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Autor Thema: Tad Williams – Osten Ard  (Gelesen 1326 mal)

Aldawen

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Tad Williams – Osten Ard
« am: 31. Juli 2011, 08:41:12 »

Zum ersten Buch:
Der Drachenbeinthron (Osten Ard 1)

Amazon-Kurzbeschreibung:
Dies ist die Geschichte von Simon Mondkalb und Ineluki Sturmkönig und von ihrer tödlichen Feindschaft im Lande Osten Ard.
Auf der uralten Feste Hochhorst wächst der rotschöpfige, wenig anstellige, aber ungemein wißbegierige Küchenjunge Simon auf. Von dem skurrilen, greisen Doktor Morgenes als Lehrling angenommen, lernt er Lesen, Schreiben und die Geschichte seines Landes. Einst herrschten in Osten Ard die Sithi, ein Elbenvolk, bis aus dem hohen Norden die Menschen kamen und sie mit kaltem Eisen vertrieben. Nur mit Hilfe schwärzester Magie vermochte Ineluki, der Sohn des Elbenkönigs, einige wenige seines Volkes zu retten. Er selber gilt als tot.
Simon wird in die letzten Jahre der Regierung des siebten Königs seit jener großen Schlacht hineingeboren. Er ist der schon zu Lebzeiten sagenumwobene Johan Presbyter, der den Feuerdrachen Shurakai erschlug. Aus dessen Knochen ließ sich der König einen Thron aus Drachenbein bauen. Als Johan mit über hundert Jahren stirbt, hinterläßt er zwei Söhne; Elias, der ältere, wird neuer Hochkönig von Osten Ard. Er gerät immer mehr unter den Einfluß seines Ratgebers Pryrates, eines machtgierigen und skrupellosen Zauberpriesters. Aus Mißtrauen gegenüber seinem Bruder Josua schließt Elias zur Sicherung seiner Herrschaft einen Bund mit den Nornen. Von diesen bleichen, schwarzverhüllten Wesen erhält der junge König das Schwert "Leid", eines der drei magischen Schwerter von Osten Ard.
Ohne Elias' Wissen hat Pryrates als Gegenleistung Josuas Leben versprochen. Der Prinz wird von ihm in einem der unterirdischen Verliese des Hochhorstes gefangengehalten. Durch Zufall entdeckt ihn dort der stets neugierige Simon und befreit ihn mit Morgenes' Hilfe. Als Pryrates davon erfährt, muß auch Simon in letzter Sekunde fliehen.




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Viel Spaß!
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Kinywa ni jumba la maneno.
Der Mund ist der Palast der Worte. – Sprichwort aus Ostafrika

LadyByron

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Re: Tad Williams – Osten Ard
« Antwort #1 am: 31. Juli 2011, 12:03:54 »

Hallo ihr!

Ich habe schon angefangen zu lesen und bin ganz gespannt, ob ich dieses Mal schneller in die Geschichte reinkomme. Das letzte Mal habe ich ja auf Seite 250 aus unerfindlichen Gründen abgebrochen.

Die amazon Beschreibung von oben habe ich mich gar nicht getraut durchzulesen. Kann es sein, dass da schon total viel verraten wird? Ich bin zumindest gerade froh, dass ich so ein schlechtes Gedächtnis habe. Ich habe echt das Gefühl, dass ich mich an gar nichts mehr erinnern kann von meinem ersten Leseversuch...naja. :rollen:

Kapitel 1

Es muss ganz schön schlimm sein, wenn man merkt, dass man nicht mehr lange zu leben hat und zu schwach ist, um die einfachsten Dinge selbst zu tun. Aber König John scheint immerhin ein SEHR langes Leben gehabt zu haben. Ich frage mich, was er mit den Sünden meint. Sind das die "normalen" Sünden, die er auf dem Schlachtfeld begangen hat oder ist das hier schon eine Anspielung auf etwas anderes?
Des Weiteren frage ich mich, wer wohl in den letzten 3 Jahren das Königreich geführt hat, während John krank im Bett lag. Seine Söhne waren ja anscheinend weit weg.

Kapitel 2

Hier erfahren wir endlich etwas mehr über die Hauptperson Simon. Er benimmt sich wirklich noch total kindlich für seine 14 Jahre. Aber sein Konzentrationsproblem ist irgendwie sympatisch, er erinnert mich irgendwie an meinen kleinen Bruder und daher kann ich mich gut in Rachel hineinversetzen und weiß, wie sehr einen solch eine Art in den Wahnsinn treiben kann!  :breitgrins:
Morgenes ist auch ziemlich interessant. Er wird wahrscheinlich noch eine große Rolle in Simons Leben spielen und ihm hoffentlich helfen, mal ein bisschen erwachsener zu werden.
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"I like living. I have sometimes been wildly, despairingly, acutely miserable, racked with sorrow, but through it all I still know quite certainly that just to be alive is a grand thing."
Agatha Christie

 :leser:
Tad Williams - The Dragonbone Chair
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UlrikeW

