Ich befinde mich momentan zwar in einer Leseblockade, aber mein gestern Abend begonnenes Buch birgt das Potenzial, mich diese Blockade überwinden zu lassen:
Tad Williams - Der Blumenkrieg
Klappentext: Die Zukunft unserer Welt steht auf dem Spiel. Doch entschieden wird sie nicht in den Hauptstädten der Menschen, sondern im Blumen-Parlament in Elfien, einer mehr als außergewöhnlichen Anderswelt...
Was sich wie ein Märchen anhört, wird für den notorischen Versager Theo eines Tages Wirklichkeit - als wie aus dem Nichts ein winziges Flügelwesen auftaucht und eine verborgene Tür öffnet. Das phantastische Reich, das Theo betritt, ist finster und gefährlich - und auf unheimliche Weise unserer Welt ähnlich. Und es hält eine Aufgabe für ihn bereit: Gemeinsam mit seiner Verbündeten Apfelgriebs, einer klitzekleinen Elfe mit losem Mundwerk, muss er den drohenden Krieg zwischen den Welten verhindern.
Ich habe bisher gut 40 Seiten gelesen und das Buch hat mich sehr schnell gefesselt.
Der Prolog hat mir noch ein wenig Angst gemacht ob seines sperrigen Sprachstils, aber das betrifft zum Glück nur die ersten paar Seiten. Danach empfinde ich den Schreibstil von Williams als recht angenehm zu lesen, die Seiten fliegen nur so dahin.
Theo gefällt mir als Hauptfigur sehr gut, er ist jemand, der mit 30 Jahren sein Leben noch nicht so ganz im Griff hat und deshalb noch viel Entwicklungspotenzial birgt. Er schlägt sich mit einem schlecht bezahlten Lieferantenjob bei einem Blumengeschäft durch und singt nebenberuflich in einer nicht gerade erfolgreichen Alternative-Band. Außerdem hat seine Freundin Cat gerade ihr Kind verloren und sich aufgrund dessen von Theogetrennt - nicht ohne ihm vorher unmissverständlich zu erläutern, was sie an ihm stört: trotz seiner 30 Jahre weigert sich Theo, erwachsen zu werden und hat ihr neben seinem guten Aussehen wenig zu bieten.
Jetzt lebt Theo wieder mit seiner Mutter zusammen, die sich für nichts so richtig zu interessieren scheint und ihren Sohn einfach machen lässt, ohne sich wirklich darum zu kümmern, was genau er da macht. Womöglich leidet sie an einer Depression, aber vielleicht hat ihr Verhalten auch andere Gründe, die mit der Elfenwelt zu tun haben. Mal sehen. Jedenfalls bin ich auf Theos weitere Entwicklung gespannt.
Außerdem hat man schon einen Einblick in die Elfenwelt, also Elfien, bekommen. Die Villa Zinnia ist anscheinend ein elfisches Pflegeheim, das durch den Verwaltungsdirektor Lungenkraut verwaltet wird. Dort ist auch eine geheimnisvolle Elfe namens Erephine untergebracht, vom Personal mit "Jungfer Primel" angesprochen. Sie ist wunderschön und doch wie tot, starr und reglos. Anscheinend birgt sie ein großes Geheimnis, das wahrscheinlich etwas mit dem titelgebenden Blumenkrieg zu tun hat. Ich bin gespannt...
