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Autor Thema: Rebecca Gablé - Der König der purpurnen Stadt  (Gelesen 8860 mal)

nimue

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Rebecca Gablé - Der König der purpurnen Stadt
« am: 10. August 2005, 08:53:46 »



Huhu,

und noch ein Thread für ein tolles Buch!

Klappentext

London 1330: Der achtzehnjährige Jonah hat kein leichtes Leben als Lehrjunge im Haushalt seines trunksüchtigen Cousins, des Tuchhändlers Rupert Hillock. Einzig seine Großmutter Cecilia schenkt ihrem verwaisten Enkel ein wenig von der Zuneigung, die der verschlossene Junge braucht. Doch eine Begegnung mit dem jungen König Edward und Königin Philippa lenkt Jonahs Schicksal in neue Bahnen. Als jüngstes Mitglied ihrer Geschichte findet er Aufnahme in der elitären Londoner Tuchhändlergilde, und gemeinsam mit Königin Philippa revolutioniert er die englische Tuchproduktion. Aber je größer sein Erfolg, desto heimtückischer werden die Intrigen seiner Neider und Widersacher, allen voran sein Cousin Rupert, und Jonahs Schwäche für Frauen – vor allem für die Königin – macht ihn verwundbar. Als der Hundertjährige Krieg ausbricht, gelangt Jonah als Bankier der Krone dennoch zu Reichtum und politischem Einfluss. Doch der alte Adel betrachtet die neue Macht der Kaufleute mit Missgunst, und der ungestüme König Edward führt die Seinen nicht nur in finanzielle Wagnisse ...

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Meine Meinung

Die Autorin kann einfach Geschichten erzählen - niemand sollte etwas anderes behaupten! Ich fühlte mich schon nach den ersten Seiten wie zu Hause und ich hatte die ganze Zeit das Gefühl, alte Freunde wiederzutreffen. Das mag daran liegen, dass die Geschichte in ihrer Struktur sich hier ein bißchen wiederholt: Armer, verstoßener Junge erreicht im Verlauf des Buches hohes Ansehen und gehört zum Kreis der Königsfamilie. Dennoch erhielt diese Geschichte von Rebecca Gablé ein neues Gewand (im wahrsten Sinne des Wortes).

Jonah ist ein zwiespältiger Charakter. Er ist einerseits im Grunde seines Herzens ein ehrenvoller, guter Mensch. Andererseits hat er auch einige finstere Seiten, die ihn jedoch nie vom rechten Weg abkommen lassen. Aber nicht nur Jonah, sondern auch alle anderen Personen dieses Romanes leben regelrecht! Aber das weiss man als Leser, wenn man mit einem Buch von Rebecca Gablé beginnt.

Mir ist allerdings aufgefallen, dass die Autorin ihre Hauptprotagonisten dieses Mal nicht so hart rannimmt, wie dies in ihren anderen historischen Romanen der Fall ist. So wirkt das Buch insgesamt etwas zahmer - ein Eindruck, der vor allem noch durch den Schluss der Geschichte bestärkt wird.

Kurz gesagt: "Das Lächeln der Fortuna" und "Das zweite Königreich" gefielen mir ein kleines bißchen besser, aber dieser Unterschied ist so minimal, dass er fast gar nicht auffällt.

5ratten

Liebe Grüße
nimue

Valentine

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Rebecca Gablé - Der König der purpurnen Stadt
« Antwort #1 am: 10. August 2005, 08:54:45 »

Unterschreibe in allen Punkten.

Die Frau kann ganz einfach schreiben und mit ihrer Schreibe fesseln.

Mittlerweile mag ich sie beinahe lieber als Ken Follett ;)
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Until I feared I would lose it, I never loved to read. One does not love breathing.
Harper Lee, To Kill a Mockingbird

Wer lesen kann, hat ein zweites Paar Augen, und er muss nur aufpassen, dass er sich dabei das erste Paar nicht verdirbt.
Erich Kästner

Thrakonia

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Rebecca Gablé - Der König der purpurnen Stadt
« Antwort #2 am: 10. August 2005, 08:56:44 »

Ja, das Buch wartet schon in München auf mich, aber nach dem 2. Königreich, werde ich wohl erst mal ne RG-Pause einlegen :-)
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Valentine

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Rebecca Gablé - Der König der purpurnen Stadt
« Antwort #3 am: 10. August 2005, 08:57:33 »

Zitat von: Thrakonia
Ja, das Buch wartet schon in München auf mich, aber nach dem 2. Königreich, werde ich wohl erst mal ne RG-Pause einlegen :-)


Würde ich auch machen, sonst kriegst Du eine Überdosis ;)
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Thrakonia

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Rebecca Gablé - Der König der purpurnen Stadt
« Antwort #4 am: 10. August 2005, 08:58:38 »

:breitgrins:  Ja, und wir sehen uns ja sicher bei den anderen spannenden Büchern, die auch nicht warten wollen :-)
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Alexa

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Rebecca Gablé - Der König der purpurnen Stadt
« Antwort #5 am: 10. August 2005, 10:04:57 »

Ich liebe dieses Buch :herz:.

