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Autor Thema: Cay Rademacher - Der Trümmermörder  (Gelesen 202 mal)

Sternchen28

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Cay Rademacher - Der Trümmermörder
« am: 26. Januar 2012, 18:33:38 »



Klappentext:
Hamburg 1947: Die Stadt liegt in Trümmern, und es ist einer der kältesten Winter des Jahrhunderts. Die Menschen versuchen irgendwie zu überleben. Da wird mitten in der Trümmerlandschaft eine Leiche entdeckt: eine junge Frau, nackt, kein Hinweis auf den Mörder. Oberinspektor Stave hat kaum Hoffnung, den Fall aufzuklären, auch wenn ihm Lothar Maschke von der Sitte und Lieutenant MacDonald von der britischen Verwaltung zur Seite gestellt werden. Bald werden weitere Tote entdeckt, und Stave ist für jede Hilfe dankbar, die er auf der Suche nach einem grausamen Mörder bekommt.

Meine Meinung:
Cay Rademacher hat mit seinem Buch „Der Trümmermörder“ das geschafft, was bisher kein anderer Autor geschafft hat: Ich hatte eine schlaflose Nacht! Nicht weil ich das Buch in einem Rutsch durchgelesen habe - das geht überhaupt nicht. Sondern weil ich in der Nacht das Buch „verarbeitet“, durchlebt habe. Mit seinem eindrucksvollen Schreibstil, seiner sehr bildhaften Sprache und einem sehr gut durchdachten Plot baut er vielleicht nicht die atemlose Spannung manch anderer Krimis auf, aber er schafft eine Atmosphäre, die einen nicht mehr los lässt. Sie hält einen fest, zieht den Leser in seinen Bann und - zumindest ging es mir so - lässt einen nach der Lektüre, nach dem zuklappen des Buches, nicht so einfach los. Cay Rademacher versetzt uns nach Hamburg in die Nachkriegszeit, führt uns durch eine zerstörte, mit Trümmerfeldern durchsetzte Stadt, in der klirrende Kälte und Hoffnungslosigkeit herrscht. Er zeigt uns stellvertretend die Wohnung von Stave, einem Hamburger Polizisten. Die Wände mit Eis besetzt, der Reif auf der Zudecke … er nimmt uns mit zur Wertmarkenausgabe und zum Essen besorgen. Er zeigt uns den Hamburger Bunker und die endlosen Ströme von Heimkehrern auf dem Hamburger Hauptbahnhof, von Stave jedes Wochenende nach seinem Sohn fragt und sucht. Er nimmt uns aber auch mit zu den Schauplätzen einer Mordserie, die damals in Hamburg tatsächlich passiert ist und lässt uns teilhaben wie der Fall aufgeklärt wird. Aber nicht nur Stave ist da - da sind auch noch Erna die Sekretärin von Stave sowie ein britischer Offizier und einer von der Hamburger Sitte, die mit ihm den Täter suchen. Nichts ist wie es scheint, Stave und der Leser decken Geheimnisse auf und erfahren teilweise schreckliches. Ich finde es sehr beeindruckend wie der Autor all das rüberbringt, wie er Informationen über das damalige Leben, die damalige Zeit so sehr Realität werden lässt das man meint, wirklich dabei gewesen zu sein. Für mich war dieses Buch ein richtiges Ereignis und eines, das ich wirklich mit gutem Gewissen weiterempfehlen kann. Ich bin schon sehr auf die weiteren Bände gespannt, die es noch geben soll.

Meine Wertung:  5ratten und damit ein  :tipp:
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HoldenCaulfield

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Re: Cay Rademacher - Der Trümmermörder
« Antwort #1 am: 26. Januar 2012, 19:45:15 »

Die Thematik spricht mich total an, auch weil ich mich durchs Studium sehr für die Zeit im Roman interessiere. Aber ich habe so oder so eine  Schwäche für die Kriminalromane die in solchen Übergangszeiten spielen.
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allegra

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Re: Cay Rademacher - Der Trümmermörder
« Antwort #2 am: 27. Januar 2012, 08:40:01 »

Ich bin etwas über der Hälfte in diesem Buch. Es gehört mittlerweilen auch zu den Büchern, die ich nicht nach 18.00 Uhr lese, weil sie mich nachts verfolgen. Die bedrückende Stimmung in der zerbombten Stadt, wo das Bedürfnis der Menschen nach Normalität an jeder Ecke sichtbar wird und dennoch für viele so wenig Hoffnung besteht, weil sie nicht nur nichts mehr haben, sondern auch psychisch traumatisiert sind und nichts über ihre Angehörigen wissen........das geht einem wirklich nahe.
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Kirsten

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Re: Cay Rademacher - Der Trümmermörder
« Antwort #3 am: 27. Januar 2012, 09:42:49 »

Hallo!

