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Autor Thema: Stichwort Auftauchen in die reale Welt... ACTA  (Gelesen 1367 mal)

Valentine

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Re: Stichwort Auftauchen in die reale Welt... ACTA
« Antwort #15 am: 30. Januar 2012, 22:04:20 »

Danke für den Hinweis. Ich hab unterschrieben.
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The best piety is to enjoy--when you can. You are doing the most then to save the earth's character as an agreeable planet. And enjoyment radiates. It is of no use to try and take care of all the world; that is being taken care of when you feel delight--in art or in anything else. Would you turn all the youth of the world into a tragic chorus, wailing and moralising over misery?
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HoldenCaulfield

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Re: Stichwort Auftauchen in die reale Welt... ACTA
« Antwort #16 am: 30. Januar 2012, 22:19:45 »

Und wenn man den Blick nach Russland richtet wundert einen eh nichts mehr...
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MacOss

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Re: Stichwort Auftauchen in die reale Welt... ACTA
« Antwort #17 am: 30. Januar 2012, 23:56:58 »

Also, wenn Ihr alle wisst, worum es bei ACTA im Einzelnen geht, habt Ihr meine Hochachtung. Ich weiß es nicht. Und auch meine - zugegeben oberflächlichen - Recherchen haben mich nicht schlauer gemacht. Ich finde allerdings, dass das Thema zu komplex ist, um es pauschal zu verdammen. Eine Stärkung der Rechte von Urhebern geistigen Eigentums halte ich prinzipiell erst mal für eine gute Sache. Interessant auch in diesem Zusammenhang, dass bei dieser Diskussion offenbar munter die Begriffe "Urheber" und "Verwerter" durcheinandergeworfen und das deutsche Urheberrecht mit dem angelsächsischen Verwertungsrecht ("Copyright") vermengt werden.

Sehr enttäuschend fand ich den Kommentar von Markus Beckedahl auf Spiegel-Online (klick), der in meinen Augen auch nicht viel zur Erhellung dieses Themas beiträgt. Da ist die sich daran anschließende Diskussion schon interessanter, aber auch hier wird deutlich, dass nicht nur Beckedahl hierzu viel heiße Luft absondert, sondern auch so mancher Diskussionsteilnehmer.

Und das im ersten Beitrag verlinkte Youtube-Filmchen halte ich für blanke Panikmache. Ich komme in den Knast, weil ich einen Kochkurs besucht habe und für meine Freundin ein Hühnchenrezept nachkoche? Mit Verlaub, das ist Unsinn.

Ich fühle mich jedenfalls noch nicht genügend informiert, um bei diesem Thema eine Meinung zu haben.
« Letzte Änderung: 31. Januar 2012, 00:37:45 von MacOss »
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Bücherdiebin

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Re: Stichwort Auftauchen in die reale Welt... ACTA
« Antwort #18 am: 31. Januar 2012, 10:30:20 »

Prinzipiell hast du Recht, MacOss: Wenn man sich mit etwas schlecht auskennt, sollte man lieber die Finger davon lassen. Hierbei erachte ich die Situation doch als anders. ACTA betrifft uns alle und deswegen sollten sich auch alle darüber nach Möglichkeit informieren und mitreden.

Alles, was ich bisher von Anonymous gesehen habe, ist überspitzt dargestellt. Wenn ich von irgendeinem neuen Gesetzesentwurf irgendwo gehört hätte, der irgendwas bewirkt, was ohnehin nach nichts Großem aussieht, wäre mir das wahrscheinlich ziemlich egal gewesen. Ziel des Videos ist es vordergründig mal zu schockieren, damit sich die Leute informieren. Hätte ich einen der vielen geschriebenen Links online gestellt, würde wahrscheinlich kaum jemand reagieren.
Und das Tofuhühnchen... Ja, ein lustiges, aber nicht wirklich realistisches Beispiel:breitgrins:

Das Problem an ACTA ist nicht die von dir angesprochene Verschärfung der Patentierung geistigen Eigentums, sondern vielmehr, dass die Definition dessen im Unklaren gelassen wird und somit großen Patentfirmen und weiteren eine Lücke gewährleistet wird, durch die sie ganz legal schlüpfen können um zu ahnden, was sie gerade stört.
Dann sind auch die Maßnahmen, die man ergreifen darf (und muss) um geistiges Eigentum zu schützen, grenzwertig: Nach dreimaligen Verstoß jemanden den Kontakt zum Internet abschneiden. Internetdienstanbieter haben die Pflicht den Datenverkehr ihrer User zu überwachen und Verstöße weiter zu melden, weil es sonst für sie Konsequenzen nach sich ziehen würde.

Wenn ACTA in Kraft tritt, kann das 20 Jahre gut gehen, oder 30, oder 4. Auf alle Fälle ändert sich die Beschaffenheit des Internets dadurch gewaltig. (Hinweis: Dass wir das Internet heute einfach so nutzen können, haben wir Tim Berners-Lee zu verdanken, der auf sein Patentrecht verzichtete - zu unserem Wohl. Sonst würde es vielleicht immer noch wie sein Vorläufer (der allerdings nichts mit Berners-Lee zu tun hat) zur US-militärischen Datenspeicherung eingesetzt werden und die Öffentlichkeit hätte keinen Zugang dazu.)
Wikipedia würde dadurch aus dem Netz verschwinden - denn es beherbergt fast nur urheberrechtlich geschütztes Wissen. Allgemeinwissen wird so definiert: Wissen, das der Durchschnittsbürger besitzt. Da bleibt dann auch herzlich wenig für Wissensportale übrig und das gefährdet die freie Bildung, die sowieso schon auf gewisse Gesellschaftsschichten beschränkt ist. (Das Argument "dann geht doch in die Bibliothek" fände ich an dieser Stelle unpassend, weil sogenannte bildungsferne Schichten oft schon von der Schulbildung her Nachteile haben und das Internet, als Medium, das in Mitteleuropa für jeden zugänglich ist, wie geschaffen dafür wäre einen Ausgleich zu schaffen. (Und wenn ich da jetzt weiter schreibe, verzettele ich mich in ein gänzlich anderes Thema.^^))
Youtube wäre damit auch dahin - denn die Möglichkeit zur Bereitstellung von Ressourcen für die Verbreitung von geschütztem Material ist laut ACTA illegal. (EDIT: Bei diesem Punkt bin ich mir nicht ganz sicher. Wer weiß was dazu? Es ist wirklich ungut, wie viel ACTA im Unklaren lässt und wie viel Freiheit damit zur Interpretation ganz nach Belieben gelassen wird. Das kann man schnell ausnutzen.)
Weiters wird, wie auch im Film gezeigt, jedes Datenpaket fortan durchleuchtet werden - schlecht für die Piraterie, gegen die es u.a. wirken soll. Aber wie gesagt: ACTA zieht keine klaren Grenzen. Geahndet werden kann nahezu alles, was Patentrecht hat. Und dazu gibt es Dank Überwachung ja die Möglichkeit.

Aus dem von dir reingestellten Spiegel-Artikel (den ich mir nur zur Hälfte durchgelesen habe, ich finde auch, dass er zu allgemein gehalten ist):
Zitat
Hat das heutige Urheberrecht nicht einige grundsätzliche Probleme?
Das stimmt, finde ich. Wenn eine Forschergruppe etwas entdeckt und sie dies im Auftrag einer Firma getan hat, dann patentiert sich die Firma dieses (die Entdecker können dabei sehr schlecht mit einer minimalen Abfindung aussteigen, wenn sie in entsprechenden Verträgen stecken oder die Rechtsprechung nicht auf ihrer Seite ist). Ein solches Patent blockiert dann die weitere Forschung, weil Inhaber anderer Konzerne erst die Rechte am Patent kaufen müssten um legal an derselben Sache weiter zu forschen, wenn sie nicht auf andere Art zu ähnlichen Ergebnissen kommen.

