Hallo,
ich hätte nicht gedacht, dass mich Fontane so packt. Ich kann noch nicht einmal erklären warum, denn besonders aufregend ist die Geschichte eigentlich nicht, aber ich habe jetzt in einem Rutsch bis Kapitel 14 weitergelesen.
Arme Effi, ihr ist so langweilig und sie fühlt sich so einsam, dass sie sich fast freut, wenn ihr chinesisches Gespenst auftaucht. Ihr Anstandsbesuche bei den Adeligen der Umgebung ist beendet und letztendlich ist für Effi nichts dabei herausgekommen. Die Menschen sagen ihr nicht zu, sie nicht den dort ansässigen. Der einzige, in dessen Umgebung sie sich einigermaßen wohlfühlt ist der Apotheker und Rollo. Sie liebt ihren Mann nicht, aber sie mag ihn, nur das reicht nicht für ein ganzes Leben.
Vielleicht gewinnt ihr Leben mehr an Gewicht wenn erst ihr Kind geboren ist. In unserer heutigen Zeit ist es ungewöhnlich, ja fast unvorstellbar, dass eine Frau, die lediglich zu Hause ist, keinen Beruf ausübt, eine Kinderfrau hat und dieses sogar noch vor der Geburt des Kindes engagiert. Ich frage mich, was macht sie den ganzen Tag. Es ist ihr doch jetzt schon langweilig. Sich um sein eigenes Kind zu kümmern ist doch etwas schönes und wird von einer Mutter doch auch in der Regel nie als belastend empfunden.
Ich frage mich, was bei ihr diese Halluzinationen auslöst, denn ich gehe davon aus, dass es welche sind. Kreiert sie sich unbewußt eine Geschichte, die etwas Abwechslung in ihr Leben bringt? Sie wird jetzt die Zeit nach der Geburt bei ihren Eltern verbringen und ich hoffe, dass ihr diese Zeit gut tut. Zumindest hat sie das Glück, dass sie einen Mann hat, der sie gut behandelt und ihr jeden Wunsch erfüllt.
So, jetzt will ich wieder wissen wie es weitergeht.
Viele Grüße Tina