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Autor Thema: Tobias O. Meißner - Die dunkle Quelle / Im Zeichen des Mammuts 1  (Gelesen 2293 mal)

Aeria

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Re: Tobias O. Meißner - Die dunkle Quelle / Im Zeichen des Mammuts 1
« Antwort #15 am: 24. November 2010, 23:28:04 »

Sehr schöne Rezi, kathchen. Und so passend - ich habe gerade heute Mittag mit Band 2 angefangen und da hat mir deine Rezi so einiges wieder in Erinnerung gerufen  :winken: . Das zweite Buch finde ich jetzt schon toll, nach zwei Kapiteln. Tobias kann's einfach!

***
Aeria
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kathchen

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Re: Tobias O. Meißner - Die dunkle Quelle / Im Zeichen des Mammuts 1
« Antwort #16 am: 25. November 2010, 00:04:59 »

Danke Aeria :)
Band 2 möchte ich auch ganz bald lesen, ich freue mich schon richtig drauf! Ich wünsche dir jedenfalls viel Spaß damit  :winken:
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GeezLouise

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Re: Tobias O. Meißner - Die dunkle Quelle / Im Zeichen des Mammuts 1
« Antwort #17 am: 27. Dezember 2010, 23:53:52 »

Tobias O. Meißner: Die dunkle Quelle (Im Zeichen des Mammuts 1)

Inhalt

Rodraeg arbeitet als Schreiber im Kuellener Rathaus und schlägt sich mit einem unfähigen Bürgermeister und langweiligen Anträgen herum.
Doch eines Tages verändert sich sein Leben auf einen Schlag: Nachdem Rodraeg einen geheimnisvollen Traum von einem Mammut hatte, taucht eine Schmetterlingsfrau namens Naenn auf und wirbt ihn für eine geheimnisvolle Gruppierung, deren Ziel es sein soll, sich für die Unversehrtheit der Umwelt einzusetzen. Rodraeg, gelangweilt von seinem Leben und fasziniert von Naenn, lässt sich darauf ein, ohne genau zu wissen, was ihn erwartet. Und schon gleich der erste Einsatz bringt ihn körperlich und moralisch an seine Grenzen.

Meine Meinung
Ich wusste vor der Lektüre, dass es hier um die Verbindung von Fantasy und Umweltschutz geht. Irgendwie hatte ich mir dann eine Gesellschaft vorgestellt, die in der Industrialisierung schon weiter fortgeschritten ist als die dargestellte. Ich konnte mir zu Beginn nicht so recht vorstellen, welche Umweltproblematik hier dann dargestellt werden soll, aber ich finde, der Autor hat das gut gelöst.
Rodraeg ist für mich ein sehr sympathischer Charakter, ich mag seine bedächtige Art und die Überlegtheit, mit der er die Herausforderungen angeht. Auch Naenn und Cajin sind mir schnell ans Herz gewachsen. Überhaupt hat mir der Teil, der in Warchaim spielt und die Anwerbung neuer Mitglieder schildert, am besten gefallen. Darüber hätte ich gerne noch mehr gelesen und ich fand es fast ein bisschen schade, dass es nur eine Zwischenstation war und die erste Mission der Gruppe dann soviel mehr Raum einnahm.
Diesen Auftrag fand ich gleich ziemlich heftig für das Mammut. Aber ich denke, diese Herausforderung war auch nötig, um die Gruppe zusammenzuschweißen bzw. zu zeigen, wie gefahrvoll die Aufgabe sein kann.
Manchmal war mir die Erzählweise etwas zu detailliert und ausführlich, gerade was die einzelnen Reiseetappen anging. Allerdings hatte man so auch die Gelegenheit, diese phantastische Welt und ihre Bewohner und Eigenarten kennenzulernen.
Gut fand ich das Glossar am Ende des Buches mit den Erklärungen.

