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Autor Thema: Tad Williams - Der Abschiedsstein (Osten Ard 2)  (Gelesen 525 mal)

Myriel

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Re: Tad Williams - Der Abschiedsstein (Osten Ard 2)
« Antwort #15 am: 01. November 2011, 22:17:17 »

Ich habe am Wochenende etwas weitergelesen:

Kapitel 10 - Der Spiegel
Als Simon in den Spiegel schaut, dachte ich schon, er würde tatsächlich Jiriki rufen wollen. Bin ich froh, dass er diese Dummheit nicht begangen hat.  :grmpf: Allerdings wäre vielleicht eine Warnung von Jirikis Seite angebracht gewesen. Oder wusste er nicht, dass vielleicht auch noch andere über den Spiegel kommunizieren können?
Vielleicht ist Simon ja so etwas wie eine Ausnahme, weil er die Kommunikation auffangen kann. Das gleiche dachte ich mir auch bei seinen Träumen, dass er da irgendwie einen Draht zu etwas hat...

Das scheint mir auch so zu sein. Irgendetwas ist mit Simon passiert, als er in der Steinigungsnacht Zeuge von Pryrates Ritual geworden ist. Einerseits hat er dadurch eine Verbindung zu Pryrates aufgebaut, aber andererseits wurde er dafür auch für das "Übersinnliche" sensibilisiert, wie seine Träume zeigen.
Ich glaube, Jiriki weiß das nicht oder hat die Ausmaße von Simons "Gabe" nicht erkannt. Sonst hätte er ihn bestimmt vor dem Spiegel bzw. dessen Möglichkeiten gewarnt.

Versucht Amerasu da etwa, die Sithi zu erreichen? Und nach den Kommentaren der Nornenkönigin scheint es mir fast so, als wären die Nornen und Sturmkönig sich doch nicht ganz so eins wie es den Eindruck hatte...

Meinst Du die Nornen und den Sturmkönig? Oder vielleicht eher die Sithi und die Nornen? Denn Utuk'ku die Nornenkönigin droht Amerasu ja, dass sie sich nicht einmischen soll, sonst wird sie vom Sturmkönig bestraft werden, wenn er wieder auf der Welt weilt.
In jedem Fall scheinen die Sithi aktiver zu werden und sich nicht mehr aus dem Krieg der Nornen gegen die Menschen heraushalten zu wollen. Oder wozu sonst versucht Amerasu andere Sithi zu erreichen? Doch woher kommt der Sinneswechsel? Offenbar ist Jiriki wieder bei seinen Leuten und konnte mit seinem Wissen für einen Meinungswechsel sorgen.


Kapitel 11 - Die Gebeine der Erde

Maegwin hat es nach dem Tod ihres Vaters und Bruders ziemlich erwischt. Ich kann Eolairs Sorge um sie verstehen, denn sie führt sich wie eine Besessene auf. Doch ein Körnchen Wahrheit scheint in ihrem Wahn schon zu liegen, denn immerhin hat sie die Tür zur unterirdischen Stadt der Sithi gefunden. Ist es vielleicht möglich, dass Amerasu im vorherigen Kapitel versucht hat mit diesen Sithi Kontakt aufzunehmen, falls es dort noch welche gibt?
Der arme Herzog Isgrimnur - zwar hat er es endlich in die Sancellanische Ädonitis geschafft, doch Miriamel ist er damit keinen Deut näher gekommen. Er kommt zwar nach einer Weile von selbst darauf, dass er den Lektor vertraulich nach ihr fragen könnte, doch wundert es mich, dass Graf Streáwe nicht längst Vater Dinivan von Isgrimnurs Ankunft berichtet hat.  :schulterzuck:
Die Passagen von Tiamak kommen mir im Vergleich zu dem ganzen Schneegestöber und der Kälte in Simons Passagen gerade unwirklich vor mit ihrer drückenden Hitze. Mal sehen, was aus dem Wranna wird. Er scheint nach dem Krokodilangriff ziemlich stark verletzt zu sein und weit und breit ist keiner, der ihm helfen könnte.  :entsetzt:


Kapitel 12 - Vogelflug

Endlich bekommt Simon wieder ein paar Kampfstunden. Recht hat Sludig, wenn er sagt, dass Simon zwar ein Glückspilz ist, aber ihm das auch nicht immer helfen wird.  :karate:
Binabiks eingeschobene Geschichtsstunde über die 9 großen Städte der Sithi hat mir gut gefallen. Davon hätte ich gern noch etwas mehr gehabt.
Elias tut mir stellenweise leid. Als sein alter Freund Guthwulf ihn einfach so stehen sitzen lässt, konnte ich seine Verzweiflung spüren, denn jetzt ist er völlig allein.
Was mich gewundert hat: wie kommt Hengfisk denn an die Stelle als Elias Mundschenk? Haben die Nornen ihn mitgebracht und Pryrates als "Geschenk" übergeben?  :autsch:
Langsam scheint der Sturmkönig bzw. die Nornenkönigin den Bund der Schriftrolle als Gefahr wahrzunehmen, denn sonst würden sie sich bestimmt nicht die Mühe machen, ihre Botenvögel abzufangen. Die Warnung vor dem falschen Boten beunruhigt mich schon, schließlich taucht sie schon zum zweiten Mal auf.


Kapitel 13 - Der Stamm des Hengstes

Endlich erfährt man mal wieder etwas von Josua.  :klatschen:
Seine kleine Schar hat die Waldgrenze erreicht, doch leider haben sie Einskaldir unterwegs verloren. Trotz seiner Großschnäuzigkeit war er ein wackerer Kerl. Ohne ihn hätte Josuas Hofstaat es nie soweit gebracht.
Wenn ich das Gespräch zwischen Vara und Geloë richtig deute, dann ist Vara schwanger? Kein Wunder, dass sie so reizbar ist.  :elch:
Geloë versucht Amerasu zu erreichen? Was soll man denn davon halten?
Gerade als es aussieht, als wäre das Glück zu Josua zurückgekehrt, werden sie von Thrithingmännern gefangen genommen. Und Josua hat mit ihrem Anführer auch noch eine offene Rechnung. Da ist er ja sprichwörtlich vom Regen in die Traufe geraten.  :entsetzt:


Kapitel 14 - Eine Krone aus Feuer

Simon hat mal wieder einen seiner prophetischen Träume. Es dürfte klar sein, dass Pryrates sich mit einem der Roten Hand unterhält - bzw. etwas von ihm erfleht. Doch welche "Verwandlung" will Pryrates? Will er selbst zu so einem Wesen werden, wie es der Sturmkönig bzw. die Rote Hand ist?
Der kleine Junge, den Simon, Binabik und Sludig in dem verlassenen Dorf auflesen, war mir von Anfang an suspekt. Wie kann jemand wie er allein in der Kälte überleben? Auch Skodi als "barmherzige Mutter" kam mir spanisch vor. Für sie scheinen die Kinder eher Handlanger zu sein denn ihre Schutzbedürftigen. Und so übergewichtig wie Skodi beschrieben wird, kann sie garantiert nicht für so eine große Kinderschar sorgen. Dass etwas faul ist, wird am Ende des Kapitels klar - Skodi steht irgendwie in Verbindung mit Utuk'ku und dem Sturmkönig. Irgendwie seh ich schwarz für Simon und seine Freunde: keiner ist in der Nähe um sie zu retten.  :entsetzt:
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Llyren

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Re: Tad Williams - Der Abschiedsstein (Osten Ard 2)
« Antwort #16 am: 03. November 2011, 00:00:18 »

Ach ja - noch etwas allgemeines (und verspätetes :redface:) zu Simon:
Bei mir hieß er im ersten Band erst Simon Mooncalf, dann Simon Pilgrim und am Ende Simon Snowlock.
Ah super, danke!

Zitat von: Myriel
Doch, ich glaube schon, dass Cadrach/Padreic dieser Misserfolg sein könnte. *nick*
Hm, guter Punkt. Das könnte auch erklären, warum er anfangs auf der Feste ist und mehr zu wissen scheint, als er zugibt.
Zitat von: Myriel
Sorry Ulrike, deinen Post habe ich erst jetzt gesehen. Deiner Vermutung stimme ich voll zu, wie ich gestern schon geschrieben habe. Was hat Cadrach aber dazu gebracht, den Bund zu verlassen?
Es klang für mich so, als ob er gerade zur Kirche bzw. dem Glauben kein besonders gutes Verhältnis hätte. Ernüchterung aufgrund irgendeiner religiösen Handlung? Wegen der Falschheit von sogenannten "guten" Personen? Ich schieße mal ins Blaue...

Zitat von: Myriel
Zur Frage wer wohl den Kontakt zu Miriamel blockiert: Cadrach traue ich es nicht wirklich zu. Selbst wenn er früher mal das Wissen dafür hatte, glaube ich nicht, dass er es jetzt noch anzuwenden wüsste. Geschweige denn, dass er den Willen dafür hätte.
Aber sonst bleibt ja eigentlich fast niemand. Wobei ja nicht ganz klar ist, seit wann Geloe schon blockiert wird. Wenn es erst später ist, dann käme ja sogar Dinivan in Frage.
Wenn Cadrach, dann würde ich da eher an eine unbewusste Blockade denken, passiv, ohne dass er sich darauf konzentriert.

Zitat von: Myriel
Haestan war zwar ein guter Kamerad und Simon auch ein Freund, doch so richtig kann ich um ihn nicht trauern. Dafür hat er bei mir einfach zu wenig Eindruck hinterlassen. Die Stelle, die Llyren zitiert hat, trifft es: er war ein schlichter Mann.
Es war so knapp vor dem Punkt, an dem die Gefährten mehr Tiefe gewonnen hätten. Bei Sludig sieht die Sache aber zum Beispiel anders aus.
Wobei ich bei meinem Zitat eigentlich eher auf den zweiten Teil angespielt hatte: Er würde den Gedanken an Rache zu schätzen wissen.
Das finde ich klasse formuliert und hat einen schönen trockenen, lakonischen Ton...