Wie gesagt, mich stören die zu setzenden Maßnahmen, die ACTA vorschreibt, und die Unklarheit der darin enthaltenen Definitionen, in welchem Rahmen man geschütztes Eigentum "verteidigen" kann. Das lässt zu viel Spielraum übrig in einem Patentrechtsystem, das an sich schon seine Mängel aufweist. (Wenn wir kurz mal in die Bioethik abtauchen würden, stellten sich noch ganz andere Fragen zum Thema Patent. Aber das steht hier nicht zur Debatte.)

So, und jetzt wieder die Meinungen anderer, bevor ich zu viel weiter schreibe.
« Letzte Änderung: 31. Januar 2012, 10:49:32 von Bücherdiebin »
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MacOss

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Re: Stichwort Auftauchen in die reale Welt... ACTA
« Antwort #19 am: 31. Januar 2012, 10:56:50 »

Vielen Dank für Deine ausführliche Antwort, Bücherdiebin. :smile: Da fühle ich mich doch gleich ein wenig besser informiert. Nichtsdestotrotz werde ich mich mal weiter in die Tiefen des Internets begeben - jetzt ist mein Interesse erst recht angestachelt. :breitgrins:

Das Problem an ACTA ist nicht die von dir angesprochene Verschärfung der Patentierung geistigen Eigentums, sondern vielmehr, dass die Definition dessen im Unklaren gelassen wird und somit großen Patentfirmen und weiteren eine Lücke gewährleistet wird, durch die sie ganz legal schlüpfen können um zu ahnden, was sie gerade stört.

Kein Wunder, dass alle verunsichert sind, was die Auswirkungen von ACTA betrift, wenn schon die Definition dessen, was eigentlich geschützt werden soll, so schwammig ist. Vielleicht ist ja das Beispiel mit dem Hühnchenrezept dann doch nicht so weit hergeholt... :gruebel:

Dann sind auch die Maßnahmen, die man ergreifen darf (und muss) um geistiges Eigentum zu schützen, grenzwertig: Nach dreimaligen Verstoß jemanden den Kontakt zum Internet abschneiden. Internetdienstanbieter haben die Pflicht den Datenverkehr ihrer User zu überwachen und Verstöße weiter zu melden, weil es sonst für sie Konsequenzen nach sich ziehen würde.

Ja, das ist in der Tat überzogen. Und unrealistisch. Und fraglich, ob eine Kappung des Zugangs zum Internet mit dem Recht auf den freien Zugang zu Informationen vereinbar ist.

Und was mich darüber hinaus massiv stört: Offenbar sollen ja nun doch nicht die Rechte der Urheber - also all' der kleinen Schreiberlinge, Musiker und Journalisten, die sich mit ihren Erzeugnissen ihren Lebensunterhalt verdienen -, sondern doch der großen Verwerter(-firmen) gestärkt werden. Das wäre tatsächlich nicht in Ordnung.

Ich sehe schon: Das Thema zieht einen ganzen Rattenschwanz an weiteren Fragen nach sich. Und nennt mich blauäugig, aber ich habe ganz tief hinten in meinem Hinterkopf doch noch so was wie Vertrauen in unsere parlamentarische Demokratie und unsere gewählten Volksvertreter, die extreme und rechtswidrige Auswüchse hoffentlich erkennen und zu verhindern wissen.

Hätte ich einen der vielen geschriebenen Links online gestellt, würde wahrscheinlich kaum jemand reagieren.