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:lesen: Cathy Ytak: Rendez-vous sur le lac

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Miramis

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Re: Tobias O. Meißner - Die dunkle Quelle / Im Zeichen des Mammuts 1
« Antwort #18 am: 12. September 2011, 12:52:50 »

Meine Meinung:

Tobias O. Meißner hat anfangs eine sehr bedächtige Erzählweise und führt sorgfältig seine Figuren ein. Da die Gruppe planmäßig über mehrere Bände hinweg zusammen bleiben soll, lohnt sich die Ausführlichkeit und ich hatte ein genaues Bild vor Augen. Mein Liebling ist bislang Roadreg, der Anführer der Gruppe; er wirft die Sicherheit des Kuellener Rathauses über Bord und nimmt den Auftrag an, eine mobile Einsatztruppe zur Rettung der Umwelt zu gründen und zu leiten. Sozusagen Greeenpeace goes Fantasy. Aber auch die anderen Figuren haben alle ihre eigene Geschichte, ihre eigene Persönlichkeit und sorgen für einen bunt zusammen gewürfelten Mix aus Charakteren.

Zunächst freute ich mich über die anfänglichen ruhigeren Passagen des Buches, in denen der geheimnisumwitterte Kreis die Mammut-Gruppe initiiert, die Mitglieder sich zusammen finden, ein Haus einrichten und das künftige Vorgehen erörtern. Allerdings sind die Protagonisten dann letztendlich doch recht unvorbereitet, als es um den ersten Auftrag geht, denn dieser hat es in sich. Die zu vernichtende dunkle Quelle entpuppt sich als giftige Schwarzwachsmine, die in mir Assoziationen mit Uran geweckt hat, zumal im Prolog eine verheerende magische Vernichtungswaffe geschildert wird, die mir einer Atombombe nicht unähnlich zu sein scheint. Da das Ganze aber in einem eher mittelalterlichen Setting angesiedelt ist, hat sich bei mir nach und nach ein recht surreales Lesegefühl eingestellt.

Was mir sehr gut gefällt, sind die Reflektionen der Hauptfiguren. Es geht nicht nur um Gut und Böse, sondern das Warum steht im Vordergrund, die Frage nach der Moral und der Angemessenheit von Gewalt beschäftigt die Gedanken der Figuren. Sehr schön dargestellt, diese Zerissenheit zwischen dem Auftrag des Mammuts einerseits und dem Einsatz von Gewalt sowie dem Wert eines Menschenlebens andererseits. Sehr mutig vom Autor, solche Fragestellungen in die ohnehin vom Mainstream abweichende Fantasyhandlung aufzunehmen, aber meinen Lesernerv hat er damit getroffen.

Der Auftrag des Mammuts ist erkennbar in eine größeren Gesamthandlung eingebettet, von der man am Anfang nur Fragmente erfährt. Insofern ist die Lektüre an manchen Stellen sehr rätselhaft und ich hoffe auf manche Aufklärung in den folgenden Bänden. An den Stellen, an denen sich die Ahnung eines größeren Zusammenhang auftut, wird es auch sehr mystisch; die Verbindung zu den Göttern scheint ein wichtiger Antrieb für viele Handlungen zu sein, was einen weiteren geheimnisvollen Klang in die Geschichte bringt.

Mein Fazit: ein sehr lohnende Lektüre mit einem außergewöhnlichen Thema und sehr viel Stoff zum Nachdenken - Fantasy für anspruchsvolle Leser.