Zitat von: Myriel
Im Gegensatz zu Llyren fand ich das Lied nicht schlecht. Es reimt sich zwar nicht, aber einen Rhythmus konnte ich schon spüren. Und beim Gebet: Das "Vater unser" ist auch unregelmäßig und die Zeilen sind nicht gleich lang. Vielleicht will Williams darauf anspielen?
Ah, danke für den Hinweis! Das könnte natürlich durchaus sein... *zurückblätter* *nochmalles*
Stimmt, könnte man tatsächlich so interpretieren. Allerdings erkenne ich immer noch nicht mehr Rhythmus darin. Beim "Vater Unser" ist der auch viel gewohnheitsbedingt, glaube ich. *schulterzuck*

Zitat von: Myriel
Ich glaube, Jiriki weiß das nicht oder hat die Ausmaße von Simons "Gabe" nicht erkannt. Sonst hätte er ihn bestimmt vor dem Spiegel bzw. dessen Möglichkeiten gewarnt.
Andererseits hat er ihm den Spiegel ja eben wegen seiner Gabe gegeben, oder habe ich das falsch im Kopf? Könnte denn jeder den Spiegel so nutzen?

Zitat von: Myriel
Meinst Du die Nornen und den Sturmkönig? Oder vielleicht eher die Sithi und die Nornen? Denn Utuk'ku die Nornenkönigin droht Amerasu ja, dass sie sich nicht einmischen soll, sonst wird sie vom Sturmkönig bestraft werden, wenn er wieder auf der Welt weilt.
Amerasu ist eine Sitha? Komisch, ich hatte sie glatt zu den Nornen gesteckt. Immerhin ist sie ja auch die Enkelin der Nornenkönigin. Was allerdings nicht unbedingt etwas heißen muss, bei unsterblichen Geschöpfen...
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Myriel

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Re: Tad Williams - Der Abschiedsstein (Osten Ard 2)
« Antwort #17 am: 03. November 2011, 20:24:01 »

Zitat von: Myriel
Sorry Ulrike, deinen Post habe ich erst jetzt gesehen. Deiner Vermutung stimme ich voll zu, wie ich gestern schon geschrieben habe. Was hat Cadrach aber dazu gebracht, den Bund zu verlassen?
Es klang für mich so, als ob er gerade zur Kirche bzw. dem Glauben kein besonders gutes Verhältnis hätte. Ernüchterung aufgrund irgendeiner religiösen Handlung? Wegen der Falschheit von sogenannten "guten" Personen? Ich schieße mal ins Blaue...
Die religiöse Handlung würde ich eher ausschließen. Der Bund ist ja ein Zusammenschluss von Gelehrten und nicht von Priestern o.ä. (siehe Tiamak, Morgenes, Geloë). Vielleicht hat er während seiner Studien etwas erfahren, was ihn entsetzt hat? Nicht jeder lässt sich so offenherzig mit "schwarzer Magie" ein wie Pryrates.

Wenn Cadrach, dann würde ich da eher an eine unbewusste Blockade denken, passiv, ohne dass er sich darauf konzentriert.
Stimmt, das wäre auch eine Möglichkeit.

Stimmt, könnte man tatsächlich so interpretieren. Allerdings erkenne ich immer noch nicht mehr Rhythmus darin. Beim "Vater Unser" ist der auch viel gewohnheitsbedingt, glaube ich. *schulterzuck*
Ja, die Gewohnheit spielt da bestimmt eine große Rolle. Wenn man etwas während seines Lebens immer wieder hört/liest, nimmt man es anders wahr als beim ersten Mal.

Zitat von: Myriel
Ich glaube, Jiriki weiß das nicht oder hat die Ausmaße von Simons "Gabe" nicht erkannt. Sonst hätte er ihn bestimmt vor dem Spiegel bzw. dessen Möglichkeiten gewarnt.
Andererseits hat er ihm den Spiegel ja eben wegen seiner Gabe gegeben, oder habe ich das falsch im Kopf? Könnte denn jeder den Spiegel so nutzen?
So wie Simon ihn tatsächlich benutzt, könnte das wohl nicht jeder. Jiriki meinte doch zu ihm, dass er ohne ihn zu einem "normalen" Spiegel würde und Simon ihn ausschließlich dazu benutzen könnte, Jiriki als Besitzer des Spiegels zu rufen, oder?

Amerasu ist eine Sitha? Komisch, ich hatte sie glatt zu den Nornen gesteckt. Immerhin ist sie ja auch die Enkelin der Nornenkönigin. Was allerdings nicht unbedingt etwas heißen muss, bei unsterblichen Geschöpfen...
Einerseits mag sie Utuk'kus Enkelin sein, aber gleichzeitig ist sie Inelukis Mutter. Und nachdem er seinen Vater/Amerasus Gemahl ermordet hat, glaube ich nicht, dass sie auf seiner Seite steht. Leider wird im Personenverzeichnis nicht klar zwischen Sithi und Nornen unterschieden.
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Llyren

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Re: Tad Williams - Der Abschiedsstein (Osten Ard 2)
« Antwort #18 am: 08. November 2011, 01:26:35 »

Zitat von: Myriel
Sorry Ulrike, deinen Post habe ich erst jetzt gesehen. Deiner Vermutung stimme ich voll zu, wie ich gestern schon geschrieben habe. Was hat Cadrach aber dazu gebracht, den Bund zu verlassen?
Es klang für mich so, als ob er gerade zur Kirche bzw. dem Glauben kein besonders gutes Verhältnis hätte. Ernüchterung aufgrund irgendeiner religiösen Handlung? Wegen der Falschheit von sogenannten "guten" Personen? Ich schieße mal ins Blaue...
Die religiöse Handlung würde ich eher ausschließen. Der Bund ist ja ein Zusammenschluss von Gelehrten und nicht von Priestern o.ä. (siehe Tiamak, Morgenes, Geloë). Vielleicht hat er während seiner Studien etwas erfahren, was ihn entsetzt hat? Nicht jeder lässt sich so offenherzig mit "schwarzer Magie" ein wie Pryrates.
Auch wieder wahr. Und wenn jemand in der Kirche sich an schwarzer Magie versucht hat und er das erfahren hat?  :gruebel:
Ne, ergibt eigentlich auch keinen Sinn. Na ja, wir werden es bestimmt noch erfahren.

Zitat von: Myriel
Zitat von: Myriel
Ich glaube, Jiriki weiß das nicht oder hat die Ausmaße von Simons "Gabe" nicht erkannt. Sonst hätte er ihn bestimmt vor dem Spiegel bzw. dessen Möglichkeiten gewarnt.
Andererseits hat er ihm den Spiegel ja eben wegen seiner Gabe gegeben, oder habe ich das falsch im Kopf? Könnte denn jeder den Spiegel so nutzen?
So wie Simon ihn tatsächlich benutzt, könnte das wohl nicht jeder. Jiriki meinte doch zu ihm, dass er ohne ihn zu einem "normalen" Spiegel würde und Simon ihn ausschließlich dazu benutzen könnte, Jiriki als Besitzer des Spiegels zu rufen, oder?
Ja genau, irgend so etwas hatte ich im Kopf.

Zitat von: Myriel
Amerasu ist eine Sitha? Komisch, ich hatte sie glatt zu den Nornen gesteckt. Immerhin ist sie ja auch die Enkelin der Nornenkönigin. Was allerdings nicht unbedingt etwas heißen muss, bei unsterblichen Geschöpfen...
Einerseits mag sie Utuk'kus Enkelin sein, aber gleichzeitig ist sie Inelukis Mutter. Und nachdem er seinen Vater/Amerasus Gemahl ermordet hat, glaube ich nicht, dass sie auf seiner Seite steht. Leider wird im Personenverzeichnis nicht klar zwischen Sithi und Nornen unterschieden.
Personenverzeichnis? Stimmt, da war mal was...  :redface:
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Re: Tad Williams - Der Abschiedsstein (Osten Ard 2)
« Antwort #19 am: 09. November 2011, 00:12:29 »

Kapitel 13 - Der Stamm des Hengstes

Endlich erfährt man mal wieder etwas von Josua.  :klatschen:
Seine kleine Schar hat die Waldgrenze erreicht, doch leider haben sie Einskaldir unterwegs verloren. Trotz seiner Großschnäuzigkeit war er ein wackerer Kerl. Ohne ihn hätte Josuas Hofstaat es nie soweit gebracht.
Ja, um ihn tut es mir richtig leid. Erst Hoffnung machen, weil ja Geloe dabei ist und dann doch sterben lassen.  :pueh:
Ich hätte ihm durchaus noch mehr Handlung gegönnt.

Zitat von: Myriel
Wenn ich das Gespräch zwischen Vara und Geloë richtig deute, dann ist Vara schwanger? Kein Wunder, dass sie so reizbar ist.
Ja, das hätte ich auch so verstanden. Würde ja passen und auch erklären, warum da diese eine Bettszene mit Josua im Buch war.  :breitgrins:

Zitat von: Myriel
Geloë versucht Amerasu zu erreichen? Was soll man denn davon halten?
Das habe ich mich auch gefragt. Aber dass Amerasu ja eher nicht auf Inelukis Seite zu sein scheint, kam ja schon durch...

Zitat von: Myriel
Gerade als es aussieht, als wäre das Glück zu Josua zurückgekehrt, werden sie von Thrithingmännern gefangen genommen. Und Josua hat mit ihrem Anführer auch noch eine offene Rechnung. Da ist er ja sprichwörtlich vom Regen in die Traufe geraten.  :entsetzt:
Eher andersrum würde ich sagen. Fikolmij hat noch eine offene Rechnung mit ihm. Vara wird nicht ohne Grund schnell verschwunden sein.
Ja ja, immer diese Schwiederväter ;-)

Ach ja, mal wieder ein klasse Zitat:
Zitat
Wenn man eine stolze und eigenwillige Frau hat, sollte man seinen Erfolg nicht an ihrem Gehorsam messen.
Wie wahr!  :breitgrins:

Sehr schön finde ich, dass wir dank Jeremias' Auftauchen die Stimmung in der Burg mitbekommen. Rachel baut da einen ganz schönen Hass auf, ob das mal gutgeht...


Zitat von: Myriel
Kapitel 14 - Eine Krone aus Feuer
Der kleine Junge, den Simon, Binabik und Sludig in dem verlassenen Dorf auflesen, war mir von Anfang an suspekt. Wie kann jemand wie er allein in der Kälte überleben? Auch Skodi als "barmherzige Mutter" kam mir spanisch vor.
Ging mir ähnlich. Wie heißt es doch, man ist nicht paranoid, wenn man Recht hat. Interessanterweise wird erwähnt, dass Dorn sich ganz leicht zu Skodi hineintragen lässt. Hm, will Dorn etwa zu Ineluki? Das erinnert mich so an den Einen Ring...

