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Autor Thema: 04 - Abschnitt 4 (Seite 240 bis einschl. Seite 319 - Kapitel 25 bis einschl. 31)  (Gelesen 356 mal)

stefanie_j_h

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Vielleicht ist die Glaskrankheit aber auch eine Metapher für Krebs - wenn man eure Gedanken zur Krankheit und der "Therapie" mal ohne was dazwischen liest, erinnert das ganz stark an Krebstherapien, die den Tod nur hinauszögern, sehr schmerzhaft und nebenwirkungsreich sind und letztendlich keine Heilung bringen ... :sauer:

Den Gedanken finde ich interessant, hört sich für mich auch alles sehr passend an.
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Tammy1982

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Hallo ihr Lieben,

ich muss ja gestehen, dass ich sehr hin- und hergerissen mit diesem Buch bin. Ich finde einige Beschreibungen wunderschön: Wenn Midas mit seiner Kamera loszieht, ist das immer super oder auch der nächtliche Ausflug von Midas und Ida zum Beobachten der Quallen, fand ich wunderbar und so richtig zum Träumen.

Leider ist es so, dass die Natur einfach wunderschön ist, die Menschen selber aber total unfähig sind, sich zu äußern, ihre Gefühle auszudrücken oder einfach nur normal miteinander zu kommunizieren.

Die Angst bei Midas vor Berührungen, kann ich ehrlich gesagt nicht so ganz nachvollziehen: Einerseits will er so unbedingt nicht wie sein Vater sein und verhält sich dann doch genauso! Unfähig gegen das, was er bei seinem Vater beobachtet hat, vorzugehen. Die Überlegung von Midas, dass es von seinem Vater vielleicht sogar wirklich das Mutigste war, einen Sohn in die Welt zu setzen, fand ich dabei wieder total traurig. Das würde dann heißen, dass sein Vater schon immer Angst vor Berührungen hatte? Aber warum hat die Mutter sich dann so einen Mann angetan???  :entsetzt:

Dass niemand Emiliana die richtige Frage stellt, hat mich ganz verrückt gemacht! Und das, wo Midas sogar das Gefühl hatte, dass Saffron nicht mehr lebt.

Da hätte ich auch schreien können. Dabei hatte ich auch von Anfang an so ein schlechtes Gefühl, dass das Mädchen die Behandlung entweder nicht überlebt hat oder irgendetwas schlimmes passiert ist. Dass Emiliana bei Ida mit der Behandlung beginnt, obwohl sie weiß, dass Saffron sich selbst umgebracht hat? Die Erklärung ihrer Beziehung zu Carl dafür, fand ich etwas weit hergeholt. Die Affäre, die die beiden mal hatten, ist doch mittlerweile vorbei, oder? So habe ich das zumindest verstanden?  :gruebel:

Davon abgesehen, dass sie auch wieder einen Mann hat, der keinen Sex wollte??? Auf dieser Insel sind sie wirklich alle nicht ganz normal und normale Beziehungen gibt es gleich gar nicht!  :rollen:

Vielleicht ist die Glaskrankheit aber auch eine Metapher für Krebs - wenn man eure Gedanken zur Krankheit und der "Therapie" mal ohne was dazwischen liest, erinnert das ganz stark an Krebstherapien, die den Tod nur hinauszögern, sehr schmerzhaft und nebenwirkungsreich sind und letztendlich keine Heilung bringen ... :sauer:

Den Gedanken finde ich interessant, hört sich für mich auch alles sehr passend an.

Diesen Gedanken hatte ich auch schon, dass die "Glaskrankheit" einfach allgemein für eine schwere unheilbare Krankheit steht und das Buch einen zum Nachdenken anregen möchte. Ich kann auch sehr gut Ida's Gedankengänge nachvollziehen, dass sie sich einfach wünscht, dass Midas schneller ist und sie noch ein bisschen ihre Liebe genießen können, bis sie komplett in Glas verwandelt ist.

Die Prügelei zwischen Gustav und Midas ist mir völlig unverständlich :confused: Das muss wohl ein Männerding sein. Wenn mich jemand verdrischt, dann kündige ich ihm meine Freundschaft und setze ihn vor die Tür. Das finde ich unverzeihlich. Aber Männer gehen ja nach einer "gelungenen" Schlägerei auch gerne zusammen einen Trinken :rollen:

Die Prügelei habe ich auch nicht so ganz verstanden! Da schlagen sie sich und danach hat Midas keine Angst mehr vor Berührungen???  :gruebel: :schulterzuck: Das habe ich ja gar nicht verstanden. Es würde vielleicht Sinn machen, wenn Midas' Vater ihn andauernd geschlagen hätte, aber das hat er ja nicht.

