Heute habe ich den 3. Akt gelesen.
1. Szene Es scheint sehr beliebt zu sein, sich in die Herzensangelegenheiten anderer einzuschalten und mitzumischen, und das nicht nur offiziell, sondern auch heimlich und nach eigenem Gutdünken. Hero und Margareta tun es jedenfalls den Männern gleich und führen ein Gespräch über Benedikt, als sie wissen, dass Beatrice sie hören kann. Es ist aber tatsächlich so, dass andere Menschen eher geneigt sind, Dinge zu glauben, die nicht ausdrücklich an sie gerichtet sind, sondern beiläufig oder hintenherum aufgeschnappt werden, wenn sie sich nicht persönlich angesprochen fühlen. Man hat wohl dabei das Gefühl, dass die anderen ehrlicher sind, als wenn sie den Betroffenen direkt ansprechen.
In der 3. Szene wird es richtig amüsant. Holzapfel und Schlehwein tauchen auf, außerdem ist noch die Rede von Veit Haberkuchen und Görge Steinkuchen. Unmöglich, diese missglückten Eindeutschungen. Tina, kannst du mir sagen, wie diese Namen im Original lauten? Bei der Gelegenheit muss ich gleich noch loswerden, dass ich mich auch an dem Namen "Hero" für eine Frau stoße. Wenn schon, dann würde ich eher eine Hera erwarten.
Aber zurück zu Holzapfel. Er hat ja eine nette Einstellung zu seiner Arbeit als Polizist. Seine Devise ist, sich möglichst unsichtbar zu machen und nicht negativ aufzufallen. Die Anweisungen an seine Untergebenen befürworten den Weg des geringsten Widerstandes gegenüber Unruhestiftern. Er ist eine kuriose Figur.
In diesem Akt gab es einige schöne Wortspiele, die im Deutschen nicht verloren gehen wie bei einigen anderen Übersetzungen.