Hallo Ihr lieben Mitleser und Danke Aldawen,

Ich habe das Buch gestern begonnen und da es nicht so dick ist und ich gestern sehr viel Zeit zum lesen hatte bin ich schon fast in der Mitte, aber ich werde mich jetzt meiner Zweitlektüre widmen und somit etwas langsamer machen.
Ich muss gestehen, dass ich am Beginn etwas Schwierigkeiten hatte, mit Woolfs Satzkonstruktionen, die doch manchmal sehr verschachtelt sind und dann des öfteren wieder zum Anfang des Satzes zurück musste um zu wissen auf was sich der letzte Teil eigentlich bezog, aber mittlerweile habe ich mich "eingelesen" und das Buch spricht mich immer mehr an. Ich merke, das es ein Buch ist, welches ich nur zu Hause und unter absolut ruhigen Bedingungen lesen kann, sonst verliere ich sofort den Faden.
Was mir bis jetzt an diesem Buch gefällt ist eigentlich genau das, was in der Beschreibung des Buches oben im Thread steht. Es sind die Gedanken, die Vielschichtigkeit der Emotionen, die Ambivalenz die hier genaustens untersucht, ja fast seziert werden. Schon alleine der Spaziergang in London und die Assoziationen, die dadurch hervorgerufen wurden, wie auch die Beschreibung von der Mysthik von Big Ben fand ich faszinierend beschrieben. Es trifft genau meine Gefühle, aber ich hätte es nie in diese Worte fassen können. Ich kann jetzt nicht sagen, dass mir Mrs. Dalloway oder einer der anderen Protagonisten sympathisch wäre (jedoch auch nicht sonderlich unsympathisch), aber das muss auch gar nicht sein. Am meisten sagt mir noch Sally zu. die ihr Herz auf der Zunge trägt, unkonventionell und authentisch ist. Peter nervt mich mit seinem Selbstmitleid und seiner Oberflächlichkeit und Septimus tut mir einfach nur Leid. Er geht durch die wahre Hölle und keiner kann ihm da heraus helfen. Dazu werde ich später noch etwas schreiben, wenn ich das Buch wieder zur Hand habe.
Ich bin schon sehr gespannt auf Eure Eindrücke.
Viele GRüße Tina