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Autor Thema: Tad Williams - Der Abschiedsstein (Osten Ard 2)  (Gelesen 525 mal)

nimue

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Tad Williams - Der Abschiedsstein (Osten Ard 2)
« am: 06. Oktober 2011, 07:04:58 »

Hallo ihr Lieben,

hier gehts weiter für euch mit dem 2. Teil. Viel Spaß! :winken:

Liebe Grüße
nimue
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Wenn Du keinen Menschen töten kannst - gut; kannst Du kein Vieh und keine Vögel töten - noch besser; keine Fische und Insekten - noch besser. Bemüh Dich, soweit wie möglich zu kommen. Grüble nicht, was möglich ist und was nicht. Tu, was Du mit Deinen Kräften zustande bringst. Darauf kommt alles an. (Leo Tolstoi)

Llyren

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Re: Tad Williams - Der Abschiedsstein (Osten Ard 2)
« Antwort #1 am: 06. Oktober 2011, 08:33:47 »

Juhu! Vielen Dank, nimue!  :klatschen:

Tad Williams - Der Abschiedsstein



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Über dem einst so schönen Land Osten Ard liegt düster drohen der Schatten des untoten Elbenprinzen Ineluki, der als Sturmkönig die Herrschaft der Elben in Osten Ard erneuern und, um altes Unrecht zu rächen, die Menschheit ausrotten will. Seine Verbündete ist die Nornenkönigin Utuk'ku, die ihre Jahrtausende hinter einer Silbermaske verbirgt. Auf dem Hochhorst, einst Mittelpunkt eines blühenden Reiches, herrschen Inelukis Kreaturen: der finstere Hochkönig Elias und sein unheimlicher Ratgeber, der scharlachrote Priester Pryrates. Durch hinterhältigen Mord und offenen Krieg haben sie den größten Teil des Landes in ihre Gewalt gebracht, unterstützt von Inelukis Kriegern, den bleichen Nornen, und einem grausamen Winter, der alle anderen Jahreszeiten verdrängt hat; Inelukis Zauberkraft hat ihn hervorgebracht.
Aber noch regt sich Widerstand in Osten Ard. Prinz Josua Ohnehand, der jüngere Bruder des Hochkönigs, hat die Zerstörung seiner Festung Naglimund überlebt und ein Häuflein Getreuer um sich geschart. Zu seinen Helfern zählt auch Simon Schneelocke, ein junger Mann geheimnisvoller Herkunft. Er hat für Josua das Zauberschwert "Dorn" vom Drachenbrg geholt. Auf dem Rückweg nach Süden befreit er auf dem Berg Mintahoq seine Freunde Binabik und Sludig aus der Gefangenschaft der Trolle, entgeht knapp dem Mordanschlag der dämonischen Skodi und wird schließlich von Jiriki, dem Elbenprinzen, gerettet. In der verborgenen Stadt der Sithi verwirrt Jirikis Schwester Aditu seine Sinne. Aber noch hat Simon Miriamel nicht vergessen, Elias' einzige Tochter, die als Novize verkleidet durchs Land irrt. Ihr Begleiter ist der undurchsichtige Mönch Cadrach, der nicht verhindern kann, daß die junge Prinzessin ihre Unschuld an den aalglatten Schönling Graf Aspitis verliert. An Josuas Seite wiederum kämpft die schöne, wilde Vara, ein Kind der Steppe, das für den einhändigen Prinzen Leben und Ehre aufs Spiel setzt. Sie alle führt der Weg in die uralte Festung der Sithi auf dem Abschiedsstein, einem steilen Felsberg mitten im Grasland. Von dort aus beginnt der letzte Kampf um Osten Ard.
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Llyren

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Re: Tad Williams - Der Abschiedsstein (Osten Ard 2)
« Antwort #2 am: 08. Oktober 2011, 00:49:36 »

Na dann mache ich mal den Anfang:
Das Gedicht zu Beginn hat mir schon mal sehr gut gefallen, perfekt zur Einstimmung. Den Prolog danach finde ich interessant: Uns wird der Fall Naglimunds vor Augen geführt, schon mal ein sehr trübsinniges Bild...

Kapitel 1 - Die Musik der Höhen
Ich bin schon sehr gespannt darauf, welches Verbrechen Binabik vorgeworfen wird. Fragt mich nicht, warum, aber schon im letzten Teil kam mir so der Gedanken, dass ihm vielleicht der Tod seines Meisters zur Last gelegt wird. Aus welchen Gründen auch immer. Andererseits hörte sich diese Szene im Loch eher so danach an, dass er ein Versprechen nicht gehalten hatte. Verlobung vielleicht? So von wegen Speer vor der Tür.
Weil er fliehen musste?
Trollkönig und -königin werden Hirte und Jägerin genannt. Aber wieso sagt Simon, dass ihn das verwirrt? Wenn sie ihm doch gefährlicher vorkommt, macht der Titel Jägerin doch erst recht Sinn, oder?  :gruebel:

Kapitel 2 - Masken und Schatten
Hier bin ich mal wieder über ein sehr schönes Zitat gestolpert: "Hinter der unbeständigen Grenze des Feuerscheins harrten geduldig Nebel, Kälte und Finsternis"
Immerhin ein knappes Dutzend ist Naglimund entkommen und hat sich in den Wald geflüchtet, wo sie nun mutlos herumsitzen.
Das habe ich doch richig verstanden, Gutrun näht sich aus ihrem Rock eine Hose, oder? :-D
Als dann Ostrael auftauchte, dachte ich mir gleich "War der nicht tot?". Sehr schön, dass Einskaldir da meiner Meinung ist und ihn als Bessessenen/Zombie/Gestaltwandler? entlarvt. Sehr praktisch denkend, der Mann gefällt mir ;-)

Cadrach bleibt geheimnisvoll. Einerseits ist er vermutlich gut in seiner Rolle, Miriamel sicher und verdeckt an ihr Ziel zu bringen. Untertauchen scheint ihm zu liegen...
Andererseits traue ich ihm einfach nicht. Besonders als er sich dann noch Geld von ihr erbittet. Das erinnert mich an den Trick, mit dem er Simon hereinlegen wollte.
Die Einsichten, die er über Perdruin widergibt, sind interessant. Besonders der Punkt mit der Sprache hat mir gefallen. Und auch interessant, welche Einstellung da von Cadrach rüberzukommen scheint. Ob er sich auch in so einer Rolle sieht?
Zumindest scheinen sie vorläufig bei jemandem gelandet zu sein, der sie kennt und hoffentlich unterstützen kann. Wir werden sehen.
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Myriel

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Re: Tad Williams - Der Abschiedsstein (Osten Ard 2)
« Antwort #3 am: 09. Oktober 2011, 11:17:27 »

So, da bin ich auch.  :winken:
Als Abwechslung zu "Twin-Pryx" habe ich gestern Abend die ersten beiden Kapital gelesen.