Mal wieder ein Bild, über das ich gestolpert bin (im positiven Sinne natürlich):
Zitat
kalt und achtlos wie Friedhofserde (S.415)
Übrigens fand ich es sehr merkwürdig, dass Simon in seinem Traum nicht Pryrates direkt sieht, sondern Shem. Ob das etwas zu bedeuten hat?
« Letzte Änderung: 09. November 2011, 00:18:11 von Llyren »
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Re: Tad Williams - Der Abschiedsstein (Osten Ard 2)
« Antwort #20 am: 27. November 2011, 20:02:01 »

Oh Gott, schon so lange her?!  :redface: Aber in letzter Zeit komme ich einfach nicht zum Lesen...

Kapitel 15 - In Gottes Mauern
Pryrates weiß von Dinivan und davon, dass er zur Gemeinschaft der Schriftrolle gehört. Schon länger? Und ist das eine Drohung?
Und damit ist nun auch endlich klar, dass Dinivan die Botschaften geschickt hat. Von ihm stammt also der Hinweis mit den "falschen Boten". Nicht, dass uns das jetzt weiterhilft.
Aha, Tiamak ist also kein offizielles Mitglied.
Ich bin übrigens sehr positiv überrascht von Ranessin. Ich hätte nicht gedacht, dass sich die Kirche gegen Elias und Pryrates stellt. Und dann auch noch gleich so deutlich und riguros? Sehr mutig. Vielleicht nicht unbedingt geschickt, denn ich fürchte, dass das üble Folgen nach sich ziehen wird, aber definitiv sehr mutig. Wie heißt es so schön? Der Zorn des milden Mannes? Trifft auf Ranessin ganz eindeutig zu. Klasse auch das Zitat auf S.449:
Zitat
Lügen, Hass und Gier sind uns vertraute, uralte Feinde. Es kommt nicht darauf an, unter wessen Banner sie marschieren.
Tja, und es kommt, wie es kommen muss: Dinivan und Ranessin überleben ihre Entscheidung nur um kurze Zeit.
Sehr genervt war ich von Miriamels Überheblichkeit: Dass sie sich Cadrach gegenüber so anstellt  :grmpf:
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Myriel

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Re: Tad Williams - Der Abschiedsstein (Osten Ard 2)
« Antwort #21 am: 08. Dezember 2011, 20:33:06 »

So, dann will ich auch mal wieder. Immerhin habe ich mir vorgenommen, das Buch noch dieses Jahr zu beenden.

Kapitel 15 - In Gottes Mauern
Ich bin übrigens sehr positiv überrascht von Ranessin. Ich hätte nicht gedacht, dass sich die Kirche gegen Elias und Pryrates stellt. Und dann auch noch gleich so deutlich und riguros? Sehr mutig. Vielleicht nicht unbedingt geschickt, denn ich fürchte, dass das üble Folgen nach sich ziehen wird, aber definitiv sehr mutig.
Tja, und es kommt, wie es kommen muss: Dinivan und Ranessin überleben ihre Entscheidung nur um kurze Zeit.
Ranessin beweist wirklich Mut, als er sich Pryrates und Elias widersetzt. Ich hatte ehrlich gesagt nicht erwartet, dass Pryrates so schnell und so brutal zurückschlagen würde.  :entsetzt:

Sehr genervt war ich von Miriamels Überheblichkeit: Dass sie sich Cadrach gegenüber so anstellt  :grmpf:
Nachdem was er sich vorher schon alles geleistet hatte, konnte ich ihre Reaktion anfangs schon verstehen. Allerdings hätte sie nach kurzer Zeit die Dringlichkeit von Cadrachs Anliegen begreifen müssen. Aber da hatte die Sturheit schon gesiegt.  :rollen:


Kapitel 16 - Die Heimatlosen

Ich frage mich, was Skodi eigentlich ist. Sie scheint eine Art Magierin zu sein, aber nicht ganz so bösartig wie Pryrates, sondern verletzbarer und verletzter. Außerdem ist sie nicht so machtgierig wie er, sondern naiver. Trotzdem richtet sie mit ihren Taten nicht wenig Unheil an und es scheint ihr nichts auszumachen, Sludig für ihre Ziele zu ermorden. Doch warum macht Vren da mit?
Maegwin hatte recht und sie und Eolair stoßen tatsächlich auf eine unterirdische Stadt. Die Beschreibungen der verlassenen Gebäude in dieser riesigen Höhle fand ich klasse - es wirkte düster und unheimlich, aber ohne plumben Horror zu beschwören.
Ich würde vermuten, dass es Amerasus Stimme war, die Eolair und Maegwin aus dem "Scherben" gehört haben. Doch die Unterirdischen, die die beiden treffen, fürchten sich vor ihr, verstecken sich vor den Sithi. Viel Hilfe dürfte Maegwin nicht erwarten dürfen ...


Kapitel 17 - Eine ganz kleine Wette

Deornoth gefällt mir immer besser. Er ist nicht nur ein schmeichelnder Diener, sondern versucht Josua auch mal den Kopf gerade zu rücken, wenn er sich mal wieder in etwas hinein steigert.  :klatschen:
Fikolmij hingegen ist mir komplett unsympathisch. So ein Ekelpaket - erst schlägt er Josua zusammen und dann lässt er ihm nicht mal Zeit sich etwas zu erholen, ehe er kämpfen soll. Mich wundert es, dass die anderen Thrithing-Männer sich nicht schämen, wenn ein misshandelter Einhändiger gegen einen ausgeruhten und unversehrten Mann kämpfen soll. Stellen sie sich das unter einem guten Kampf vor?
Geloës Auftritt in Fikolmijs Wagen war echt hollywoodreif. Die Frau gefällt mir, gerade auch wegen ihrer Nichteinmischung, obwohl sie Josua damit nicht wirklich weiter hilft. Doch was wären Prinzipien wert, wenn man sie bei erster Gelegenheit über Bord werfen würde?
Der eigentliche Kampf war spannend beschrieben und nicht zu technisch für mein Verständnis.  :karate:
Hoffentlich hat es Josua nicht zu doll erwischt.  :schwitz:


Kapitel 18 - Der verschollene Garten

Die Traumsequenz in diesem Kapitel hat mir echt gut gefallen, besonders wie sich Simon von Amerasus Stimme beruhigt und zu ihr hingezogen fühlt und dabei nicht einmal Binabik und Sludig hört, die nach ihm rufen (jedenfalls denke ich, dass es die beiden waren).
Auch toll, dass man etwas mehr über die Sithi erfährt. Amerasu habe ich bisher immer für kalt und unnahbar gehalten (als "Erlkönigin" komm ich da nicht herum), aber hier kann man in ihr Herz sehen und hören, was sie bewegt.  :traurig:
Tiamak hat es trotz seiner schweren Verletzung bis nach Kwanitupul geschafft. Die Beschreibungen der Stadt klingen wie eine (ganz) frühe Version von Venedig, mit vielen Kanälen, Booten und Stelzenhäusern. Dorthin soll Isgrimnur Prinzessin Miriamel bringen, um sich mit Tiamak zu treffen. Fragt sich nur, ob Cadrach auch diesen Plan verfolgt oder wohin er die Prinzessin bringen will.  :schulterzuck:
Ein weiterer Mitspieler hat das Feld wieder betreten: irgendwie freu ich mich, dass Ingen Jegger wieder da ist, auch wenn er nichts Gutes im Sinn haben kann.  :teufel:
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Llyren

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Re: Tad Williams - Der Abschiedsstein (Osten Ard 2)
« Antwort #22 am: 12. Dezember 2011, 00:14:28 »

So, dann will ich auch mal wieder. Immerhin habe ich mir vorgenommen, das Buch noch dieses Jahr zu beenden.
Du auch?  :breitgrins:

Kapitel 15 - In Gottes Mauern
Ich bin übrigens sehr positiv überrascht von Ranessin. Ich hätte nicht gedacht, dass sich die Kirche gegen Elias und Pryrates stellt. Und dann auch noch gleich so deutlich und riguros? Sehr mutig. Vielleicht nicht unbedingt geschickt, denn ich fürchte, dass das üble Folgen nach sich ziehen wird, aber definitiv sehr mutig.
Tja, und es kommt, wie es kommen muss: Dinivan und Ranessin überleben ihre Entscheidung nur um kurze Zeit.
Ranessin beweist wirklich Mut, als er sich Pryrates und Elias widersetzt. Ich hatte ehrlich gesagt nicht erwartet, dass Pryrates so schnell und so brutal zurückschlagen würde.  :entsetzt:
Stimmt. Dass es so schnell geschehen würde, hat mich dann doch auch überrascht.

Kapitel 16 - Die Heimatlosen

Ich frage mich, was Skodi eigentlich ist. Sie scheint eine Art Magierin zu sein, aber nicht ganz so bösartig wie Pryrates, sondern verletzbarer und verletzter. Außerdem ist sie nicht so machtgierig wie er, sondern naiver. Trotzdem richtet sie mit ihren Taten nicht wenig Unheil an und es scheint ihr nichts auszumachen, Sludig für ihre Ziele zu ermorden. Doch warum macht Vren da mit?
Mal ganz davon abgesehen, dass sie mir etwas verrückt vorkommt. Verletzt trifft es da glaube ich ganz gut. Und bei Vren merkt man deutlich, dass er eifersüchtig ist, sobald Skodi sich für Simon zu interessieren scheint. Wenn er sehr jung zu ihr kam und immer eine Sonderstellung bei ihr hatte? Dann wäre sie alles, was er kennt, insofern kann ich sein Verhalten gut nachvollziehen.

