Hallo zusammen,
ich schleiche mich mal in eure Leserunde rein. Ich hatte ja schon im Vorschlags-Thread meine Interesse bekundet, aber da ich momentan umziehe (oder es nächste Woche tun werde) und ich diese Woche mein Studium begonnen habe, war ich mir nicht sicher, ob das der rechte Zeitpunkt für das Buch ist. Nichtsdestotrotz habe ich es Anfang der Woche angefangen. Allerdings komme ich wie erwartet nur langsam voran, da ich momentan fast ausschließlich während meiner Zugfahrten Zeit dazu finde. Und da ist Ablenkungsrate doch sehr hoch.
Bis zur
Seite 115 habe ich es immerhin geschafft. Es stimmt, man kommt langsam in das Buch rein, aber man gewöhnt sich an den Stil. Mir gefällt er inzwischen sogar sehr gut, auch wenn ich viele Sätze mehrmals lesen muss, um zu verstehen, wer redet oder um wen es gerade geht. Viel schwieriger fällt es mir, die inhaltlichen Sequenzen zusammenzusetzen. Gerade da ich das Buch immer nur in kleinen Abschnitten lese, muss ich hin und wieder zurückblättern und mir das Vorangegangene ins Gedächtnis zurufen.
Mit Hildes Geschichte komme ich dabei beispielsweise besser zurecht als mit Traudls.
Allerdings musste ich auch feststellen, dass ich an vielen Stellen an die Grenzen meines Geschichtswissen stoße. Vieles ist mir zwar vage bekannt, also Namen, Parteien, Ideologien, aber oft bin ich mir nicht sicher, ob ich die Zusammenhänge richtig verstehe. Hin und wieder habe ich schon einige Dinge nachschlagen müssen. Insbesonders das Thema Kommunismus während der NS-Zeit, aber auch die Strukturen in der DDR. Beides, also sowohl 2. Weltkrieg als auch die Zeit der DDR, ist mir dabei gleich fremd. Ich kenne es nur aus dem Geschichtsunterricht und es fällt mir dementsprechend schwer, mich in die Situationen hineinzuversetzen.
Um mich übrigens auf den Bahnfahrten etwas von dem Lärm abzugrenzen, höre ich Musik. Vorwiegend Instrumentales auf dem ipod, damit mich auch der Gesang nicht ablenkt. Bei der letzten Zugfahrt ist mir erst danach aufgefallen, dass ich die ganze Zeit über den Soundtrack von Schindlers Liste gehört hatte. Irgendwie auf eine seltsame Weise passend.
Ein etwas lustigerer Zufall ereignete sich kurz davor, noch auf der Fahrt. Ich war gerade bei einem Kapitel angelangt, das mit
Düsseldorf Flughafen (Seite 80) betitelt war. Um meine Station nicht zu verpassen, schaute ich aus dem Fenster um mich zu vergewissern, wo ich genau war. Und was trifft mein Blick? Das Bahnhofsschild: Düsseldorf Flughafen. Mein Sitznachbar war über meine amüsierte Reaktion etwas irritiert
