Oh, ja, wirklich ein fantastisches Buch. Ich habe noch ca. 30 Seiten und dann beende ich DLdF zum x-ten Mal. Davor habe ich DKdpS gelesen und muss sagen, dass mir das Buch beim zweiten Mal lesen noch wesentlich besser gefallen hat, als beim ersten mal. Ob ich allerdings ein Lieblingsbuch von RGs historischen Büchern habe, kann ich nicht sagen, eigentlich ist es immer das was ich grade lese, auch DSvC, obwohl das schon etwas zurückliegt und ich mich im Gegensatz zu DzK, DKdpS und DLdF, die alle dieses Jahr gelesen habe, nicht mehr richtig an Einzelheiten erinnern kann.
Okay, vielleicht hat RG immer das gleiche Strickmuster (wie Nimue ja auch schon schrieb)
erfundene Hauptperson wird Berater von einem Mitglied der königlichen Familie:
- DzK: Caedmon und William der Eroberer
- DKdpS: Jonah und Philippa
- DLdF: Robin und Lancaster und später dann Raymond und Henry
verbotene/ unmögliche Liebe:
- DzK: Caedmon und Aliesa (Frau seines besten Freundes)
- DKdpS: Jonah und Philippa (okay, nur bedingt)
- DLdF: Robin und Blanche (die Frau seines Erzfeindes)
Aber mal ganz ehrlich, wen stört das schon. RG hat das Talent, mich an die Bücher zu fesseln, wie keine andere bislang es geschafft hat. Und das hat damit zu tun, dass ich ihre Hauptpersonen, sowohl die Erfundenen als auch die historisch belegten einfach mag, mit all ihren Schwächen und Eigenheiten. Außerdem liebe ich die Dialoge der Charaktere in den Büchern, die haben Witz, sind manchmal etwas ironisch und man kann sich die Gesichter und Mimik der am Dialog beteiligten Personen lebhaft vorstellen. Auch den Tonfall, wie das Gesagte rüberkommt. Die Dialoge kribbeln einfach, vor allem wenn die erfundene Hauptperson sich ggü. den Königlichen manchmal etwas zu viel rausnimmt.
Bei DKdpS hat mich vor allem fasziniert, dass Jonah eben auch seine negativen Seiten hat und nicht durch und durch "der Gute" ist. Das macht seine Geschichte spannend. Außerdem mag ich an dem Buch, dass die erfundene Hauptperson mal nicht zum Adel gehört sondern aus wirklich einfachen Verhältnissen kommt und dass man so ganz nebenbei einiges über die Geschichte der Tuchmacher in England erfährt. Das ist übrigens auch Punkt, den ich an RG mag. Ihre Bücher sind nicht belehrend. Alles was man über den geschichtlichen Hintergrund erfährt ist zwar für die Geschichte des Buches wichtig aber es kommt einfach so nebenbei und ist verständlich und einfach dargestellt.
lg
kathrin

ps. die Leseratten finde ich extrem putzig