 5ratten
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:lesen: Kai Meyer - Die Gebannte

Räubertochter

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Re: Tobias O. Meißner - Die dunkle Quelle / Im Zeichen des Mammuts 1
« Antwort #19 am: 18. Dezember 2011, 17:00:07 »

Tobias O. Meißner – Die dunkle Quelle (Im Zeichen des Mammuts 1)



Der ehemalige Abenteurer Rodraeg, jetzt Rathausschreiber in einer kleinen Stadt, erhält eines Nachts Besuch von einem Schmetterlingsmädchen. Sie bietet ihm eine große Aufgabe an, nämlich für eine geheimnisvolle Organisation eine mobile Einsatztruppe zu gründen, zu besetzen und zu leiten, die sich für die Belange der Natur und des Kontinents einsetzt. Rodraeg nimmt an und beginnt sofort damit, Mitglieder für seine Truppe, das Mammut, zu suchen. Noch gar mit dieser neuen und nicht immer einfachen Aufgabe fertig, flattert dem Mammut auch schon der erste Auftrag ins Haus: Durch Bergbauarbeiten droht ein See verunreinigt zu werden. Das Mammut bricht auf, um einzugreifen …

Was für eine wunderbare Idee. Umweltschutz ist ein Thema, was in den „üblichen“ Fantasy-Geschichten wenig bis gar keinen Raum einnimmt. Umso schöner, dass sich dieses unbeliebten Themas ein Autor angenommen hat, der es zu einem echten Erlebnis macht.

Tobias O. Meißner nimmt sich viel Zeit für seine Geschichte und Charaktere. Ruhig baut er die Gruppe auf, beschreibt die Personen und die Gegebenheiten, so dass man meint, dabeizusein. Seine „Helden“ sind alles andere als Übermenschen, nein, sie sind so normal wie du und ich. Ein Rathausschreiber, der versucht, eine schöne Frau gegen einen Rowdy zu verteidigen, wird nur in den unwahrscheinlichsten Fällen in einem Handgemenge erfolgreich sein, und so bleibt Meißner stets realistisch. Ist der Stil zu Beginn eher gemütlich, ändert sich das schlagartig, als das Mammut am Einsatzort eintrifft. Das Tempo nimmt innerhalb weniger Sätze derart an Fahrt auf, dass es mir regelrecht den Atem verschlug. Darauf war ich nicht vorbereitet. Aber es hat mir gut gefallen, passte hervorragend in den Fluss der Geschichte.

Meißner verleiht dem Text eine gewissen amüsanten Unterton, der nicht direkt komisch wirkt, mich aber immer wieder zum Schmunzeln veranlasste. Beispiel gefällig? Bitte schön:
Zitat
“Ich gehe davon aus, daß Fernwaffen und Schlösserknacken nicht zu euren Spezialitäten gehören.“
„Fernwaffen nicht, aber Schlösser kriegt man doch auch so auf“, grinste Bestar.
„Auch lautlos?“ hakte Rodraeg nach.
„Naja“, gab Bestar zu.

Und so nimmt der erste Auftrag eine eher ungewöhnliche Form an – und erst zum Schluss zeigt sich auch, ob und wie die Mitglieder des Mammuts zu einer echten Einsatztruppe zusammengewachsen sind. Das Buch und der Auftrag sind abgeschlossen, dennoch zeigen sich zarte Anflüge eines weit höheren Handlungsbogens, der deutlich mehr „Abenteuer“ verspricht, als es Rodraeg und den Seinen wahrscheinlich lieb sein wird.

Ich freue mich schon auf weitere Bände des Mammuts! 5ratten
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nimue

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Re: Tobias O. Meißner - Die dunkle Quelle / Im Zeichen des Mammuts 1
« Antwort #20 am: 18. Dezember 2011, 18:24:29 »

Ich freue mich schon auf weitere Bände des Mammuts!

