Ich habe den Roman letzte Woche gelesen und ärgere mich jetzt ein wenig, weil ich meine Eindrücke nicht sofort niedergeschrieben habe. Daher muss ich mich leider kurzfassen:
Zunächst einmal bin ich ohne große Erwartungen an das Buch rangegangen, weil mich der Klappentext nicht sonderlich angesprochen hatte. Zudem war ich skeptisch, ob mich die Darstellung New Yorks überzeugen würde. Aber glücklicherweise waren die Sorgen absolut unnötig, denn Ninas wunderbarer Schreibstil hat mich wie immer sofort in seinen Bann gezogen.
Sie versteht es zauberhaft eine leicht mystisch angehauchte Atmosphäre heraufzubeschwören, gespickt mit vielen Andeutungen und Details die zum erneuten Lesen einladen.

Hinzu kommt, dass sich die Figuren wie schon in ihren anderen Roman nicht einfach in Gut und Böse einteilen lassen, sondern jeweils eigene Gründe für ihre Handlungsweise haben, sodass es dem Leser schwerfällt, Position zu beziehen.
Am tollsten fand ich allerdings die Art und Weise, wie die Autorin mit den Erwartungen des Lesers spielt. Es war wirklich erfrischend mal wieder einen Roman zu Lesen, der mit (zumindest für mich) überraschenden und unvorhersehbaren Wendungen aufwarten konnte. Bin immer noch "geflasht" deswegen.

Ein weiterer Pluspunkt ist, dass die verwendeten Fantasyelemente noch unverbraucht sind.
Und auch wenn der Anfang sich etwas zäh gestaltete und das Ende leicht abflachte, hat mich der Roman fast die ganze Zeit über bei der Stange gehalten und sehr gut unterhalten.
Darum vergebe ich:

Und jetzt werde ich mir das Buch doch kaufen müssen, wie schon zuvor bei allen anderen Büchern, die ich von Nina gelesen habe…