Mir war Jonah als Hauptcharakter sehr sympathisch und da auch sein Lebensweg nicht immer geradlinig ist, sondern durchaus einige Kurven aufweist, bleibt das Buch durchweg interessant.

Außerdem habe ich viel über die verschiedenen Gilden und ihre Strukturen gelernt.  :zwinker:


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:leser:

Elizabeth Gilbert - Eat Pray Love
Lew Tolstoi - Anna Karenina

Arwen

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Rebecca Gablé - Der König der purpurnen Stadt
« Antwort #6 am: 10. August 2005, 12:08:11 »

An der Geschichte hat mich gestört, dass Jonah oft wie vom Glück verfolgt war.
Besonders in der ersten Hälfte läuft bei ihm alles glatt. Deshalb fand ich die Story am Anfang nicht so glaubhaft wie die in "Das Lächeln der Fortuna". Bis Jonah einige Rückschlage einstecken und bewältigen muss, dauert es erst mal ein Weilchen.
Dieses ewig andauernde Glück nimmt auch die Spannung, weil ich beim Lesen gedacht habe "es geht eh alles gut...".
Die zweite Hälfte war dann aber recht gut.

Das ist allerdings mein einziger Kritikpunkt.
"Der König der purpurnen Stadt" ist ein toller historischer Roman mit gut ausgearbeiteten Charakteren, die einem richtig ans Herz wachsen.
Und nebenbei erfährt man wieder vieles über die Zeit, in der die Geschichte spielt und über die Tuchmacherei. Fand ich sehr interessant.
Das Buch gehört zu meinen liebsten historischen Romanen  :klatschen:

Deshalb gibt es von mir vier Leseratten:

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Galadriel43

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Rebecca Gablé - Der König der purpurnen Stadt
« Antwort #7 am: 28. August 2005, 18:30:44 »

Ich habe heute nachmittag mit diesem Buch begonnen und bin schon wieder auf Seite 135. Die Geschichte hat mich sofort in ihren Bann gezogen und - hach - Rebecca Gablé schreibt einfach klasse. *schwärm*
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Liebe Grüße
Galadriel

Das Lächeln ist eine Kurve, die manches gerade biegt.

Mascha

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Rebecca Gablé - Der König der purpurnen Stadt
« Antwort #8 am: 29. August 2005, 06:48:30 »

Am 28.10. findet in MG/Wickrath eine Lesung mit Rebecca Gable' statt und da ich ganz in der Nähe wohne werde ich auf jeden Fall hingehen. Näheres Hier
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Gruß Mascha

Kathrin

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Rebecca Gablé - Der König der purpurnen Stadt
« Antwort #9 am: 29. August 2005, 06:52:33 »

Oh, ja, wirklich ein fantastisches Buch. Ich habe noch ca. 30 Seiten und dann beende ich DLdF zum x-ten Mal. Davor habe ich DKdpS gelesen und muss sagen, dass mir das Buch beim zweiten Mal lesen noch wesentlich besser gefallen hat, als beim ersten mal. Ob ich allerdings ein Lieblingsbuch von RGs historischen Büchern habe, kann ich nicht sagen, eigentlich ist es immer das was ich grade lese, auch DSvC, obwohl das schon etwas zurückliegt und ich mich im Gegensatz zu DzK, DKdpS und DLdF, die alle dieses Jahr gelesen habe, nicht mehr richtig an Einzelheiten erinnern kann.