Och, ich wär' dankbar. :breitgrins:
« Letzte Änderung: 31. Januar 2012, 11:04:26 von MacOss »
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Bücherdiebin

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Re: Stichwort Auftauchen in die reale Welt... ACTA
« Antwort #20 am: 31. Januar 2012, 11:24:45 »

Was die ganze Sache mit ACTA mir auf jeden Fall vor Augen geführt hat: Wie dumm ich doch war zu glauben, ich könnte was Naturwissenschaftliches studieren und mich dann in meinem Labor vor der Welt verstecken. Was in der Politik geschieht, wird mich immer auch betreffen und deswegen muss ich mich künftig besser informieren.


Ich sehe schon: Das Thema zieht einen ganzen Rattenschwanz an weiteren Fragen nach sich. Und nennt mich blauäugig, aber ich habe ganz tief hinten in meinem Hinterkopf doch noch so was wie Vertrauen in unsere parlamentarische Demokratie und unsere gewählten Volksvertreter, die extreme und rechtswidrige Auswüchse hoffentlich erkennen und zu verhindern wissen.


Hätte ich einen der vielen geschriebenen Links online gestellt, würde wahrscheinlich kaum jemand reagieren.

Och, ich wär' dankbar. :breitgrins:

SOPA wurde immerhin schon gestoppt, das kann nur Gutes verheißen.
Was ich so auf die Schnelle an Internetseiten gefunden habe:
http://derstandard.at/1326503837312/EU-Parlamentarier-kritisieren-ACTA-Unterzeichnung
https://www.eff.org/issues/acta
http://www.wired.co.uk/news/archive/2012-01/26/eu-signs-up-to-acta


Was mich auch interessieren würde - kann man sich irgendwo anschauen, was genau in ACTA steht? Dann wären einige Fragen sicher leichter geklärt (was ich mittlerweile z.B. glaube: Ich habe keine Ahnung, ob das mit Youtube stimmt oder nicht, weil den Webanbietern anscheinend noch frei gelassen wird, wie sie ACTA dann genau umsetzen. Nur überwachen sollen sie, ob geschützte Inhalte geschützt bleiben).

Ein Zitat aus dem ersten Link:
Zitat
Ehrenhauser äußerte, ebenso wie die deutsche Abgeordnete Ska Keller (Grüne) Bedenken hinsichtlich der möglichen Auswirkungen auf Entwicklungsländer durch das Abkommen. Keller befürchtet neben "drastischen Auswirkungen auf die Meinungs- und Informationsfreiheit im Internet eine "massive" Einschränkung" des Zugangs zu erschwinglicher Medizin für Menschen in Entwicklungsländern.
Das hat auch meine Schwester angemerkt: Wie soll es mit ACTA z.B. noch möglich sein in einer Diktatur Widerstand über das Internet zu organisieren, wenn es möglich ist dieses stark zu überwachen und Nutzern die Verbindung zu kappen?
« Letzte Änderung: 31. Januar 2012, 11:27:37 von Bücherdiebin »
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MacOss

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Re: Stichwort Auftauchen in die reale Welt... ACTA
« Antwort #21 am: 31. Januar 2012, 11:37:49 »

Danke. :winken:
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Wendy

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Re: Stichwort Auftauchen in die reale Welt... ACTA
« Antwort #22 am: 31. Januar 2012, 12:58:38 »

Was mich auch interessieren würde - kann man sich irgendwo anschauen, was genau in ACTA steht?

Hier kannst du den Text nachlesen. Runterscrollen zu "Final Text and Public Comments", da gibt's den als PDF zum Herunterladen.

Ich habe mir das Ding vor ein paar Tagen schon durchgelesen, aber sehr viel genauer wirst du da auch nicht informiert. Es ist - wie hier schon mehrmals gesagt wurde - alles sehr schwammig und wird schlussendlich nur den ohnehin schon in Geld schwimmenden großen Konzernen nützen. Film- und Musikindustrie, Lobbys, etc.
Mir schwirrt der Kopf seit Wochen mit Gedanken über diese Sache, aber ich mag gar nicht anfangen, richtig zu diskutieren. Da wird mir nur schlecht. Somit belasse ich es bei einem Kopfschütteln.
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tári