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Re: Tad Williams – Osten Ard
« Antwort #2 am: 31. Juli 2011, 17:08:35 »

Hallo  :winken:

ich habe gestern Abend die ersten drei Kapitel gelesen und bin gleich sehr gut reingekommen. Die Sprache ist wunderschön und man kann sich die Welt von Osten Ard (oder erst mal nur der Hayholt) sehr gut vorstellen – und möchte natürlich mehr darüber wissen... Anfangs bekommt man da ja nur so häppchenweise etwas mit ;)

Kapitel 1
Hier finde ich natürlich auch das mit den Sünden sehr interessant/vielversprechend, aber vor allem wüsste ich natürlich gerne, was König John Towser ganz am Ende des Gesprächs eigentlich noch auftragen wollte, dann aber doch nicht ausgesprochen hat...
Das Ende des Kapitels ist auch eine der Stellen, die ich so schön fand:
“Above, the dusty banners seemed to sway slightly, as if a whisper passed among the crowd of watchers, among the ancient herons and dull-eyed bears, and others stranger still.”

Kapitel 2
Ich finde Simon auch sympathisch – wie er so von Abenteuern träumt, während er eigentlich den Besen schwingen sollte...
Hier wird es für ihn ja auch schon zum ersten Mal etwas gruselig, als er am Graben über diesen Stein streicht und ein merkwürdiges Flüstern hört...
Morgenes Arbeitszimmer erinnert mich irgendwie an die Bibliothek der Unseen University von Terry Pratchett   :rollen:

Kapitel 3
Hier erfährt man noch ein bisschen mehr Simon und seine Eltern – allerdings werden dabei eher neue Fragen aufgeworfen als beantwortet.
Außerdem tauchen Prester Johns Söhne Elias und Josua zum ersten Mal auf – was gleich die nächste Frage mit sich bringt: Was genau ist zwischen Josua, Elias und dessen Frau passiert?

Jetzt werde ich endlich mal weiterlesen - will ich heute eigentlich schon den ganzen Tag, aber es kommt dauernd was dazwischen  :grmpf:
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Llyren

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Re: Tad Williams – Osten Ard
« Antwort #3 am: 01. August 2011, 10:14:56 »

Hallo Ihr  :winken:
So gestern Nacht habe ich auch endlich angefangen.
@LadyByron: Das kenne ich. Das bisschen, an das ich glaube, mich noch zu erinnern, ignoriere ich einfach ;-)
@Urlike: Jaa! Die Sprache ist klasse. Sehe ich das richtig, dass Du auf Englisch liest? Dann ist Dir ja klar, dass Du uns mit weiteren Zitaten beglücken darfst ;-)

Kapitel 1
Ich finde es gut, dass es mit König Johann losgeht. Wobei man durch sein "Jammern" erst mal einen ganz eigenen Eindruck von ihm bekommt. Nicht der verehrte, mächtige König, sondern ein alter Mann, der Angst vor dem Tod hat. Allerdings klingt es eher so, als hätte er nicht Angst vor dem Tod an sich, sondern davor, wie er nach seinem Tode gerichtet wird.
Bei seinen Worten über seine beiden Söhne bin ich voreingenommen, das gebe ich selbst zu ;-) Insofern kann ich Johanns Meinung da nur sehr kritisch betrachten. Ist es denn immer so toll, wenn ein König kriegerisch ist? *seufz*
@Ulrike: Ja, am Ende klang es so, als wollte er Elias vor dem warnen, was er selbst als eine seiner Sünden ansieht?

Kapitel 2
So richtig sympathisch ist mir Simon noch nicht. Dazu kann ich zu gut nachfühlen, wie sehr er Rachel auf die Nerven geht... Herumsitzen und träumen, während der Rest der Burg sich abrackert? Aber gut, er ist halt noch ein Kindskopf, Mondkalb eben...
Aber wenn ihn etwas interessiert, ist er durchaus in der Lage, sich zu benehmen - siehe Morgenes Zimmer.
Morgenes ist interessant, ich gehe auch einfach mal davon aus, dass seine Räume innen tatsächlich größer sind als von außen ;-)
@LadyByron: Warum entscheidet er sich dazu plötzlich am Ende? Weiß er, dass etwas passieren wird? Oder kam ihm das nur einfach plötzlich in den Sinn?
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Re: Tad Williams – Osten Ard
« Antwort #4 am: 01. August 2011, 19:07:38 »

Kapitel 2

Ach ja, was mir gerade noch gekommen ist: Fühlt noch jemand mit den Sithi? Typischer Fall von ursprünglichen Bewohnern, die mit Gewalt vertrieben wurden... Und wenn das dann als große Leistung des Königs dargestellt wird - "Geißel der Sithi" hieß es, glaube ich - dann wird mir dieser doch gleich einen Tick unsympathischer.
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Re: Tad Williams – Osten Ard
« Antwort #5 am: 02. August 2011, 01:19:18 »

Allgemein

In den letzten Kapiteln ist mir auch stilistisch etwas Interessantes aufgefallen: Normalerweise kann ich es überhaupt nicht haben, wenn innerhalb eines Abschnitts die Erzählperspektive wechselt - z.B. von Rachel, die in Gedanken mal wieder über den Jungen schimpft, zu Simon, der sich über ihren Aufzug wundert.
Bisher jedoch nehme ich es zwar teilweise war, fühle mich aber nicht dadurch gestört, fast eher im Gegenteil. Interessant. Offensichtlich kann man das also auch geschickt machen und in den anderen Romanen/Geschichten kam es vermutlich nur zu plump rüber...