Zitat von: Myriel
Ich würde vermuten, dass es Amerasus Stimme war, die Eolair und Maegwin aus dem "Scherben" gehört haben. Doch die Unterirdischen, die die beiden treffen, fürchten sich vor ihr, verstecken sich vor den Sithi. Viel Hilfe dürfte Maegwin nicht erwarten dürfen ...
Wobei wenig Hilfe immer noch besser wäre als gar keine. Zumal Unterirdische für ihr Volk, das sich momentan ja de facto in Höhlen versteckt, ganz hilfreich wären.
Übrigens fängt Maegwins Verhalten an mich zu nerven. Sowohl ihre Eigenbrötlerei als auch ihr Verhalten und ihre Einstellung gegenüber Eolair.  :grmpf:

Zitat von: Myriel
Kapitel 17 - Eine ganz kleine Wette

Deornoth gefällt mir immer besser. Er ist nicht nur ein schmeichelnder Diener, sondern versucht Josua auch mal den Kopf gerade zu rücken, wenn er sich mal wieder in etwas hinein steigert.  :klatschen:
Ja! Deornoth! :herz:

Zitat von: Myriel
Fikolmij hingegen ist mir komplett unsympathisch. So ein Ekelpaket - erst schlägt er Josua zusammen und dann lässt er ihm nicht mal Zeit sich etwas zu erholen, ehe er kämpfen soll. Mich wundert es, dass die anderen Thrithing-Männer sich nicht schämen, wenn ein misshandelter Einhändiger gegen einen ausgeruhten und unversehrten Mann kämpfen soll. Stellen sie sich das unter einem guten Kampf vor?
Ach, ich glaube, wir haben da eine andere Vorstellung von Ehre als die meisten "Krieger". Der Sieg über einen von vornherein unterlegenden Gegner wäre eigentlich ja eher eine Schande für den Sieger, wenn Du mich fragst. Bei den Indianern kommt das glaube ich mal raus: Wo sich dann die richtigen Krieger schämen würden, einen feigen und winselnden Gefangenen zu töten und ihn stattdessen den Kindern überlassen.

Zitat von: Myriel
Der eigentliche Kampf war spannend beschrieben und nicht zu technisch für mein Verständnis.  :karate:
Hoffentlich hat es Josua nicht zu doll erwischt.  :schwitz:
Und für mich vor allem auch überzeugend dargestellt. Wenn Josua in seinem Zustand seinen Gegner einfach besiegt hätte, wäre das eine ziemliche Enttäuschung gewesen.
Ein bisschen schade für Deornoth: Da bekommen sie sogar die Überhand und werden von Josua selbst, dem sie doch helfen wollen, zurückgepfiffen. Verstehen kann ich beide Seiten...


Zitat von: Myriel
Kapitel 18 - Der verschollene Garten

Auch toll, dass man etwas mehr über die Sithi erfährt. Amerasu habe ich bisher immer für kalt und unnahbar gehalten (als "Erlkönigin" komm ich da nicht herum), aber hier kann man in ihr Herz sehen und hören, was sie bewegt.  :traurig:
Ja, ich kann gut nachfühlen, wie sie ihren beiden verlorenen Söhnen nachtrauert. Allerdings lässt mich das auch etwas verwirrt zurück: Offensichtlich steht sie ja nicht auf Inelukis Seite, sondern scheint sogar aktiv Pläne gegen ihn zu schmieden?

In diesem Kapitel merkt man deutlich, dass es ins letzte Drittel geht: Häufige Perspektivenwechsel erhöhen doch deutlich das Tempo! Ich habe gerade so das Gefühl, dass alle Figuren für einen großen Showdown in Stellung gebracht werden.  :breitgrins:

Kapitel 19 - Kinder des Seefahrers
Klasse! Da wollte Cadrach sie einfach nur verstecken und dann legt das Schiff ab! Das nenne ich mal Pech! :breitgrins:
Und natürlich werden die beiden auch prompt entdeckt - von einer Niskie. Aha. Ein anderer Begriff für Ruyans Volk, die Unterirdischen, auf die ja auch Maegwin und Eolair gestoßen sind. Sehr schön, wie hier ein neues Volk eingeführt wird. Erste Erwähnung gab es ja auch schon von Seiten Amerasus, dass das Verhalten der Sithi den Tinukeda'ya gegenüber eher unschön war...

Maegwin verhält sich unmöglich. Tut mir leid, anders kann ich es nicht sagen. Und jetzt Eolair wegzuschicken? Auf diese Art und Weise?  :grmpf:
Zeitweise könnte man fast glauben, sie stehe unter irgendeinem Zauber oder so...

Aber ach, wir erfahren endlich etwas über eines der Schwerter! Minneyar ist Hellnagel! Wer hätte das gedacht! Womit sich für mich auch gleich die Frage nach Naidel stellt... Aber das wäre wohl zuviel des Guten.
Und damit wissen wir auch, warum die Nornen auf dem Weg zum Hochhorst sind. Gutes haben sie jedenfalls nicht vor!
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Re: Tad Williams - Der Abschiedsstein (Osten Ard 2)
« Antwort #23 am: 22. Dezember 2011, 15:55:27 »

Kapitel 20 - Tausend Stufen
Binabik und Sludig sind auf der Suche nach Simon, der sich immer noch allein durch die Wildnis schlägt. Interessant und nachvollziehbar, was er da für Probleme hat. Allerdings:
Zitat
Ein Jammer, dass Binabik sich nicht bemüht hatte, seine Lektionen etwas fesselnder zu gestalten, dachte Simon, aber jetzt ließ es sich nicht mehr ändern. (S.616)
totlach Geht's noch?!
Glücklicherweise bekommt er Hilfe: Aditu - Jirikis Schwester - findet ihn und beschließt, ihn mit in eine Sithi-Stadt zu nehmen. Da bin ich ja schon mal gespannt drauf!

Elias kommt in diesem Kapitel ganz schön hochmütig rüber: Er hat doch überhaupt keine Ahnung, mit welchen Mächten er sich da eingelassen hat! Und dass er glaubt, Pryrates in der Hand zu haben bzw ihm voraus zu sein, halte ich auch für einen groben Irrtum, der sich bestimmt noch rächen wird.
Interessant finde ich ja, dass die "Verhandlungen mit dem Lektor zufriedenstellend laufen". Bitte!?  :gruebel: Also entweder lügt Pryrates und hat Elias nichts von dem Widerstand und dem darauffolgenden Gemetzel erzählt oder... na ja, was oder? Elias lügt nur Guthwulf gegenüber? Glaube ich eigentlich nicht...


Kapitel 21 - Grasprinz
Schön, dass sich Josua durch seinen Mut und seinen Kampf doch zumindest den Respekt einiger Dorfbewohner wie zum Beispiel Hotvigs erworben hat. Wenigstens ein paar haben doch noch ein bisschen Ehrgefühl...
Und Vara und Josua scheinen auf einen Versöhnung hinzusteuern. Zumindest aber ein zeitweiser Waffenstillstand. Außerdem beschließen sie, endlich zu heiraten - bzw. Vara zwingt ihn ;-)
Wie sollte es auch anders sein, wird die Hochzeit gestört und unsere Freunde sind erneut auf der Flucht. Zum Schießen übrigens der Kommentar Isorns darauf, wie die Menschen sie denn finden sollen, um sich unter ihrem Banner zu sammeln:
Zitat
"Das werden sie schon irgendwie! [...] Alle andern tun es doch auch!" (S.646)
totlach Wie Recht er hat!  :breitgrins:
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Re: Tad Williams - Der Abschiedsstein (Osten Ard 2)
« Antwort #24 am: 22. Dezember 2011, 21:32:17 »

Und bei Vren merkt man deutlich, dass er eifersüchtig ist, sobald Skodi sich für Simon zu interessieren scheint. Wenn er sehr jung zu ihr kam und immer eine Sonderstellung bei ihr hatte? Dann wäre sie alles, was er kennt, insofern kann ich sein Verhalten gut nachvollziehen.
Okay, mit dem Hintergrund und fehlenden "Vergleichsmöglichkeiten" kann Vren wohl selbst nicht einschätzen, dass er etwas Schlimmes tut.

Übrigens fängt Maegwins Verhalten an mich zu nerven. Sowohl ihre Eigenbrötlerei als auch ihr Verhalten und ihre Einstellung gegenüber Eolair.  :grmpf:
Japp, Maegwin ist nicht so einfach.  :rollen:  Einerseits will sie ihrem Volk wirklich helfen, aber mit ihrer Art macht sie es ihnen im Allgemeinen (und Eolair im Speziellen) nicht leicht, sie zu ertragen und zu unterstützen.

Und für mich vor allem auch überzeugend dargestellt. Wenn Josua in seinem Zustand seinen Gegner einfach besiegt hätte, wäre das eine ziemliche Enttäuschung gewesen.
Und genau deswegen gefällt mir Williams so gut. Er macht es seinen Figuren echt nicht einfach, legt ihnen Steine in den Weg und lässt sie dann auch noch stolpern. Und doch kann ich es ihm nicht übel nehmen, sondern fiebere nur umso mehr mit.  :breitgrins:

Ja, ich kann gut nachfühlen, wie sie ihren beiden verlorenen Söhnen nachtrauert. Allerdings lässt mich das auch etwas verwirrt zurück: Offensichtlich steht sie ja nicht auf Inelukis Seite, sondern scheint sogar aktiv Pläne gegen ihn zu schmieden?
Amerasu ist offenbar nicht so verblendet, dass sie alles hinnimmt. Und ihre Entscheidung für oder gegen Ineluki hat sie anscheinend schon getroffen. Anders kann ich mir auch ihren verzweifelten Aufruf an die Unterirdischen nicht erklären.

In diesem Kapitel merkt man deutlich, dass es ins letzte Drittel geht: Häufige Perspektivenwechsel erhöhen doch deutlich das Tempo! Ich habe gerade so das Gefühl, dass alle Figuren für einen großen Showdown in Stellung gebracht werden.  :breitgrins:
Und dabei gibt es noch 2 weitere Bücher.  :zwinker:

Kapitel 19 - Kinder des Seefahrers
Klasse! Da wollte Cadrach sie einfach nur verstecken und dann legt das Schiff ab! Das nenne ich mal Pech! :breitgrins:
Und natürlich werden die beiden auch prompt entdeckt - von einer Niskie. Aha. Ein anderer Begriff für Ruyans Volk, die Unterirdischen, auf die ja auch Maegwin und Eolair gestoßen sind. Sehr schön, wie hier ein neues Volk eingeführt wird.
Cadrach ist echt einzigartig. Einerseits muss ich bei seinen ständigen Missgeschicken schon schmunzeln, aber andererseits ist er wohl eine der tragischsten Figuren in der Reihe. Schade, dass seine gut gemeinte Rettung Miriamel nur in neue Gefahr gebracht hat.  :sauer:
Die Niskie finde ich auch klasse beschrieben, vor allem auch wie für sie das Wohl des Schiffes am Wichtigsten ist. Wie Miriamel auch kann ich ihr nicht böse sein, dass sie den Kapitän über die blinden Passagiere informiert hat.

