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Autor Thema: Brenna Yovanoff - Schweigt still die Nacht  (Gelesen 2244 mal)

Räubertochter

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Re: Brenna Yovanoff - Schweigt still die Nacht
« Antwort #30 am: 29. Juni 2011, 19:59:29 »

Ich bin jetzt so etwa durch die Hälfte durch und mag das Buch :err:

Eine alte Bekannte habe ich schon getroffen

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Eure Spoiler habe ich noch nicht gelesen, ich habe Angst, mir zu früh was zu verderben :breitgrins: Aber ich bin sooo neugierig :zwinker:
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Kati

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Re: Brenna Yovanoff - Schweigt still die Nacht
« Antwort #31 am: 29. Juni 2011, 21:40:17 »

Eine alte Bekannte habe ich schon getroffen

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Ich habe das Buch ungefähr zeitgleich zu "Ascheherz" gelesen. Das war vielleicht merkwürdig.  :breitgrins:
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Stormy

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Re: Brenna Yovanoff - Schweigt still die Nacht
« Antwort #32 am: 30. Juni 2011, 09:25:20 »

@Räubertochter: Scheint mir einfach ein beliebtes Motiv zu sein, es gibt ja ganz viele so ganz typische Arten von Figuren oder Handlungsweisen, die von verschiedensten Autoren verwendet werden, einfach weil von ihnen eine gewisse Faszination ausgeht. Gerade diese Figur fände ich jetzt auch reizvoll.
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Räubertochter

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Re: Brenna Yovanoff - Schweigt still die Nacht
« Antwort #33 am: 03. Juli 2011, 17:29:36 »

Brenna Yovanoff – Schweigt still die Nacht



Gentry ist eine Stadt der etwas anderen Art – ein Geheimnis umgibt die örtlichen Kinder, ein Geheimnis, über das niemand sprechen will und dass nur die Wenigsten wahrhaben wollen, denn mit den Kindern dort stimmt etwas nicht. Auch Mackie ist anders. Und schneller, als ihm lieb ist, stecken er und seine Freunde mitten in einer Geschichte, die – wie könnte es anders sein – auch etwas „anders“ ist. Denn Mackie möchte einer Freundin, Tate,  helfen, deren Schwester gestorben ist. Das sagen jedenfalls alle anderen, auch wenn Tate etwas ganz anderes glaubt. Und was sie dabei herausfinden, gibt ihnen nicht gerade Anlass zur Hoffnung.

Die Geschichte um Mackie und Tate ist eine nette, kurzweilig zu lesende Mischung aus Grusel und Slapstick, vielleicht nicht so gewollt, aber von mir durchaus so empfunden. Das Buch ist flüssig zu lesen, das Ende ist vielleicht ein wenig zu albern geraten. Es glänzt nicht durch einen spannenden Showdown, sondern klingt eher gemächlich aus, das ist etwas schade, denn bis dahin hielt es eigentlich einigermaßen die Spannung.

Für Kinder und Jugendliche nur bedingt zu empfehlen, denn mit Leichenteilen und Verwesungsstadien verschiedener Stufen wird nicht gespart.
Trotzdem verspricht es für die Freunde des Skurrilen ein oder zwei vergnügliche Abende Lesespaß.

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illy

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Re: Brenna Yovanoff - Schweigt still die Nacht
« Antwort #34 am: 04. September 2011, 08:54:02 »


Dass der ca. 15jährige Mackie kein Blut sehen kann, ist zwar etwas peinlich, aber noch nicht so außergewöhnlich, aber dass er geweihten Boden nicht betreten kann und dass ihn die Berührung von Eisen schmerzt, gehört zu den Dingen, die er lieber nicht preisgeben sollte. Als Warnung erzählen seine Eltern ihm gerne die Geschichte des Stadtbewohners, der wie er war, aber seine wahre Identität nicht gut genug versteckt hatte und letztendlich gelyncht wurde. Nur dass seine Eltern nun einmal gar nicht seine wahren Eltern sind…

Mackie ist zwar ganz sicher nicht normal, aber die Gefühle sind zu einem guten Teil schon die eines ganz normalen Teenagers. Der Anfang des Buches macht den Eindruck einer fast normalen Highschoolaußenseitergeschichte, doch dann rückt seine wirkliche Identität immer stärker in den Vordergrund und er muss sich den Geheimnissen der Stadt stellen. Mackies Heimatstadt ist vor langer Zeit eine unheilvolle Allianz eingegangen. Der Stadt geht es gut, Wirtschaftskrisen ziehen, kaum eine Spur hinterlassend, über sie hinweg, doch dafür muss die Stadt auch Opfer bringen und in diesem Jahr scheint die kleine Schwester einer Mitschülerin von Mackie dieses Opfer zu sein. Und so versucht Mackie endlich auch hinter das Geheimnis seiner eigenen ungewöhnlichen Existenz zu kommen.