Kapitel 3

@Ulrike: Klingt so, als gäbe Elias Josua die Schuld am Tod seiner Frau. Meine Vermutung wäre, dass er vergeblich versucht hat, sie zu schützen und dabei seine Hand verloren hat.
Simon ist immer noch nicht mein Favorit, aber irgend etwas scheint dran zu sein an ihm. Was Morgenes da wohl eingesteckt hat?
Und wir bekommen eine erste Einführung von Pryrates, und schon ist er mir unsympathisch...


Kapitel 4

Ich finde es sehr geschickt gemacht, wie uns hier ein bisschen die Geschichte des Landes und der Völker näher gebracht wird. Immer wieder kleine Einwürfe bzw. Anweisung an Simon, Zwischenfragen, Zusammenfassen "langweiliger" Episoden... So wird es nicht so langatmig wie teilweise in anderen Romanen.
Sithikönig = Erlkönig? Witzig.
Und warum nur schwant mir Übles bei der Erwähnung des Sohnes vom Erlkönig, dessen Name nicht genannt werden darf ;)
Etwas gestutzt habe ich bei der Bemerkung Morgenes, das die Samen gut für die Zähne der Vögel seien. Vögel mit Zähnen? @Ulrike: steht hier im Englischen auch teeth?
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Myriel

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Re: Tad Williams – Osten Ard
« Antwort #6 am: 02. August 2011, 19:08:42 »

Hallo zusammen,

gestern Abend bin ich endlich dazu gekommen, die ersten beiden Kapitel zu lesen.

Der Hochhorst als Handlungsschauplatz gefällt mir ausgesprochen gut. Einerseits hat man die vor Leben sprühende Burg als Sitz des Hochkönigs (okay, vor Leben sprühend ist übertrieben, aber vor Diener wimmelt es bestimmt) - und auf der anderen Seite hat ist der Hochhorst nur das letzte einer Reihe von Bauwerken, die auf den Ruinen ihrer Vorgänger erbaut wurden und auch der Hochhorst ist im Zerfall begriffen, wie anhand der Außenwälle deutlich wird, die z.T. schneller verfallen, als die Bauarbeiter mit reparieren hinterher kommen.

Nur der Engelsturm scheint zeitlos und ewig. Allerdings hat er etwas Bedrohliches an sich, wenn er so beschrieben wird "Der unbestimmte Schatten des Engelsturms überbrückte den Burggraben; die verzerrte Silhouette des grünen Engels, der auf seiner Turmspitze triumphierte, lag am äußersten Rand des Wassers in einer Lache aus Feuer." (S. 29)

Simon selbst ist momentan noch gut zu ertragen. Seine Tagträumereien und kindischen Vorstellungen passen zwar nicht zu einem 14jährigen Jungen, aber in den Räumen von Doktor Morgenes scheint sich abzuzeichnen, dass er bald eine feste Stelle haben wird und das sogar in einer Umgebung, die ihn bedeutend mehr fasziniert als die Putzkolonne von Hausdrache Rachel.

Kapitel 1
Hier finde ich natürlich auch das mit den Sünden sehr interessant/vielversprechend, aber vor allem wüsste ich natürlich gerne, was König John Towser ganz am Ende des Gesprächs eigentlich noch auftragen wollte, dann aber doch nicht ausgesprochen hat...
Das Ende des Kapitels ist auch eine der Stellen, die ich so schön fand:
“Above, the dusty banners seemed to sway slightly, as if a whisper passed among the crowd of watchers, among the ancient herons and dull-eyed bears, and others stranger still.”

Das Zitat ist wirklich sehr stimmungsvoll. Da bekomme ich gleich eine Gänsehaut bei dem, was diese staubigen Banner vergangener Zeiten in Bezug auf unsere Geschichte implizieren.  :entsetzt:

Was genau König Johan sagen wollte, würde ich auch gern wissen. Ich vermute mal, dass er in einem schwachen Moment seinen Sohn davor warnen wollte, seine eigenen Sünden zu wiederholen. Worin diese Sünden bestehen, erfahren wir aber nicht, da sich Johan gerade noch fängt...

Bei seinen Worten über seine beiden Söhne bin ich voreingenommen, das gebe ich selbst zu ;-) Insofern kann ich Johanns Meinung da nur sehr kritisch betrachten. Ist es denn immer so toll, wenn ein König kriegerisch ist? *seufz*

Völlige Zustimmung. Warum erwarten Könige von ihren Söhnen immer, dass sie sich kämpferisch geben? Klar, wenn es hart auf hart kommt muss ein zukünftiger König auch durchgreifen können, doch sollte man nicht in erster Linie die Diplomatie bemühen? Und steht einem da ein kriegerischer Charakter nicht eher im Weg?

