trotzdem ist ein Roman, der mich sicherlich noch lange beschäftigen wird.

 4ratten
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Lesen, lesen, immer nur lesen und darüber die eigene erbärmliche Existenz vergessen! ~ Hildegunst von Mythenmetz
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