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Autor Thema: Chevy Stevens - Still Missing  (Gelesen 385 mal)

Tammy1982

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Chevy Stevens - Still Missing
« am: 16. Juni 2011, 15:23:57 »

Hallo Ihr Lieben,

habe vor kurzem folgendes Buch innerhalb von ein paar Tagen gelesen und hier nun auch meine Meinung dazu:

Chevy Stevens: "Still Missing"


Kurzbeschreibung:
Was würdest du tun, wenn dich jemand am helllichten Tag entführt? Wenn du ihm vollkommen ausgeliefert bist? Wenn es aus dieser Hölle kein Entkommen gibt? Würdest du töten? Und wäre dann wirklich alles vorbei?
Ein Thriller wie ein Albtraum, der immer wieder neu beginnt.
"Düster, beunruhigend, atemberaubend und einfach absolut packend." Kathy Reichs
"Dieser außergewöhnliche Thriller wird Sie von der ersten Seite an in Bann halten und noch lange, nachdem Sie das Buch fertiggelesen haben." Karin Slaughter
Ein ganz normaler Tag, ein ganz normaler Kunde mit einem freundlichen Lächeln. Doch im nächsten Moment liegt die junge Maklerin Annie O Sullivan betäubt und gefesselt in einem Lastwagen. Als sie erwacht, findet sie sich in einer abgelegenen, schallisolierten Blockhütte wieder. Ihr Entführer übt die absolute Kontrolle über sie aus. Ein endloser Albtraum beginnt hinter dem ein noch schlimmerer auf sie wartet

Meine Meinung:
Gleich vorne weg: Schon lange habe ich kein Buch mehr so schnell verschlungen, wie diesen Roman.
Das Buch ist aus der Ich-Perspektive von Annie O'Sullivan geschrieben und beginnt nach ihrer Entführung. Annie spricht den Leser in Form ihrer Psychiaterin an. Gleich zu Beginn erfährt man so, dass Annie sich diese Psychiaterin selber ausgesucht hat, nachdem alle anderen, die sie vorher empfohlen bekommen hatte, ihr nicht geholfen haben.

Diese Erzählperspektive war für mich sehr ungewohnt, aber bereits nach ein paar Sätzen war ich von der Geschichte gefangen und konnte das Buch kaum noch aus der Hand legen. Annie beginnt ihre Erzählung immer, dass sie der Psychiaterin erzählt, wie es ihr die letzten Tage ergangen ist und geht dann weiter zurück in die Vergangenheit. Begonnen wird da mit dem Tag ihrer Entführung durch den Psychopathen und Stück für Stück angelt man sich gemeinsam mit Annie bis zum heutigen Tage vor.

Was man als Leser dabei alles erfährt, ist teilweise echt harte Kost und für empfindliche Gemüter kann ich dieses Buch auf keinen Fall empfehlen. Annie's Martyerium dauert zwar "nur" 1 Jahr, aber in diesem 1 Jahr muss sie Dinge erleben und mitmachen, die ich wirklich niemandem wünsche. Nicht genug damit, ist der Terror nach ihrer Befreiung noch lange nicht vorbei, sondern die gesamte schreckliche Wahrheit kommt erst noch ans Licht.

Das gesamte Ausmaß dieser Wahrheit konnte ich mir wirklich gar nicht vorstellen und war wirklich entsetzt, als klar wurde, was wirklich da gelaufen ist und warum Annie entführt wurde. Ich konnte mich gar nicht entscheiden, ob ich v. a. entsetzt bin oder einfach nur geschockt!

Sehr gut gefällt mir dabei, dass der Roman genau darauf eingeht, wie es einem Opfer "danach" geht. In den meisten Büchern, erlebt man zwar das Grauen mit, aber wie es den Opfern danach ergeht, wird weggelassen und ein HappyEnd oft suggeriert, das es so gar nicht geben kann. In "Still Missing" wird gerade dieses "danach" sehr intensiv thematisiert. Annie ist nach ihrer Rückkehr ein Wrack. Seelisch kaputt, aber gleichzeitig will sie sich nicht aufgeben. Das zusammengenommen, hat sie mir sehr sympathisch gemacht. Sehr gut wird auch gezeigt, wie gespalten Annie's Verhalten zu ihrem Entführer war. Sie selber ist über sich entsetzt, aber doch versucht sie damit umzugehen, dass sie quasi auch "gute" Zeiten mit ihm erlebt hat, obwohl er ein Monster war.

Da man alles aus Sicht von Annie mit erlebt, leidet man als Leser richtig intensiv mit Annie mit und ich muss sagen, dass mich dieses Buch auch nachdem ich es beendet hatte, immer noch sehr mitgenommen hat. Die ganze Auflösung des Falls ist dann einfach nur noch ein kompletter Schlag ins Gesicht für die Hauptfigur und ich habe diesen Schlag intensiv mit erlebt.