Aber wenn ihn etwas interessiert, ist er durchaus in der Lage, sich zu benehmen - siehe Morgenes Zimmer.
Morgenes ist interessant, ich gehe auch einfach mal davon aus, dass seine Räume innen tatsächlich größer sind als von außen ;-)

Simon mag zwar ein Träumer sein, aber wenn er sagt, dass er die Außenwände von Morgenes Räumen abgegangen ist und sie kleiner sind als die Innenwände, dann glaube ich ihm das sogar. Und dieser Widerspruch macht einen Reiz von Morgenes Räumen für mich aus. Zu gern würde ich mich dort mal durch die Regale wühlen und überall rumstöbern.

Die Geschichte, die er Simon als Dank für die zwei Frösche erzählt, ist eine gute Idee, um etwas über die Vergangenheit von Osten Ard zu erfahren, ohne dass es so aufgesetzt wirkt. Bitte mehr davon.

Und um mal was ganz allgemeines zu sagen:
Die Neuausgabe der Bücher bei Klett Cotta ist echt ein Schmuckstück! Abgesehen von den tollen Covern haben sie ein sehr hochwertiges Papier verwendet, bei dem ich gern über die Seiten streiche, nur um die glatte Oberfläche zu spüren. Und erst die Zeichnung auf der Titelseite vom ersten Teil ... hier sieht man das Signet, nur mit anderem Text. Ein echter Traum.  :herz:
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Llyren

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Re: Tad Williams – Osten Ard
« Antwort #7 am: 02. August 2011, 20:19:53 »

Und um mal was ganz allgemeines zu sagen:
Die Neuausgabe der Bücher bei Klett Cotta ist echt ein Schmuckstück! Abgesehen von den tollen Covern haben sie ein sehr hochwertiges Papier verwendet, bei dem ich gern über die Seiten streiche, nur um die glatte Oberfläche zu spüren. Und erst die Zeichnung auf der Titelseite vom ersten Teil ... hier sieht man das Signet, nur mit anderem Text. Ein echter Traum.  :herz:

Das kann ich nur voll und ganz unterschreiben! :herz:
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UlrikeW

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Re: Tad Williams – Osten Ard
« Antwort #8 am: 02. August 2011, 21:28:51 »

Zu den Sithi
Ich habe am Anfang von Morgenes Erzählungen auch eher mit den Sithi gefühlt, bis dann diese Stelle mit dem Stein in Kapitel 2 kam:
“Perhaps he ran his hands across this same stone....
A whisper on the wind: We will have it back, manchild.
We will have it all back...

Clutching the neck of his coat tight against the
unexpected chill, Simon got up and climbed the grassy
slope, suddenly lonesome for familiar voices and light.“

Das hörte sich beim ersten Lesen ziemlich bedrohlich an – allerdings lagen meine Sympathien dann in Kapitel 4 bis zur Erwähnung des Sohns des Sithikönigs wieder eher bei den Sithi...

@Ulrike: Klingt so, als gäbe Elias Josua die Schuld am Tod seiner Frau. Meine Vermutung wäre, dass er vergeblich versucht hat, sie zu schützen und dabei seine Hand verloren hat.
Ich hatte da gleich sehr viel mehr reininterpretiert und mir vorgestellt, dass Elias vielleicht Josua und seine Frau verdächtigte etwas mit miteinander zu haben. Dass Josua sagte, dass er nicht nur seine Hand, sondern sein Leben für sie gegeben hätte – und Elias' Reaktion darauf hatte ich auch in der Richtung verstanden... vielleicht bin ich ein bisschen zu misstrauisch  :gruebel:

Kapitel 4
Die Vögel haben im Englischen auch Zähne :err:
Wie wird denn der Besen im Deutschen beschrieben? Das hört sich bei mir so schön an:
“A broom, lone and lorn, aching in its twiggy heart to be
put to use.”

Der Auf- und Einbau der “Geschichtslektionen” gefällt mit auch sehr gut – vor allem die Geschichte mit dem Fleck an der Wand, bzw am Hemd :zwinker:

Meine Ausgabe ist übrigens das englische Taschenbuch von Orbit  :herz:
und ich beglücke euch auch gerne mit Zitaten...
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Myriel

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Re: Tad Williams – Osten Ard
« Antwort #9 am: 03. August 2011, 20:01:17 »

Hallo zusammen,

mittlerweile habe ich bis einschließlich Kapitel 5 gelesen.

@Ulrike: Klingt so, als gäbe Elias Josua die Schuld am Tod seiner Frau. Meine Vermutung wäre, dass er vergeblich versucht hat, sie zu schützen und dabei seine Hand verloren hat.

So habe ich es auch verstanden. Josua hat versucht, Elias Frau vor irgendetwas zu beschützen und hat dabei seine rechte Hand verloren und auch die Frau nicht beschützen können. Fragt sich nur, wie die beiden in diese Situation gekommen sind. Wenn ich Elias richtig verstehe, scheint er Josua dafür verantwortlich zu machen, dass seine Frau überhaupt erst in Gefahr geraten ist.