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Re: Stichwort Auftauchen in die reale Welt... ACTA
« Antwort #23 am: 31. Januar 2012, 13:12:11 »

Was genau in Acta steht, kann man hier nachlesen:
klick
klick
(Edit: Wendy war jetzt schneller :zwinker: )

Ein Beispiel bezüglich youtube wäre, wenn jemand ein Video hochlädt und darauf ein bestimmter Song zu hören ist, dann ist das eine Urheberrechtsverletzung, weil man ja keine offizielle Genehmigung hat, diesen Song auf diese Art und Weise zu "verbreiten". Zumindest sofern ich das richtig verstehe. Und das betrifft schon mal alle Videos, die zu Liedern direkt veröffentlicht werden (auch wenn die Bildspur nicht das offizielle Video zeigt), es betrifft wohl sehr viele Tutorial-Videos, in denen ja häufig im Hintergrund Musik spielt, und es betrifft z.B. auch irgendwelche privaten Videos von einer Party, auf der im Hintergrund Musik gespielt wird.
Das ist ja grundsätzlich auch jetzt schon der Fall, dass dies eine Urheberrechtsverletzung darstellt, und manchmal werden Videos aus diesem Grund vom Netz genommen, aber Acta würde das ganze wohl verschärfen und zudem stärker kriminalisieren.

Ich verstehe an Acta auch nicht, wieso die Verhandlungen unter völliger Geheimhaltung gehalten werden mussten. Da frage ich mich automatisch: "Was habt ihr zu verbergen?"
Außerdem bin ich der Meinung, dass das Urheberrechtsgesetz grundsätzlich überholt ist, und dass zuerst daran gearbeitet werden sollte. Es passt einfach nicht mehr zum heutigen Verständnis, wie das Internet genutzt wird.
Das österreichische Urheberrechtsgesetz ist aus 1936, zwar mit unzähligen Änderungen in den letzten Jahren, aber naja...

Den Österreichern hier im Forum, würde ich übrigens auch die Petition zum Stopp der Vorratsdatenspeicherung ans Herz legen:
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« Letzte Änderung: 31. Januar 2012, 13:45:03 von tári »
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Re: Stichwort Auftauchen in die reale Welt... ACTA
« Antwort #24 am: 31. Januar 2012, 13:35:37 »

Zu diesem Thema gibt es eine ganz tolle Kurzgeschichte von Spider Robinson (Hier kostenlos unter Creative Commons im Internet zu lesen  :zwinker:), in der gezeigt wird, wie weit man die Urheberrechts-Debatte treiben kann. Muss sich denn jeder, der etwas kreiert, Gedanken machen, ob er vielleicht eine Phrase verwendet hat, die bereits in einem anderen Werk vorkam? Und dann gleich ab ins Gefängnis?

Dieser Artikel bzgl. des Samsung Tablet PCs ist auch wieder so etwas. Das Ding darf nicht vertrieben werden, weil es dem Apple iPad zu ähnlich ist. (darüber wird zwar noch vor Gericht diskutiert, aber hallo?) Warum werden Monopol-Unternehmen so geschützt und wir "kleinen Bürger" somit gezwungen, unter kleinerer Auswahl unser Geld dann doch nur für iBlabla Produkte auszugeben? Aber da drifte ich auch vom Thema ab (es wirft aber auch wirklich große Kreise, das muss ich zu meiner Verteidigung sagen.)

Für mich hängt das alles zusammen und ACTA macht solchen Blödsinn nur leichter. Vielleicht sollten die Regierungen eher über ein neues Urheberrechts-Gesetz nachdenken. Viele Autoren und Musiker sind ja bereits so schlau, ihre Werke (oder Teile davon) kostenlos online zur Verfügung zu stellen. Und die sind auch noch nicht verhungert.