Ich bin sowieso ein Krimifan, aber dieser hier spricht mich auch wegen der Zeit an, in der er spielt. Vor ein paar Jahren habe ich alle Erzählungen, die ich aus der Nachkriegszeit in die Finger bekommen konnte verschlungen. Und auch jetzt werde ich jedes Mal aufmerksam, wenn eine Geschichte aus dieser Zeit auf meinem Radar auftaucht. Danke Sternchen für den Tipp!

Liebe Grüße
Kirsten
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Heimfinderin

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Re: Cay Rademacher - Der Trümmermörder
« Antwort #4 am: 27. Januar 2012, 10:56:19 »

Auf leserunden.de läuft ja gerade die autorenbegleitete Leserunde zu dem Buch und nachdem ich da schon ein bisschen reingelinst habe, ist der Krimi auch gleich auf meinem Wunschzettel gelandet.  :smile:

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LIEBE GRÜßE
HEIMFINDERIN

Sternchen28

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Re: Cay Rademacher - Der Trümmermörder
« Antwort #5 am: 27. Januar 2012, 12:23:45 »

Es lohnt sich wirklich. Auch Tage nach dem Beenden des Buches lässt es mich nicht wirklich los.

Gerade die Szene in dem Kinderheim spukt mir unter anderem immer noch im Kopf rum. Was mussten diese Kinder alles schreckliches erleben - sie haben nicht nur ihre Angehörigen verloren sondern auch viel Gewalt und Grausamkeiten erlebt und gesehen

@Allegra - das hätte ich wohl besser auch gemacht. Die eine schlaflose Nacht werde ich wohl nie vergessen
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Kirsten

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Re: Cay Rademacher - Der Trümmermörder
« Antwort #6 am: 27. Januar 2012, 13:32:38 »

@Sternchen: psst- nicht zuviel verraten :winken:
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SheRaven

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Re: Cay Rademacher - Der Trümmermörder
« Antwort #7 am: 29. Januar 2012, 21:06:45 »

Eigentlich lese ich Kriegs- oder Nachkriegsgeschichten eher ungern. Wie gesagt – eigentlich...

Der an einen wahren Fall angelehnte Krimi hatte mich schon nach den ersten Zeilen für sich gewonnen.
Frank Stave ist ein sympathischer und authentisch wirkender Ermittler, an dessen Seite wir eine Zeitreise in das unter einem extrem kalten Winter leidende, zerbombte Hamburg von 1947 erleben.
Alles wird rationiert, Strom, Heizmittel, Lebensmittel. Für fast alles braucht man eine Bezugskarte, Brot wird mit Sägemehl gesteckt, der Schwarzmarkt blüht, sichert auf der einen Seite das Überleben und füllt auf der anderen Seite die Taschen derjenigen, die gut durch den Krieg gekommen sind.

Dank der klaren, prägnanten Sprache, die an den richtigen Stellen einfühlsam wird, spürt der Leser die Kälte, hört den allmorgendlichen Rauhreif auf der Bettdecke von Frank Stave leise knacken und fragt sich, selbst im warmen Zimmer sitzend, wie unsere Eltern, Großeltern und Urgroßeltern das alles bloß ausgehalten haben. 

Ohne leserunden.de wäre ich wahrscheinlich nicht auf das Buch aufmerksam geworden und mir wäre ein absolutes Highlight entgangen.
Auf die Folgebände bin ich schon sehr gespannt!

 :tipp: und natürlich  5ratten
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SheRaven

allegra

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Re: Cay Rademacher - Der Trümmermörder
« Antwort #8 am: 31. Januar 2012, 00:10:46 »

Inhalt: (Verlagsinfo)

Hamburg 1947: Die Stadt liegt in Trümmern, und es ist einer der kältesten Winter des Jahrhunderts. Die Menschen versuchen irgendwie zu überleben. Da wird mitten in der Trümmerlandschaft eine Leiche entdeckt: eine junge Frau, nackt, kein Hinweis auf den Mörder. Oberinspektor Stave hat kaum Hoffnung, den Fall aufzuklären, auch wenn ihm Lothar Maschke von der Sitte und Lieutenant MacDonald von der britischen Verwaltung zur Seite gestellt werden. Bald werden weitere Tote entdeckt, und Stave ist für jede Hilfe dankbar, die er auf der Suche nach einem grausamen Mörder bekommt.
Cay Rademacher lässt in einem hoch spannenden authentischen Kriminalfall das Hamburg des Hungerwinters 1946/47 lebendig werden.


