Irgendwie bin ich seit vorhin durch^^ Ich hatte gestern Abend viel Zeit zum Lesen und heut morgen dann noch eine Zugfahrt.
Am Ende konnte es mich Stellenweise schon sehr fesseln.
Corissandes Flucht fand ich super^^ da hatte ich wirklich Angst das sie doch noch erwischt wird. Trotzdem fand ich das es sich ab da immer wieder in die Länge zieht. Das hab ich schon das Ganze Buch über immer wieder gehabt. Ich finde zum Teil wird dadurch die Handlung nur künstlich in die Länge gezogen und man hätte das an einigen Stellen etwas schneller erzählen können. Das hat mich schon sehr gestört zu Mal es dafür gesorgt hat das ich manchmal etwas genervt war und nicht weiter lesen wollte. Bis es dann mal endlich zum richtigen Ende kommt... der Arzt war dabei irgendwie eher eine Nebenepisode... ich finde im Grunde hätte man sich diesen Strang auch komplett sparen können. Corissandes Andersartigkeit hätte durchaus auch in einer anderen Art und Weise Thematisiert werden können. Zwar finde ich es gut das jeder Strang zu seinem Abschluss gefunden hat aber wie gesagt hatte ich mehrmals durchaus auch den Eindruck das es an einigen Stellen etwas weniger hätte sein dürfen.
Zu den beiden Herren Leutnants. U irgendwas (ja auch ich vergesse seinen Namen ständig) und auch das Dienstmädchen von Corissande finde ich irgendwie ein bissl überflüssig. Ich finde man hätte sie auch gut weglassen können.
Das Elisa ihrer Strafe nicht entkommen ist fand ich gelungen. Auch wenn ich es schöner gefunden hätte wenn Corissande ihr mal so richtig eine geklebt hätte. Ihre Arroganz ist ja echt zum Kotzen gewesen. Was die sich alles eingebildet hat und dann auch noch dieses Getue das sie immer Andre Schuld daran waren was sie getan hat. Ich hatte mich ja diebisch gefreut über das Schlafmittel das Corissande ihr gegeben hatte und hätte mir wirklich gewünscht das sie mehr durchgreift. Das fehlte mir bei Corissande letztendlich und das ist auch der Grund warum sie mir insgesamt zu brav war. Sie war zwar durchaus unkonventionell erzogen und hat sich in vielerlei Hinsicht nicht wie eine Dame benommen aber letztendlich wollte sie dann doch einfach eine Dämchen sein das in ihren vier Wänden sein. Irgendwie war mir das nicht aufbrausend genug. ^^
Schön fand ich wie Delacroix und Corrissande sich endlich eingestehen was sie empfinden, das war ja schon überfällig... das der liebe von Orven seinen Illusionen über die Dame beraubt wurde fand ich gut, auch wenn ich es durchaus gerne gesehen hätte wenn es noch drastischer passiert wäre. Andererseits fand ich gerade sein Hadern mit seiner Moral und seinem Herz gut dargestellt, wenn auch ein wenig kurz.
Richtig aufgeregt hab ich mich immer wieder wenn es um die Herren der Bruderschaft ging. Soviel Fanatismus da wird mir ganz schlecht. Vor allem wenn man sich überlegt das es eben ja auch in Wirklichkeit Menschen gibt die andere Menschen so behandeln und ausgrenzen.
Und das Epilog hat bei mir dann noch einen großen Lacher ausgelöst. Der Arme Pfarrer