Alles in allem ein atemberaubender Thriller, der mich echt um meinen Schlaf gebracht hat. Dafür gibt es von mir volle 5 Ratten:  5ratten

Liebe Grüße
Tammy  :winken:
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apassionata

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Re: Chevy Stevens - Still Missing
« Antwort #1 am: 16. Juni 2011, 15:39:14 »


Tammy, ganz tolle Rezi.  :klatschen:
Da habe ich dieses Buch schon sooo oft in der Hand gehabt und immer wieder zurückgestellt.
Aber nach deiner Meinung komme ich jetzt ganz sicher beim nächsten Mal nicht mehr dran vorbei.  :breitgrins:

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Tammy1982

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Re: Chevy Stevens - Still Missing
« Antwort #2 am: 16. Juni 2011, 15:53:36 »


Tammy, ganz tolle Rezi.  :klatschen:
Da habe ich dieses Buch schon sooo oft in der Hand gehabt und immer wieder zurückgestellt.
Aber nach deiner Meinung komme ich jetzt ganz sicher beim nächsten Mal nicht mehr dran vorbei.  :breitgrins:

Danke, das freut mich!  :winken: Ich habe den "Fehler" begonnen und in einer Buchhandlung angefangen in das Buch hinein zu lesen... Bereits nach kurzer Zeit konnte ich es nicht mehr zurück legen und musste es kaufen!  :rollen:  :breitgrins:

Hoffe, dass dich das Buch genauso begeistern kann und bin schon gespannt auf deine Meinung!

Liebe Grüße
Tammy  :winken:
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KillerKiwi

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Re: Chevy Stevens - Still Missing
« Antwort #3 am: 16. Juni 2011, 16:25:05 »

Jetzt weiß ich, wofür ich meinen nächsten Gutschein verbrate. :breitgrins:
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Bettina Belitz - Dornenkuss

apassionata

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Re: Chevy Stevens - Still Missing
« Antwort #4 am: 16. Juni 2011, 18:45:10 »

Ich habe den "Fehler" begonnen und in einer Buchhandlung angefangen in das Buch hinein zu lesen... Bereits nach kurzer Zeit konnte ich es nicht mehr zurück legen und musste es kaufen!  :rollen:  :breitgrins:

Jaaa, ich weiß schon, warum ich höchstens den Klapptext in Buchhandlungen lese.  :breitgrins:
Aber nun weiß ich ja dass ich damit nicht völlig falsch liegen kann beim nächsten Mal zuzugreifen.
Meine Meinung tue ich dann kund. Wird leider wohl noch ein bisschen warten müssen, da ich bis zum Herbst ja lesetechnisch völlig ausgebucht bin.
Aber bestellen kann ich ja schonmal.  :jakka:  Sicher ist sicher, denn nicht, dass die nachher noch dieses schöne Cover abändern.  :zwinker:
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KillerKiwi

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Re: Chevy Stevens - Still Missing
« Antwort #5 am: 30. November 2011, 16:11:54 »

Gestern habe ich das Buch begonnen und obwohl ich gerade erst knapp 100 Seiten gelesen habe, fällt es mir schon schwer, das Buch zur Seite zu legen.

Es wird aus Sicht von Annie - dem Entführungsopfer - erzählt und was Annie so bei ihrer Therapeutin ablädt, ist teilweise ziemlich harte Kost. Ich bin nicht zimperlich, aber so manches mal musste ich schon Schlucken.
Annie an sich musste schon immer irgendwie hart durch, wenn man ihre bisherige Vergangenheit betrachtet. Ich frage mich, ob David sich Annie genau deshalb ausgesucht hat?

Hin und wieder erfährt man ja ein wenig aus Davids Vergangenheit - wenn auch sehr wenig - und mir schwant da Böses. Ich bin jedenfalls sehr gespannt und werde - wenn ich heute Abend zuhause bin - unbedingt weiterlesen.
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Keshia

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Re: Chevy Stevens - Still Missing
« Antwort #6 am: 30. November 2011, 18:34:54 »


Hallo Tammy,
das klingt interessant.
Wäre evtl. ein Weihnachtsbuch für mich. :zwinker:

Aber eine Frage mal:
Ich konnte mich gar nicht entscheiden, ob ich v. a. entsetzt bin oder einfach nur geschockt!



Wo ist der große Unterschied zwischen entsetzt und geschockt?
Außer, dass geschockt vielleicht etwas intensiver ist?
Ich hätte die beiden mindestens als annähernde Synonyme verstanden.