Maegwin verhält sich unmöglich. Tut mir leid, anders kann ich es nicht sagen. Und jetzt Eolair wegzuschicken? Auf diese Art und Weise?  :grmpf:
Zeitweise könnte man fast glauben, sie stehe unter irgendeinem Zauber oder so...
Oder sie ist einfach nur durchgedreht?  :vogelzeigen:

Aber ach, wir erfahren endlich etwas über eines der Schwerter! Minneyar ist Hellnagel! Wer hätte das gedacht! Womit sich für mich auch gleich die Frage nach Naidel stellt... Aber das wäre wohl zuviel des Guten.
Und damit wissen wir auch, warum die Nornen auf dem Weg zum Hochhorst sind. Gutes haben sie jedenfalls nicht vor!
Aber warum sollten die Nornen Minneyar haben wollen, wenn sie Elias erst Leid überreicht haben? Welchen Sinn macht es, eines der großen Schwerter gegen ein anderes einzutauschen?

Kapitel 20 - Tausend Stufen
Binabik und Sludig sind auf der Suche nach Simon, der sich immer noch allein durch die Wildnis schlägt. Interessant und nachvollziehbar, was er da für Probleme hat. Allerdings:
Zitat
Ein Jammer, dass Binabik sich nicht bemüht hatte, seine Lektionen etwas fesselnder zu gestalten, dachte Simon, aber jetzt ließ es sich nicht mehr ändern. (S.616)
totlach Geht's noch?!
Glücklicherweise bekommt er Hilfe: Aditu - Jirikis Schwester - findet ihn und beschließt, ihn mit in eine Sithi-Stadt zu nehmen. Da bin ich ja schon mal gespannt drauf!
Normalerweise würden mich solche Äußerungen auf die Palme bringen, aber Simon kann ich das irgendwie nicht wirklich übel nehmen. Er ist halt immer noch (zum Teil jedenfalls) ein Mondkalb.  :elch:
Jirikis Schwester finde ich klasse. Ihr erster Eindruck hat mich gleich zum schmunzeln gebracht, so wie sie Simon ganz ernsthaft nach dem Käfer gefragt hat:
Zitat von: (Seite 625)
"Wozu brauchst Du das?"
[...]
"Hier. Ich habe es gefangen."
[...]
"Ich weiß allerdings nicht, was du damit vorhast. Isst dein Volk diese Tiere? Davon habe ich noch nie gehört."
:breitgrins:

Elias kommt in diesem Kapitel ganz schön hochmütig rüber: Er hat doch überhaupt keine Ahnung, mit welchen Mächten er sich da eingelassen hat! Und dass er glaubt, Pryrates in der Hand zu haben bzw ihm voraus zu sein, halte ich auch für einen groben Irrtum, der sich bestimmt noch rächen wird.
Interessant finde ich ja, dass die "Verhandlungen mit dem Lektor zufriedenstellend laufen". Bitte!?  :gruebel: Also entweder lügt Pryrates und hat Elias nichts von dem Widerstand und dem darauffolgenden Gemetzel erzählt oder... na ja, was oder? Elias lügt nur Guthwulf gegenüber? Glaube ich eigentlich nicht...
Ich bin mir nicht mehr sicher, ob Elias überhaupt noch weiß, was Realität ist und was Hirngespinste sind. Auf mich macht er den Eindruck, dass er jeglichen Kontakt zur Gegenwart verloren hat und in einer eigenen Welt lebt, wo er alles unter Kontrolle hat. Von daher halte ich ihn nicht für fähig, Guthwulf (den er ja als teuren Freund vor Pryrates beschützen will) zu belügen. Viel eher hat Pryrates Elias über den Stand der "Verhandlungen" belogen und kocht sein eigenes Süppchen.

Kapitel 21 - Grasprinz
Schön, dass sich Josua durch seinen Mut und seinen Kampf doch zumindest den Respekt einiger Dorfbewohner wie zum Beispiel Hotvigs erworben hat. Wenigstens ein paar haben doch noch ein bisschen Ehrgefühl...
Und Vara und Josua scheinen auf einen Versöhnung hinzusteuern. Zumindest aber ein zeitweiser Waffenstillstand. Außerdem beschließen sie, endlich zu heiraten - bzw. Vara zwingt ihn ;-)
Die Unterstützung durch einige der Thrithingmänner hat mich mit diesem Volk versöhnt. Sie zeigt gut, dass nicht alle schlecht sind, nur weil sie einen schlechten/unfähigen/ignoranten Anführer haben.
Schön auch, dass Vara Josua endlich zu einem Bekenntnis in Form der Heirat zwingt. Es ist eine Sache, in der Fremde eine "Mätresse" zu sein, aber vor dem eigenen Volk nicht von dem Mann anerkannt zu werden, den man liebt, ist etwas ganz anderes.
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Re: Tad Williams - Der Abschiedsstein (Osten Ard 2)
« Antwort #25 am: 30. Dezember 2011, 16:05:57 »

Ja, ich kann gut nachfühlen, wie sie ihren beiden verlorenen Söhnen nachtrauert. Allerdings lässt mich das auch etwas verwirrt zurück: Offensichtlich steht sie ja nicht auf Inelukis Seite, sondern scheint sogar aktiv Pläne gegen ihn zu schmieden?
Amerasu ist offenbar nicht so verblendet, dass sie alles hinnimmt. Und ihre Entscheidung für oder gegen Ineluki hat sie anscheinend schon getroffen. Anders kann ich mir auch ihren verzweifelten Aufruf an die Unterirdischen nicht erklären.
Stimmt, so hätte ich das auch gesehen. Wobei mich dann interessiert, inwieweit sie noch aktiv mit Ineluki in Kontakt steht. Bzw. ob er davon weiß.

Maegwin verhält sich unmöglich. Tut mir leid, anders kann ich es nicht sagen. Und jetzt Eolair wegzuschicken? Auf diese Art und Weise?  :grmpf:
Zeitweise könnte man fast glauben, sie stehe unter irgendeinem Zauber oder so...
Oder sie ist einfach nur durchgedreht?  :vogelzeigen:
Oder das...

Aber ach, wir erfahren endlich etwas über eines der Schwerter! Minneyar ist Hellnagel! Wer hätte das gedacht! Womit sich für mich auch gleich die Frage nach Naidel stellt... Aber das wäre wohl zuviel des Guten.
Und damit wissen wir auch, warum die Nornen auf dem Weg zum Hochhorst sind. Gutes haben sie jedenfalls nicht vor!
Aber warum sollten die Nornen Minneyar haben wollen, wenn sie Elias erst Leid überreicht haben? Welchen Sinn macht es, eines der großen Schwerter gegen ein anderes einzutauschen?
Hm. Das kommt darauf an, haben denn die Schwerter besondere Eigenschaften? Dann könnte das durchaus Sinn machen. Oder sie wollen nur vor Josua etc. das Schwert sicherstellen.
Abgesehen davon, dass es für sie wahrscheinlich ein Leichtes ist, Elias Leid einfach wieder abzunehmen.


Elias kommt in diesem Kapitel ganz schön hochmütig rüber: Er hat doch überhaupt keine Ahnung, mit welchen Mächten er sich da eingelassen hat! Und dass er glaubt, Pryrates in der Hand zu haben bzw ihm voraus zu sein, halte ich auch für einen groben Irrtum, der sich bestimmt noch rächen wird.
Interessant finde ich ja, dass die "Verhandlungen mit dem Lektor zufriedenstellend laufen". Bitte!?  :gruebel: Also entweder lügt Pryrates und hat Elias nichts von dem Widerstand und dem darauffolgenden Gemetzel erzählt oder... na ja, was oder? Elias lügt nur Guthwulf gegenüber? Glaube ich eigentlich nicht...
Ich bin mir nicht mehr sicher, ob Elias überhaupt noch weiß, was Realität ist und was Hirngespinste sind. Auf mich macht er den Eindruck, dass er jeglichen Kontakt zur Gegenwart verloren hat und in einer eigenen Welt lebt, wo er alles unter Kontrolle hat. Von daher halte ich ihn nicht für fähig, Guthwulf (den er ja als teuren Freund vor Pryrates beschützen will) zu belügen. Viel eher hat Pryrates Elias über den Stand der "Verhandlungen" belogen und kocht sein eigenes Süppchen.
In die Richtung würde ich auch gehen.

Kapitel 22 - Durch das Sommertor
Simon ist mit Aditu nun also unterwegs zu den Sithi. Darauf bin ich schon richtig gespannt, auch wie die Reise selbst beschrieben ist - definitiv mal etwas Besonderes.
Nur, Simons Bemerkung, "auch weiterhin gut zu überlegen, bevor er etwas sagte"?! Seufz.  :rollen:
Ganz wohl ist mir bei der Sache aber nicht, vor allem als heraus kommt, dass Jiriki die Regeln bricht, indem er Simon herholt. Sein Onkel ist zumindest alles andere als begeistert. Und jetzt darf Simon nicht mehr weg? Nach Jirikis Reaktion zu unterteilen, war das nicht ganz das, was er erwartet hatte...

Kapitel 23 - Tiefe Wasser
Ich weiß nicht so recht, was ich von Aspitis halten soll. Unsympathisch ist er mir auf alle Fälle, umso mehr, als Miriamel sich ja offenbar in ihn verschossen hat. Oder zumindest zeitweise.. (hoffe ich mal). Er scheint mir auch, mehr zu wissen, als er zugibt. Ich bezweifle, dass er Miriamels Geschichte so richtig glaubt. Außer er hat ohnehin schon mehr als einen Verdacht...
Und Miriamel sollte lieber besser aufpassen. Aspitis' Verhalten - seine offensichtlichen Annäherungsversuche - lassen mich Böses ahnen.
Gan Itai finde ich klasse. Die könnte sich durchaus zur Verbündeten entwickeln.