Das Gedicht zu Beginn hat mir schon mal sehr gut gefallen, perfekt zur Einstimmung. Den Prolog danach finde ich interessant: Uns wird der Fall Naglimunds vor Augen geführt, schon mal ein sehr trübsinniges Bild...
Die Einstimmung war echt gut gemacht. Zwar musste ich erstmal überlegen, wer Hengfisk nochmal war, aber dann hat es Klick gemacht.
Ein kleines, gut gemachtes aber dafür umso grausigeres Detail: Die Nornen foltern Hengfisk nicht mit Taten, sondern sie flüstern ihm "nur" Worte ins Ohr.  :aaa:

Kapitel 1 - Die Musik der Höhen
Andererseits hörte sich diese Szene im Loch eher so danach an, dass er ein Versprechen nicht gehalten hatte. Verlobung vielleicht? So von wegen Speer vor der Tür.
Weil er fliehen musste?
Jepp, die 9 mal 9 Tage, die sein Speer vor ihrer Tür stand, klingen für mich auch nach Verlobung. Was mir nicht so sehr einleuchtet ist, dass eine gebrochene Verlobung mit dem Tod bestraft werden soll. Da steckt doch garantiert noch mehr dahinter.  :schulterzuck:

Trollkönig und -königin werden Hirte und Jägerin genannt. Aber wieso sagt Simon, dass ihn das verwirrt? Wenn sie ihm doch gefährlicher vorkommt, macht der Titel Jägerin doch erst recht Sinn, oder?  :gruebel:
Dito. Wenn die Königin gefährlicher erscheint als der König, dann macht es mehr Sinn, dass sie die "Jägerin" und er der "Hirte" ist.

Kapitel 2 - Masken und Schatten
Immerhin ein knappes Dutzend ist Naglimund entkommen und hat sich in den Wald geflüchtet, wo sie nun mutlos herumsitzen.
Das habe ich doch richig verstanden, Gutrun näht sich aus ihrem Rock eine Hose, oder? :-D
Aaah, das macht Sinn. An der Stelle bin ich nämlich ins Stolpern geraten und konnte nicht nachvollziehen, was Gutrun und auch Vater Strangyeard tun.  :redface:

Als dann Ostrael auftauchte, dachte ich mir gleich "War der nicht tot?". Sehr schön, dass Einskaldir da meiner Meinung ist und ihn als Bessessenen/Zombie/Gestaltwandler? entlarvt. Sehr praktisch denkend, der Mann gefällt mir ;-)
Auch hier muss ich wieder diesen Smilie nutzen:  :redface:  Ich war mir nämlich nicht sicher, was Ostrael während der Schlacht um Naglimund wiederfahren ist.

Cadrach bleibt geheimnisvoll. Einerseits ist er vermutlich gut in seiner Rolle, Miriamel sicher und verdeckt an ihr Ziel zu bringen. Untertauchen scheint ihm zu liegen...
Andererseits traue ich ihm einfach nicht. Besonders als er sich dann noch Geld von ihr erbittet. Das erinnert mich an den Trick, mit dem er Simon hereinlegen wollte.
Was mich zusätzlich gegen ihn einnimmt, ist seine Alkoholabhängigkeit oder zumindest sein übermäßiger Alkoholkonsum.  :boahnee:  Doch gänzlich unsympathisch ist mir der Kerl trotzdem nicht.  :gruebel:

Die Einsichten, die er über Perdruin widergibt, sind interessant. Besonders der Punkt mit der Sprache hat mir gefallen. Und auch interessant, welche Einstellung da von Cadrach rüberzukommen scheint. Ob er sich auch in so einer Rolle sieht?
Zumindest scheinen sie vorläufig bei jemandem gelandet zu sein, der sie kennt und hoffentlich unterstützen kann. Wir werden sehen.

Cadrach hat sicherlich einige Wesenszüge, die auch die Perdruinenser haben, aber ich denke, bei ihm sind die Gründe etwas anders gelagert. Wenn er nur profitgierig wäre, hätte er Miriamel sicherlich an Elias Leute ausgeliefert und dafür eine dicke Belohnung kassiert. Dass er es aber nicht tut, sondern sie auf ihrer Reise begleitet und versucht, sie zu beschützen, zeigt für mich, dass er mehr Rückgrat hat als die Perdruinenser.

Ob die beiden bei Graf Stréawe gut aufgehoben sind, kann ich noch nicht sagen. So, wie er am Ende des Kapitels deutlich macht, dass er jetzt auch ihr Herr ist, verheißt für mich nicht unbedingt was Gutes.  :rollen:
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Llyren

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Re: Tad Williams - Der Abschiedsstein (Osten Ard 2)
« Antwort #4 am: 10. Oktober 2011, 21:51:18 »

Das Gedicht zu Beginn hat mir schon mal sehr gut gefallen, perfekt zur Einstimmung. Den Prolog danach finde ich interessant: Uns wird der Fall Naglimunds vor Augen geführt, schon mal ein sehr trübsinniges Bild...
Die Einstimmung war echt gut gemacht. Zwar musste ich erstmal überlegen, wer Hengfisk nochmal war, aber dann hat es Klick gemacht.
Ein kleines, gut gemachtes aber dafür umso grausigeres Detail: Die Nornen foltern Hengfisk nicht mit Taten, sondern sie flüstern ihm "nur" Worte ins Ohr.  :aaa:
Ja, ziemlich unheimlich. Bilde ich mir das ein, oder war im ersten Teil schon mal so eine Szene, wo jemand nur mit Worten gefoltert wurde?

Zitat von: Myriel
Andererseits hörte sich diese Szene im Loch eher so danach an, dass er ein Versprechen nicht gehalten hatte. Verlobung vielleicht? So von wegen Speer vor der Tür.
Weil er fliehen musste?
Jepp, die 9 mal 9 Tage, die sein Speer vor ihrer Tür stand, klingen für mich auch nach Verlobung. Was mir nicht so sehr einleuchtet ist, dass eine gebrochene Verlobung mit dem Tod bestraft werden soll. Da steckt doch garantiert noch mehr dahinter.  :schulterzuck:
Auf der Flucht wegen des anderen Vergehens und hat sie somit sitzengelassen?

