

(Aralorn 2)
Die Geschichte aus „Masques“ geht in „Wolfsbane“ beinahe nahtlos weiter, die Nachricht vom Tod des ae’Magi ist noch recht frisch, sein Einfluss noch nicht verebbt. Aralorn ist auf dem Weg nach Hause, zum ersten Mal seit vielen Jahren und das aus traurigem Anlass, ihr Vater ist verstorben. Kaum angekommen, stellt sie allerdings fest, dass er mitnichten tot ist, sondern nur unter einem Zauberbann steht – der muss allerdings entfernt werden, wenn er nicht wirklich sterben soll. Doch es gilt vorsichtig zu sein, denn möglicherweise ist das Ganze nur eine Falle für Aralorn oder Wolf…
Auch dieser Roman ist bereits vor vielen Jahren entstanden, auch wenn es sich nun um eine Erstveröffentlichung handelt, so dass Briggs etwas stärker an der Ausarbeitung feilen konnte als bei „Masques“. Sie zeigt in diesem Roman wieder einmal ihre typische Stärke: kurze feine Fantasy, ohne viel Brimborium, aber völlig angenehm zu lesen, Popcornkino im positiven Sinne. Ganz Besonders mochte ich die, manchmal zu Wortgefechten ausartenden, Gespräche zwischen Aralorn und Wolf, über ihre ironischen Bemerkungen musste ich so manches Mal grinsen. Da macht es dann auch nichts, dass einem als Leser so mancher Einfall deutlich eher kommt als den Protagonisten, die lange im Dunklen herumstochern, was Auslöser und Lösung des „Todes“ angeht.
Ich hoffe, dass Briggs uns neben ihrer aktuellen Urban-Fantasy-Schiene auch in Zukunft mit klassischen Geschichten beglücken wird, ich würde jedenfalls weiterhin jederzeit direkt zugreifen.