@Ulrike:
So wie sich Elias aufspielt, würde ich ihm durchaus zutrauen, dass er falls er auch nur den geringsten Verdacht hätte, dass Josua ihn mit seiner Frau betrogen hätte, er ihn umbringen würde.

Und warum nur schwant mir Übles bei der Erwähnung des Sohnes vom Erlkönig, dessen Name nicht genannt werden darf ;)

Das ist fast schon das klassische Zeichen für den Bösewicht, wenn man seinen Namen nicht aussprechen darf. Bestes Beispiel ist ja Du-weißt-schon-wer.  :zwinker:

Und wir bekommen eine erste Einführung von Pryrates, und schon ist er mir unsympathisch...

Der würde sich auch gut für die Rolle des Bösewichts eignen. Die Rücksichtslosigkeit dafür hat er offenkundig, so wie er beinah Simon und nicht nur beinah die Hühner überfahren hat. Wer oder was ihm im Weg steht, wird einfach überrollt.  :grmpf:

@Ulrike:
Der Besen wird übrigens so beschrieben: "Ein Besen, einsam und verlassen, mit einem Reisigherzen voll schmerzlicher Sehnsucht nach Benutzung ..."  :err:

Simons Ausflug auf den Engelturm in Kapitel 5 war sehr spannend zu verfolgen. Simon scheint sich durch seine vielen Streifzüge durch den Hochhorst sehr gut Ortskenntnisse erarbeitet zu haben, besonders auch von Abkürzungen und Geheimgängen. Das wird ihm bestimmt noch sehr nützlich werden.

Als er von seinem Aussichtspunkt wieder herabsteigt, trifft er zum zweiten mal auf den Jungen, der auch schon in der Kapelle den Streit zwischen Elias und Josua belauscht hat. Ob es sich dabei um einen Spion handelt? Doch für wen sollte er spionieren?
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Llyren

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Re: Tad Williams – Osten Ard
« Antwort #10 am: 03. August 2011, 21:34:28 »

Zu den Sithi:
Bedrohlich? Definitiv. Im Deutschen sogar noch einen Tick aktiver:Wir holen es uns wieder, Menschenkind. Wir holen uns alles wieder.
(Dafür klingt dann das "suddenly lonesome for..." einfach besser als das deutsche "er hatte plötzlich Sehnsuch nach...")

Andererseits ist es ja eigentlich ihr gutes Recht, aber für die heute dort lebenden Menschen ist es natürlich eher weniger erfreulich...
Bei solchen Sachen bin ich immer etwas zwiegespalten.

@Ulrike: Klingt so, als gäbe Elias Josua die Schuld am Tod seiner Frau. Meine Vermutung wäre, dass er vergeblich versucht hat, sie zu schützen und dabei seine Hand verloren hat.

So habe ich es auch verstanden. Josua hat versucht, Elias Frau vor irgendetwas zu beschützen und hat dabei seine rechte Hand verloren und auch die Frau nicht beschützen können. Fragt sich nur, wie die beiden in diese Situation gekommen sind. Wenn ich Elias richtig verstehe, scheint er Josua dafür verantwortlich zu machen, dass seine Frau überhaupt erst in Gefahr geraten ist.

@Ulrike:
So wie sich Elias aufspielt, würde ich ihm durchaus zutrauen, dass er falls er auch nur den geringsten Verdacht hätte, dass Josua ihn mit seiner Frau betrogen hätte, er ihn umbringen würde.

Wobei ich mir auch durchaus vorstellen könnte, dass die Beziehung der beiden zumindest sehr nahe war. Wenn Josua immerhin sein Leben für sie gegeben hätte? Ich schätze mal, dass wir die Details sicher noch hören werden.

Zitat von: Myriel
Und warum nur schwant mir Übles bei der Erwähnung des Sohnes vom Erlkönig, dessen Name nicht genannt werden darf ;)

Das ist fast schon das klassische Zeichen für den Bösewicht, wenn man seinen Namen nicht aussprechen darf. Bestes Beispiel ist ja Du-weißt-schon-wer.  :zwinker:

Genau an den hatte ich gedacht ;-)


Zitat von: Myriel
Simons Ausflug auf den Engelturm in Kapitel 5 war sehr spannend zu verfolgen. Simon scheint sich durch seine vielen Streifzüge durch den Hochhorst sehr gut Ortskenntnisse erarbeitet zu haben, besonders auch von Abkürzungen und Geheimgängen. Das wird ihm bestimmt noch sehr nützlich werden.

Und es zeigt wieder einmal, dass Simon schon etwas kann, wenn er den Kopf aus den Wolken bekommt.


Kapitel 6
So, nun ist König Johann also tot. Klasse beschrieben, welche Eindruck das auf das Reich macht. Auf diese Art und Weise werden uns auch gleich eine ganze Reihe Völker, Personen und Beziehungen nahegebracht. Nicht, dass man sich die alle auf Anhieb merken könnte, aber wieder geschickt eingebettet in die Vorbereitungen der Beisetzung.

