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Autor Thema: Steffen Mensching - Jacobs Leiter  (Gelesen 467 mal)

Doris

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Steffen Mensching - Jacobs Leiter
« am: 30. September 2011, 22:02:58 »

Steffen Mensching
Jacobs Leiter




Inhalt:
Muß man 4000 Bücher kaufen, um eines zu schreiben? Steffen Mensching berichtet vom großen Abenteuer, in Büchern nichts weniger als die Welt zu entdecken. Steffen Menschings virtuos erzählter Roman ist eine spannungsvolle Melange aus Dokument und Fiktion, Geschichte und Augenblick mit überraschender Komik in den Details. Ein Mann aus Deutschland steht auf der 28th Street in Chelsea, Manhattan, und sucht einen Buchhändler. Er trifft auf Jack, alias Jacob, alias Jacov, seinen zukünftigen Geschäftspartner, Lehrer und väterlichen Freund. Jack bietet ihm 4000 alte deutsche Bücher zum Kauf an, kostbare und wertlose Bände, die aus Europa nach Amerika kamen. Der Mann ist hin und her gerissen. Was soll er mit dieser Emigrantenbibliothek? Da beginnen die Bücher zu erzählen. Zunächst sind es Gebrauchsspuren: Anstriche, Lesezeichen, Postkarten, Exlibris. Dann scheinen Schicksale auf, wie das von Max Martin Nathan, dessen Lebensweg von Hamburg über New York nach Australien führte. Oder das des Abraham Jacobi mit der aufrührerischen Vergangenheit. Der Mann befragt seine Freunde nach ihren Geschichten. Sie sind Amerikaner, aber nicht in Amerika geboren. Lili erzählt, wie sie von Ankara nach New York kam. Hilde erzählt, was sie noch nie jemandem anvertraute. Orte und Zeiten prallen aufeinander, Leben und Tode verdichten sich zu einem bewegenden Panorama menschlicher Schicksale im 20. Jahrhundert. (Quelle: Amazon)


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Re: Steffen Mensching - Jacobs Leiter
« Antwort #1 am: 01. Oktober 2011, 19:11:23 »

Hallo!

Ich habe jetzt erst bis Seite 24 gelesen (Traffic Jam bzw. Chelsea, June 15, 10:22 a.m.) und muss schon mal loswerden, dass ich den Schreibstil wirklich anstrengend finde. Es liest sich bis jetzt wie ein braingestormtes Tagebuch, das in Raum und Zeit willkürliche Sprünge macht. Es ist ziemlich viel Inhalt in den paar Seiten schon verpackt, aber der Text verlangt hohe Konzentration.

Ich habe ja vor kurzem Saramagos "Stadt der Blinden" gelesen, das auch einen seltsamen "alles in einer Wurst" - Stil hat. Bei Mensching sind die Sätze kürzer. Teilweise fehlt das Verb und manchmal sind es Ein-Wort-"Sätze". Ich finde den Mensching (bis jetzt) anstrengender zu lesen, weil er auch im Inhalt hin und her springt....

Wie geht es euch mit dem Stil?
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Doris

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Re: Steffen Mensching - Jacobs Leiter
« Antwort #2 am: 01. Oktober 2011, 20:49:57 »

Hallo,

mir geht es ähnlich und ich bin noch nicht mal so weit wie du, roulade. Trotzdem ist schon eine Flut an Impressionen auf mich eingeströmt, die ich erst einmal auf die Reihe bringen muss. Ich komme mir vor wie in einer Gesprächsrunde, wo von allen Seiten auf mich eingeredet wird. So vieles wird angesprochen und mit einem Satz abgefertigt und ich habe keine noch Ahnung, was davon von Belang ist. Es kann ja unmöglich alles von Bedeutung sein. Sehr beeindruckt hat mich die Aufzählung der Buchläden auf Seite 14/15. Das gibt einen guten Eindruck über den Buchfreund, mit dem wir es zu tun haben.
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Re: Steffen Mensching - Jacobs Leiter
« Antwort #3 am: 01. Oktober 2011, 21:58:51 »

Hallo Ihr Lieben,

ich war heute unterwegs und bin noch gar nicht zum lesen gekommen und da ich heute Nacht kaum geschlafen habe, werde ich dann ins Bettchen fallen. Ab morgen bin ich bis Mittwoch beim Wandern und kann somit nicht ins Internet. Wie und ob ich zum Lesen dort komme - keine Ahnung, kann also frühestens Do/Fr mit mischen. Sorry. :winken:
Euch einstweilen viel Spaß
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Re: Steffen Mensching - Jacobs Leiter
« Antwort #4 am: 02. Oktober 2011, 23:19:12 »

Dieses Buch ist nicht nur inhaltlich eine Herausforderung, sondern auch optisch. Die riesigen Blöcke ohne Absätze erschlagen mich förmlich. Bei manchen Sätzen ist auf Anhieb nicht zu erkennen, dass es Dialoge sind, und dann ist die nächste Frage, wer gerade gesprochen hat. Das ist richtig Arbeit!

