Schön, dass noch mehr mitlesen.
3. AktLord Hastings wurde ebenfalls ermordet, so wie Grey, Rivers und Vaughan. Hääte er mal besser auf Stanleys Vorahnung gehört. Das Volk hat natürlich zu damaligen Zeiten kein Mitsprachercht und mir schauderts bei dem Gedanken, wenn es huet enoch so wäre und irgendein machtbesessener, skrupellose Mörder würde auf dem Thron meines Landes sitzen, wobei... naja, lassen wir das, auch unsere Politker habe Dreck am Stecken, aber heutzutage geschehen solche Dinge wohl eher im Verborgenen. Trotz allem finde ich es ausgesprochen interessant zu lesen, wie Richard sich seiner Widersacher entledigt, in dem er sie als Verräter denunziert oder ihnen ihre Abstammung abspricht und immer finden sihc genügend, die dieses falsche Spiel mitspielen oder es einfach nicht begreifen, was wirklich geschieht. Nur der Kanzellist scheint zu bemerken, welche übles Spiel im Gange ist.
Die 7. Szene ist der Gipfel der Scheinheiligkeit.

Was ein übler Kerl, aber er schafft genau das was er wollte. Unglaublich.
So nun werde ich noch schnell den vierten Akt lesen, denn nun will ich wissen, wie es endet.
4. AktNun haben die Frauen das Sagen und es gut zu sehen, dass wenigstens sie ehrlich sind und in ihrer Not zueinander finden (zumindest etwas).
Arme Anna, aber letztendlich selbst dran Schuld. Sie hat sich doch tatsächlich von dem Mistkerl einlullen lassen und jetzt hat sie die Bescherung. Die Damen lassen ja noch einmal Revue passieren, wen Richard alles auf dem Gewissen hat und man erkennt hier noch einmal ganz besonders gut, dass es lediglich um Macht geht und für dieses Macht kennt er kein Vertrauen, keine Loyalität und keine Freundschaft. Ich weiß nicht wie Richard im wahren Leben war, aber ich frage mich, ob dieser Mensch wirklich auch nur eines einzigen guten Gefühls mächtig ist.
Und dann wendet sich seine eigene Mutter gegen ihn, verflucht den Tag, an welchem ihr Sohn geboren wurde und auch dies lässt dieses Scheusal völlig kalt.
Ganz besonders eindrucksvoll fand ich den Dialog mit Elisabeth, als er sie bat führ ihn um die Hand ihrer Tochter anzuhalten. Ich dachte ja schon im letzten Akt, dass es eigentlich nicht mehr schlimmer kommen kann und dass man nicht mehr entsetzter von seinem Charakter sein kann, aber das schlägt dem Fass den Boden aus. Die Dreistigkeit die Mutter, deren Söhne er ermordet hat und nach wie vor keinerlei Rue zeigt, darum zu bitten bei ihrer Tochter ein gutes Wort einzulegen, das ist unfassbar. Dieser Gedanke, dass all das was er getan hat der Vergangenheit angehört und aus diesem Grund nicht mehr zählt, dass man die getöteten Kinder mühelos durch ein Schar neugezeugter Enkel ersetzen kann. Diese Szene hat mich wirklich aufgeregt, zumal ich mir lebhaft vorstellen kann, dass es damals wirklich so zugegangen ist.
Buckingham geschieht es nur Recht. Mit diesem Typ, habe ich überhaupt kein Mitleid und Richard tut es gut zu sehen, dass irgendwann der erste anfängt sich zu rächen, anstatt nur hinzunehmen, und dass sich Menschen nicht auf ewig für dumm verkaufen lassen, allerdings hat es trotzdem viel zu lange gedauert, bis endlich mal eine Gegenwehr in Gange kam.
Viele Grüße Tina