Okay, vielleicht hat RG immer das gleiche Strickmuster (wie Nimue ja auch schon schrieb)
erfundene Hauptperson wird Berater von einem Mitglied der königlichen Familie:
- DzK: Caedmon und William der Eroberer
- DKdpS: Jonah und Philippa
- DLdF: Robin und Lancaster und später dann Raymond und Henry
verbotene/ unmögliche Liebe:
- DzK: Caedmon und Aliesa (Frau seines besten Freundes)
- DKdpS: Jonah und Philippa (okay, nur bedingt)
- DLdF: Robin und Blanche (die Frau seines Erzfeindes)

Aber mal ganz ehrlich, wen stört das schon. RG hat das Talent, mich an die Bücher zu fesseln, wie keine andere bislang es geschafft hat. Und das hat damit zu tun, dass ich ihre Hauptpersonen, sowohl die Erfundenen als auch die historisch belegten einfach mag, mit all ihren Schwächen und Eigenheiten. Außerdem liebe ich die Dialoge der Charaktere in den Büchern, die haben Witz, sind manchmal etwas ironisch und man kann sich die Gesichter und Mimik der am Dialog beteiligten Personen lebhaft vorstellen. Auch den Tonfall, wie das Gesagte rüberkommt. Die Dialoge kribbeln einfach, vor allem wenn die erfundene Hauptperson sich ggü. den Königlichen manchmal etwas zu viel rausnimmt.

Bei DKdpS hat mich vor allem fasziniert, dass Jonah eben auch seine negativen Seiten hat und nicht durch und durch "der Gute" ist. Das macht seine Geschichte spannend. Außerdem mag ich an dem Buch, dass die erfundene Hauptperson mal nicht zum Adel gehört sondern aus wirklich einfachen Verhältnissen kommt und dass man so ganz nebenbei einiges über die Geschichte der Tuchmacher in England erfährt. Das ist übrigens auch Punkt, den ich an RG mag. Ihre Bücher sind nicht belehrend. Alles was man über den geschichtlichen Hintergrund erfährt ist zwar für die Geschichte des Buches wichtig aber es kommt einfach so nebenbei und ist verständlich und einfach dargestellt.

lg
kathrin 5ratten
ps. die Leseratten finde ich extrem putzig
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nimue

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Rebecca Gablé - Der König der purpurnen Stadt
« Antwort #10 am: 29. August 2005, 06:58:36 »

Huhu,

Zitat von: Kathrin
Aber mal ganz ehrlich, wen stört das schon. RG hat das Talent, mich an die Bücher zu fesseln, wie keine andere bislang es geschafft hat.


Kathrin... Du hast meine volle Zustimmung! Besser könnte ich es nicht ausdrücken! :winken:

Liebe Grüße
nimue

Galadriel43

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Rebecca Gablé - Der König der purpurnen Stadt
« Antwort #11 am: 30. August 2005, 17:41:17 »

Fertig  :klatschen: -  :entsetzt:

Das Buch war wieder mal ganz toll. Schade das es schon wieder ausgelesen ist. Und dann habe ich nur noch zwei Bücher von ihr nicht gelesen - so ein Mist.  :grmpf:
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Liebe Grüße
Galadriel

Das Lächeln ist eine Kurve, die manches gerade biegt.

Arwen

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Rebecca Gablé - Der König der purpurnen Stadt
« Antwort #12 am: 30. August 2005, 18:17:24 »

@ Galadriel

Du hast schon gelesen "Das Lächeln der Fortuna" (in der Leserunde stecke ich immer noch fest  :redface: ) und "Der König der Purpurnen Stadt", stimmts?

Im Moment hast du noch recht, es gibt noch zwei dicke Schmöker von ihr:
Die Siedler von Catan
Das zweite Königreich

Aaaaaber:
Schon am nächsten Samstag erscheint das neue Buch von Rebecca Gablé, "Die Hüter der Rose"  :breitgrins:

Also kannst du dich noch auf ein drittes freuen  :winken:
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Galadriel43

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Rebecca Gablé - Der König der purpurnen Stadt
« Antwort #13 am: 30. August 2005, 18:25:32 »

Ja, Arwen, das Buch hatte ich schon bestellt, aber bei "Die Siedler von Catan" bin ich mir nicht sicher. Es ist doch zu dem Spiel geschrieben, oder?

Und da weiß ich nicht, ob es wirklich an die anderen Bücher heranreicht.  :schulterzuck:
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Liebe Grüße
Galadriel

Das Lächeln ist eine Kurve, die manches gerade biegt.

Arwen

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Rebecca Gablé - Der König der purpurnen Stadt
« Antwort #14 am: 30. August 2005, 18:34:03 »

Ach, so ist das  :smile:

"Die Siedler von Catan" habe ich noch nicht gelesen.

Die Meinungen dazu gehen tatsächlich weit auseinander.
Aber ich denke, wenn man nicht gerade mit der Vorstellung eines "richtigen" historischen Romans (wie es ihre anderen drei sind) an das Buch herangeht, kann nichts schief gehen.
Der Erzählstil in ihren Büchern ist ja sehr fesselnd, so wird es auch bei den Siedlern sein.
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