Kapitel 24 - Hunde von Erchester
Josua und seine Mannen sind also nun wieder auf der Fluch. Was für ein Glück, dass Hotvig und weitere Männer (und Frauen und Kinder) zu ihnen stoßen. Das versöhnt mich wieder mit den Steppenbewohnern. Auch wie die Position des Anführers geschildert wird, kommt ziemlich glaubwürdig rüber.
Was für ein Glück, dass Geloe mal wieder im rechten Moment auftaucht, um einen Kampf zu verhindern. Aber sag mal, hat Deornoth immer noch keine Idee, wie sie das macht? Ich meine, er sagt dann zwar, dass er lieber nicht darüber nachdenkt, aber eigentlich ist das doch ziemlich offensichtlich, oder? Das kleine Detail mit seinem Vater fand ich übrigens sehr gut eingebracht. Knapp erwähnt, aber nicht so breit ausgewalzt, wie es bei solchen Themen sehr oft geschieht.

Rachel ist wieder da! Was sie da allerdings plant, kann doch eigentlich gar nicht gut gehen. Ich nehme an, dass sie diejenige ist, die Pryrates angegriffen hat. Wobei es mich überrascht hat, dass sie überhaupt so weit kommt. Und Guthwulf nutzt seine Chance, auch wenn es für ihn alles andere als gut ausgeht. Aus seine Überlaufplänen wird also erst mal nichts mehr.

Josua und seine Truppe sind also endlich am Stein des Abschieds angelangt und damit für's erste in Sicherheit. Jetzt muss nur noch der Rest der Leute zu ihnen stoßen...
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Re: Tad Williams - Der Abschiedsstein (Osten Ard 2)
« Antwort #26 am: 03. Januar 2012, 23:13:47 »

Ja, ich kann gut nachfühlen, wie sie ihren beiden verlorenen Söhnen nachtrauert. Allerdings lässt mich das auch etwas verwirrt zurück: Offensichtlich steht sie ja nicht auf Inelukis Seite, sondern scheint sogar aktiv Pläne gegen ihn zu schmieden?
Amerasu ist offenbar nicht so verblendet, dass sie alles hinnimmt. Und ihre Entscheidung für oder gegen Ineluki hat sie anscheinend schon getroffen. Anders kann ich mir auch ihren verzweifelten Aufruf an die Unterirdischen nicht erklären.
Stimmt, so hätte ich das auch gesehen. Wobei mich dann interessiert, inwieweit sie noch aktiv mit Ineluki in Kontakt steht. Bzw. ob er davon weiß.
Den direkten Kontakt zwischen Amerasu und Ineluki würde ich rein vom Bauchgefühl her ausschließen. Aber bestimmt weiß Ineluki, dass seine Mutter etwas plant.

Aber warum sollten die Nornen Minneyar haben wollen, wenn sie Elias erst Leid überreicht haben? Welchen Sinn macht es, eines der großen Schwerter gegen ein anderes einzutauschen?
Hm. Das kommt darauf an, haben denn die Schwerter besondere Eigenschaften? Dann könnte das durchaus Sinn machen. Oder sie wollen nur vor Josua etc. das Schwert sicherstellen.
Abgesehen davon, dass es für sie wahrscheinlich ein Leichtes ist, Elias Leid einfach wieder abzunehmen.
Das ist eine interessante Idee. Die Schwerter wurden ja laut Legende alle aus unterschiedlichen Materialien hergestellt. Gut möglich, dass sie dadurch auch verschiedene Eigenschaften haben.  :pling:

Kapitel 22 - Durch das Sommertor
Simon ist mit Aditu nun also unterwegs zu den Sithi. Darauf bin ich schon richtig gespannt, auch wie die Reise selbst beschrieben ist - definitiv mal etwas Besonderes.
Nur, Simons Bemerkung, "auch weiterhin gut zu überlegen, bevor er etwas sagte"?! Seufz.  :rollen:
Ganz wohl ist mir bei der Sache aber nicht, vor allem als heraus kommt, dass Jiriki die Regeln bricht, indem er Simon herholt. Sein Onkel ist zumindest alles andere als begeistert. Und jetzt darf Simon nicht mehr weg? Nach Jirikis Reaktion zu unterteilen, war das nicht ganz das, was er erwartet hatte...
Die Beschreibung der Reise hat mir auch sehr gut gefallen, besonders dass Gesang wohl der Schlüssel ist, um sich den Weg zu merken. Tolle Idee!
Dass Jiriki ein Risiko einging, war ihm bestimmt bewusst. Aber leider kommt es ja viel zu oft vor, dass die Reaktion auf solche "indirekten" Regelbrüche schwerwiegender ist, als angenommen. Obwohl mir Simon Leid tut (was für eine Aussicht, sein ganzes restliches Leben bei den fremdartigen Sithi zu verbringen, während die eigenen Freunde vermutlich massakriert werden  :entsetzt: ), tut mir Jiriki mehr Leid. Schließlich muss er erstmal die eigene Enttäuschung verarbeiten, dass seine Eltern seine Entscheidung bestrafen, und dann hat er bestimmt auch noch Gewissensbisse, was er Simon angetan hat.

Kapitel 23 - Tiefe Wasser
Ich weiß nicht so recht, was ich von Aspitis halten soll. Unsympathisch ist er mir auf alle Fälle, umso mehr, als Miriamel sich ja offenbar in ihn verschossen hat. Oder zumindest zeitweise.. (hoffe ich mal). Er scheint mir auch, mehr zu wissen, als er zugibt. Ich bezweifle, dass er Miriamels Geschichte so richtig glaubt. Außer er hat ohnehin schon mehr als einen Verdacht...
Und Miriamel sollte lieber besser aufpassen. Aspitis' Verhalten - seine offensichtlichen Annäherungsversuche - lassen mich Böses ahnen.
Gan Itai finde ich klasse. Die könnte sich durchaus zur Verbündeten entwickeln.
Aspitis kann ich überhaupt nicht leiden. Er ist für mich der Prototyp des selbstverliebten Lackaffen, der sich alles nimmt, was er will, und dabei auf andere überhaupt keine Rücksicht nimmt. Deinen bösen Ahnungen kann ich mich nur anschließen.  :entsetzt:
Gan Itai kann ich noch nicht so richtig einschätzen. Auf der einen Seite ist sie mir sympathisch und sie scheint gegenüber Miriamel "fürsorglich" zu sein. Doch hat sie schon bei der Entdeckung von Cadrach und Miriamel im Laderaum deutlich gemacht, dass die Sicherheit des Schiffes bei ihr an erster Stelle steht. Deswegen muss Aspitis meiner Meinung nach schon zu einer handfesten Gefahr für das Schiff werden, damit sie sich gegen ihn wendet.

Kapitel 24 - Hunde von Erchester
Josua und seine Mannen sind also nun wieder auf der Fluch. Was für ein Glück, dass Hotvig und weitere Männer (und Frauen und Kinder) zu ihnen stoßen. Das versöhnt mich wieder mit den Steppenbewohnern. Auch wie die Position des Anführers geschildert wird, kommt ziemlich glaubwürdig rüber.
Was für ein Glück, dass Geloe mal wieder im rechten Moment auftaucht, um einen Kampf zu verhindern. Aber sag mal, hat Deornoth immer noch keine Idee, wie sie das macht? Ich meine, er sagt dann zwar, dass er lieber nicht darüber nachdenkt, aber eigentlich ist das doch ziemlich offensichtlich, oder? Das kleine Detail mit seinem Vater fand ich übrigens sehr gut eingebracht. Knapp erwähnt, aber nicht so breit ausgewalzt, wie es bei solchen Themen sehr oft geschieht.
Die Verstärkung durch Hotvigs Leute kann Josua in jedem Fall gut gebrauchen. Auch wenn seine kleine Gruppe unauffälliger war, so war sie auch viel verletzbarer. Das haben die Stunden vor Hotvigs "Offenbarung" wieder sehr deutlich gemacht.
Bei Deornoth bin ich mir nicht sicher, inwieweit er überhaupt solche Gedanken zulassen würde, wie Du sie andeutest. Schließlich ist er Krieger und steht mit beiden Beinen fest auf dem Boden. Die Nornen hat er hautnah miterlebt und kann ihre Existenz daher nicht leugnen, aber alles was darüber hinausgeht, muss ihm wahrscheinlich eine Ohrfeige verpassen, ehe er es akzeptiert.  :zwinker:

Rachel ist wieder da! Was sie da allerdings plant, kann doch eigentlich gar nicht gut gehen. Ich nehme an, dass sie diejenige ist, die Pryrates angegriffen hat. Wobei es mich überrascht hat, dass sie überhaupt so weit kommt. Und Guthwulf nutzt seine Chance, auch wenn es für ihn alles andere als gut ausgeht. Aus seine Überlaufplänen wird also erst mal nichts mehr.
Dass Rachel so weit kam, hat mich nicht gewundert. Als Kammerfrau ist sie doch quasi der Inbegriff für Unsichtbarkeit. Keiner der Burgbewohner (zumindest der Höhergestellten) wird sie bewusst zur Kenntnis nehmen. Viel mehr habe ich mich über ihren (Über-)Mut gewundert. Von der Stärke, die sich am Anfang besaß, scheint nichts mehr übrig zu sein, nur noch Verzweiflung. Es tut mir weh, diesen Verfall mitzuerleben, besonders da Williams ihn so eindringlich deutlich macht.