Mich würde auch interessieren, was Josua mit dem Schwert vorhatte. War das nicht eigentlich noch bei Strupp in der Kammer, der es dann Elias geben sollte? Woher hat es dann Josua? Ich hatte bei dem letzten Gespräch zwischen Strupp und Johann auch so das Gefühl, dass Strupp dessen Vorliebe für Elias eher nicht teilt...

Und muss ich zu der Szene mit Pryrates noch irgendetwas sagen? :grmpf: :kommmalherfreundchen: :grmpf:
Der arme Welpe!  :heul:
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UlrikeW

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Re: Tad Williams – Osten Ard
« Antwort #11 am: 06. August 2011, 22:05:15 »

Kapitel 5
War das nicht eigentlich noch bei Strupp in der Kammer, der es dann Elias geben sollte? Woher hat es dann Josua?
Am Anfang dieses Kapitels ist Bright Nail auf jeden Fall noch in der Kammer...

Ich hatte nach der Szene mit den Soldaten schon damit gerechnet, dass Simons Geldbörse bald verschwindet – der Priester kommt mir da sehr verdächtig vor  :pueh:

Zitat von: Myriel
Simons Ausflug auf den Engelturm in Kapitel 5 war sehr spannend zu verfolgen. Simon scheint sich durch seine vielen Streifzüge durch den Hochhorst sehr gut Ortskenntnisse erarbeitet zu haben, besonders auch von Abkürzungen und Geheimgängen. Das wird ihm bestimmt noch sehr nützlich werden.

Und es zeigt wieder einmal, dass Simon schon etwas kann, wenn er den Kopf aus den Wolken bekommt.

Die ganze Hayholt klingt nach einem Abenteuerspielplatz für Interessierte – und Simon scheint ja einer der Wenigen zu sein, die an Abenteuer interessiert sind  :zwinker:

Zum Engelturm kommt hier mal wieder ein Zitat:
Zitat
Eminently slender and pale, it dominated the southwestern
corner of the Hayholt like a birchtree in a rock garden,
so impossibly tall and delicate that from ground level
it almost appeared to be standing on some far hillside,
miles and miles beyond the castle's wall.
Standing beneath he could hear it shudder in the wind,
as though it were a lute string tight-cinched on some
celestial peg.
Die Geschichte der Könige und die Geografie von Osten Ard sind hier auch wieder sehr geschickt eingebaut – wobei ich zwischen Wald, Kynslagh und der restlichen Umgebung erstmal etwas verwirrt dasaß, bis mir dann wieder einfiel, dass es im Buch ja eigentlich genug Karten hat...

Eine Frage zum fünften König – Tethtain: er wird bei mir im Gedicht als “Herynstir Holly King” bezeichnet, aber es heißt doch eigentlich Hernystir... Ist das bei euch auch so?

Kapitel 6
Ich hatte bei dem letzten Gespräch zwischen Strupp und Johann auch so das Gefühl, dass Strupp dessen Vorliebe für Elias eher nicht teilt...
Lektor Ranessin teilt sie jedenfalls entschieden :breitgrins: "lauter Eigenschaften, die ein König haben sollte, und die anderen wird er schon noch ablegen"  :tse: sehr blauäugig.

Ich wüsste natürlich auch gerne wie Josua an das Schwert gekommen ist – oder hat er vielleicht eine Fälschung ins Boot gelegt? Und warum hat sich außer Isgrimnur niemand daran gestört?
Was Elias Josua mitgegeben hat, würde mich auch interessieren...

Kapitel 7
Mich würde es auch frustrieren, ein Buch abzuschreiben, das ich nicht verstehe...
Morgenes Bild von Büchern als Magie und Falle gefällt mir sehr gut.

Zwischen Elias und Josua findet bei dem Schwertkampf in der Novemberhitze (ob da die Natur etwas gegen Elias als König hat?) ein sehr interessantes Gespräch über Bright Nail statt :confused:
Will Josua da nur sticheln, weil Elias das Schwert nicht hat oder will er selbst der Erbe sein und beansprucht das Recht es zu benutzen für sich?
Bis jetzt klang er (oder versuchte es) ja eigentlich nicht, als beneide er seinen Bruder.

:entsetzt: Hoffentlich hat Pryrates diesen Nachrichtenvogel an Morgenes nicht tatsächlich abgefangen...
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Llyren

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Re: Tad Williams – Osten Ard
« Antwort #12 am: 08. August 2011, 20:01:08 »

Kapitel 6/7

Zitat von: UlrikeW
Ich hatte nach der Szene mit den Soldaten schon damit gerechnet, dass Simons Geldbörse bald verschwindet – der Priester kommt mir da sehr verdächtig vor  :pueh:
Ganz eindeutig. Würde auch erklären, warum er so "großzügig"war, wenn er kurze Zeit später ohnehin die ganze Börse klaut.

