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Autor Thema: Hanns-Josef Ortheil - Die große Liebe  (Gelesen 301 mal)

Papyrus

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Re: Hanns-Josef Ortheil - Die große Liebe
« Antwort #15 am: 20. Januar 2012, 16:57:56 »

Also unterm Strich bin ich ebenfalls unschlüssig, was die Zuordnung dieses Buches betrifft, denn zum einen ist die Liebe und ihre Entstehung durchaus zentrales Thema, andererseits kann ich aber auch Thomas' Argumentation folgen, denn ein typischer Liebesroman, also das, was man (oder ich) landläufig darunter versteht, ist es nicht, weil so vieles andere drumherum noch eine Rolle spielt.

Sorry MacOss,

aber ich bin erschrocken über dieses Klischeedenken. Nur weil es vielleicht ein anspruchsvoller Liebesroman ist hat er in diesem Genre nichts zu suchen?
Um welches Klischee geht es hier überhaupt? Dass Männer keine Liebesromane lesen, oder dass nur ein Nackenbeisser ein Liebesroman per Definition sein kann?

Ich habe das Buch nicht gelesen aber ich habe im Netz mal einige Kritiken und ähnliches rausgesucht. In vielen wird hier von einem Liebesroman gesprochen:

SWR - Literatur im Foyer

buchhandel.de

titel - kulturmagazin

Davon einmal abgesehen ist das Buch jetzt auf meiner Wunschliste gelandet, ist doch auch etwas  :breitgrins:
« Letzte Änderung: 20. Januar 2012, 17:04:24 von Papyrus »
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Klassikfreund

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Re: Hanns-Josef Ortheil - Die große Liebe
« Antwort #16 am: 20. Januar 2012, 17:05:23 »

Sorry MacOss,

aber ich bin erschrocken über dieses Klischeedenken. Nur weil es vielleicht ein anspruchsvoller Liebesroman ist hat er in diesem Genre nichts zu suchen?
Um welches Klischee geht es hier überhaupt?

Die Ordner hier im Forum entsprechen der Regalsortierung einiger größerer Buchhandlungen. Dort findet man dann Ortheil nicht in der Liebesroman-Ecke. Es scheinen also noch andere Leute diesem Klischee zu folgen.

Gruß, Thomas
« Letzte Änderung: 20. Januar 2012, 17:23:35 von Klassikfreund »
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nimue

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Re: Hanns-Josef Ortheil - Die große Liebe
« Antwort #17 am: 20. Januar 2012, 19:31:41 »

Die Ordner hier im Forum entsprechen der Regalsortierung einiger größerer Buchhandlungen. Dort findet man dann Ortheil nicht in der Liebesroman-Ecke. Es scheinen also noch andere Leute diesem Klischee zu folgen.

Da fällt mir aber direkt der Spruch mit den vielen Fliegen ein  :zwinker:

Wir halten es hier im Forum übrigens eher mit der Wikipedia-Definition eines Liebesromanes:

Zitat
Unter einem Liebesroman versteht man einen Roman, dessen zentrales Thema die Liebe ist. Obwohl viele Liebesromane der Trivialliteratur zuzurechnen sind (siehe Liebes- und Familienroman), schließt der Begriff grundsätzlich auch Werke der Hochliteratur ein. Zu den historischen Vorläufer des modernen Liebesromans – sowohl in seiner trivial- als auch in seiner hochliterarischen Form – zählen der barocke Schäferroman, der galante Roman und der englische Sittenroman des 18. und 19. Jahrhunderts.

Vor allem, weil unser Unterforum nichts hinsichtlich "Trivialliteratur", "Nackenbeißer", "BücherDieManOffiziellNichtLiest" im Beschreibungstext hat. Somit bin ich so frei und verschiebe das Buch nun in den entsprechenden Bereich. Die oben verlinkten Rezensionen betonen ja auch immer wieder "Liebesroman". Die Diskussion darum ist ja schon länger als die um das Buch ansich :rollen:

Und wenn dieses Buch dabei hilft, das Unterforum "Liebesroman" aufzuwerten, dann soll mir das nur recht sein. Ist doch schön, wenn man etwas gegen festgefahrene Klischees tut.
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Wenn Du keinen Menschen töten kannst - gut; kannst Du kein Vieh und keine Vögel töten - noch besser; keine Fische und Insekten - noch besser. Bemüh Dich, soweit wie möglich zu kommen. Grüble nicht, was möglich ist und was nicht. Tu, was Du mit Deinen Kräften zustande bringst. Darauf kommt alles an. (Leo Tolstoi)

Mira

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Re: Hanns-Josef Ortheil - Die große Liebe
« Antwort #18 am: 26. Januar 2012, 01:14:25 »

Also unterm Strich bin ich ebenfalls unschlüssig, was die Zuordnung dieses Buches betrifft, denn zum einen ist die Liebe und ihre Entstehung durchaus zentrales Thema, andererseits kann ich aber auch Thomas' Argumentation folgen, denn ein typischer Liebesroman, also das, was man (oder ich) landläufig darunter versteht, ist es nicht, weil so vieles andere drumherum noch eine Rolle spielt.

Sorry MacOss,

aber ich bin erschrocken über dieses Klischeedenken. Nur weil es vielleicht ein anspruchsvoller Liebesroman ist hat er in diesem Genre nichts zu suchen?
Um welches Klischee geht es hier überhaupt? Dass Männer keine Liebesromane lesen, oder dass nur ein Nackenbeisser ein Liebesroman per Definition sein kann?

Auch wenn das Thema jetzt erledigt ist, wollte ich doch mal kurz eine Lanze für die zwei männlichen Forenteilnehmer brechen. Ich hätte das Buch spontan auch nicht bei den Liebesromanen einsortiert, obwohl die Liebe eine große Rolle darin spielt. Aber sie ist mehr Antriebskraft der beiden Protagonisten als greifbares Zentrum. Schwer zu erklären. Vielleicht ist das Genre "Liebesroman" mit Klischeedenken verbunden, aber dann bin ich davon ebenso eingenommen. Ich habe nichts dagegen, wenn das Buch hier steht, verkehrt ist es ja nicht. Aber auch ich kann Thomas Empfinden verstehen und ich hätte das Buch weder hier noch in einer Buchhandlung bei den Liebesromanen gesucht.
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In an age when growing numbers of people tend to think dangerously alike, art's capacity to suspend, even for a moment, our habitual ways of seeing may well prove to be of its greatest value.