... Fortsetzung folgt morgen, für heute bin ich zu müde ...
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Re: Tad Williams - Der Abschiedsstein (Osten Ard 2)
« Antwort #27 am: 08. Januar 2012, 17:43:06 »

Leider etwas später als geplant, aber besser als nie  :zwinker: kommen hier meine Eindrücke zu den letzten Kapiteln:

Kapitel 25 - Blütenblätter im Sturm

Simon tut mir sehr leid, wie er in Jao é-Tinukai'i gefangen sitzt und nichts tun kann. Zudem sind ihm die Sithi fremd - genau wie er ihnen - und außer Aditu und seltener Jiriki hat er keine Gefährten, da ihn die anderen Sithi eher als fremdes Tier denn als Gefährten betrachten. Mich wundert es besonders, dass anscheinend auch Sithi, die Simon schon von ihrem Trip zum Urmsheim kannten (Ki'ushapo und Sijandi), ihn offenbar meiden. Kein Wunder, dass Simon nur noch weg will!
Wie kläglich er dabei aber scheitert, ist trotz allem amüsant zu verfolgen. Mir scheint, dass Aditu ihn indirekt unterstützen will, wenn sie ihm sagt:
Zitat
"Sehr gut, Seoman", lobte ihn Aditu am nächsten Tag. Prüfend betrachtete sie das Shent-Brett und nickte. "Irreführung! Man entfernt sich von dem, was man eigentlich erreichen will. Du lernst."
"Es gelingt nicht immer", erwiderte er trübe.
Aditus Augen glitzerten. "Nein. Manchmal braucht man einen komplizierteren Plan. Aber es ist ein Anfang."
:daumen:
Währenddessen schlagen sich Binabik und Sludig immer weiter nach Süden zum Abschiedsstein durch. Dass die Hunen sie dabei sogar bis in den Aldheorte verfolgen, macht deutlich, dass sie scheinbar alle Ängste verloren haben.
Auch Ingen Jegger ist wieder da und furchtloser als zuvor. Der Auftrag, den er von der Nornenkönigin erhalten hat, geht über seine kühnsten Träume und sind in seinen Augen mehr wert als sein Leben. Ich ahne ganz schreckliches, denn jetzt jagt er jemand Größeres als unseren Küchenjungen und seine Freunde.  :entsetzt:
Die Begegnung Simons mit Amerasu war irgendwie gruselig. Ich hätte mir die Älteste der Sithi anders vorgestellt - viel aktiver und bestimmender. Doch die geballte Macht ihrer Erinnerungen hat sie ins Dunkle vertrieben, wo das Licht nicht so hell scheinen kann.  :aaa:


Kapitel 26 - Gemalte Augen

Miriamel tut mir echt leid. Schon wieder hat Cadrach sie im Stich gelassen und sich aus dem Staub gemacht. Inzwischen hätte ich jegliches Vertrauen in ihn verloren und würde ihm nicht mal bis zu meiner eigenen Nasespitze trauen, geschweige denn mehr.  :kommmalherfreundchen:
Immerhin gibt es noch Isgrimnur, der ihrer Fährte (ungefähr jedenfalls) folgt und sich Kwanitupul nähert. Ich frage mich allerdings, wie Miriamel dorthin kommen soll, wo sie doch gar nichts von Dinivans Plänen weiß??  :gruebel:
In der nächsten Szene hätte ich Miriamel ohrfeigen können - wieso nur lässt sie zu, dass Aspitis sie entjungfert?? Glaubt sie echt, dass es danach besser wäre und sich dieser Lackaffe um sie kümmern würde? Sie kann ihm doch nichtmal sagen, wer sie wirklich ist! Oh, so ein dummes Gör.  :grmpf:


Kapitel 27 - Der schwarze Schlitten

Binabik und Sludig werden immer noch von den Hunen verfolgt, doch können sie kurz vor knapp noch den Abschiedsstein erreichen und über den See fliehen, durch den ihnen die Hunen nicht folgen können. Allerdings kam es mir etwas merkwürdig vor, wie viel Zeit Binabik noch in den Bau des Floßes investiert, wenn er den Atem der Hunen eigentlich schon im Nacken spüren müsste. Während der erste Hune schon zu sehen ist, sagt Binabik seelenruhig, dass er noch 2 Lagen für das Floß brauchen würde. So langsam sind die Hunen nun auch wieder nicht.  :hm:
Währenddessen reist Eolair treu in Maegwins Auftrag durch die Lande auf der Suche nach Josua, trifft aber auf etwas, das er lieber nie gesehen hätte. Nach den Beschreibungen des Wagens zu urteilen, dürfte es sich um das selbe Nornengespann handeln, dass auch Simon ganz am Anfang auf dem Thisterborg gesehen hat. Was will die Rote Hand diesmal in Erchester?  :entsetzt:
Auch Isgrimnur, endlich in Kwanitupul angekommen, findet jemanden, den er nicht gesucht hatte: Camaris, der alte Kampfgefährte und beste Freund von Priester Johann lebt noch! Allerdings hat er sein Gedächtnis verloren ... Ich bin mir aber sehr sicher, dass er und sein altes Schwert Dorn wieder zusammenfinden werden.  :karate:


Kapitel 28 - Funken

Simon sitzt noch immer bei den Sithi fest und trotz der vielversprechenden Unterhaltung mit Amerasu geht es nicht vorwärts ("Überstürzen!", tobte Simon. "Bis hier irgendjemand eine Hand rührt, bin ich tot!"). Als dann endlich eine neue Versammlung einberufen wird, verläuft sie aber komplett anders, als irgendjemand gedacht hatte.  :entsetzt:
Bevor Amerasu alles über Inelukis Pläne offenbaren kann, taucht Utuk'ku höchstselbst im Scherben auf und bringt Amerasu durch ihr Werkzeug Ingen Jegger zum Schweigen. Das Chaos, dass herrschte, die Verwirrung und die Unsicherheit hat Williams so eindringlich beschrieben, dass mir selbst mulmig wurde, obwohl ich gemütlich auf der Couch saß.  :frieren:
Obwohl es ein schwerer Schlag für die Sithi war, ihre Älteste zu verlieren, hat es ihnen immerhin gezeigt, dass sie sich nicht dem entziehen können, was außerhalb ihrer versteckten Stadt vor sich geht. Ob beabsichtigt oder nicht, mit ihrer Tat hat Utuk'ku dafür gesorgt, dass die Sithi handeln werden. Ein erster Schritt ist die Freilassung von Simon, aber zweifellos wird die Mobilmachung nicht lange auf sich warten lassen. Jiriki selbst sagt ja klar, dass die Nornen eine Grenze überschritten haben, nach der es kein Zurück gibt.
Was mir übrigens etwas überstürzt vorkam: Kaum hatten Simon und Aditu Jao é-Tinukai'i verlassen, war Simon auch schon am Abschiedsstein. Irgendwie fehlte mir hier etwas, auch wenn ich den Finger nicht drauflegen kann.  :schulterzuck:

Fazit: Einige der verstreuten Truppenteile haben am Ende des 2. Bandes wieder zusammengefunden und nach vielen Flucht scheint es jetzt mit dem Abschiedsstein einen Ort zu geben, von dem aus zurückgeschlagen werden kann. Doch das "Wie" ist immer noch ein großes Rätsel.
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Llyren

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Re: Tad Williams - Der Abschiedsstein (Osten Ard 2)
« Antwort #28 am: 08. Januar 2012, 22:22:04 »

Bei Deornoth bin ich mir nicht sicher, inwieweit er überhaupt solche Gedanken zulassen würde, wie Du sie andeutest. Schließlich ist er Krieger und steht mit beiden Beinen fest auf dem Boden. Die Nornen hat er hautnah miterlebt und kann ihre Existenz daher nicht leugnen, aber alles was darüber hinausgeht, muss ihm wahrscheinlich eine Ohrfeige verpassen, ehe er es akzeptiert.  :zwinker:
Das ist natürlich auch wieder wahr. Der Prototyp eines bodenständigen Soldaten  :breitgrins:

Rachel ist wieder da! Was sie da allerdings plant, kann doch eigentlich gar nicht gut gehen. Ich nehme an, dass sie diejenige ist, die Pryrates angegriffen hat. Wobei es mich überrascht hat, dass sie überhaupt so weit kommt. Und Guthwulf nutzt seine Chance, auch wenn es für ihn alles andere als gut ausgeht. Aus seine Überlaufplänen wird also erst mal nichts mehr.
Dass Rachel so weit kam, hat mich nicht gewundert. Als Kammerfrau ist sie doch quasi der Inbegriff für Unsichtbarkeit. Keiner der Burgbewohner (zumindest der Höhergestellten) wird sie bewusst zur Kenntnis nehmen. Viel mehr habe ich mich über ihren (Über-)Mut gewundert. Von der Stärke, die sich am Anfang besaß, scheint nichts mehr übrig zu sein, nur noch Verzweiflung. Es tut mir weh, diesen Verfall mitzuerleben, besonders da Williams ihn so eindringlich deutlich macht.
Wobei ich andererseits sagen muss, dass ich ihren Mut schon bewundere. Und Verfall? Ich weiß nicht. Verzweiflung natürlich. Und eine gewisse Machtlosigkeit. Immerhin laufen ja alle Leute weg, die können. Da finde ich es andererseits beeindruckend, dass sie überhaupt bleibt.

Mich wundert es besonders, dass anscheinend auch Sithi, die Simon schon von ihrem Trip zum Urmsheim kannten (Ki'ushapo und Sijandi), ihn offenbar meiden. Kein Wunder, dass Simon nur noch weg will!
Ja, das finde ich auch seltsam. Gerade sie sollten Jirikis Schuld ihm gegenüber doch eher empfinden und ihn dementsprechend behandeln, oder?

Wie kläglich er dabei aber scheitert, ist trotz allem amüsant zu verfolgen. Mir scheint, dass Aditu ihn indirekt unterstützen will, wenn sie ihm sagt:
Zitat
"Sehr gut, Seoman", lobte ihn Aditu am nächsten Tag. Prüfend betrachtete sie das Shent-Brett und nickte. "Irreführung! Man entfernt sich von dem, was man eigentlich erreichen will. Du lernst."
"Es gelingt nicht immer", erwiderte er trübe.
Aditus Augen glitzerten. "Nein. Manchmal braucht man einen komplizierteren Plan. Aber es ist ein Anfang."
:daumen:
Ja, das kann ich mir durchaus vorstellen. Sehr gut gefällt mir hierbei auch, dass Aditu direkt zu sagen scheint, was sie meint. Wenn ihr langweilig ist, zeigt sie das auch. Jiriki ist da denke ich bedächtiger.

Die Begegnung Simons mit Amerasu war irgendwie gruselig. Ich hätte mir die Älteste der Sithi anders vorgestellt - viel aktiver und bestimmender. Doch die geballte Macht ihrer Erinnerungen hat sie ins Dunkle vertrieben, wo das Licht nicht so hell scheinen kann.  :aaa:
Bei Amerasu habe ich das Gefühl, dass sie alt ist. Nicht alterslos wie Jiriki, sondern alt. Entsprechend kommt auch, trotz all ihrer Weisheit und Macht, sehr deutlich ihre Zerbrechlichkeit zum Ausdruck.


Kapitel 26 - Gemalte Augen

Miriamel tut mir echt leid. Schon wieder hat Cadrach sie im Stich gelassen und sich aus dem Staub gemacht. Inzwischen hätte ich jegliches Vertrauen in ihn verloren und würde ihm nicht mal bis zu meiner eigenen Nasespitze trauen, geschweige denn mehr.  :kommmalherfreundchen:
Wobei es mir komisch vorkommt, dass er sie einfach im Stich lässt. So richtig will ich daran nicht glauben. Ich denke/hoffe eher, dass er sich absetzt, um Hilfe zu holen? Miriamel hinterrücks zu entführen? Oder so? ;-) Noch habe ich die Hoffnung bei ihm nicht aufgegeben.