LG
von Keshia

PS
Der Roman / die Inhaltsangabe erinnert mich ein bisschen an Emma Dodghues "Room" und John Fowles' "Collector" (besonders an letzteres).

PPS
Jetzt, nachdem ich ein paar amazon Rezis gelesen habe, vielleicht eine Anmerkung oder ein Missverständnis nur meinerseits:
Ich hatte es oben so verstanden, dass Annie während der Entführungszeit die Therapiegespräche als inneren Monolog spricht, dass sie sich die Therapiegespräche mit ihrer früheren Psychologin als Hilfmittel gegen die Einsamkeit etc. "einbildet".
Dass also Bericht 1 mit der Entführung, und nicht danach anfängt.
« Letzte Änderung: 30. November 2011, 18:51:54 von Keshia »
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Kirsten

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Re: Chevy Stevens - Still Missing
« Antwort #7 am: 30. November 2011, 20:13:38 »

Hallo!

PS
Der Roman / die Inhaltsangabe erinnert mich ein bisschen an Emma Dodghues "Room" und John Fowles' "Collector" (besonders an letzteres).

Genau! Ich habe "The Collector" vor einiger Zeit gelesen und war ziemlich begeistert. Ich wußte, dass mich die Rezi von "Still Missing" an ein Buch erinnert, aber ich wäre ohne Dich nie darauf gekommen :winken:

Liebe Grüße
Kirsten
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KillerKiwi

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Re: Chevy Stevens - Still Missing
« Antwort #8 am: 02. Dezember 2011, 10:17:09 »

Mittlerweile habe ich schon mehr als die Hälfte gelesen.

Eines habe ich auf jeden Fall festgestellt: Abends vorm Einschlafen dieses Buch zu lesen ist nicht gut. Ich habe die eine Nacht nur von annie und diesem Psycho, wie sie ihn ja nennt, geträumt. Das war furchtbar.

Mittlerweile ist Annie, David entkommen. Was sie zwischendurch erlebt hat ist wirklich keine leichte Kost.
Spoiler (Klick zum Anzeigen/Verbergen)

So nach und nach findet man heraus, was dieses Jahr in Gefangenschaft mit Annie gemacht hat. Aber jeder kleine Fortschritt ist natürlich super und ich freue mich ein wenig für Annie.

Wie Tammy auch, finde ich es gut, dass das Buch eher darauf zielt, Annies Geschichte nach der Entführung zu erzählen.
Ich habe zwar keine Ahnung, was da jetzt noch kommt - nicht mal den klitzekleinsten Verdacht - aber ich bin sehr gespannt, was Annie noch alles zu erzählen hat.
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Bettina Belitz - Dornenkuss

Keshia

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Re: Chevy Stevens - Still Missing
« Antwort #9 am: 04. Dezember 2011, 03:08:26 »

Ich habe mir das Buch jetzt zu Weihnachten bestellt (tolles Geschenk!!! :zwinker:).

Mein Verdacht "was da noch kommt"/ kommen könnte:
1. Es werden in der Therapie vergrabene Erinnerungen an Annies Vergangenheit zutage gebracht, mit denen sie sich jetzt auseinander setzten muss oder
2. Sie bekommt Probleme mit "Groupies", die sie ob ihrer Medienprominenz kennen lernen wollen oder ihre Entführung ist doch nicht so abgeschlossen, es findet sich also noch eine Verbindung ihrer Entführung(szeit) in die Gegenwart hinein (vielleicht hatte der Psycho Helfer oder Mitwisser, die Kontakt zu ihr suchen oder so).

So, das waren meine Vermutungen. :winken:

LG von
Keshia
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Keshia

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Re: Chevy Stevens - Still Missing
« Antwort #10 am: 06. Dezember 2011, 02:46:24 »

WARNUNG:

Hallo,
wenn Ihr wie ich seid und gerne mal die letzte Seite des Buches mit der nach der ersten lest, oder wie, ich heute, nach der Hälfte des Buches:
LASST ES!

Leider wird dann ein Großteil der Spannung rausgenommen, man kennt das "Was" und ein wenig das "Wie", kann aber noch interessiert und erwartungsvoll weiterlesen, um das "Warum" zu erfahren.

Also:
Wer sich die Spannung komplett erhalten will, schaut besser nicht auf die letzte Seite, bevor er dort angekommen ist!!!