Seite 32: Chelsea, 27. Juli
Faszinierend, dass man so von Büchern besessen sein kann, um sich dafür sogar zum Dieb zu machen. Immerhin kommt er (wie heißt er eigentlich?) noch rechtzeitig zur Besinnung und dem Buch den Abtransport in der Unterhose. Jacob lässt unterdessen durchblicken, dass er den Buchladen gerne los wäre. Doch der Erzähler zögert, das Angebot anzunehmen. Ich bin mir nicht sicher, ob er der geborene Buchhändler wäre. Er ist eher der Typ, der jedes Buch lieber besitzen möchte als es zu verkaufen.

Über den tieferen Hintergrund der Gedichte grüble ich noch. Sie gehen auf auf einige Details der fortlaufenden Handlung ein, stehen aber nie bei dem betreffenden Abschnitt. Und die eingeschobenen Geschichten erzählen wohl aus dem Leben von Besitzern der Bücher, die dem Erzähler in die Hände gelangen.

Jacobs Leiter wurde übrigens auf Seite 24 das erste Mal erwähnt. Ob sie noch eine weitere Rolle spielen wird?
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roulade

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Re: Steffen Mensching - Jacobs Leiter
« Antwort #5 am: 02. Oktober 2011, 23:30:30 »

(wie heißt er eigentlich?)

Wurde er nicht von Jacob "Jack" genannt? Oder war das eine Jacob-Abwandlung? Er ist doch deutscher, oder? Das Geburtsjahr stimmt mit dem des Autors überein, wenn ich nicht halluziniere... Und ich glaube gelesen zu haben, dass das Buch teils autobiografisch ist. (Nicht dass Jack die Abkürzung von Steffen sein sollte... :breitgrins:)

Bei dem Abschnitt über seine Mutter, dachte ich es ist die Mutter des Erzählers. Habe ich etwas falsch verstanden?

Bei diesem Buch brauche ich die Leserunde, um es überhaupt in den Grundzügen zu verstehen, etwaige Botschaften zwischen den Zeilen mal ganz außer acht gelassen.... :schwitz:

Aber Scherz beiseite, ich glaube und hoffe, dass es sich mit fortschreitender Zeit und Seitenzahl leichter lesen wird....
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tina

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Re: Steffen Mensching - Jacobs Leiter
« Antwort #6 am: 03. Oktober 2011, 11:13:36 »

Hallo,

nun geselle ich mich auch zu Euch. Ich bin jetzt beim 27. Mai 8 p.m. angelangt und mich verwirren diese exrem kurzen, bruchstückhaften Sätze auch. Allerdings muss ich erstaunlicher Weise feststellen, dass ich nichts desto trotz sehr lebhafte Bilder vor Augen habe und ich alles um den Autoherum sehr gut beschrieben sehe. Sei es nun die Straße, oder die Atmosphäre in einem Antiquariat.

So heute habe ich Zeit zum lesen und werde das auch tun.
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Doris

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Re: Steffen Mensching - Jacobs Leiter
« Antwort #7 am: 03. Oktober 2011, 22:18:26 »

Wurde er nicht von Jacob "Jack" genannt? Oder war das eine Jacob-Abwandlung? Er ist doch deutscher, oder?

Deutscher ja, aber die Aussage mit "Jack" habe ich so verstanden, dass Jacob sie auf sich bezog. Na ja, vielleicht kommt noch ein eindeutiger Hinweis. Immerhin erfährt man auf Seite 48, dass er eine Frau und Schwiegereltern hat. Mit dem Fortschreiten der Geschichte lichtet sich das bestimmt noch weiter.

Aber Scherz beiseite, ich glaube und hoffe, dass es sich mit fortschreitender Zeit und Seitenzahl leichter lesen wird....

Ich bin heute bis Seite 60 gekommen und es wird nicht leichter. Genau genommen häufen sich die Fragen und meine Stirn kommt schon gar nicht mehr aus dem Runzeln heraus  :zwinker:. Aber das Buch hat was.

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Re: Steffen Mensching - Jacobs Leiter
« Antwort #8 am: 04. Oktober 2011, 18:29:37 »

Hallo,

ich bin ein wenig weiter gekommen mit dem Lesen, aber ich muss sagen, dass ich für dieses Buch wohl etwas länge brauchen werde, da ich manches zweimal lesen muss, weil mir vieles durch die Gedankenflut entgeht.

Ich habe nicht ganz verstanden, was es mit dem Kranken im Krankenhaus der VOPO auf sich hatte und wie der zu den Personen in New York passt.

