Jepp, die 9 mal 9 Tage, die sein Speer vor ihrer Tür stand, klingen für mich auch nach Verlobung. Was mir nicht so sehr einleuchtet ist, dass eine gebrochene Verlobung mit dem Tod bestraft werden soll. Da steckt doch garantiert noch mehr dahinter. 
Auf der Flucht wegen des anderen Vergehens und hat sie somit sitzengelassen?
Du meinst, sie war nur ein "zufälliges" Opfer, begründet durch sein eigentliches Verbrechen?

Gut möglich.
Cadrach hat sicherlich einige Wesenszüge, die auch die Perdruinenser haben, aber ich denke, bei ihm sind die Gründe etwas anders gelagert. Wenn er nur profitgierig wäre, hätte er Miriamel sicherlich an Elias Leute ausgeliefert und dafür eine dicke Belohnung kassiert. Dass er es aber nicht tut, sondern sie auf ihrer Reise begleitet und versucht, sie zu beschützen, zeigt für mich, dass er mehr Rückgrat hat als die Perdruinenser.
Direkt profitgierig nicht, aber er kann sich gut in die Situation einfühlen. Tendenziell halte ich ihn also auch eher für eigennützig. Und warum er Miriamel hilft, werden wir ja noch erfahren. Richtig bösen Willen werde ich mich jetzt noch nicht unterstellen, aber ich bezweifle, dass er ihr einfach so hilft...
Dein letzter Satz bringt es gut auf den Punkt. Jetzt müssen wir nur noch herausfinden, was der Grund für seine Hilfe ist.
Kapitel 3: EidbrecherQantaqa ist wieder da.

Ich habe mich schon gewundert, wo die Wölfin abgeblieben ist. Bei den Trollen scheinen ja eher die Widder als Reittiere normal zu sein, da dürfte eine Wölfin einen schweren Stand haben. Zum Glück scheint es ihr aber gut zu gehen.
Ganz anders dagegen Binabik: er hat im ersten Band so viel Rückgrat und Mut bewiesen, so dass ich nicht verstehen kann, wie er sich jetzt auf einmal so hängen lassen kann. Hat er sich völlig verausgabt und hat keine Reserven mehr? Oder fühlt er sich von seinem eigenen Volk verraten? Schließlich hat er die ganzen Abenteuer mit Simon auch bestritten, um die Trolle vor Elias und seinen unheimlichen Verbündeten zu beschützen, auch wenn die von der Gefahr noch gar nichts mitbekommen haben.
Simon bekommt von Jiriki dessen Spiegel geschenkt, mit dem er ihn um Hilfe bitten kann. Gut gefallen hat mir Jirikis Warnung, dass er sich aber nicht auf magische Weise zu Simon zaubern können würde.

Fragt sich nur, wann Simon den Spiegel benutzen wird.
Dass Simon doch kein Mondkalb mehr ist, zeigt sich, als er sowohl für sein als auch für Jirikis Problem eine Lösung findet: Binabik kann als Übersetzer dienen, so dass Simon und Haestan alles verstehen, während Jiriki zu seinem Volk zurückkehren kann. Da hat unser Mondkalb gut mitgedacht.

Und endlich erfahren wir auch, was Binabik vorgeworfen wird: er hat seine Eide gebrochen, sowohl als Lehrling des Troll-Schamanen, als auch gegenüber Sisqi, seiner Verlobten und Tochter des Herrscherpaares. Oh wei, da hat er sich aber was eingebrockt.
Kapitel 4: Eine Schale Calamint-TeeWas eigentlich zu einer triumphalen Rückkehr von einer erfolgreichen Belagerung werden sollte, wird für Elias eher zu einem Spießrutenlauf. Seine Untertanen stehen längst nicht mehr hinter ihm und nur die Straßenlagerer und anderes zwielichtiges Gesindel empfängt ihn in Erchester. Hat er aber auch nicht anders verdient!

Dass Guthwulf über das "Undenkbare" nachzudenken beginnt, hat ihm bei mir ein paar Pluspunkte beschert. Anscheinend hat wenigstens er noch moralische Grenzen, die Elias offenkundig überschritten hat.
Der Spitzname von Graf Streáwes Bodyguard, Lent "Avi Stetto" ist gut.

Und er macht ihm echt alle Ehre!
Ich frage mich, ob der "Freund", dem Graf Streáwe einen Gefallen schuldet, irgendwie mit der Kirche zu tun hat. Denn Benigaris als neuem Herrscher von Nabban traue ich solche Beziehungen nicht zu, auch nicht seiner Mutter. Und Elias würde nicht so verschlagen vorgehen.
Deornoth findet heraus, dass die Nornen mit ihnen nur Katz und Maus spielen. Was liegt mitten im Wald, vor dem sich die Nornen fürchten? Mit fällt nur Geloë ein, aber auch wenn sie besondere Kräfte hat - ist sie nicht nur eine einzige?
Berührend fand ich die Stelle, als Strangyeard und Deornoth während der Nachtwache miteinander geredet haben: über Strangyeards Furcht davor, seine geliebten Buchstaben Tag für Tag immer mehr verblassen zu sehen - und Deornoths Angebot, ihm vorzulesen, wenn es soweit sein könnte.
