Hallo zusammen,
mich gibt es noch und ich lese auch noch. Leider bin ich in den letzten Tagen nicht dazu gekommen bzw. habe andere Lektüre vorgezogen, doch heute Abend hat mich Yelena wieder eingefangen und ich habe bis einschließlich
Kapitel 16 gelesen.
Bei dem Feuerfest hatte ich ja den ersten Anpflug von Langeweile und Hunger (wie üblich). Die erzählen immer von so leckeren Sachen 
Also bei mir war es genau anders herum: Hunger habe ich von den Beschreibungen nicht bekommen (hatte gerade Abendbrot gemacht), aber der Spannungsbogen hat angezogen. Bisher war die Frage ja nur, wie lange Yelena als Food Taster überlebt. Doch mit dem Auftauchen der Magierin kam eine neue Komponente hinzu, die der Handlung mehr "Weite" verleiht und sie nicht mehr nur auf das Aufspüren von Giften beschränkt.
Die ganze anberaumte Übung mit Yelena als Flüchtiger fand ich übrigens genial gemacht.

Dass ihr fast keiner zutraut, dass sie sich tatsächlich behaupten kann, war klar. Doch die Art und Weise, wie sie es ihnen gezeigt hat, hätte ich nicht erwartet. Dabei hat es sich auf dem Fest schon angedeutet, als sie sich an ihre akrobatischen Ambitionen erinnert hat. Auch ihre Maskierung mit den aufgeklebten Blätter war echt smart.

Aber mir fehlt ein wenig der Spannungsbogen, oder besser gesagt der "Ich will jetzt wissen, wie es weiter geht"-Effekt. Irgendwie gibt es kaum offene Fragen oder Geheimnisse, die mich zum gespannten weiterlesen antreiben.
Für meinen Geschmack hat die zweite Begegnung mit der Magierin genügend offene Fragen aufgeworfen: Wer waren Yelenas Eltern? Welche Art von Magie beherrscht sie? Wussten Brazell und sein Sohn davon? Und falls ja, warum haben sie Yelena nicht angezeigt, sondern sie erforscht?

Hinzu kommt Valek, den ich überhaupt nicht einschätzen kann. Ich mag ihn immer noch, sogar noch mehr als vorher, aber ich traue ihm nicht so recht über den Weg - also recht zwiespältig. Seine Einstellung Magie gegenüber ist auch zwiespältig: die alten Magier, die offenkundig korrupt und tyrannisch waren, hat er verachtet, aber bei dem heutigen Nachwuchs würde er die Magie fördern, wenn sie zu Gunsten Ixias eingesetzt würde. Ob er wohl selber auch Magie beherrscht? Ich denke jedenfalls, dass er Yelena nicht sofort umbringen würde, wenn er von ihrer Magie erfährt.
Ari und Janco sind super. Endlich hat Yelena ein paar Verbündete, die sie scheinbar richtig mögen. Aus der ersten Dankbarkeit wächst langsam eine Freundschaft heran. 
Die beiden Jungs fand ich auch klasse. Sie scheinen Yelena so zu akzeptieren, wie sie ist, und können sogar ihre Fähigkeiten anerkennen ohne sich dabei bloßgestellt zu fühlen. Dass sie vom Commander sogar zu Captains befördert werden, weil sich Yelena positiv über sie geäußert hat, macht mir sogar den Commander etwas sympathischer. Er scheint wirklich Leistung zu honorieren und nicht Herkunft o.ä. Das passt auch zu Yelenas neuem Auftrag:
Zum Thema der Bohnen:
Klasse finde ich, dass Yelena den Auftrag bekommt, selbständig nach deren Geheimnis zu forschen.
Ein sehr schöner Vertrauensbeweis wie ich finde.
Das auf alle Fälle. Und zudem beweist es, dass der Commander keine Fähigkeiten vergeuden will und Yelena hat ihre Fähigkeiten während der Übung unter Beweis gestellt. Dass sie während ihrer Recherche auch in ihren eigenen Angelegenheiten forscht, scheint der Commander dabei billigend in Kauf zu nehmen. Nur von ihrem Fund des Magiebuchs wäre er bestimmt nicht begeistert. Ob Margg das Buch in Yelenas Zimmer findet und sie anschwärzt?
Soweit von mir. In jedem Fall will ich nicht wieder so viel Zeit vergehen lassen, bis ich weiterlese.