Zitat von: Myriel
Als dann Ostrael auftauchte, dachte ich mir gleich "War der nicht tot?". Sehr schön, dass Einskaldir da meiner Meinung ist und ihn als Bessessenen/Zombie/Gestaltwandler? entlarvt. Sehr praktisch denkend, der Mann gefällt mir ;-)
Auch hier muss ich wieder diesen Smilie nutzen:  :redface:  Ich war mir nämlich nicht sicher, was Ostrael während der Schlacht um Naglimund wiederfahren ist.
Doch, das wusste ich noch: etwa eine halbe bis eine Seite, auf der zunächst noch etwas von seiner Familie erzählt wird. Dabei dachte ich mir schon so: oje, das klingt nicht gut  :breitgrins:

Zitat von: Myriel
Cadrach hat sicherlich einige Wesenszüge, die auch die Perdruinenser haben, aber ich denke, bei ihm sind die Gründe etwas anders gelagert. Wenn er nur profitgierig wäre, hätte er Miriamel sicherlich an Elias Leute ausgeliefert und dafür eine dicke Belohnung kassiert. Dass er es aber nicht tut, sondern sie auf ihrer Reise begleitet und versucht, sie zu beschützen, zeigt für mich, dass er mehr Rückgrat hat als die Perdruinenser.
Direkt profitgierig nicht, aber er kann sich gut in die Situation einfühlen. Tendenziell halte ich ihn also auch eher für eigennützig. Und warum er Miriamel hilft, werden wir ja noch erfahren. Richtig bösen Willen werde ich mich jetzt noch nicht unterstellen, aber ich bezweifle, dass er ihr einfach so hilft...
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Re: Tad Williams - Der Abschiedsstein (Osten Ard 2)
« Antwort #5 am: 11. Oktober 2011, 22:08:09 »

Zitat von: Myriel
Jepp, die 9 mal 9 Tage, die sein Speer vor ihrer Tür stand, klingen für mich auch nach Verlobung. Was mir nicht so sehr einleuchtet ist, dass eine gebrochene Verlobung mit dem Tod bestraft werden soll. Da steckt doch garantiert noch mehr dahinter.  :schulterzuck:
Auf der Flucht wegen des anderen Vergehens und hat sie somit sitzengelassen?
Du meinst, sie war nur ein "zufälliges" Opfer, begründet durch sein eigentliches Verbrechen?  :gruebel:  Gut möglich.

Zitat von: Myriel
Cadrach hat sicherlich einige Wesenszüge, die auch die Perdruinenser haben, aber ich denke, bei ihm sind die Gründe etwas anders gelagert. Wenn er nur profitgierig wäre, hätte er Miriamel sicherlich an Elias Leute ausgeliefert und dafür eine dicke Belohnung kassiert. Dass er es aber nicht tut, sondern sie auf ihrer Reise begleitet und versucht, sie zu beschützen, zeigt für mich, dass er mehr Rückgrat hat als die Perdruinenser.
Direkt profitgierig nicht, aber er kann sich gut in die Situation einfühlen. Tendenziell halte ich ihn also auch eher für eigennützig. Und warum er Miriamel hilft, werden wir ja noch erfahren. Richtig bösen Willen werde ich mich jetzt noch nicht unterstellen, aber ich bezweifle, dass er ihr einfach so hilft...
Dein letzter Satz bringt es gut auf den Punkt. Jetzt müssen wir nur noch herausfinden, was der Grund für seine Hilfe ist.  :zwinker:


Kapitel 3: Eidbrecher
Qantaqa ist wieder da.  :klatschen:
Ich habe mich schon gewundert, wo die Wölfin abgeblieben ist. Bei den Trollen scheinen ja eher die Widder als Reittiere normal zu sein, da dürfte eine Wölfin einen schweren Stand haben. Zum Glück scheint es ihr aber gut zu gehen.
Ganz anders dagegen Binabik: er hat im ersten Band so viel Rückgrat und Mut bewiesen, so dass ich nicht verstehen kann, wie er sich jetzt auf einmal so hängen lassen kann. Hat er sich völlig verausgabt und hat keine Reserven mehr? Oder fühlt er sich von seinem eigenen Volk verraten? Schließlich hat er die ganzen Abenteuer mit Simon auch bestritten, um die Trolle vor Elias und seinen unheimlichen Verbündeten zu beschützen, auch wenn die von der Gefahr noch gar nichts mitbekommen haben.
Simon bekommt von Jiriki dessen Spiegel geschenkt, mit dem er ihn um Hilfe bitten kann. Gut gefallen hat mir Jirikis Warnung, dass er sich aber nicht auf magische Weise zu Simon zaubern können würde.  :breitgrins:  Fragt sich nur, wann Simon den Spiegel benutzen wird.
Dass Simon doch kein Mondkalb mehr ist, zeigt sich, als er sowohl für sein als auch für Jirikis Problem eine Lösung findet: Binabik kann als Übersetzer dienen, so dass Simon und Haestan alles verstehen, während Jiriki zu seinem Volk zurückkehren kann. Da hat unser Mondkalb gut mitgedacht.  :zwinker:
Und endlich erfahren wir auch, was Binabik vorgeworfen wird: er hat seine Eide gebrochen, sowohl als Lehrling des Troll-Schamanen, als auch gegenüber Sisqi, seiner Verlobten und Tochter des Herrscherpaares. Oh wei, da hat er sich aber was eingebrockt.  :entsetzt:

Kapitel 4: Eine Schale Calamint-Tee
Was eigentlich zu einer triumphalen Rückkehr von einer erfolgreichen Belagerung werden sollte, wird für Elias eher zu einem Spießrutenlauf. Seine Untertanen stehen längst nicht mehr hinter ihm und nur die Straßenlagerer und anderes zwielichtiges Gesindel empfängt ihn in Erchester. Hat er aber auch nicht anders verdient!  :pueh:
Dass Guthwulf über das "Undenkbare" nachzudenken beginnt, hat ihm bei mir ein paar Pluspunkte beschert. Anscheinend hat wenigstens er noch moralische Grenzen, die Elias offenkundig überschritten hat.
Der Spitzname von Graf Streáwes Bodyguard, Lent "Avi Stetto" ist gut.  :lachen:  Und er macht ihm echt alle Ehre!
Ich frage mich, ob der "Freund", dem Graf Streáwe einen Gefallen schuldet, irgendwie mit der Kirche zu tun hat. Denn Benigaris als neuem Herrscher von Nabban traue ich solche Beziehungen nicht zu, auch nicht seiner Mutter. Und Elias würde nicht so verschlagen vorgehen.
Deornoth findet heraus, dass die Nornen mit ihnen nur Katz und Maus spielen. Was liegt mitten im Wald, vor dem sich die Nornen fürchten? Mit fällt nur Geloë ein, aber auch wenn sie besondere Kräfte hat - ist sie nicht nur eine einzige?
Berührend fand ich die Stelle, als Strangyeard und Deornoth während der Nachtwache miteinander geredet haben: über Strangyeards Furcht davor, seine geliebten Buchstaben Tag für Tag immer mehr verblassen zu sehen - und Deornoths Angebot, ihm vorzulesen, wenn es soweit sein könnte.  :anbet:
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Llyren