Was mir ausgesprochen gut gefallen hat war das letzte Kapitel, welches ich gelesen habe: 15. Juni 1998.
Genau das ist der Grund warum ich antquarische Bücher mag. Sie haben in gewiser Weise ein Leben, bzw. eine Vergangenheit und ch finde das verleiht ihnen eine Seele. Der Autor sprach mir aus dem Herzen.

Obwohl sehr ungewöhnlich und anstrengend vom Schreibstil, denke ich, dass ich das Buch mögen werde.

Viele Grüße Tina
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Re: Steffen Mensching - Jacobs Leiter
« Antwort #9 am: 04. Oktober 2011, 22:13:20 »

Mir geht es wie dir, Tina. Grundsätzlich gefällt mir das Buch, aber fast alles darin bedarf des gründlichen Nachdenkens. Von daher lasse ich mir auch Zeit und lese mein Monatsrundenbuch nebenbei zur Entspannung.

Da ich mir über den Sinn der Geschichte nicht ganz im Klaren bin, habe ich heute ein bisschen recherchiert und festgestellt, dass der namenlose Erzähler im Buch Steffen Mensching selbst ist. Ich bin mir nur nicht sicher, ob er die antiquarischen Bücher von Jacob tatsächlich gekauft hat oder nur eine Geschichte um sich selbst herum erfunden hat. Für Mensching erzählt jedes Buch mit seinem jeweiligen Besitzer eine eigene Geschichte, und manche davon hat er in Jacobs Leiter festgehalten. Außerdem berichtet er auch aus dem Leben der Personen, die ihm in New York begegnet sind.

Nun habe ich früher einiges an Literatur über den 2. Weltkrieg und seine Auswirkungen gelesen und habe das Thema eigentlich abgehakt, aber dieses Buch hat etwas, das mich bei der Stange hält. Vielleicht ist es der Gedanke, dass ja jedes Buch und sein Eigentümer eine Geschichte hat, die vielleicht leise und unspektakulär, aber dennoch lesenswert ist. Hier ist es für mich die Geschichte von Steffen Mensching, der sich auf die Suche gemacht hat.
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Re: Steffen Mensching - Jacobs Leiter
« Antwort #10 am: 06. Oktober 2011, 15:11:34 »

Hallo ihr Lieben!

Es tut mir wahnsinnig leid, aber ich habe im Moment überhaupt keine Zeit für so ein forderndes Buch, darum verabschiede ich mich schweren Herzens aus der Leserunde. Ich hoffe, JaneEyre schließt sich noch an… Und ich hoffe, dass ich das Buch irgendwann doch nochmal in Angriff nehme.

Viel Spaß wünsche ich euch noch!
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Re: Steffen Mensching - Jacobs Leiter
« Antwort #11 am: 06. Oktober 2011, 21:46:36 »

Ich bin heute auch nicht weit gekommen, lese allerdings parallel noch zwei Bücher.

Hier findet ihr einen sehr aufschlussreichen Bericht mit Kommentaren von Steffen Mensching.

Es ist nicht leicht, sich zwischen den verschiedenen Handlungssträngen und den teilweise recht knappen Formulierungen zu orientieren. Einzig die Gegenwart, die in Jacobs Buchhandlung spielt, ist gut verständlich. Bei den anderen Geschichten fällt es mir schwer, all die Personen, ihre Beziehungen zueinander und ihre Mission zu differenzieren. Mensching erzählt von Ereignissen, die fast beiläufig und uninteressant klingen, aber ein lebhaftes Bild der Zeit vor, während und nach dem Krieg skizzieren. Er macht deutlich, wie stark sich die Auswirkungen des Krieges selbst in den kleinsten Bereichen bemerkbar machen.
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Re: Steffen Mensching - Jacobs Leiter
« Antwort #12 am: 06. Oktober 2011, 21:54:32 »


Es ist nicht leicht, sich zwischen den verschiedenen Handlungssträngen und den teilweise recht knappen Formulierungen zu orientieren. Einzig die Gegenwart, die in Jacobs Buchhandlung spielt, ist gut verständlich. Bei den anderen Geschichten fällt es mir schwer, all die Personen, ihre Beziehungen zueinander und ihre Mission zu differenzieren. Mensching erzählt von Ereignissen, die fast beiläufig und uninteressant klingen, aber ein lebhaftes Bild der Zeit vor, während und nach dem Krieg skizzieren. Er macht deutlich, wie stark sich die Auswirkungen des Krieges selbst in den kleinsten Bereichen bemerkbar machen.