Danke, tári, für den Link zur Vorratsdatenspeicherung. Ich hab auch gleich mal unterzeichnet. Big Brother lässt grüßen. Mich gruselt's wirklich! :entsetzt:
« Letzte Änderung: 31. Januar 2012, 14:19:04 von Wendy »
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Re: Stichwort Auftauchen in die reale Welt... ACTA
« Antwort #25 am: 03. Februar 2012, 23:05:47 »

Die ARD hat auf ihren Seiten der Tagesschau einige Artikel gebündelt:

http://www.tagesschau.de/ausland/acta110.html
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Re: Stichwort Auftauchen in die reale Welt... ACTA
« Antwort #26 am: 04. Februar 2012, 02:08:36 »

Ich habe mich im letzten Jahr viel mit solchen Themen beschäftigt. Da war ja schon einiges unterwegs von Voratsdatenspeicherung über Netzsperren über das Jugendmedienschutzgesetz. Bei ACTA halte ich mich im Moment zurück zu viel zu lesen, sonst kriege ich wieder Bauchschmerzen.

Für mich hängt das alles zusammen und ACTA macht solchen Blödsinn nur leichter. Vielleicht sollten die Regierungen eher über ein neues Urheberrechts-Gesetz nachdenken. Viele Autoren und Musiker sind ja bereits so schlau, ihre Werke (oder Teile davon) kostenlos online zur Verfügung zu stellen. Und die sind auch noch nicht verhungert.

Das sehe ich auch so. Wir müssen das Urheberrecht überdenken, müssten Modelle finden, die für die heutige Zeit passend sind. Modelle, die die Urheber (und Verwerter) nicht benachteiligen, aber auch Raum für Kreativität und freie Meinungsäußerung lassen.
Paulo Coelho hat einmal die russischen Ausgaben seiner Bücher selbst als Raubkopien ins Netz gestellt, die hatten sich dort ohnehin nie verkauft. Seine Werke haben sich so verbreitet und plötzlich verkauften sich auch die Printversionen der Bücher sehr viel besser. Cory Doctorow bietet seine Werke immer auch als Download an und erlaubt Fanübersetzungen. Er kann trotzdem vom Autorsein leben. Was zeigt, dass die Leute auch bereit sind für etwas zu bezahlen, wenn sie es gut finden.
Ich finde das wäre ein Ansatzpunkt, über den nachzudenken wäre. Aber natürlich ist es einfacher, einfach mit der Keule draufzuhauen. Und praktischer auch, denn was erst das Urheberrecht schützen soll, lässt sich später sich auch für andere Dinge gebrauchen.

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HoldenCaulfield

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Re: Stichwort Auftauchen in die reale Welt... ACTA
« Antwort #27 am: 04. Februar 2012, 02:19:01 »

@Pandora
Ich habe auch den Eindruck das jemand der etwas gut findet auch Geld dafür ausgibt. Das zeigt sich ja grade in der Musikbranche. Jeder den ich frage würde für das Album einer Band die er mag kaufen statt es sich nur auf den Rechner zu ziehen.
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Re: Stichwort Auftauchen in die reale Welt... ACTA
« Antwort #28 am: 04. Februar 2012, 10:41:11 »

Mit iTunes kann man die zwei Möglichkeiten ja auch verbinden.
Ich erinnere mich an einen amerikanischen Freund, der ein Abo in iTunes hatte, das ihm immer sofort die neueste LOST-Folge heruntergeladen hat. Für einen Doller pro Folge oder so.

Viele Filme/Musiker/Autoren bieten ja auch einfach kostenlose Proben ihrer Werke an und dann das komplette Werk zum Download für Geld. Ich denke, so schwierig, einen Konsensus zu finden, ist es sicher nicht. Vor allem, wenn sich Menschen darum bemühen, die sich in den Branchen besser auskennen.
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HoldenCaulfield

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Re: Stichwort Auftauchen in die reale Welt... ACTA
« Antwort #29 am: 04. Februar 2012, 10:54:27 »

Und dann wäre man nicht mal auf größere Anbieter angewiesen.
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