Das ist ein geniales Buch und eines der wenigen, bei dem wirklich bis zuletzt immer noch eine Info hinzu kommt, immer, wenn man denkt, jetzt kommt nur noch Schlussgeülänkel geht es noch weiter.
Auch die Passagen, die anfangs nach Füll-Passagen aussahen, werden am Schluss des Buches wieder bedeutsam! :zwinker:

Spoiler (Klick zum Anzeigen/Verbergen)

LG
von Keshia
« Letzte Änderung: 06. Dezember 2011, 06:42:13 von nimue »
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nimue

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Re: Chevy Stevens - Still Missing
« Antwort #11 am: 06. Dezember 2011, 06:42:02 »

wenn Ihr wie ich seid und gerne mal die letzte Seite des Buches mit der nach der ersten lest, oder wie, ich heute, nach der Hälfte des Buches

Ich glaube, Du bist überhaupt die erste hier im Forum, die auf so eine Idee kommt. Ist doch klar, dass man sich bei einem Krimi damit die Spannung nimmt :schulterzuck:

Bitte aufpassen, dass Du andere, die das Buch noch nicht kennen, nicht spoilerst. Ich kenne das Buch noch nicht und habe deshalb einen Satz von Dir entsprechend gekennzeichnet, den ich gefühlsmäßig als Spoiler bezeichnen würde.

Liebe Grüße
nimue
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Kirsten

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Re: Chevy Stevens - Still Missing
« Antwort #12 am: 06. Dezember 2011, 09:09:39 »

Hallo!

Ich glaube, Du bist überhaupt die erste hier im Forum, die auf so eine Idee kommt. Ist doch klar, dass man sich bei einem Krimi damit die Spannung nimmt :schulterzuck:

Ich muss gestehen, dass ich das auch einmal gemacht habe weil ich kurz davor stand das Buch abzubrechen. Ich wollte wissen, ob das Ende auf einen interessanten Lösungsweg hinweist. Das hat das Buch damals für mich aber auch nicht gerettet. Eine Bekannte von mir liest bei jedem Krimi die letzte Seite, das kann ich auch nicht verstehen.

Liebe Grüße
Kirsten
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Keshia

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Re: Chevy Stevens - Still Missing
« Antwort #13 am: 06. Dezember 2011, 23:12:50 »

Hallo nimue,
ich mache das weniger, um mir die Spannung zu versauen (es gibt auch Leute, die MÜSSEN erst die Zusammenfassung oder das Ende lesen, weil sie sonst das Buch nicht lesen könnten -  die können keine Spannung ertragen).

Mich faszniert es, erst den ersten Absatz und dann den letzten (Ab-)Satz zu lesen.
Meist versteht man da das Ende ja noch gar nicht, hat aber ein bestimmtes Gefühl, eine Assoziation.
Und dann, wenn man das Buch ordentlich gelesen hat, fühlt sich der letzte Satz ganz anders an und man hat eine ganz anderen Eindruck davon.
Diese beiden Gefühle und Eindrücke zu vergleichen, am Schluss noch mal zurück zu gehen und zu überlegen, wie man zum ersten Eindruck kam und was sich geändert hat, finde ich sehr spannend.
Meist ist auch der letzte (Ab-)Satz am Anfang zu kryptisch, dass er einem eben nichts verrät.
In diesem Falle aber halt nicht.


LG
von Keshia
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Spatzi79

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Re: Chevy Stevens - Still Missing
« Antwort #14 am: 23. Dezember 2011, 09:20:43 »

Meine Meinung weicht ziemlich von den bisherigen Postings ab  :zwinker:

Annie O'Sullivan ist Maklerin und führt eigentlich ein gutes Leben. Sie hat ein tolles Haus, einen Hund, einen netten Freund - doch alles ändert sich schlagartig, als sie bei einer Hausbesichtigung von einem Fremden entführt und verschleppt wird. Der "Psycho" hält sie monatelang in einer Hütte im Wald gefangen und quält sie seelisch und körperlich.

Da die Geschichte in Form von Therapiegesprächen zwischen Annie und ihrer Psychologin erzählt wird, weiß man als Leser schon von Anfang an, dass sie letztlich entkommen wird. Es bleibt nur die Frage spannend, wie ihr das gelingen konnte.

Mir persönlich hat diese Erzählform überhaupt nicht gefallen, es ist auch eigentlich kein Gespräch, sondern nur Monologe, in denen Annie ihre schreckliche Geschichte erzählt.

Trotz der fürchterlichen Details blieb mir Annie als Charakter fremd und ihr Schicksal ging mir nicht wirklich nahe.

Das Buch nimmt etwa in der Mitte eine Wendung, mit der ich an dieser Stelle (noch) nicht gerechnet habe, danach fand ich die Geschichte dann endgültig total langweilig. Das Ende war für mich völlig unschlüssig und an den Haaren herbeigezogen.

Mein Fall war das Buch somit leider gar nicht und ich frag mich schon, ob ich das zweite Buch der Autorin ungelesen weitervertausche...
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