Das ist wirklich treffend beschrieben. Ich werde morgen weiterlesen, denn dann habe ich Zeit und Muse und werde dann auch mehr schreiben. Trotz all der Verwirrungen, mag ich dieses Buch,
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Re: Steffen Mensching - Jacobs Leiter
« Antwort #13 am: 08. Oktober 2011, 08:18:45 »

Hallo,

mir geht es ähnlich und ich bin noch nicht mal so weit wie du, roulade. Trotzdem ist schon eine Flut an Impressionen auf mich eingeströmt, die ich erst einmal auf die Reihe bringen muss. Ich komme mir vor wie in einer Gesprächsrunde, wo von allen Seiten auf mich eingeredet wird. So vieles wird angesprochen und mit einem Satz abgefertigt und ich habe keine noch Ahnung, was davon von Belang ist. Es kann ja unmöglich alles von Bedeutung sein. Sehr beeindruckt hat mich die Aufzählung der Buchläden auf Seite 14/15. Das gibt einen guten Eindruck über den Buchfreund, mit dem wir es zu tun haben.
So jetzt melde ich mich auch mal dazu, bin jetzt bis Seite 28 gekommen - erst. Und mir geht es wie euch auch. Diese kurzen hingeschmissenen Sätze von vielen verschiedenen Menschen wirkt so wirr auf mich, dass ich es gar nicht richtig einsortieren kann. Das ist noch nicht so meines, hoffe das ändert sich noch. Allerdings wen er von dem kleinen Buchladen (und auch den anderen) erzählt hab ich das Gefühl die GEschichte beginnt. Warum er jetzt genau in Amerika ist erschließt sich mir noch nicht.
Ich komme jetzt heute und bis morgen nachmittags wieder kaum zum lesen, da ich als Überraschung zu meinem Geburtstag entführt werde bis morgen  :breitgrins:.

Danke für den Link Doris - der bringt wenigstens etwas Licht ins Dunkel. Also prinzipiell interessiert mich die GEschichte sehr und ich werde mich schon noch durchkämpfen!
« Letzte Änderung: 08. Oktober 2011, 08:44:15 von JaneEyre »
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Re: Steffen Mensching - Jacobs Leiter
« Antwort #14 am: 08. Oktober 2011, 13:57:59 »

Hallo Ihr Lieben,  :winken:

Ich bin nun auf Seite 99 angekommen und werde gleich noch weiterlesen.
Ich habe heute morgen ersteinmal viel Zeit damit verbracht, ein fast unspielbares Stück für die Klarinette  :rollen: eben auf der selben zu üben. Jetzt bin ich etwas demotiviert und mir tun die Handgelenke und Finger weh.  :sauer:

Ich habe eben erste Deinen Link gesehen, Doris. Danke, denn er ist wirklich interessant. Ich kann nur sagen, dass ich mich mittlerweile sehr gut in das Buch eingefunden habe und es mir nun richtig Spaß macht es zu lesen. Vielleicht liegt es auch daran, dass heute Wochenende ist und ich einfach Zeit, Muse und Ruhe habe, um mich auf dieses Buch einzulassen.

Ganz fürchterlich fand ich den Besuch des Erzählers im Gefängnis. Als ich diesen Abschnitt las, lief es mir eiskalt den Rücken hinunter, zumal ich weiß, dass die Geschwister Scholl auf eben dieses abartige Weise von den Nazis ermordet wurden.

Schlimm finde ich auch dieses kommunistische Enteignungsmaschinerie, welche die freien Geschäftsleute mit mehr oder minder fingierten Anklagen aus dem Weg räumt.

Ich habe nun auch endlich das Prinzip des Buches verstanden und weiß nun in welchen Kontext, ich welchen Abschnitt zu setzen habe.

Als Mensching auflistet, welche Bücher er kaufte, was auf dem Vorsatz geschrieben stand und was er so alles in den Büchern fand, musste ich schmunzeln. In meinen Büchern finden sich auch immer die unglaublichsten Dinge, welche irgendwann einmal in Ermangelung eines Lesezeichens zweckentfremdet habe.  :breitgrins: Ich habe mir übrigens schon seit einiger Zeit angewöhnt in Antiquariaten immer mal wieder Stichproben zu machen, insbesondere bei sehr alten Büchern und zu sehen, welche Widmungen auf dem Vorsatz stehen.

Ich habe eine Ausgabe von Jane Austens Sense and Sensiblity von 1907, welche einer Inge gewidmet ist. Ich habe mich schon oft gefragt, was für ein Mensch Inge war, ob sie beide Weltkriege miterlebt hat, ob sie vielleicht auf der Titanic war, wie sie überhaupt zu diesem Buch kam und was es ihr bedeutete.

Das ist auch einer der Gründe, warum ich gerne antiquarische Bücher kaufe. Sie haben eine Seele und werden nicht achtlos weggeworfen. Sie haben einem Menschen vielleicht einmal sehr viel bedeutet und so leben sie bei mir ein wenig weiter.

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