Hallo Ihr Lieben,

Ich bin nun auf Seite 99 angekommen und werde gleich noch weiterlesen.
Ich habe heute morgen ersteinmal viel Zeit damit verbracht, ein fast unspielbares Stück für die Klarinette

eben auf der selben zu üben. Jetzt bin ich etwas demotiviert und mir tun die Handgelenke und Finger weh.

Ich habe eben erste Deinen Link gesehen,
Doris. Danke, denn er ist wirklich interessant. Ich kann nur sagen, dass ich mich mittlerweile sehr gut in das Buch eingefunden habe und es mir nun richtig Spaß macht es zu lesen. Vielleicht liegt es auch daran, dass heute Wochenende ist und ich einfach Zeit, Muse und Ruhe habe, um mich auf dieses Buch einzulassen.
Ganz fürchterlich fand ich den Besuch des Erzählers im Gefängnis. Als ich diesen Abschnitt las, lief es mir eiskalt den Rücken hinunter, zumal ich weiß, dass die Geschwister Scholl auf eben dieses abartige Weise von den Nazis ermordet wurden.
Schlimm finde ich auch dieses kommunistische Enteignungsmaschinerie, welche die freien Geschäftsleute mit mehr oder minder fingierten Anklagen aus dem Weg räumt.
Ich habe nun auch endlich das Prinzip des Buches verstanden und weiß nun in welchen Kontext, ich welchen Abschnitt zu setzen habe.
Als Mensching auflistet, welche Bücher er kaufte, was auf dem Vorsatz geschrieben stand und was er so alles in den Büchern fand, musste ich schmunzeln. In meinen Büchern finden sich auch immer die unglaublichsten Dinge, welche irgendwann einmal in Ermangelung eines Lesezeichens zweckentfremdet habe.

Ich habe mir übrigens schon seit einiger Zeit angewöhnt in Antiquariaten immer mal wieder Stichproben zu machen, insbesondere bei sehr alten Büchern und zu sehen, welche Widmungen auf dem Vorsatz stehen.
Ich habe eine Ausgabe von Jane Austens Sense and Sensiblity von 1907, welche einer Inge gewidmet ist. Ich habe mich schon oft gefragt, was für ein Mensch Inge war, ob sie beide Weltkriege miterlebt hat, ob sie vielleicht auf der Titanic war, wie sie überhaupt zu diesem Buch kam und was es ihr bedeutete.
Das ist auch einer der Gründe, warum ich gerne antiquarische Bücher kaufe. Sie haben eine Seele und werden nicht achtlos weggeworfen. Sie haben einem Menschen vielleicht einmal sehr viel bedeutet und so leben sie bei mir ein wenig weiter.
Viele Grüße Tina