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Re: Tad Williams - Der Abschiedsstein (Osten Ard 2)
« Antwort #6 am: 11. Oktober 2011, 23:56:43 »

Zitat von: Myriel
Kapitel 3: Eidbrecher
Qantaqa ist wieder da.  :klatschen:
Ich habe mich schon gewundert, wo die Wölfin abgeblieben ist. Bei den Trollen scheinen ja eher die Widder als Reittiere normal zu sein, da dürfte eine Wölfin einen schweren Stand haben. Zum Glück scheint es ihr aber gut zu gehen.
Ja!  :klatschen:
Mich würde wirklich interessieren, was in der Höhle ist, in die Simon ihr am Ende des Ausflugs nicht mehr gefolgt ist...

Zitat von: Myriel
Ganz anders dagegen Binabik: er hat im ersten Band so viel Rückgrat und Mut bewiesen, so dass ich nicht verstehen kann, wie er sich jetzt auf einmal so hängen lassen kann. Hat er sich völlig verausgabt und hat keine Reserven mehr? Oder fühlt er sich von seinem eigenen Volk verraten? Schließlich hat er die ganzen Abenteuer mit Simon auch bestritten, um die Trolle vor Elias und seinen unheimlichen Verbündeten zu beschützen, auch wenn die von der Gefahr noch gar nichts mitbekommen haben.
Stimmt schon. Aber auf der anderen Seite ist es für ihn vermutlich auch nicht so einfach. Immerhin hat er seine Eide gebrochen, aus welchen Gründen auch immer. Und dazu steht er auch. Wenn der Preis dafür jetzt sein Tod ist, dann ist er bereit, das zu akzeptieren.
Aber du hast natürlich Recht: Langsam sollte er sich wieder am Riehmen reißen, immerhin haben sie ja noch einen Auftrag zu erfüllen.

Zitat von: Myriel
Und endlich erfahren wir auch, was Binabik vorgeworfen wird: er hat seine Eide gebrochen, sowohl als Lehrling des Troll-Schamanen, als auch gegenüber Sisqi, seiner Verlobten und Tochter des Herrscherpaares. Oh wei, da hat er sich aber was eingebrockt.  :entsetzt:
Dieser tanzende Herolg ( :breitgrins:) ist mir unheimlich unsympathisch und ich finde es schade, dass die Trolle hier als sehr abergläubisch rüberkommen. Hatte ihnen nicht schon Jiriki vielleicht erzählt, dass der anhaltende Winter Anzeichen eines größeren Übels ist?

Zitat von: Myriel
Kapitel 4: Eine Schale Calamint-Tee
Dass Guthwulf über das "Undenkbare" nachzudenken beginnt, hat ihm bei mir ein paar Pluspunkte beschert. Anscheinend hat wenigstens er noch moralische Grenzen, die Elias offenkundig überschritten hat.
Ganz eindeutig. Allerdings habe ich so meine Zweifel, ob das gut geht. Was hat er denn vor? Pryrates töten? Das hatte er ja eigentlich schon wieder verworfen. Elias töten? Ist wohl das Naheliegendste, aber ich glaube es trotzdem nicht. Leid stehlen vielleicht?

Zitat von: Myriel
Ich frage mich, ob der "Freund", dem Graf Streáwe einen Gefallen schuldet, irgendwie mit der Kirche zu tun hat. Denn Benigaris als neuem Herrscher von Nabban traue ich solche Beziehungen nicht zu, auch nicht seiner Mutter. Und Elias würde nicht so verschlagen vorgehen.
Mein Gefühl sagt auch eher, dass dieser "Freund" auch tatsächlich auf Miriamels Seite ist. Auch ihre Zwangsfestsetzung war doch letztendlich eine gute Sache: Stellt euch vor, sie wäre nach Nabban gekommen und Benigaris in die Arme gelaufen! Eine Auslieferung an Elias wäre da wohl das mindeste gewesen.

Zitat von: Myriel
Deornoth findet heraus, dass die Nornen mit ihnen nur Katz und Maus spielen. Was liegt mitten im Wald, vor dem sich die Nornen fürchten? Mit fällt nur Geloë ein, aber auch wenn sie besondere Kräfte hat - ist sie nicht nur eine einzige?
Außerdem wird sie ja ohnehin schon belagert und steht kurz vor der Flucht. Ich glaube nicht, dass sie eine sehr große Gefahr darstellt.
Mir ist auch nicht klar, warum die Nornen sie nicht tatsächlich einfach angreifen. Wollen sie einerseits jemanden lebendig und andererseits die ganze Truppe vom Herz fernhalten?  :gruebel:

Zitat von: Myriel
Berührend fand ich die Stelle, als Strangyeard und Deornoth während der Nachtwache miteinander geredet haben: über Strangyeards Furcht davor, seine geliebten Buchstaben Tag für Tag immer mehr verblassen zu sehen - und Deornoths Angebot, ihm vorzulesen, wenn es soweit sein könnte.  :anbet:
Unbeding! Deornoth ist mir ja eh sehr sympathisch. Er ist ja auch derjenige, der die Nerven behält und auch Josua mal wieder aufrüttelt!
Jetzt mache ich mir natürlich Sorgen um ihn, verletzt ist er definitiv, fragt sich nur, wie schwer...
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Re: Tad Williams - Der Abschiedsstein (Osten Ard 2)
« Antwort #7 am: 12. Oktober 2011, 19:31:46 »