Ohhh... wie schön :herz: Und so ein tolles Zitat hast Du da ausgesucht!  :klatschen:
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Räubertochter

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Re: Tobias O. Meißner - Die dunkle Quelle / Im Zeichen des Mammuts 1
« Antwort #21 am: 18. Dezember 2011, 18:29:31 »

Ohhh... wie schön :herz: Und so ein tolles Zitat hast Du da ausgesucht!  :klatschen:

Danke :smile: Die WAhl war schwer - aber ich finde, hier kommt die "Beiläufigkeit" des Humors so wunderbar zum Vorschein :breitgrins:
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Hanni

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Re: Tobias O. Meißner - Die dunkle Quelle / Im Zeichen des Mammuts 1
« Antwort #22 am: 20. Dezember 2011, 18:07:03 »

Jetzt habt ihr mich so weit, das Buch ist bestellt und liegt zu Weihnachten für meine Freundin unter dem Baum. Denn ihr SUB ist auch meiner und dank nimues Werbung bin ich nun ganz wuschig darauf, mal ein Buch von diesem Autor zu lesen. :zwinker: :breitgrins:
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odenwaldcollies

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Re: Tobias O. Meißner - Die dunkle Quelle / Im Zeichen des Mammuts 1
« Antwort #23 am: 01. Februar 2012, 21:24:46 »

Der erste Mammut-Band war mein zweites Buch von Meißner - durch "Die Soldaten" hatte ich bereits einen Einblick in den Kontinent mit seinen Bewohner und Eigenartigkeiten erhalten. Bei der Thematik Umweltschutz und Fantasy war ich anfangs etwas skeptisch - bis ich die "Soldaten" gelesen hatte, seither war ich neugierig.

Das Buch ist eigentlich kein packender Spannungsroman, von wenigen Szenen abgesehen, und dennoch wollte und konnte ich das Buch nicht auf die Seite legen.
Die Figuren werden sehr liebevoll charakterisiert, und auch in diesem Roman gefällt es mir wieder, daß sie so vielschichtig dargestellt werden - nicht nur hässlich und böse bzw. schön und gut, sondern jede Figur hat ihre Stärken und Schwächen. Interessant sind auch die Entwicklungen der einzelnen Protagonisten, die nicht vorhersehbar sind, aber sich genau richtig "anfühlen" aufgrund der Erfahrungen, die sie im Laufe ihres ersten Auftrags machen.

Wie auch bei den "Soldaten" bleiben einige Geheimnisse ungelöst bzw. Andeutungen stehen im Raum: eigentlich ist das etwas, das mir in Roman gar nicht gefällt, aber hier stört es mich überhaupt nicht, im Gegenteil. Und obwohl der Mammut-Zyklus und "Die Soldaten" zwar auf dem gleichen Kontinent spielen, aber unabhängig voneinander gelesen werden können, gab es doch Details, die diese Geheimnisse etwas erhellen können.

Ich könnte auch schreiben, mir gefällt das Buch, weil der Autor einfach wunderbar erzählen kann  :breitgrins:

5ratten

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nimue

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Re: Tobias O. Meißner - Die dunkle Quelle / Im Zeichen des Mammuts 1
« Antwort #24 am: 01. Februar 2012, 22:37:18 »

Oh, wie toll! Das Mammut braucht so dringend gute Freunde  :klatschen:
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roulade

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Re: Tobias O. Meißner - Die dunkle Quelle / Im Zeichen des Mammuts 1
« Antwort #25 am: 04. Februar 2012, 15:48:09 »

Der Auftakt zu Tobias O. Meißners Mammut-Zyklus hat mir sehr gut gefallen. Mein Dank an nimue and friends für die unermüdliche Werbung und natürlich auch an den Autor.

Die Gründe meiner Begeisterung:

- Die Idee ist großartig und – was viel wichtiger ist – wirklich gut umgesetzt.
- Die Charaktere sind extrem sympathisch, vielschichtig und greifbar. Sie und ihre Beziehungen untereinander entwickeln sich im Lauf der Geschichte wirklich schön.
- Es gibt nicht nur Gut und Böse, die Verwicklungen sind etwas komplizierter und lassen auf interessante Wendungen im Lauf der nächsten Bände hoffen.
- Es macht einfach Spaß mit Rodraeg und seinen Freunden durch den Kontinent zu wandern und Abenteuer zu erleben. Ich habe als Leser das Gefühl, ein stummer Teil des Mammuts zu sein.
- Obwohl der Mammut-Zyklus vermutlich die Augen für unsere Umweltzerstörung öffnen soll (falls sie überhaupt bei jemandem noch geschlossen sind...), steht nicht der erhobene Zeigefinger, sondern der Spaß am Abenteuer im Vordergrund.