Zitat von: UlrikeW
Die Geschichte der Könige und die Geografie von Osten Ard sind hier auch wieder sehr geschickt eingebaut – wobei ich zwischen Wald, Kynslagh und der restlichen Umgebung erstmal etwas verwirrt dasaß, bis mir dann wieder einfiel, dass es im Buch ja eigentlich genug Karten hat...
Ist schon interessant, aber ich glaub ich bin wirklich ein Leser, an den diese tollen Karten verschwendet sind...
Ich lese zwar auch ganz interessiert geographische Informationen, aber auf die Idee, das mal auf der Karte nachzuschauen, komme ich nicht. *gehtmalkurzblättern*
Und ich stehe auf die Sprache und die Zitate ;-)

Zitat von: UlrikeW
Eine Frage zum fünften König – Tethtain: er wird bei mir im Gedicht als “Herynstir Holly King” bezeichnet, aber es heißt doch eigentlich Hernystir... Ist das bei euch auch so?
Nein, das scheint wirklich ein Tippfehler zu sein. Hier heißt es brav: "Mit Stechpalmkönig Tethtain von Hernystir war's aus".

Zitat von: UlrikeW
Zitat von: Llyren
Ich hatte bei dem letzten Gespräch zwischen Strupp und Johann auch so das Gefühl, dass Strupp dessen Vorliebe für Elias eher nicht teilt...
Lektor Ranessin teilt sie jedenfalls entschieden :breitgrins: "lauter Eigenschaften, die ein König haben sollte, und die anderen wird er schon noch ablegen"  :tse: sehr blauäugig.
Wobei er im Prinzip Recht hätte. Mit einem guten Berater, der seinen Jähzorn und jugendliche Ungeduld im Zaum halten kann, zumindest.
Allerdings scheint er schon sehr stark unter Pryrates Einfluss zu stehen - wenn ich da an die Szenen mit Isgrimnur denke...
Also wird das wohl nichts mehr.  :sauer:
Mir ist auch unklar, warum sich Elias den ehemals loyalen Freunden/Verbündeten seines Vaters gegenüber (siehe Isgrimnur) so abfällig verhält. Er lässt ihn einfach fallen und ignoriert ihn. Hat er vielleicht Angst, dass er Josua gegenüber loyaler ist als ihm als König?

Zitat von: UlrikeW
Was Elias Josua mitgegeben hat, würde mich auch interessieren...
Du meinst Johann, oder? Ob die Träne, die Elias vergießt, echt ist? Ich glaube ja eher nicht. Ein geschickter Schachzug, um sich die Sympathien der Anwesenden zu sichern?

Zitat von: UlrikeW
Mich würde es auch frustrieren, ein Buch abzuschreiben, das ich nicht verstehe...
Morgenes Bild von Büchern als Magie und Falle gefällt mir sehr gut.
Ganz meine Meinung. Hoffentlich bekommt er wenigstens etwas zu lesen, das er versteht ;)
Und bei Büchern und Magie sind wir uns doch alle einig  :winken:

Zitat von: UlrikeW
Zwischen Elias und Josua findet bei dem Schwertkampf in der Novemberhitze (ob da die Natur etwas gegen Elias als König hat?) ein sehr interessantes Gespräch über Bright Nail statt :confused:
Will Josua da nur sticheln, weil Elias das Schwert nicht hat oder will er selbst der Erbe sein und beansprucht das Recht es zu benutzen für sich?
Bis jetzt klang er (oder versuchte es) ja eigentlich nicht, als beneide er seinen Bruder.
So hätte ich es eigentlich nicht verstanden. Es klingt so, als hätte Elias Josua das Schwert gegeben, damit er es ihrem Vater mitgibt.
Und Josua kritisiert nun, dass ein Thronfolger das nicht tun sollte, sondern es besser behalten sollte, um "weise und vorsichtig" von ihm Gebrauch zu machen.
Anscheinend meint Elias, das Schwert nicht nötig zu haben? Hat er etwas Besseres in Aussicht? Oder interpretiere ich da zuviel hinein?
Und für mich klingt Josua hier auch weniger neidisch, als vielmehr kritisch. Ich glaube nicht, dass er den Thron übernehmen will, aber glücklich scheint er mit der Art von Elias' Regentschaft nicht zu sein...
Noch eine andere Frage: Heißt Josuas Schwert im Englischen auch Naidel, oder anders?

Zitat von: UlrikeW
:entsetzt: Hoffentlich hat Pryrates diesen Nachrichtenvogel an Morgenes nicht tatsächlich abgefangen...
Hm, berechtigte Frage. Zumindest scheint er zu wissen, dass er eine Nachricht überbracht hat. Aber warum sollte er den Vogel nach dem Fangen noch mal freilassen? Fliegt der dann überhaupt noch vernünftig weiter, wenn er ohnehin schon am Ziel war?
Deswegen glaube ich eher nicht.

