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Autor Thema: Molière - Der eingebildete Kranke  (Gelesen 275 mal)

Theresa

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Molière - Der eingebildete Kranke
« am: 24. August 2011, 17:23:12 »



Der eingebildete Kranke
Molière

Zum Inhalt:
Der Herr Argan, zum zweiten Mal verheiratet und wohlhabender Vater zweier Töchter, ist schwer krank. Denkt er.
Die meisten Leute in seinem Umfeld jedoch versuchen ihm, mehr oder weniger behutsam, klarzumachen, dass viel seines Leidens nicht so schlimm, nicht vorhanden, dass er ein "eingebildeter Kranke" ist.
Seine Frau und Ärzte sind die einzigen, die ihn verstehen und scheinbar zu ihm halten, dem Leser wird bald klar, weswegen eigentlich.
Eine Liebesbeziehung, ein zukünftiger Schwiegersohn, dessen Vater und Testamentsverträge machen das Chaos im Hause Argan dann komplett.

Meine Meinung:
Das unterhaltsamste und beste an "Der eingebildete Kranke" ist für mich das Dienstmädchen Toinette. Die weibliche Hauptfigur versucht nämlich mit viel Geschick, Fantasie und Einfallsreichtum den "Kranken" über seinen wahren Gesundheitszustand aufzuklären; sie allein ist die treibende Figur in Molières Stück und ganz ohne sie wäre es wohl nicht halb so gut.
Hinzu kommt, dass Molières Sprache, die Dialoge und vor allem die Wortgefechte zwischen Argan und Toinette wundervoll elegant, leichtfüßig und spritzig sind.
Aber auch Argan, sein Bruder, seine Frau, Apotheker und Ärzte sind sehr fein gezeichnet, nicht so schablonenhaft, wie man es am Anfang vielleicht meinen könnte.

Das, bzw. die Einzige, die mir überhaupt nicht passt hat, ist Angelique, ältere Tochter Argans. Zu untätig und schwärmerisch finde ich ihre Liebe zu Cleante, einem jungen Mann, sodass Angelique ohne Toinette anscheinend überhaupt keinen eigenen Satz herausbringen kann.
Sie ist so auch der Grund, dass ich einen  Leseratte von einem sehr schönen Stück abziehe.

 4ratten


« Letzte Änderung: 31. August 2011, 19:50:14 von Theresa »
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nimue

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Re: Molière - Der eingebildete Kranke
« Antwort #1 am: 03. Oktober 2011, 09:08:00 »

Eine ganz interessante und skurrile Randbemerkung: "Der eingebildete Kranke" sollte in bitterer Ironie sein letztes Stück bleiben und die Hauptrolle des eingebildet Kranken seine letzte Rolle. Bei der vierten Aufführung am 17. Februar 1673 erlitt er einen Schwächeanfall und starb wenig später in seiner nahe gelegenen Wohnung.

Gelernt aus dem Spiel "Welt der Bücher" :breitgrins:
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