Dennoch habe ich ein ernsteres Zitat, eines „mit Message“ herausgepickt:

Zitat
Rodraeg begriff in diesem Augenblick, daß die Bereitschaft der Menschen, sich gegenseitig umzubringen, daher rührte, daß sie lediglich zu träge waren, sich etwas Besseres einfallen zu lassen.


Was mich ein wenig irritiert hat war die teils zeitgenössische Sprache, die von den Protagonisten in einem mittelalterlichen Ambiente verwendet wird. Aber es ist ein Fantasy-Roman und kein historischer, darum konnte ich mich im Laufe der Lektüre damit anfreunden.

Außerdem sollte man sich als Leser darauf gefasst machen, dass der erste Band mit der Welt und der Thematik bekannt machen soll, daher gibt es nicht ab Seite 1 furiose Action. In der ersten Hälfte werden wir mit den Charakteren und dem Kontinent bekannt gemacht. In der zweiten nimmt das Abenteuer mehr Fahrt auf.

5ratten

PS: Ich weiß, ich weiß, es ist blöd, aber ich gehöre nun mal zu den Tolkien-Auf-Einen-Podest-Erhebenden und kann nicht anders, als Vergleiche anzustellen. Mein „Urteil“ diesbezüglich: Die Geschichte vom Mammut hält einem Vergleich locker stand und ist dennoch weit von einer Kopie entfernt. Daher sowohl für Tolkien-Freaks als auch für -Verweigerer (dass es überhaupt so etwas gibt  :tse: :breitgrins:) empfehlenswert.

Edit und PPS: Der Klappentext spoilert extrem. Er ist praktisch eine Inhaltsangabe.
« Letzte Änderung: 04. Februar 2012, 15:59:45 von roulade »
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Ich bezeige, nach Hertzens-Aufrichtigkeit, dass ich mich glücklich schätze, mich mit Verehrung nennen zu dürfen und ersterbe,
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Kati

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Re: Tobias O. Meißner - Die dunkle Quelle / Im Zeichen des Mammuts 1
« Antwort #26 am: 16. Februar 2012, 22:12:48 »

Ich habe gerade mit Entzücken festgestellt, dass die Mammut-Reihe im März auch als ebook für Kindle erscheint.
Nur leider taucht der erste Teil dabei nicht auf. Den werden die doch nicht auslassen?  :verschwoerung:
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Llyren

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Re: Tobias O. Meißner - Die dunkle Quelle / Im Zeichen des Mammuts 1
« Antwort #27 am: 07. März 2012, 00:13:29 »

Meißner, Tobias O. - Im Zeichen des Mammuts (1) - Die dunkle Quelle



Für den Rathausschreiber Rodraeg beginnt ein großes Abenteuer an dem Tag, als ein Schmetterlingsmädchen ihn aufsucht und ihn für die Ziele des Kreises gewinnt. Dieser hat es sich zum Ziel gesetzt, die Zerstörung der Natur durch die Menschen zu bekämpfen. Und so sammelt Rodraeg eine Gruppe einzigartiger Leute um sich, um als "Mammut" den ersten Auftrag anzugehen.