Was mich hier nur so richtig als Buchliebhaberin geärgert hat, dass Midas' Vater seinem Sohn jede Freude an Büchern genommen hat, in dem er sie ihm aufgezwungen hat. Gerade diese Szene am Strand fand ich ja furchtbar, als Midas irgendwas lesen musste und nicht fotografieren bzw. das tun durfte, was er möchte.  :grmpf:
Sein Vater ist und bleibt mir weiterhin ein Rätsel. Ich verstehe ja die Gefühlskälte bedingt durch sein Glas aus Herz, aber warum war er so übervorsichtig mit seinem Sohn zum einen und so abweisend zum anderen? Warum durfte Midas nicht schwimmen lernen? Ich verstehe das alles nicht!

Ach ja, und als die schlimmste Person überhaupt wird Carl installiert. Ich finde auch, dass das total plump gemacht wird. Es ist doch wohl für jeden offensichtlich, dass Carl Midas vertreiben möchte. Aber Midas lässt das natürlich auch noch zu und Ida wehrt sich auch nicht richtig!  :rollen:

Denver ist der Knaller.  :breitgrins: Obwohl sie viel zu erwachsen wirkt, bringt sie doch ordentlich Schwung in die Geschichte und vorallem Midas zum nachdenken. Ich mag sie. Sie hat Gustav und Midas sehr gut im Griff! Auch die Prügelei der beiden war köstlich und scheinbar erfüllt sie doch ihren Zweck.

Denver finde ich auch total klasse! Die einzige Figur, die halbwegs normal erscheint und für gute Stimmung sorgt! Auch wenn sie kein einfaches Los hat, geht sie am souveränsten damit um. Ob der Autor wohl damit eine Botschaft senden möchte: Dass wir öfters auf Kinder hören sollten, da die teilweise mit schlimmen Schicksalen viel besser umgehen können, als wir Erwachsene?  :gruebel:

Ich bin ja jetzt gespannt, wie das Buch endet!  :leser:

Liebe Grüße
Tammy  :winken:
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Räubertochter

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Denver finde ich auch total klasse! Die einzige Figur, die halbwegs normal erscheint und für gute Stimmung sorgt! Auch wenn sie kein einfaches Los hat, geht sie am souveränsten damit um. Ob der Autor wohl damit eine Botschaft senden möchte: Dass wir öfters auf Kinder hören sollten, da die teilweise mit schlimmen Schicksalen viel besser umgehen können, als wir Erwachsene?  :gruebel:

Da könnte was dran sein. Wahrscheinlich ist an dem Buch weit mehr zu deuten, als ich im vorhinein erwartet habe.

Ich finde Denver übrigens gar nicht so frühreif. Kinder hauen manchmal für ihr Alter wirklich erstaunliche Weisheiten raus ... :breitgrins:
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Verena

"Viele, die leben, verdienen den Tod. Und manche, die sterben, verdienen das Leben. Kannst du es ihnen geben?" Gandalf in "Die Gefährten", J.R.R. Tolkien

seelenpuzzle

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Ich hoffe darauf, dass Ida und Midas zueinander finden und habe mehr und mehr den Eindruck, dass das nicht mehr klappen wird. Oder wird Midas sein Herz für Ida öffnen und damit die Glaskrankheit besiegen können?
(...)
Die Auflösung wird hoffentlich kommen, aber momentan ist mir alles noch zu grau und auch zu unklar. Ob sich wirklich alle angedeuteten außergewöhnlichen Dinge hier zu einem abgeschlossenen Ganzen zusammenfügen werden?
Ich habe auch mittlerweile den Eindruck, dass es kein "Happy End" mehr geben wird. Ich kann mir nicht vorstellen, dass sie jetzt mal eben noch die perfekte Heilmethode finden werden, obwohl es eine schöne Vorstellung ist, wenn die Liebe zwischen Midas und Ida die Heilung bringen würde.
Momentan kann ich auch nicht ganz genau sagen, was ich von dem Buch halten soll... wie du schon sagst, es ist grau und unklar. Obwohl ich das Buch ja jetzt fast durch habe, kann ich immer noch nicht sagen, wo es hingehen wird.

Aber Midas lässt das natürlich auch noch zu und Ida wehrt sich auch nicht richtig!  :rollen:
Das ist auch etwas, was mich teilweise echt stört. Die beiden lassen sich sehr viel gefallen, sie sind so "passiv" und irgendwie gar nicht ihr eigener Herr. Nur Ida hat ja z.B. versucht, Midas zu küssen.


Die Quallenszene fand ich auch sehr schön.

Vielleicht ist die Glaskrankheit aber auch eine Metapher für Krebs - wenn man eure Gedanken zur Krankheit und der "Therapie" mal ohne was dazwischen liest, erinnert das ganz stark an Krebstherapien, die den Tod nur hinauszögern, sehr schmerzhaft und nebenwirkungsreich sind und letztendlich keine Heilung bringen ... :sauer:
Das klingt wirklich sehr einleuchtend. Mit diesem Gedanken im Hinterkopf wünscht man sich eigentlich nur noch mehr, dass Ida die letzten Tage/Wochen glücklich verbringen kann. Auch wenn es vermutlich sehr schwer ist, sich mit der Krankheit abzufinden und "loszulassen". Wahrscheinlich gelingt das auch gar nicht, denn es bedeutet ja, das Leben loszulassen.
Vielleicht hat Ida auch deswegen mit der Quallentherapie angefangen, weil sie keine Alternative gesehen hatte und nicht aufgeben wollte?
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kaluma

