
Klappentext:Die erfolgreiche Schriftstellerin Marguerite Duval deckt unerschrocken Skandale auf, weist auf unlautere Geschäfte hin, bezieht Stellung. Und offenbar trifft sie immer wieder ins Schwarze: Ihre Bücher sind Bestseller, ihre Lesungen ausverkauft. Nur in Schaffhausen scheint es anders zu sein. Mit Morddrohungen will jemand verhindern, dass sie öffentlich auftritt. Ihr Geliebter und Manager Jean-Pierre Murat will sie schützen und beauftragt zwei Freunde, nach einer Doppelgängerin zu suchen. Margrittli Durrer ist schnell gefunden, die Ähnlichkeit frappant. Gleichzeitig jedoch gerät einiges durcheinander, und bei der Lesung im Stadttheater Schaffhausen kommt es zum Eklat mit überraschendem Ausgang.
Daniel Badraun führt mit einem Augenzwinkern durch seine Geschichte voller Verwechslungen, Missverständnisse und Konkurrenzverhältnisse, die zum Teil in Graubünden und vor allem zwischen Stein am Rhein und Schaffhausen spielt.
Der Klappentext ist tatsächlich brauchbar. Er gibt einen Eindruck sowohl vom Inhalt als auch von der Intention des Autors. Bei den Intentionen beginnt aber schon das Problem mit dem Buch: Badraun will eine leichte, unterhaltsame Komödie liefern, die man mit Dauerschmunzeln im Gesicht liest. Dagegen ist eigentlich nichts einzuwenden - wenn es ihm denn gelingen würde. Das tut es allerdings nicht. Die Verwechslungskomödie mit ihren unendlich vielen Verwicklungen und noch mehr Zufällen könnte vielleicht (vielleicht!) als Film funktionieren, tut es aber als Buch nicht. Um mich die unglaubwürdigen Zufälle schlucken zu lassen, bräuchte es ein ganz anderes Tempo und einen geschliffeneren Stil. So habe ich immer wieder nur mit dem Kopf geschüttelt und mich geärgert, dass ich während einer langen Fahrt keine alternative Lektüre dabei hatte.
Der "Rheinfall" war ein Reinfall.

+
