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Die Gefahr für die jüdischen Bürger wird immer greifbarer, aber nichts desto trotz von den meisten ignoriert. Das sind immer die Momente in denen es mir eiskalt den Rücken runter läuft. Gerade auch an den Stellen im Buch, in welchen immer wieder gesagt wird, dass ja den älteren jüdischen Menschen wohl keine Gefahr drohen kann, da sie ihr Leben lang Deutsche sind, im Krieg gekämpft haben und sich niemals etwas zu schulden haben kommen lassen. Da möchte man am liebsten alle schütteln und ihnen entgegenschreien: "Nein, das ist irrelevant. Bringt Euch in Sicherheit, denn es wird noch viel schlimmer!", aber vielleicht hätte ich auch so reagiert, denn das was geschah, ist auch heute noch so unfassbar, dass man es einfach nicht glauben kann. Deutschland war schon damals ein fortschrittliches, technisiertes Land, es hatte eine Kultur, es wurde von überwiegend von Christen bewohnt, deren erstes Gebot doch wohl auch damals schon die Nächstenliebe war. Tja, so kann man sich täuschen.
Ich fand auch die Freundschaft zwischen Else und Karin sehr interessant. Ein deutsches Mädchen, unerschrocken, Mitglied im BDM (was ja auch Rückschlüsse auf die Eltern zulässt), aber sie hatte sich Else als Freundin ausgesucht und war ein treue Seele. Da erst wird einem so richtig bewusst, wie die Menschen letzten Ende von einem Regime zu Mitläufern gemacht wurden, die von ihrer grundlegenden Natur aus, eigentlich gar nicht böse waren. Auch damals gab es eine Gehirnwäsche, die ein ganzes Volk betraf und anscheinend auch erreicht hatte. Wie furchtbar.
Peter, Elses Sohn ist einer der wenigen, der die heraufkommende Gefahr nicht unterschätzt, aber er wird als Spinner angesehen.
Ich habe richtig Angst weiter zu lesen, weil ich mir Sorgen um Elses Eltern und ihren Freunde mache.
@kleiner Hase:Schön dass dein Buch da ist und es Dir gefällt.
Viele Grüße Tina