Der Autor: (Verlagsinfo)

Cay Rademacher, geboren 1965, studierte Anglo-Amerikanische Geschichte, Alte Geschichte und Philosophie in Köln und Washington. Seit 1999 ist er Redakteur bei GEO, wo er das Geschichtsmagazin GEO-Epoche mit aufbaute, bei dem er seit 2006 Geschäftsführender Redakteur ist. Zuletzt erschien von ihm ›Drei Tage im September. Die letzte Fahrt der Athenia 1939‹ (2009). Cay Rademacher lebt mit seiner Familie in Hamburg.


Persönliche Eindrücke:

Ich fühlte mich schon nach wenigen Seiten von der beklemmenden Stimmung gefangen, fröstelte im warm beheizten Wohnzimmer und klammerte mich am liebsten an einen heißen Tee. Die klirrende Kälte des Hungerwinters 1946/47 in den zerbombten Quartieren, in den Notunterkünften, auf dem Schwarzmarkt wird sehr eindrücklich beschrieben. Die graue, kalte Trümmerwelt und die dicke Eisschicht auf den Flüssen widerspiegeln sich im inneren Zustand der Menschen: Angst, Einsamkeit, Trostlosigkeit, Schweigen, Sehnsucht nach menschlicher Wärme. Getrieben von einem unbändigen Überlebenswillen legen sie weite Wege zurück, um irgendwelche Gegenstände zu finden, die sie auf dem Schwarzmarkt verkaufen oder tauschen können und stehen mit einer Vielfalt an Lebensmittelkarten, Berechtigungsscheinen oder Sonderzuteilungskarten in langen Schlangen an, um am Ende kleine Mengen minderwertiger Lebensmittel zu ergattern.

Mitten in dieser tristen Szenerie geschehen mehrere Morde. Die Leichen werden nackt auf Trümmergrundstücken gefunden. Niemand vermisst die Menschen. Die Ermittlungen von Oberinspektor Frank Stave und seinem Team führen uns zu den „Straßenschwalben“ der Reeperbahn, auf den Schwarzmarkt, in Notunterkünfte wie Nissenhütten oder Hochbunker, aber auch in die merkwürdigerweise praktisch unversehrten Villenviertel Hamburgs.

Frank Stave ist traumatisiert. Er hat im Jahr 1943 bei einer Bombennacht seine Frau verloren. Sein Sohn Karl ist gegen seinen Willen in den Krieg gezogen und wird vermisst. Er verbringt jedes Wochenende viele Stunden am Bahnhof, um heimkehrende Soldaten nach seinem Sohn zu fragen. Regelmäßig erkundigt er sich auch beim Suchdienst. Die zermürbende Ungewissheit um den Verbleib seines Kindes ging mir beim Lesen sehr nahe.

Ich habe aus diesem Buch sehr viele Eindrücke mitgenommen. Ich empfinde großen Respekt vor den Menschen, die aus den Trümmern heraus ihr Leben und ihre Städte wieder aufgebaut haben. Die Schwierigkeiten mit denen die Menschen tagtäglich kämpfen mussten, weil alles rationiert oder knapp war, sind sehr anschaulich dargestellt.

Die kriminalistischen Ermittlungen fand ich interessant und spannend. Allerdings hatte ich schon etwa nach der Hälfte des Buches einen Verdacht, wer als Täter in Frage kommen könnte und war dann fast etwas enttäuscht, dass der Krimi tatsächlich relativ geradeaus in diese Richtung verlief. Die unerwartete Wendung ganz am Ende hat mir noch mal richtig gut gefallen, auch wenn mir das Ende des Täters dann wieder etwas abgewürgt vorkam. Ich hätte die Auflösung gerne noch etwas weiter ausgeführt gesehen.
Die hoffentlich bevorstehende Rückkehr von Staves Sohn und eine sich entwickelnde Beziehung zu einer jungen Frau lassen als Cliffhanger auf eine Fortsetzung hoffen.


Fazit:

Als Roman der „modernen Trümmerliteratur“ sehr beeindruckend.
Als Krimi spannend, aber noch ausbaufähig.

Ich vergebe     4ratten


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mamasein2009

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Re: Cay Rademacher - Der Trümmermörder
« Antwort #9 am: 03. Februar 2012, 17:32:30 »

Ich hab auch an der LR zum "Trümmermörder" teilgenommen, einerseits weil ich den Autor von GeoEpoche kenne und anderseits, weil mich das Thema Nachkriegszeit bzw. auch die Menschenschicksale in dieser Zeit interessieren.

