Na, dann mache ich mal den Anfang.

Ich lese heute und morgen das letzte Drittel meines Wichtelbuches:
Zoe Ferraris - Die letzte Sure
Kurzbeschreibung:Der Beginn einer außergewöhnlichen Krimiserie mit dem ungleichen Ermittlergespann aus einem strenggläubigen Wüstenführer und einer fortschrittlichen Rechtsmedizinerin.
Die junge Nouf, Tochter aus gutem Hause, ist tot. Ertrunken. Mitten im endlosen Sandmeer der saudi-arabischen Wüste. In einem Wadi, der schon seit Monaten kein Wasser mehr geführt hat. Der Wüstenführer Nayir soll im Auftrag der Familie diskret die Umstände von Noufs Tod ermitteln. Schon bald stellt sich heraus, dass das Mädchen schwanger war – ein Skandal in einer Welt voller Tabus. Und eine Herausforderung für Nayir, der bei seinen Nachforschungen stets wieder an die Grenzen seiner strenggläubigen Kultur stößt ...
Mich hat das Buch schon auf den ersten Seiten in seinen Bann gezogen. Es ist einmal eine ganz andere Krimi-Welt, die sich uns da öffnet.
Besonders interessant finde ich, dass der Leser sich meist mit dem strenggläubigen Wüstenführer Nayir durch das Buch bewegt. Eine tolle neue Perspektive!
Nayir hat inzwischen natürlich Katya kennengelernt, die im Labor der Rechtsmedizin im Frauentrakt arbeitet, denn Männer und Frauen sollen sich auch bei der Arbeit nicht begegnen. Nayir ist natürlich schockiert von Katyas unzüchtigem Verhalten (sie arbeitet, richtet das Wort an Männer und ist nicht immer verschleiert), aber dieses schockiert-sein ist so geschildert, dass wir Nayirs Sicht auf die Dinge durchaus verstehen können, ebenso wie die Scham, die er empfindet, wenn er eine Frau auch nur ansieht.
Aber Nayir ist lernfähig und inzwischen fühlt er sich in allen Ehren zu Katya hingezogen.