Bei den mythischen Elementen bedient sich die Autorin alter Sagen, die sie aber ihren Bedürfnissen für die Geschichte entsprechend umgestaltet. Das fand ich ganz gut umgesetzt, auch wenn ich die klassischen Hintergründe gerne etwas stärker eingebunden gesehen hätte.

Besonders gut fand ich die Kleinigkeiten, die die Autorin bei der Ausgestaltung von Mackies Problemen in unserer Welt bedacht hat. Die Plastikmesser in der Küche (warum eigentlich nicht Keramik, sind diese Messer in den USA nicht erhältlich oder ist das ein Übersetzungsfehler?), die Kupferpfanne, in der die Mutter das Essen brät, … - da merkt man, dass Yovanoff sich Gedanken gemacht hat. Für ein hervorragendes Buch fehlte mir zwar etwas an Tiefe, aber die Idee war ungewöhnlich genug und ich habe das Buch sehr gerne und zügig durchgelesen.

Brenda Yovanoff ist mit „Schweigt still die Nacht“ so eine richtig schöne Wechselbalggeschichte gelungen und ich werde mir ihr nächstes Buch (erscheint im November auf Englisch), welches wieder von einem „Menschen“ zwischen normaler und übersinnlicher Welt handelt, ganz bestimmt näher ansehen.

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HoldenCaulfield

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Re: Brenna Yovanoff - Schweigt still die Nacht
« Antwort #35 am: 05. September 2011, 18:30:05 »

Durch der Beiträge in der Monatsrunde hab ich letzte Woche spontan zugegriffen und das Buch ausgeliehen. :)
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Re: Brenna Yovanoff - Schweigt still die Nacht
« Antwort #36 am: 07. September 2011, 12:18:45 »

Eigentlich nicht die Art Literatur, die ich bevorzuge... Aber ich denke, ich wage es mal und werde das Buch demnächst lesen  :smile:
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Stormy

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Re: Brenna Yovanoff - Schweigt still die Nacht
« Antwort #37 am: 07. September 2011, 12:52:26 »

@Hase: Ja, probieren geht über studieren.

@Holden: Da bin ich auf deine Meinung gespannt. ;)
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nimue

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Re: Brenna Yovanoff - Schweigt still die Nacht
« Antwort #38 am: 10. Oktober 2011, 21:27:31 »

Hallo ihr Lieben,

dank Ingroscha hatte ich das Vergnügen, das Hörbuch von "Schweigt still die Nacht" hören zu können. Anfangs musste ich erst noch warm werden, aber was mich nun beim Nachlesen eurer Diskussion sehr erstaunt ist, dass ihr Mackie teilweise nicht sympathisch fandet. Ich mochte ihn zum Beispiel sehr sehr gerne. Für mich war er im Hörbuch sogar DER herausragende Charakter (abgesehen davon natürlich, dass er der Hauptcharakter war). Nun frage ich mich: Waren die Stellen im Hörbuch gekürzt, die ihn euch unsympathisch im Buch gemacht haben?

Wie geschrieben. Ich fand ihn großartig. Er war so eine wunderbar tragische Figur :herz:

Liebe Grüße
nimue
« Letzte Änderung: 10. Oktober 2011, 21:29:33 von nimue »
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Re: Brenna Yovanoff - Schweigt still die Nacht
« Antwort #39 am: 10. Oktober 2011, 21:29:09 »


@Holden: Da bin ich auf deine Meinung gespannt. ;)

Ich hab zu viele Bücher hier liegen :breitgrins: Aber wer weiß, ein Weilchen darf ich das Buch noch behalten und zu Halloween würde es ja ganz gut passen. :)
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Re: Brenna Yovanoff - Schweigt still die Nacht
« Antwort #40 am: 01. November 2011, 17:39:33 »

Bisher ist das so ein richtig schöner Skript5 Roman^^ Die Autorin baut eine schöne Kleinstadtklischeestimmung auf :breitrins: (mit allem was an Vorurteilen gegenüber Fremdem, Unbekanntem und Andersartigem dazugehört) Allerdings könnte es mir ruhig ein wenig subtiler sein. Man ahnt doch recht früh worauf das Ganze hinauslaufen könnte. Ich lese aber gerne weiter! :)
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Re: Brenna Yovanoff - Schweigt still die Nacht
« Antwort #41 am: 01. November 2011, 18:00:35 »

Anfangs musste ich erst noch warm werden, aber was mich nun beim Nachlesen eurer Diskussion sehr erstaunt ist, dass ihr Mackie teilweise nicht sympathisch fandet. Ich mochte ihn zum Beispiel sehr sehr gerne. Für mich war er im Hörbuch sogar DER herausragende Charakter (abgesehen davon natürlich, dass er der Hauptcharakter war). Nun frage ich mich: Waren die Stellen im Hörbuch gekürzt, die ihn euch unsympathisch im Buch gemacht haben?