Mal abgesehen davon, dass ich grundsätzlich eine Schwäche für Teamaufbau und Rekrutierungsszenen habe, gefällt mir sehr gut, wie bodenständig das alles rüberkommt. Eigentlich hätte mich das nach den Soldaten ja nicht überraschen sollen, aber egal. Geld ist zum Beispiel durchaus ein Thema und obwohl Rodraeg eine Idealzusammenstellung der Truppe hat bzw. hätte, die tatsächlichen Mitglieder sind dann doch etwas anders als gedacht ;-)
Immer wieder blitzt ein wunderbar trockener Humor auf, so zum Beispiel bei dem Kommentar Rodraegs auf Naenns Sorge, dass die neuen Mitglieder etwas ungestüm sind und evtl. die Einrichtung demolieren:

Zitat
Wir sind schließlich ein Mammut und kein Reh!

Ich finde es faszinierend, dass dieser ganze Auftrag in einer Art abläuft, die mir das Gefühl gibt, etwas Neues, Frisches zu lesen. Sehr geschickt werden hier Standardabläufe, typische Pläne und Klisches umgangen. Immer wieder finden sich kleine Haken und Wendungen, die mich überraschen. Deswegen will ich davon auch gar nicht viel mehr verraten ;-)
Und die Charaktere kommen auch wunderbar zum Zug: Rodraeg mit seinen Fähigkeiten und Schwächen, die beiden Klippenwäldler, Hellas, der Bogenschütze mit der interessanten Vergangenheit. Auch hier gilt jedoch wieder, dass sie sich nur scheinbar in eindeutige Schubladen stecken lassen. Denn gerade im letzten Abschnitt gibt es hier noch so einige charakterliche Überraschungen und Entwicklungen, die meine Meinung bei einigen noch mal stark beeinflusst haben.

Übrigens noch ein sehr schönes Zitat, treffend in seiner Schlichtheit:
Zitat
Aber der Mensch erniedrigt sich, wenn er sich über andere erhebt.

Besonders gut gefällt es mir immer, wenn ich Sachen erfahre, die mir aus den Soldaten schon bekannt sind. Diese Kontinuität zwischen den Reihen ist sehr schön gelungen.
Zusätzlich zur Bodenständigkeit des Auftrags kommt durch die Träume, die Rodraeg vom Mammut hat, durch die Hinweise darauf, dass die Probleme wohl nur kleine Teile eines großen Problems sind, kommt noch etwas mehr Mystik und Geheimnis in die Handlung, was mir sehr gut gefällt und Lust auf mehr macht.
Obwohl natürlich auch die Handlung an sich spannend ist, konnte ich das Buch selbst in den ruhigeren Momenten nicht aus der Hand legen. Was für ein Glück, dass die nächsten Bände bereits im Regal stehen ;-)

Insgesamt also ein vollends gelungener Einstieg in die Mammut-Reihe mit interessanten Charakteren, einer frischen, überraschenden und interessanten Handlung, sehr angenehm zu lesender, flüssiger Sprache, durchsetzt mit wunderbar trockenem Humor an genau den richtigen Stellen.

4ratten + :marypipeshalbeprivatmaus:
« Letzte Änderung: 07. März 2012, 00:15:19 von Llyren »
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Zara

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Re: Tobias O. Meißner - Die dunkle Quelle / Im Zeichen des Mammuts 1
« Antwort #28 am: 17. Mai 2012, 20:36:43 »

Ich konnte an der Leserunde "Barbarendämmerung" nicht teilnehmen, aber es hat mir keine Ruhe gelassen, dass ich noch keinen Meißner gelesen habe. Meine Bücherei hat glücklicherweise alle 6 Teile der Mammutreihe, deswegen habe ich mir gleich mal das erste Buch geschnappt.

Und nun bin ich endgültig Meißnerfiziert  :breitgrins:  Mir hat der Auftakt der Reihe sehr sehr gut gefallen. Ich kann mich meinen positiven Vorrednern nur anschließen (teils auch, weil ich gerade keine Rezi schreiben mag). Das Thema Umweltschutz ist toll umgesetzt: Spannend, teilweise mysteriös und einfach toll!

Von mir gibt es volle Punktzahl:  5ratten
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