Ich bin nicht enttäuscht wurden, den Cay Rademacher schafft es, einen in die triste, oft hoffnungslose Welt eintauchen zu lassen und mehr zu erfahren, als es der Schulstoff geschafft hat. Beeindruckt hat mich die Beschreibung über die Lebensmittelration, richtig gut recherchiert.

Und es ist auch ein sehr guter Krimi entstanden, der viel Spannung aufwarten lässt.
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dubh

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Re: Cay Rademacher - Der Trümmermörder
« Antwort #10 am: 04. Februar 2012, 13:50:00 »

Knapp zwei Jahre nach dem Ende des II. Weltkrieges ereignen sich im bitterkalten, zerstörten Hamburg eine Reihe von Morden, die die Stadt zusätzlich in Atem hält: die Polizei steht vor einem Rätsel, denn die in Trümmerruinen aufgefundenen Leichen sind unbekleidet und somit nicht einfach zu identifizieren.
Oberinspektor Stave macht sich gemeinsam mit seinem Team, einen Offizier der britischen Armee und einem noch jungen Polizisten von der Sitte, auf die Suche nach Zusammenhängen und Zeugen. Dabei macht er einige interessante Gedankenspiele und Entdeckungen...

Dem Autoren Cay Rademacher ist es gelungen, einen authentischen Fall der Nachkriegsjahre in einem Krimi aufzuarbeiten und dabei die Atmosphäre in der Hansestadt so greifbar zu machen, dass man weit über die Fakten eines jeden Geschichtsbuches eintauchen kann. Die Sorgen und Nöte der Menschen zu dieser Zeit sind so plastisch dargestellt, dass man mehr als nur erahnen kann, was sie im Hungerwinter 1946/47 bei eisigen Temperaturen durchmachen mussten. Hinzu kommt die Angst um die noch vermissten Angehörigen und die traumatischen Erlebnisse aus der Zeit der Operation Gomorrha. Besonders wird dies an Frank Stave deutlich, einem Polizisten, der seine Frau bei den Luftangriffen und seinen Sohn an die Nazis verloren hat. Doch ebenso bemerkenswert ist seine Einstellung: er lässt seinen Sohn über das Rote Kreuz suchen und hegt keinerlei Groll gegen die Alliierten, ja, er versucht nach vorne zu blicken - in ein hoffentlich besseres Deutschland.

Zugegebenermaßen lese ich gerne Krimis, die im letzten Jahrhundert spielen, denn mich fasziniert die Zeit der Weimarer Republik, die Zeit zwischen den Weltkriegen und besonders auch die während des Dritten Reiches. Von daher war ich natürlich sofort begeistert, als ich die Ankündigung von Der Trümmermörder gelesen habe. Endlich einmal ein Krimi, der sich mit der Zeit nach 1945 und den Folgen des Krieges und des Nationalsozialismus' beschäftigt und dazu noch in Hamburg spielt, in der Stadt, in der ich selbst lebe.
Der Autor hat mich nicht eine Seite lang enttäuscht - im Gegenteil: die Figur des Polizisten Stave und die seines schottischen "Kollegen" James MacDonald haben mir auf Anhieb sehr gut gefallen, aber auch andere Charaktere waren einfach toll (die möchte ich aber aufgrund der Spannung unerwähnt lassen). Nachhaltig hat mich auch der Staatsanwalt Ehrlich beeindruckt, ebenso wie die Leiterin einer Kindereinrichtung in einer Villa in Blankenese... besonders hervorzuheben ist aber auf jeden Fall die Atmosphäre des Buches, bei dessen Lektüre ich immer mehr der Meinung war, das Cay Rademacher das nicht besser hätte machen können - vermutlich nicht einmal ein Zeitzeuge hätte die damalige Situation der Menschen besser schildern können. Hier merkt man, wie gründlich der Autor recherchiert und Eindrücke eingefangen hat! Keine Ahnung, wie viele Krimis ich schon gelesen habe, aber meiner Meinung nach konnte ich mich selten so gut in die beschriebene Zeit und das Geschehen einfühlen. Im Grunde empfinde ich die Kategorie "Krimi" als zu wenig, denn dieses Buch lebt eindeutig nicht (nur) von der Krimihandlung - obwohl es durchaus sehr spannend ist.

Definitiv ein  :tipp: für alle geschichtlich Interessierten und von mir gibt es glatte  5ratten
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