In der nächsten Szene hätte ich Miriamel ohrfeigen können - wieso nur lässt sie zu, dass Aspitis sie entjungfert?? Glaubt sie echt, dass es danach besser wäre und sich dieser Lackaffe um sie kümmern würde? Sie kann ihm doch nichtmal sagen, wer sie wirklich ist! Oh, so ein dummes Gör.  :grmpf:
Dem kann ich nur zustimmen. :grmpf: Völlig überflüssig, aber vielleicht kommt ihr das ja hinterher noch. Gönnen würde ich es ihr.  :pueh:


Allerdings kam es mir etwas merkwürdig vor, wie viel Zeit Binabik noch in den Bau des Floßes investiert, wenn er den Atem der Hunen eigentlich schon im Nacken spüren müsste. Während der erste Hune schon zu sehen ist, sagt Binabik seelenruhig, dass er noch 2 Lagen für das Floß brauchen würde. So langsam sind die Hunen nun auch wieder nicht.  :hm:
Wobei die ja auch ziemlich groß sind und somit auch schon von weitem zu sehen sind. Deswegen hätte ich die Ausgangsentfernung einfach größer eingeschätzt.

Auch Isgrimnur, endlich in Kwanitupul angekommen, findet jemanden, den er nicht gesucht hatte: Camaris, der alte Kampfgefährte und beste Freund von Priester Johann lebt noch! Allerdings hat er sein Gedächtnis verloren ... Ich bin mir aber sehr sicher, dass er und sein altes Schwert Dorn wieder zusammenfinden werden.  :karate:
Das hat mich nun wirklich überrascht. Da denkt man, er ist nur da, um Tiamak aus der Klemme zu helfen, und dann so etwas. Womit sich natürlich die Frage stellt, ob Dinivan nicht etwas wusste und die beiden auch deshalb dorthin geschickt hat...


Bevor Amerasu alles über Inelukis Pläne offenbaren kann, taucht Utuk'ku höchstselbst im Scherben auf und bringt Amerasu durch ihr Werkzeug Ingen Jegger zum Schweigen. Das Chaos, dass herrschte, die Verwirrung und die Unsicherheit hat Williams so eindringlich beschrieben, dass mir selbst mulmig wurde, obwohl ich gemütlich auf der Couch saß.  :frieren:
Wobei ich ja immer noch finde, sie hätte die Pläne ruhig erst einmal trocken darlegen können, bevor sie es auf die dramatische und eindringliche Art und Weise versucht. Damit wüssten sowohl die Sithi als auch wir, was genau eigentlich los ist. Aber was soll's.


Obwohl es ein schwerer Schlag für die Sithi war, ihre Älteste zu verlieren, hat es ihnen immerhin gezeigt, dass sie sich nicht dem entziehen können, was außerhalb ihrer versteckten Stadt vor sich geht. Ob beabsichtigt oder nicht, mit ihrer Tat hat Utuk'ku dafür gesorgt, dass die Sithi handeln werden. Ein erster Schritt ist die Freilassung von Simon, aber zweifellos wird die Mobilmachung nicht lange auf sich warten lassen. Jiriki selbst sagt ja klar, dass die Nornen eine Grenze überschritten haben, nach der es kein Zurück gibt.
Allerdings habe ich noch so meine Zweifel, ob die Reaktion der Sithi unseren Helden direkt helfen wird. Mobilmachung klingt für uns logisch und sinnvoll, aber für die Sithi? Wer weiß...
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Myriel

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Re: Tad Williams - Der Abschiedsstein (Osten Ard 2)
« Antwort #29 am: 15. Januar 2012, 16:24:26 »

Dass Rachel so weit kam, hat mich nicht gewundert. Als Kammerfrau ist sie doch quasi der Inbegriff für Unsichtbarkeit. Keiner der Burgbewohner (zumindest der Höhergestellten) wird sie bewusst zur Kenntnis nehmen. Viel mehr habe ich mich über ihren (Über-)Mut gewundert. Von der Stärke, die sich am Anfang besaß, scheint nichts mehr übrig zu sein, nur noch Verzweiflung. Es tut mir weh, diesen Verfall mitzuerleben, besonders da Williams ihn so eindringlich deutlich macht.
Wobei ich andererseits sagen muss, dass ich ihren Mut schon bewundere. Und Verfall? Ich weiß nicht. Verzweiflung natürlich. Und eine gewisse Machtlosigkeit. Immerhin laufen ja alle Leute weg, die können. Da finde ich es andererseits beeindruckend, dass sie überhaupt bleibt.
Naja, welche Alternative hatte Rachel denn? Zum wem hätte sie weglaufen können? Ich will ihre Tat ja nicht schmälern, aber wenn sie gekonnt hätte, wäre sie vielleicht auch geflohen.

Mich wundert es besonders, dass anscheinend auch Sithi, die Simon schon von ihrem Trip zum Urmsheim kannten (Ki'ushapo und Sijandi), ihn offenbar meiden. Kein Wunder, dass Simon nur noch weg will!
Ja, das finde ich auch seltsam. Gerade sie sollten Jirikis Schuld ihm gegenüber doch eher empfinden und ihn dementsprechend behandeln, oder?
Dachte ich auch. Aber wer weiß schon, was in den Köpfen der Sithi vorgeht?

Sehr gut gefällt mir hierbei auch, dass Aditu direkt zu sagen scheint, was sie meint. Wenn ihr langweilig ist, zeigt sie das auch. Jiriki ist da denke ich bedächtiger.
Vielleicht macht sich hier der Altersunterschied bemerkbar?  :breitgrins:

Die Begegnung Simons mit Amerasu war irgendwie gruselig. Ich hätte mir die Älteste der Sithi anders vorgestellt - viel aktiver und bestimmender. Doch die geballte Macht ihrer Erinnerungen hat sie ins Dunkle vertrieben, wo das Licht nicht so hell scheinen kann.  :aaa:
Bei Amerasu habe ich das Gefühl, dass sie alt ist. Nicht alterslos wie Jiriki, sondern alt. Entsprechend kommt auch, trotz all ihrer Weisheit und Macht, sehr deutlich ihre Zerbrechlichkeit zum Ausdruck.
Das trifft es sehr gut.

Wobei es mir komisch vorkommt, dass er sie einfach im Stich lässt. So richtig will ich daran nicht glauben. Ich denke/hoffe eher, dass er sich absetzt, um Hilfe zu holen? Miriamel hinterrücks zu entführen? Oder so? ;-) Noch habe ich die Hoffnung bei ihm nicht aufgegeben.
Nein, ganz aufgeben möchte ich ihn auch nicht, aber das ist bei mir zumindest im Moment nur unbegründeter Optimismus (der Glaube an das Gute im Menschen oder so).  :rollen:

Allerdings kam es mir etwas merkwürdig vor, wie viel Zeit Binabik noch in den Bau des Floßes investiert, wenn er den Atem der Hunen eigentlich schon im Nacken spüren müsste. Während der erste Hune schon zu sehen ist, sagt Binabik seelenruhig, dass er noch 2 Lagen für das Floß brauchen würde. So langsam sind die Hunen nun auch wieder nicht.  :hm:
Wobei die ja auch ziemlich groß sind und somit auch schon von weitem zu sehen sind. Deswegen hätte ich die Ausgangsentfernung einfach größer eingeschätzt.
Schon möglich. Wenn der Wald sehr licht ist, kann man bestimmt weiter sehen. Allerdings hatte ich als Szene immer einen dichten, verstrüppten Wald in der Dämmerung vor Augen.  :zwinker:

Auch Isgrimnur, endlich in Kwanitupul angekommen, findet jemanden, den er nicht gesucht hatte: Camaris, der alte Kampfgefährte und beste Freund von Priester Johann lebt noch! Allerdings hat er sein Gedächtnis verloren ... Ich bin mir aber sehr sicher, dass er und sein altes Schwert Dorn wieder zusammenfinden werden.  :karate:
Das hat mich nun wirklich überrascht. Da denkt man, er ist nur da, um Tiamak aus der Klemme zu helfen, und dann so etwas. Womit sich natürlich die Frage stellt, ob Dinivan nicht etwas wusste und die beiden auch deshalb dorthin geschickt hat...
Dass Dinivan etwas wusste, kann ich mir nun wieder gar nicht vorstellen. Warum sollte er Camaris unter diesen unwürdigen Bedingungen und so weit weg von ihm selbst und jedem anderen Mitglied des Bundes der Schriftrolle halten? Wäre es nicht besser gewesen, ihn z.B. als Bettelmönch in die Sancellanische Ädonitis zu holen und ihn dort unter seiner Aufsicht zu behalten?

Bevor Amerasu alles über Inelukis Pläne offenbaren kann, taucht Utuk'ku höchstselbst im Scherben auf und bringt Amerasu durch ihr Werkzeug Ingen Jegger zum Schweigen. Das Chaos, dass herrschte, die Verwirrung und die Unsicherheit hat Williams so eindringlich beschrieben, dass mir selbst mulmig wurde, obwohl ich gemütlich auf der Couch saß.  :frieren:
Wobei ich ja immer noch finde, sie hätte die Pläne ruhig erst einmal trocken darlegen können, bevor sie es auf die dramatische und eindringliche Art und Weise versucht. Damit wüssten sowohl die Sithi als auch wir, was genau eigentlich los ist. Aber was soll's.
Also dramatisch fand ich nur den Auftritt von Utuk'ku und Ingen Jegger. Amerasu hat doch lediglich alle Sithi zusammengerufen und sie über ihre Erkenntnisse informieren wollen.  :gruebel:

Allerdings habe ich noch so meine Zweifel, ob die Reaktion der Sithi unseren Helden direkt helfen wird. Mobilmachung klingt für uns logisch und sinnvoll, aber für die Sithi? Wer weiß...
Stimmt schon. Die Sithi werden vielleicht gegen die Nornen vorgehen, aber in die menschlichen Kriege werden sie sich nicht zwangsweise einmischen wollen. Dennoch könnte das Josua & Co. genau die Zeit verschaffen, die sie benötigen. *hoff*
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