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Auch für mich ist die Glaskrankheit eine Metapher für Krebs, sonstige unheilbare Krankeiten, Unfälle, Tod bei Geburt eines Kindes usw. Kurz, für ein unausweichliches Schicksal, an dem man nichts ändern kann, das einem ungerecht vorkommt (wenn ein junger Mensch sterben muß, der den größten Teil seines Lebens eigentlich noch vor sich hat).
Das Spannende daran ist, wie die betroffene Person und die Personen in ihrer Umgebung damit umgehen. Das ist ein Thema dieses Buches, aber es wird mir nicht erschöpfend genug behandelt.

Die Prügelei zwischen Gustav und Midas ist mir völlig unverständlich :confused: Das muss wohl ein Männerding sein. Wenn mich jemand verdrischt, dann kündige ich ihm meine Freundschaft und setze ihn vor die Tür. Das finde ich unverzeihlich. Aber Männer gehen ja nach einer "gelungenen" Schlägerei auch gerne zusammen einen Trinken :rollen:

Die Prügelei habe ich auch nicht so ganz verstanden! Da schlagen sie sich und danach hat Midas keine Angst mehr vor Berührungen??? 
Die Prügelei habe ich so verstanden, daß Midas jemanden brauchte, der ihn durch eine deutlich spürbare körperliche Berührung wieder auf den Boden der Realitäten zurückholt. Weil er ihm etwas wirklich Wichtiges sagen wollte. Etwa so, wie man jemanden antippt, der gerade vor sich hin träumt, um dessen Aufmerksamkeit zu wecken.
Ob das nun gerade eine Prügelei sein mußte, nun ja, mir persönlich wäre das auch deutlich zu weit gegangen. Aber vielleicht war es für Gustav und Midas genau das Richtige?
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Zara

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Ich steige hier erstmal aus der Leserunde aus. Ich komme mit der melancholischen Stimmung in dem Buch einfach nicht zurecht. Allein schon die grau/weißen Landschaftsbeschreibungen ziehen mich schon so runter... alles ist so ein Einheitsgrau.
Das Buch kommt jetzt erstmal auf meinen SaB und bekommt, wenn der Sommer sich blicken lässt, nochmal eine Chance. Vielleicht kann ich solche Bücher bei diesem Winterwetter einfach nicht lesen  :zwinker:

Ich wünsche Euch noch viel Spaß und werde die Rezis auf jeden Fall weiterverfolgen.
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Liebe Grüße, Zara

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Räubertochter

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Manchmal passt es einfach nicht. Danke für's Bescheid geben - und mindestens ich bin gespannt, wie es dir mit dem Buch geht, wenn du in anderer Stimmung bist. :winken:
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Verena

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fünkschen

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Ich bin ja nun mitten in diesem Abschnitt und habe deshalb noch nicht alle Eure Beiträge gelesen. Aber es beruhigt mich zu wissen, dass meine Gedanken in ähnliche Richtungen gehen. Derzeit gehen Ida und Midas raus in der Nacht, nachdem sie das Video gesehen haben. Die Idee der Behandlung ist schrecklich und ich wünsche mir eigentlich, dass Ida da kneift... Ich kann mir nicht vorstellen, dass das helfen soll.

Wie hier schon gesagt wurde: alles wirkt depressiv... Aber für mich auf ein wundersam anziehende Weise... Das Buch zieht mich nunmehr in seinen Bann und ich hoffe sehr, dass Ida wenigstens Trost in Midas' Armen finden kann
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Gruss Petra

fünkschen

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So... am Ende dieses Abschnitts muss auch ich sagen: Carl ist wirklich ultra-unsympathisch und ein grosses A***** Die Frau, die er haben könnte will er nicht (mehr) und die die er nie haben durfte versucht er in Ida zu finden und wird dabei noch ekliger, als er es schon war bei Midas-Verscheuchen...

Immerhin haben Midas und Ida nun zueinander gefunden... auch wenn es skuril ist und traurig ist...

Ich kann verstehen, dass manche mit der Stimmung in diesem Buch Mühe haben... für mich ist es nicht so "herunterziehend", wie ich nach vielen Beiträgen hier fürchtete. Es geht mir sehr nahe aber doch irgendwie fasziniert mich die feine und zarte Sprache dabei.
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Gruss Petra

Räubertochter

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Huhu Petra, du lebst ja noch :breitgrins:

Ja, Carl ist wirklich einer, dem man heftige Emotionen entgegenbringt :grmpf:

Ich bin jetzt ganz gespannt, wie es dir mit dem letzten Stückchen des Buches ergehen wird :winken:
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Liebe Grüße,
Verena

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fünkschen

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Ja ich lebe noch  :breitgrins:

Und Deine Umschreibung Carl's ist diplomatisch  :zwinker:

Mal schauen, vielleicht schaffe ich es dieses WE den Endspurt einzulegen  :breitgrins:
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Gruss Petra