Zitat von: Myriel
Kapitel 3: Eidbrecher
Qantaqa ist wieder da.  :klatschen:
Ich habe mich schon gewundert, wo die Wölfin abgeblieben ist. Bei den Trollen scheinen ja eher die Widder als Reittiere normal zu sein, da dürfte eine Wölfin einen schweren Stand haben. Zum Glück scheint es ihr aber gut zu gehen.
Ja!  :klatschen:
Mich würde wirklich interessieren, was in der Höhle ist, in die Simon ihr am Ende des Ausflugs nicht mehr gefolgt ist...
Auf Grund dessen, dass er in Sisqi die Trollin (sag man Trollin?) wiedererkennt, die ihn eben vor dieser Höhle mit dem Speer bedroht hat, denke ich, dass es Sisqis Höhle ist und sie sich um Qantaqa kümmert. Immerhin ist Qantaqa eng mit Binabik verbunden und vielleicht versucht Sisqi, ihre "Schuldgefühle" wegen der Anklage von Binabik an Qantaqa wieder gut zu machen.  :schulterzuck:

Dieser tanzende Herolg ( :breitgrins:) ist mir unheimlich unsympathisch und ich finde es schade, dass die Trolle hier als sehr abergläubisch rüberkommen. Hatte ihnen nicht schon Jiriki vielleicht erzählt, dass der anhaltende Winter Anzeichen eines größeren Übels ist?
Au ja, der ist mir auch total unsympathisch.  :grmpf:  Ich habe den Eindruck, dass sein Hass aus Neid resultiert. So wie er sich aufführt, wäre er wohl selbst gern der Lehrling des Singenden Mannes geworden, der aber statt dessen wohl Binabik erwählt hat. Und wie es klingt, war es eine ungewöhnliche Wahl, da Binabik wohl aus einer "unteren" Schicht stammt.

Zitat von: Myriel
Kapitel 4: Eine Schale Calamint-Tee
Dass Guthwulf über das "Undenkbare" nachzudenken beginnt, hat ihm bei mir ein paar Pluspunkte beschert. Anscheinend hat wenigstens er noch moralische Grenzen, die Elias offenkundig überschritten hat.
Ganz eindeutig. Allerdings habe ich so meine Zweifel, ob das gut geht. Was hat er denn vor? Pryrates töten? Das hatte er ja eigentlich schon wieder verworfen. Elias töten? Ist wohl das Naheliegendste, aber ich glaube es trotzdem nicht. Leid stehlen vielleicht?
Elias zu töten ist wirklich das Naheliegendste an seiner Stelle, aber ich glaube auch nicht, dass er sich dafür entscheidet. Immerhin ist er sein Hochkönig und dazu sogar noch Freund (gewesen). Das dürfte wohl das allerletzte Mittel für ihn sein.

Zitat von: Myriel
Deornoth findet heraus, dass die Nornen mit ihnen nur Katz und Maus spielen. Was liegt mitten im Wald, vor dem sich die Nornen fürchten? Mit fällt nur Geloë ein, aber auch wenn sie besondere Kräfte hat - ist sie nicht nur eine einzige?
Außerdem wird sie ja ohnehin schon belagert und steht kurz vor der Flucht. Ich glaube nicht, dass sie eine sehr große Gefahr darstellt.
Mir ist auch nicht klar, warum die Nornen sie nicht tatsächlich einfach angreifen. Wollen sie einerseits jemanden lebendig und andererseits die ganze Truppe vom Herz fernhalten?  :gruebel:
Genau so klingt es - einerseits wollen sie alle vom Herz des Waldes fernhalten, aber sie können sie nicht einfach so angreifen, weil sie fürchten müssen, denjenigen, den sie unbedingt lebendig haben wollen, dabei "aus Versehen" zu töten. Strangyeards Vermutung, dass er derjenige sein könnte, finde ich gar nicht so abwegig. Immerhin verfolgen die Nornen auch eigene Pläne und werden sich nicht zu Spürhunden in Elias Diensten degradieren lassen, die seinen flüchtigen Bruder verfolgen.
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Llyren

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Re: Tad Williams - Der Abschiedsstein (Osten Ard 2)
« Antwort #8 am: 18. Oktober 2011, 08:33:43 »

Kapitel 5 - Im Haus des Singenden Mannes
Und tatsächlich werden die beiden zum Tode verurteilt. :grmpf: Finde ich sehr schade, denn ich hätte den Qanuk da mehr Gnade(?) und Offenheit zugetraut.
Erst nachdem Sisqi (ich bin übrigens heilfroh, dass die Namen meist abgekürzt werden, denn die volle Variante ist mir ganz eindeutig zu lang und unleserlich) unsere Freunde befreit hat und dabei Binabik entsprechend bearbeiten musste, sehen die Qanuk ihren Irrtum ein. Na ja, wenigstens etwas, schätze ich.
Ein sehr schönes Detail fand ich ich die Spuren, die Qantaqa im Haus des Singenden Mannes hinterlassen hat :breitgrins:


Kapitel 6 - Die namenlosen Toten
Ach, es gibt sogar ein Lied "Der Stein des Abschieds"? Das hat doch bestimmt irgend etwas mit dem tatsächlichen Stein zu tun...
Aber eine romantisch, tragische Handlung? Da bin ich ja mal gespannt.
Guthwulf hat da etwas naiv-optimistische Vorstellungen: Glaubt er allen Ernstes, dass eine Aussprache mit Elias noch möglich ist?
Mich würde ja interessieren, woher die Nornen das mit der Suche nach Dorn wissen. Ingen Jegger trifft ja erst danach bei der Königin ein, um ihr zu "berichten". Haben sie vielleicht die Gruppe um Josua belauscht? Immerhin wissen sie jetzt, dass diese kein großes Schwert hat.
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Re: Tad Williams - Der Abschiedsstein (Osten Ard 2)
« Antwort #9 am: 19. Oktober 2011, 21:47:45 »

Kapitel 7 - Flächenbrand
Ich kann sehr gut nachfühlen, dass Miriamel so wütend auf Cadrachs Verrat reagiert. Obwohl, ganz so drastisch und einfach, wie sie es behauptet, ist es meiner Meinung nach nicht. Und tatsächlich treffen wir auf keinen neuen Feind, sondern auf Vater Dinivan, der Padreic interessanterweise auch kennt. Und was das wohl für ein Orden ist? Die Kirche wohl eher nicht, oder? Und der Bund der Schriftrolle wohl auch eher nicht. Hoffentlich erfährt man noch mehr über Cadrachs Vergangenheit. Übrigens hat Dinivan ihn sehr schön charakterisiert, das deckt sich in etwa mit dem Eindruck, den wir ebenfalls von ihm hatten.
Interessant auch die Andeutung am Ende des Kapitels, so als ob Cadrach mehr über den Sturmkönig und die drohende Gefahr wüsste, als man erwarten könnte.
Und Tiamak ist auch wieder aufgetaucht. Ich hatte schon fast wieder vergessen, dass er ja sogar das Manuskript von Nisses hatte. Von wem aus Nabban da wohl die Botschaft kam?
Über dieses Zitat bin ich gestolpert: "ein Lächeln, als sei es von sich selbst überrascht" :herz:
Und wie war das mit dem dicken Mönch, der nicht nur scheinbare leichte Beute ist? Lenti vs. Isgrimnur - das Bild kann ich mir so richtig gut vorstellen!  :breitgrins:

Kapitel 8 - Auf Sikkihoqs Rücken
Ja ja, immer diese verschiedenen Sprachen und die Übersetzungsproblematik! Aber schön, dass das wenigstens auch mal thematisiert wird. Gewöhnlich wird über die verschiedenen Sprachen einfach gekonnt hinweggegangen. Binabiks Sprechweise hatte ich ja schon einmal angemerkt, besonders in diesem Kapitel ist mir das auch wieder stark aufgefallen.
Ich weiß immer noch nicht so recht, was ich von Simons Träumen halten soll. Komplett abtun will ich sie nicht, aber ihnen eine eindeutig prophetische Bedeutung zuzuordnen, da weigere ich mich noch. Das wäre dann doch zu einfach. In jedem Fall erkenne ich hier einen Hinweis darauf, dass die großen Schwerter zwar vielleicht gesucht werden, um den Sturmkönig zu bezwingen. Jedoch können sie ihn in seinen eigenen Händen natürlich um so stärker machen. Das deckt sich mit dem, was in Tiamaks Manuskript stand: etwas zu befreien. Ineluki vielleicht?
Simons Verhalten gefällt mir gut, zum Einen seine trockene Akzeptanz des Jagdweins (Zähne hat er ja schließlich ohnehin im Mund  :breitgrins:), zum Anderen sein Interesse daran, zu verstehen: "Erklär's mir". Sehr schön.
Dafür finde ich es sehr schade, dass Haestan tot ist. Er war mir durchaus sympathisch und hatte langsam begonnen, mehr Profil zu bekommen. Und dann so etwas.
Zitat
Haestan war ein schlichter Mann gewesen. Er würde den Gedanken an Rache zu schätzen wissen.
Wenn ich ehrlich bin, konnte ich weder dem Lied noch dem Gebet viel abgewinnen... Und wenn sich die Zeilen dann nicht mal reimen, so dass ich mich nicht mal am Rhythmus orientieren kann, sagen sie mir erst recht nicht zu.
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Even when reading is impossible, the presence of books acquired produces such an ecstasy that the buying of more books than one can read is nothing less than the soul reaching towards infinity... We cherish books even if unread, their mere presence exudes comfort, their ready access reassurance.
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Llyren

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Re: Tad Williams - Der Abschiedsstein (Osten Ard 2)
« Antwort #10 am: 21. Oktober 2011, 22:04:25 »

Kapitel 9 - Kälte und Verwünschungen
Endlich hat sich Josua am Riemen gerissen und ist nicht mehr ganz so passiv! Und sofort bekommt er Verstärkung: Geloe und Leleth stoßen zu ihnen.
Ich glaube, wenn sich mir jemand so unklar äußern würde, brächte mich das auf die Palme!
Ach ja, mir ist übrigens endlich eingefallen, an wen mich Einskaldir erinnert: Seine Art und Weise und seine Einstelungen haben was von den Spartanern aus 300 :-)

Rachel?! Stimmt, die lebt ja noch... Die hatte ich überhaupt nicht mehr auf dem Radar. Aber schön zu sehen, wie die Meinung der Leute so zu Elias und besonders Pryrates ist. Besonders glücklich ist niemand...

Es ist mal wieder sehr geschickt gemacht, wie die einzelnen Gruppen voneinander erfahren. Und jemand in Miriamels Nähe blockiert Geloe? Absichtlich oder unbewusst? Und vor allem: wer? Cadrach vielleicht?
Die Beziehung zwischen Josua und Vara ist schon sehr eigen. So richtig kann ich mir da noch keinen Reim drauf machen.


Kapitel 10 - Der Spiegel
So, nach Miriamels "Ausraster" ist nun Simon dran! Aber auch in diesem Fall ist der völlig verständlich. Im Gegenteil finde ich es schön, dass der Tod eines Kameraden nicht einfach von einem Kapitel zum nächsten zurückgelassen wird.
Als Simon in den Spiegel schaut, dachte ich schon, er würde tatsächlich Jiriki rufen wollen. Bin ich froh, dass er diese Dummheit nicht begangen hat.  :grmpf: Allerdings wäre vielleicht eine Warnung von Jirikis Seite angebracht gewesen. Oder wusste er nicht, dass vielleicht auch noch andere über den Spiegel kommunizieren können?
Versucht Amerasu da etwa, die Sithi zu erreichen? Und nach den Kommentaren der Nornenkönigin scheint es mir fast so, als wären die Nornen und Sturmkönig sich doch nicht ganz so eins wie es den Eindruck hatte...
Und Simon nennt sein Pferd "Heimfinder". Wo habe ich diesen Namen denn schon mal gehört?  :breitgrins:
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UlrikeW

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Re: Tad Williams - Der Abschiedsstein (Osten Ard 2)
« Antwort #11 am: 25. Oktober 2011, 00:30:59 »

Kapitel 7 - Flächenbrand
Interessant auch die Andeutung am Ende des Kapitels, so als ob Cadrach mehr über den Sturmkönig und die drohende Gefahr wüsste, als man erwarten könnte.
Er war für mich ein weiterer Kandidat für den "Misserfolg" im Bund der Schriftrolle.

Zitat von: Llyren
Wenn ich ehrlich bin, konnte ich weder dem Lied noch dem Gebet viel abgewinnen... Und wenn sich die Zeilen dann nicht mal reimen, so dass ich mich nicht mal am Rhythmus orientieren kann, sagen sie mir erst recht nicht zu.
Ich habe mir gerade beides nochmal durchgelesen - bei dem Gebet sind ja keine zwei Zeilen gleich lang...

Kapitel 10 - Der Spiegel
Als Simon in den Spiegel schaut, dachte ich schon, er würde tatsächlich Jiriki rufen wollen. Bin ich froh, dass er diese Dummheit nicht begangen hat.  :grmpf: Allerdings wäre vielleicht eine Warnung von Jirikis Seite angebracht gewesen. Oder wusste er nicht, dass vielleicht auch noch andere über den Spiegel kommunizieren können?
Vielleicht ist Simon ja so etwas wie eine Ausnahme, weil er die Kommunikation auffangen kann. Das gleiche dachte ich mir auch bei seinen Träumen, dass er da irgendwie einen Draht zu etwas hat...