Ich habe zwar nicht geschrieben, dass er unsympathisch ist, aber was mich am ehesten an ihm gestört hat, ging in Richtung "normale Teenager-Pubertiererei", also schon manchmal nervig, und im Haus haben möchte man ihn auch nicht unbedingt, aber alles im Rahmen  :zwinker:
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Re: Brenna Yovanoff - Schweigt still die Nacht
« Antwort #42 am: 26. November 2011, 20:15:35 »

Ich lese endlich weiter - nachdem mir einfach zu viel Anderes dazwischen gekommen ist. Mackie ist mir übrigens sympathisch, vielleicht auch weil ich seine Außenseiterrolle aus eigener Erfahrung nach voll ziehen kann. Dieses Gefühl nicht passend zu sein hatte ich als Teenager über viele Jahre und eigentlich erst richtig Anfang 20 überwunden.

Wichtig bei einem Roman ist mir persönlich vor allem eine gewisse Stimmung gerade wenn es um ein eher düsteres Thema geht. Die Autorin schafft es mir diese Atmosphäre nahe zu bringen und ich fühle mich damit sehr wohl. :) Den ersten Teil hab ich nun hinter mir und schon Wichtiges erfahren. Nun geht die Handlung wohl erst so richtig los und ich bin gespannt wie die Idee der Autorin weitergesponnen wird. Natürlich hoffe ich das es mir weiter so gut gefällt wie jetzt. Hi und da hätte ich aber gerne auch etwas mehr über Mackies Umfeld und vor allem auch seine Schwester erfahren. Das Ganze ist schon sehr auf ihn fixiert und interessante Figuren treten dabei arg in den Hintergrund. Das ist aber bisher mein einziger Kritikpunkt :)
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Re: Brenna Yovanoff - Schweigt still die Nacht
« Antwort #43 am: 26. November 2011, 20:20:28 »

Mackie ist mir übrigens sympathisch, vielleicht auch weil ich seine Außenseiterrolle aus eigener Erfahrung nach voll ziehen kann.

Schön! Ich mochte Mackie auch sehr gerne (aber ich mag Außenseiter meistens) und fand ihn auch immer sehr realistisch dargestellt.
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Re: Brenna Yovanoff - Schweigt still die Nacht
« Antwort #44 am: 06. Dezember 2011, 14:03:11 »

Meine endgültige Meinung steht noch aus:

Mackie ist ein Junge der mir von Anfang an sehr nahe war, das er sich wie ein Außenseiter fühlt und nicht dazugehörig, dieses Gefühl konnte ich sehr gut nach vollziehen. Gerade hier ist die Autorin erschreckend realistisch...
Eigentlich hatte ich aber eher mit einem gruseligeren Inhalt gerechnet. Der wohlige Schauer hi und da blieb zwar nicht aus, mehr war da aber auch nicht. Dafür bekam man aber jede Menge Lebende Leichen präsentiert und blutige, ziemlich brutale Szenerien die mir persönlich sehr gefallen haben - ich mags halt Makaber :breitgrins: Das hat mich dann für den ausbleibenden Gruselmoment extrem entschädigt. Zu weilen werden die Figuren so wunderbar abgedreht vor allem wenn es in die düstere, böse Welt jenseits der Stadt geht. Das war schon fast psychopathisch - herrlich  :breitgrins:

Doch eigentlich geht es neben all dem Blut vor allem um Mackie. Um Mackie und seine Gefühle gegenüber dem Leben in seiner Familie. Seinem Anderssein und der Stille sobald es darum geht eine bestimmte Frage nicht aus zu sprechen, eine bestimmte Antwort für sich zu behalten. Das ungesagte das eines Tages doch herausbricht. Gerade diese Aspekte haben mir sehr gefallen. Vor allem weil die Autorin wie ich finde, das ganz gut gelöst hat. Wie Mackie ahnt auch der Leser die Wahrheit, doch bevor diese ausgesprochen wird dauert es eine Weile.

Mir hat Schweig Still die Nacht wirklich gut gefallen, zum einen weil es einen männlichen Hauptprotagonisten gibt - was dann doch erfrischend ist wenn man ständig Bücher präsentiert bekommt in denen  nur weibliche Figuren mit Vampiren und Ähnlichem herumkämpfen dürfen ;). Die Liebesgeschichte sich zart und wunderschön entwickeln darf - und es lange Zeit keinesfalls klar ist ob es eine wird und eben die Stimmung die irgendwo zwischen Melancholie und Wahnsinn hin und her schwankt  :breitgrins: - Außerdem sieht es ganz so aus das es keine Serie wird - ein weiterer Pluspunkt  :zwinker:

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Dieses Lied hab ich übrigens beim Lesen gehört und irgendwie fand ich es total passend:
L'âme Immortelle Es zieht Dich davon
« Letzte Änderung: 15. Dezember 2011, 17:44:21 von HoldenCaulfield »
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