Die Rezension von Aridne hat mich wirklich neugierig auf dieses Buch gemacht. Das klang ganz nach einem Krimi für mich!
Und tatsächlich hatte ich viel Spaß mit dem Buch.
Mabel war mir von der ersten Seite an sympathisch, wie sie da in ihrem Auto sitzt und zugeben muss, dass ein Handy doch keine schlechte Erfindung ist. Wenn man nur eines hätte!

Als dann die eben gefundene Leiche verschwindet, konnte ich richtig mit Mabel mitleiden!
Was habe ich mich über die Reaktionen aller anderen geärgert, weil sie Mabel als hysterisch und halb-senil abstempeln.

Niemand glaubt ihr den Leichenfund.
Natürlich muss sich dann eine so patente Frau wie Mabel daraufhin selbst auf die Suche machen und bald stößt sie zufällig tatsächlich auf die ersten Spuren.
Hier habe ich über Mabels holzhammermäßige Methoden jedoch öfter den Kopf schütteln müssen. Mit etwas mehr Fingerspitzengefühl wäre sie sicher manchmal weiter gekommen und hätte mir ein noch angenehmeres Lesevergnügen beschert.
Allerdings macht wohl gerade die Direktheit Mabels Charme aus.
Schützenhilfe erhält Mabel bald von dem kauzigen Tierarzt Victor Daniels, der wirklich herrlich knurrig sein kann!
Beide bilden ein interessantes Gespann, von dem ich mir gewünscht hätte, dass sie noch enger zusammenarbeiten. Hoffentlich passiert das im nächsten Band, der bereits im letzten Satz des Romans angekündigt wird.
Fassbare Spannung kam bei mir während der Ermittlungen nicht auf, allerdings erwarte ich das bei dieser Art Krimi auch nicht. Immer wieder konnte ich das Buch ohne weiteres Bedauern aus der Hand legen, um andere Dinge zu erledigen. Gerade in der Mitte des Buchs erlahmte die Handlung für mich etwas, dennoch habe ich mich stets gut unterhalten gefühlt. Die ländliche Stimmung Cornwalls ist gut eingefangen und beim Lesen verspürte ich oft Lust auf eine Tasse Tee.
Genau wie es sich für einen guten englischen Krimi gehört. (Auch wenn der von einer Deutschen geschrieben wurde.

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Die Auflösung des Falls war durchaus solide und das klassische Ende erinnerte stark an Miss Marple-Filme oder auch an „Mord ist ihr Hobby“. Und das ist ein klarer Pluspunkt. Mich hat er jedenfalls zum Lächeln gebracht.
Fazit: Eingekuschelt auf dem Sofa der passende Krimi für kalte Tage.