Ach ja - noch etwas allgemeines (und verspätetes :redface:) zu Simon:
Bei mir hieß er im ersten Band erst Simon Mooncalf, dann Simon Pilgrim und am Ende Simon Snowlock.
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:lesewetter:
Tad Williams - To Green Angel Tower - Siege
Georg Eliot - Middlemarch

Myriel

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Re: Tad Williams - Der Abschiedsstein (Osten Ard 2)
« Antwort #12 am: 25. Oktober 2011, 15:10:00 »

Ich habe endlich auch mal wieder ein Stück weiterlesen können.

Kapitel 5 - Im Haus des Singenden Mannes
Und tatsächlich werden die beiden zum Tode verurteilt. :grmpf: Finde ich sehr schade, denn ich hätte den Qanuk da mehr Gnade(?) und Offenheit zugetraut.
Erst nachdem Sisqi (ich bin übrigens heilfroh, dass die Namen meist abgekürzt werden, denn die volle Variante ist mir ganz eindeutig zu lang und unleserlich) unsere Freunde befreit hat und dabei Binabik entsprechend bearbeiten musste, sehen die Qanuk ihren Irrtum ein. Na ja, wenigstens etwas, schätze ich.
Ein sehr schönes Detail fand ich ich die Spuren, die Qantaqa im Haus des Singenden Mannes hinterlassen hat :breitgrins:

Ich fand es auch sehr gut, dass die Qanuc ihre Fehlentscheidung erkennen, sie ändern und auch nicht versuchen, sich rückwirkend herauszureden, sondern zu ihrer ersten Entscheidung stehen und sie aufgrund "neuer Erkenntnisse" ändern.

Die kleinen Details finde ich auch schön, auch die Zahnspuren in Binabiks Stock. Da merkt man wirklich, wie sehr die Wölfin an ihm hängt.

Kapitel 6 - Die namenlosen Toten
Ach, es gibt sogar ein Lied "Der Stein des Abschieds"? Das hat doch bestimmt irgend etwas mit dem tatsächlichen Stein zu tun...
Aber eine romantisch, tragische Handlung? Da bin ich ja mal gespannt.
Guthwulf hat da etwas naiv-optimistische Vorstellungen: Glaubt er allen Ernstes, dass eine Aussprache mit Elias noch möglich ist?
Mich würde ja interessieren, woher die Nornen das mit der Suche nach Dorn wissen. Ingen Jegger trifft ja erst danach bei der Königin ein, um ihr zu "berichten". Haben sie vielleicht die Gruppe um Josua belauscht? Immerhin wissen sie jetzt, dass diese kein großes Schwert hat.

Das mit dem Lied hat mich auch überrascht. Das würde ja bedeuten, dass der Stein des Abschieds früher ein Sithi-Ort war - oder vielleicht sogar noch ist?

Guthwulf gefällt mir immer mehr. Klar wirken seine Entscheidungen etwas naiv auf den Leser, aber Guthwulf hat ja auch nicht alle Infos die wir haben. Aus seiner Perspektive gesehen beweist er, dass er noch ein Rückgrat besitzt und versucht, gegen die ungute Entwicklung anzukämpfen.
Allerdings räume ich ihm nicht viele Chancen ein. Die Nornen scheinen bereits im Hochhorst zu sein bzw. dort ihren Einfluss zu errichten. So jedenfalls würde ich die nächtliche Erscheinungen und geisterhaften Stimmen einordnen.

Dass Josua auf der Suche nach den großen Schwertern ist, könnten die Nornen vielleicht aus einigen Gefangenen aus Naglimund herausgebracht haben. Oder Utuk'ku hat es irgendwie auf der Traumstraße erfahren?

Kapitel 7 - Flächenbrand
Ich kann sehr gut nachfühlen, dass Miriamel so wütend auf Cadrachs Verrat reagiert. Obwohl, ganz so drastisch und einfach, wie sie es behauptet, ist es meiner Meinung nach nicht. Und tatsächlich treffen wir auf keinen neuen Feind, sondern auf Vater Dinivan, der Padreic interessanterweise auch kennt. Und was das wohl für ein Orden ist? Die Kirche wohl eher nicht, oder? Und der Bund der Schriftrolle wohl auch eher nicht. Hoffentlich erfährt man noch mehr über Cadrachs Vergangenheit. Übrigens hat Dinivan ihn sehr schön charakterisiert, das deckt sich in etwa mit dem Eindruck, den wir ebenfalls von ihm hatten.
Interessant auch die Andeutung am Ende des Kapitels, so als ob Cadrach mehr über den Sturmkönig und die drohende Gefahr wüsste, als man erwarten könnte.
Und Tiamak ist auch wieder aufgetaucht. Ich hatte schon fast wieder vergessen, dass er ja sogar das Manuskript von Nisses hatte. Von wem aus Nabban da wohl die Botschaft kam?
Über dieses Zitat bin ich gestolpert: "ein Lächeln, als sei es von sich selbst überrascht" :herz:
Und wie war das mit dem dicken Mönch, der nicht nur scheinbare leichte Beute ist? Lenti vs. Isgrimnur - das Bild kann ich mir so richtig gut vorstellen!  :breitgrins:

Na da hatte ich mit meiner Vermutung doch recht: Graf Stréawe übergibt Miriamel und Cadrach an die Kirche. Allerdings nicht an irgendjemanden, sondern Vater Dinivan. Der ist mir übrigens sehr sympathisch, gerade auch durch die teilweise ketzerischen Ansichten. Auch ist er nicht blind gutmütig, sondern bei den Bettlern unterwegs achtet er genau darauf, wem er Almosen gibt und wem nicht. Gefällt mir!

Cadrach/Padreic hingegen könnte durchaus Mitglied im Bund der Schriftrolle gewesen sein. Hatte es nicht im vorherigen Buch eine Stelle gegeben, an der ein Misserfolg des Bundes erwähnt wird? Könnte nicht Padreic dieser Misserfolg sein? Muss ich nochmal im vorherigen Thread graben gehen.

Tiamak hatte ich auch schon wieder verdrängt. Bisher ist er noch zu unscheinbar für mich. Aber sehr schön wurde seine Außenseiterrolle in beiden Gesellschaften beschrieben: bei den Wranna gilt er nicht viel, weil er belesen (=hochmütig) ist und mit den Trockenländern Kontakt hat und bei den Trockenländern gilt er als Wilder, da er aus dem Wran stammt.