Interessanter Inhalt, jedenfalls: Weißfüchse ("white foxes"?) und Kinder der Nacht?
Mal abgesehen davon, dass ich bei den Kindern der Nacht unwillkürlich an Vampire denken muss  :breitgrins:, finde ich diesen Gegensatz zwischen dem Weiß und dem Dunkel der Nacht interessant.
Damit ist also jetzt offiziell die neue Bedrohung eingeführt, auch wenn wir noch nicht wirklich wissen, um wen es sich dabei handelt.
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UlrikeW

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Re: Tad Williams – Osten Ard
« Antwort #13 am: 08. August 2011, 20:34:27 »

Kapitel 6/7
Zitat von: UlrikeW
Zitat von: Llyren
Ich hatte bei dem letzten Gespräch zwischen Strupp und Johann auch so das Gefühl, dass Strupp dessen Vorliebe für Elias eher nicht teilt...
Lektor Ranessin teilt sie jedenfalls entschieden :breitgrins: "lauter Eigenschaften, die ein König haben sollte, und die anderen wird er schon noch ablegen"  :tse: sehr blauäugig.
Wobei er im Prinzip Recht hätte. Mit einem guten Berater, der seinen Jähzorn und jugendliche Ungeduld im Zaum halten kann, zumindest.
Allerdings scheint er schon sehr stark unter Pryrates Einfluss zu stehen - wenn ich da an die Szenen mit Isgrimnur denke...
Also wird das wohl nichts mehr.  :sauer:
Ja, im Prinzip schon - ich hatte mir nur vorgestellt, dass die Kirche auch ziemlich gut weiß was da am Hof vor sich geht - und somit auch, dass Elias unter Pryrates Einfluss steht...

Zitat von: Llyren
Zitat von: UlrikeW
Was Elias Josua mitgegeben hat, würde mich auch interessieren...
Du meinst Johann, oder? Ob die Träne, die Elias vergießt, echt ist? Ich glaube ja eher nicht. Ein geschickter Schachzug, um sich die Sympathien der Anwesenden zu sichern?
Uups - genau den meinte ich eigentlich...

Zitat von: Llyren
Zitat von: UlrikeW
Zwischen Elias und Josua findet bei dem Schwertkampf in der Novemberhitze (ob da die Natur etwas gegen Elias als König hat?) ein sehr interessantes Gespräch über Bright Nail statt :confused:
Will Josua da nur sticheln, weil Elias das Schwert nicht hat oder will er selbst der Erbe sein und beansprucht das Recht es zu benutzen für sich?
Bis jetzt klang er (oder versuchte es) ja eigentlich nicht, als beneide er seinen Bruder.
So hätte ich es eigentlich nicht verstanden. Es klingt so, als hätte Elias Josua das Schwert gegeben, damit er es ihrem Vater mitgibt.
Und Josua kritisiert nun, dass ein Thronfolger das nicht tun sollte, sondern es besser behalten sollte, um "weise und vorsichtig" von ihm Gebrauch zu machen.
Anscheinend meint Elias, das Schwert nicht nötig zu haben? Hat er etwas Besseres in Aussicht? Oder interpretiere ich da zuviel hinein?
Und für mich klingt Josua hier auch weniger neidisch, als vielmehr kritisch. Ich glaube nicht, dass er den Thron übernehmen will, aber glücklich scheint er mit der Art von Elias' Regentschaft nicht zu sein...
Noch eine andere Frage: Heißt Josuas Schwert im Englischen auch Naidel, oder anders?
Hm - diese Interpretation gefällt mir viel besser...
Und Naidel heißt im Englischen Bright Nail.

Zitat von: Llyren
Zitat von: UlrikeW
:entsetzt: Hoffentlich hat Pryrates diesen Nachrichtenvogel an Morgenes nicht tatsächlich abgefangen...
Hm, berechtigte Frage. Zumindest scheint er zu wissen, dass er eine Nachricht überbracht hat. Aber warum sollte er den Vogel nach dem Fangen noch mal freilassen? Fliegt der dann überhaupt noch vernünftig weiter, wenn er ohnehin schon am Ziel war?
Deswegen glaube ich eher nicht.
Stimmt - wobei ich mir hinterher auch noch überlegt hatte, dass er wahrscheinlich nicht damit angeben würde, wenn er die Nachricht tatsächlich abgefangen hätte, sondern es eher geheimhalten würde...
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Llyren

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Re: Tad Williams – Osten Ard
« Antwort #14 am: 08. August 2011, 20:47:41 »

Zitat von: UlrikeW
Und Naidel heißt im Englischen Bright Nail.
Ist Bright Nail nicht Hellnagel, also das Schwert Johanns? Naidel ist Josuas Schwert, das Elias in ihrer Auseinandersetzung mal erwähnt.

Zitat von: UlrikeW
Stimmt - wobei ich mir hinterher auch noch überlegt hatte, dass er wahrscheinlich nicht damit angeben würde, wenn er die Nachricht tatsächlich abgefangen hätte, sondern es eher geheimhalten würde...
Außer er wäre sich seiner Sache (falls er irgendwas damit zu tun hat) so sicher, dass es ihm egal ist, ob Morgenes die Warnung erhält oder nicht.
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