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Autor Thema: Jonas Jonasson - Der Hundertjährige der aus dem Fenster stieg und verschwand  (Gelesen 569 mal)

Valentine

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An seinem 100. Geburtstag hat Allan Karlsson die Nase voll von dem muffigen Altersheim, in dem er lebt, von der gestrengen Schwester Alice und vor allem von den vielen bescheuerten Vorschriften, die nur dazu angetan scheinen, den Bewohnern auch noch das letzte bisschen Spaß am Leben zu nehmen. Also haut er einfach ab, bevor die Feierlichkeiten zu seinem Ehrentag beginnen, klettert in seinen Pantoffeln aus dem Fenster und macht sich auf den Weg zum Busbahnhof.

Dort kommt er auf unorthodoxem Wege in den Besitz eines verschlossenen Koffers, dessen Besitzer sich ihm auf die Fersen setzt. Und während Allan auf der Flucht vor diesem Typen und vor der Polizei ist, die sowohl ihn als auch den Kofferbesitzer sucht, findet er immer mehr Weggefährten, alle mehr oder weniger exzentrisch, die ihm auf der Reise quer durch Schweden zur Seite stehen.

Doch die Verschwindenummer am 100. Geburtstag ist nicht das einzige Ungewöhnliche, das Allan in seinem Leben zugestoßen ist. In Rückblenden erfährt der erstaunte Leser, dass Allan Franco und Stalin, Mao und Truman und vielen anderen Berühmtheiten der Zeitgeschichte begegnet ist und bei einigen weitreichenden Entwicklungen des 20. Jahrhunderts mehr oder minder bewusst die Finger im Spiel hatte.

Ein durchgeknalltes, skurriles, überdrehtes Märchen für Erwachsene, so lässt sich dieses Buch wohl am besten zusammenfassen. Dessen muss man sich bewusst sein, ansonsten wirken die Figuren gar zu überzeichnet und die Geschehnisse an den Haaren herbeigezogen. Wer akzeptiert, dass es sich hier nicht um eine realitätsnahe Geschichte handelt, kann sich aber auf einigen Spaß einstellen.

Allan und seine Freunde kommen mir fast vor wie eine Bande von Outlaws, wie sie durch die Lande ziehen und von einer schrägen Situation in die andere stolpern und für Probleme ziemlich, äh, kreative Lösungen finden. Der Humor ist ganz schön schwarz, was mir ausnehmend gut gefallen hat.

Die Szenen in der Vergangenheit fand ich allerdings nur teilweise gelungen, gerade die ersten zogen sich für meine Begriffe doch ein wenig zäh dahin und konnten mich nicht durchgängig fesseln. Dafür leider etwas Abzug bei einem ansonsten wirklich witzigen und originellen Roadmovie mit Opa.

3ratten + :marypipeshalbeprivatmaus:
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The best piety is to enjoy--when you can. You are doing the most then to save the earth's character as an agreeable planet. And enjoyment radiates. It is of no use to try and take care of all the world; that is being taken care of when you feel delight--in art or in anything else. Would you turn all the youth of the world into a tragic chorus, wailing and moralising over misery?
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nanu?!

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Allan Karlsson wird hundert Jahre alt und im Altenheim in dem er wohnt steigt zu diesem Anlass extra für ihn eine Party. Allan hat darauf aber nicht die geringste Lust und steigt, wie der Titel des Buches schon verrät, aus dem Fenster und verschwindet.
In seinen Pisspantoffeln schlurft er zum Busbahnhof und ein junger Kerl bittet ihn dort kurz auf seinen Koffer aufzupassen, weil dieser ganz dringend die Porzellanabteilung aufsuchen muss. Als Allans Bus vorfährt und der junge Mann immer noch nicht vom Klo runter ist, steigt Allan kurzerhand in den Bus und nimmt den Koffer mit. Eine Odyssee beginnt.

Neben Allans Abenteuer durch Schweden als Hundertjähriger, springt die Geschichte immer wieder zurück in die Vergangenheit, wo Allans Lebensgeschichte chronologisch geschildert wird. Mit viel Wortwitz und Situationskomik begleitet der Leser Allan durch hundert Jahre Weltgeschehen. Allan gerät meistens nur zufällig in die wahnwitzigsten Situationen, ist eigentlich politisch völlig uninteressiert, beeinflusst aber trotzdem das Weltgeschehen.
Die Geschichte um Allan ist total skurril, verrückt, bekloppt, trotzdem aber schlüssig. Logikfehler konnte ich jedenfalls keine finden.
In Allan hatte ich eine Figur die ich sofort mochte und war immer gespannt was ihm wohl als nächstes passierte.
Allan erinnert vielleicht ein wenig an Forrest Gump, aber ohne dessen grenzenlose Naivität.
Der Autor achtet sehr aufs Detail, am Ende bleibt keine Frage offen. Vielleicht gab es eins, zwei Längen in Allans Vergangenheit, über die ich aber gerne hinwegsehe, denn ich fand das Buch einfach nur köstlich.

Von mir gibt es klare
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Lesen ist die schönste Brücke zu meinen Wunschträumen.

SLW: 0/10

Lovis

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"Der Hundertjährige der aus dem Fenster stieg und verschwand" habe ich im Dezember gelesen. Nachhaltig beeindruckt hat mich das Buch jetzt nicht gerade, aber immerhin zeitweise gut unterhalten. Eine nette Lektüre für zwischendurch.
Die bereits beschriebenen Rückblenden in die Vergangenheit von Allen fand ich während des Lesens zunehmend nervig und habe mich irgendwann auch mal beim "quer-lesen" erwischt. Allans Gegenwart hat das ganze jedoch bis zum Ende des Buches für mich immer wieder wettgemacht.
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Was tun die Personen in einem Buch, wenn es gerade niemand liest? (Michael Ende)

Babsi

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Das Buch hat mich einerseits gut unterhalten, andererseits war ich oft gelangweilt und wollte eigentlich nur noch wissen wie es weitergeht und endet. Das Buch hatte ich als Unterwegsbuch und anders als bei anderen Unterwegsbüchern habe ich in der Zeit, in der es mich begleitet hat nicht so die Lust zu lesen wie sonst. Ich kann nicht mal sagen, dass es mir nicht gefallen hat, es war irgendwie nicht meins.

Von mir gibt es aber trotzdem 3ratten für den Ideenreichtum, auch wenn mich davon einiges gelangweilt hat und für mich alles gleich ablief.
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Liebe Grüße von Babsi