In der Kontaktperson in Nabban würde ich beinahe auch wieder Vater Dinivan vermuten. Er scheint seine Finger fast überall drin zu haben und ist auch in einer hervorragenden Position, um an Informationen zu gelangen.

Jaa, Isgrimnur ist schon klasse. Ich musste breit grinsen, als er Lenti wieder vom Fußboden aufsammelt und erklärt, dass er doch mitkommt.  :breitgrins:

Da ich eh gerade eine arbeitstechnische Zwangspause habe, werde ich nachher wohl gleich weiter lesen.  :leser:
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Myriel

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Re: Tad Williams - Der Abschiedsstein (Osten Ard 2)
« Antwort #13 am: 25. Oktober 2011, 15:40:05 »

Cadrach/Padreic hingegen könnte durchaus Mitglied im Bund der Schriftrolle gewesen sein. Hatte es nicht im vorherigen Buch eine Stelle gegeben, an der ein Misserfolg des Bundes erwähnt wird? Könnte nicht Padreic dieser Misserfolg sein? Muss ich nochmal im vorherigen Thread graben gehen.

Gefunden:
Kapitel 38 - Die Hand des Hochkönigs
Jarnauga erwähnte etwas von einem ehemaligen Mitglied des Bundes der Schriftrolle, einem "Misserfolg". Zuerst dachte ich ja, er meine vielleicht Pryrates, aber den spricht er kurz danach extra noch mal an. Ob wir davon noch mal etwas hören werden?

Doch, ich glaube schon, dass Cadrach/Padreic dieser Misserfolg sein könnte. *nick*
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Myriel

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Re: Tad Williams - Der Abschiedsstein (Osten Ard 2)
« Antwort #14 am: 26. Oktober 2011, 21:03:27 »

Kapitel 8 - Auf Sikkihoqs Rücken
Ja ja, immer diese verschiedenen Sprachen und die Übersetzungsproblematik! Aber schön, dass das wenigstens auch mal thematisiert wird. Gewöhnlich wird über die verschiedenen Sprachen einfach gekonnt hinweggegangen.
[...]
Simons Verhalten gefällt mir gut, zum Einen seine trockene Akzeptanz des Jagdweins (Zähne hat er ja schließlich ohnehin im Mund  :breitgrins:), zum Anderen sein Interesse daran, zu verstehen: "Erklär's mir". Sehr schön.
Dafür finde ich es sehr schade, dass Haestan tot ist. Er war mir durchaus sympathisch und hatte langsam begonnen, mehr Profil zu bekommen. Und dann so etwas.
Zitat
Haestan war ein schlichter Mann gewesen. Er würde den Gedanken an Rache zu schätzen wissen.
Wenn ich ehrlich bin, konnte ich weder dem Lied noch dem Gebet viel abgewinnen... Und wenn sich die Zeilen dann nicht mal reimen, so dass ich mich nicht mal am Rhythmus orientieren kann, sagen sie mir erst recht nicht zu.

Mir gefällt es auch sehr gut, dass sich nicht alle auf Anhieb verstehen, sondern es durchaus (auch schwerwiegende) Verständigungsprobleme geben kann.

Dass Simon immer erwachsener wird, merkt man sehr schön an seinem Denken und Handeln. Besonders gefällt mir die Stelle, als er Binabik versucht zu erklären, was das Drachenblut in ihm verändert hat. An dem Punkt hat er nichts mehr von einem Mondkalb an sich.

Haestan war zwar ein guter Kamerad und Simon auch ein Freund, doch so richtig kann ich um ihn nicht trauern. Dafür hat er bei mir einfach zu wenig Eindruck hinterlassen. Die Stelle, die Llyren zitiert hat, trifft es: er war ein schlichter Mann.

Im Gegensatz zu Llyren fand ich das Lied nicht schlecht. Es reimt sich zwar nicht, aber einen Rhythmus konnte ich schon spüren. Und beim Gebet: Das "Vater unser" ist auch unregelmäßig und die Zeilen sind nicht gleich lang. Vielleicht will Williams darauf anspielen?

Kapitel 9 - Kälte und Verwünschungen
Endlich hat sich Josua am Riemen gerissen und ist nicht mehr ganz so passiv! Und sofort bekommt er Verstärkung: Geloe und Leleth stoßen zu ihnen.
[...]
Rachel?! Stimmt, die lebt ja noch... Die hatte ich überhaupt nicht mehr auf dem Radar. Aber schön zu sehen, wie die Meinung der Leute so zu Elias und besonders Pryrates ist. Besonders glücklich ist niemand...

Es ist mal wieder sehr geschickt gemacht, wie die einzelnen Gruppen voneinander erfahren. Und jemand in Miriamels Nähe blockiert Geloe? Absichtlich oder unbewusst? Und vor allem: wer? Cadrach vielleicht?

Wird aber auch Zeit, dass Josua endlich aufwacht. Das war ja fast nicht mehr auszuhalten, so wie er sich gehen ließ.
Mich wundert allerdings, wie Geloë die kleine Leleth mitbringen konnte. Das Mädchen war doch schwer verletzt. Hat sie sich so schnell (körperlich) erholt?

Rachel hatte ich auch nicht mehr auf dem Schirm. Viel ist vom Drachen ja nicht mehr übrig. Sehr berührend, wie sie über Simons Tod nachdachte und meinte, ihn eigentlich hätte spüren zu müssen. Schade, dass sie nicht weiß, dass sie recht hat und Simon noch lebt.

Zur Frage wer wohl den Kontakt zu Miriamel blockiert: Cadrach traue ich es nicht wirklich zu. Selbst wenn er früher mal das Wissen dafür hatte, glaube ich nicht, dass er es jetzt noch anzuwenden wüsste. Geschweige denn, dass er den Willen dafür hätte.


Kapitel 7 - Flächenbrand
Interessant auch die Andeutung am Ende des Kapitels, so als ob Cadrach mehr über den Sturmkönig und die drohende Gefahr wüsste, als man erwarten könnte.
Er war für mich ein weiterer Kandidat für den "Misserfolg" im Bund der Schriftrolle.

Sorry Ulrike, deinen Post habe ich erst jetzt gesehen. Deiner Vermutung stimme ich voll zu, wie ich gestern schon geschrieben habe. Was hat Cadrach aber dazu gebracht, den Bund zu verlassen?
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