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Autor Thema: 4 - Achtunddreißig bis Ende (Seite 367 - 490)  (Gelesen 1084 mal)

Myriel

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Re: 4 - Achtunddreißig bis Ende (Seite 367 - 490)
« Antwort #15 am: 29. April 2011, 20:59:15 »

Hallo zusammen,

ich bin jetzt auch durch und kann mich euch im Wesentlichen nur anschließen.

In diesem letzten Abschnitt stürzt nochmal viel auf die Familie ein, aber man erfährt nur die offensichtlichen Tatsachen und sonst nichts. Gerade ein Blick in Anns Kopf hätte mich brennend interessiert. Wie haben sie und Peter wieder zueinander gefunden? Wer von beiden musste dafür welche Schwellen überschreiten und sich unangenehmen Wahrheiten stellen? Und warum ist sie erst so spät zu Libby ins Haus gegangen? Zwischendurch wird gesagt, dass das Virus an der frischen Luft nur wenige Stunden überleben kann. Warum ist sie also nicht schon rüber gegangen, als ihr der Babybrei ausgegangen ist und Peter mit leeren Händen von seiner Shoppingtour zurückkam? Das ist für mich überhaupt nicht nachvollziehbar.

Mich hätten einige Details einfach noch mehr interessiert, die nur am Rande erwähnt werden, aber keine Vertiefung mehr finden. Was z. B. ist mit den Aborigines, die scheinbar nicht erkrankt sind. Gab es dafür einen Grund?
Stimmt, dieses Stichwort wurde dem Leser mal kurz hingeworfen und danach nie wieder aufgenommen. Auch was jetzt mit dem Wasser war, erfährt man nicht. Im Krankenhaus wird Ann zwar kurz darauf aufmerksam gemacht, dass etwas nicht in Ordnung ist, aber ich hätte dann doch gern noch gewusst, was genau jetzt nicht in Ordnung ist.

Zitat von: Doris
Aber sie saßen brav Zuhause und warteten ab, bis sie schließlich den Entschluss fassten, zur Hütte zu fahren. Das kommt mir unglaubhaft vor.

Draussen lauerte die Gefahr an allen Ecken.

Und drinnen lauerten Hunger und Ungewissheit. Es hätte doch durchaus sein können, dass ein Impfstoff entdeckt worden ist, der schon längst verteilt wurde, oder Ausgabestellen für die wichtigsten Lebensmittel eingerichtet wurden. Mich würde es wahnsinnig machen, mich zu verschanzen und ohne Informationen auf was auch immer zu warten.
Mich würde es auch wahnsinnig machen, wenn ich so völlig ohne Verbindung zu anderen, ohne Informationen dasitzen müsste und auf das Unvermeidliche warten müsste. Dann doch lieber sehen, was man herausfinden kann. Wenn man sich nicht gerade um den Hals fällt, sondern auf Abstand bleibt, sollte es doch möglich sein, mit anderen Leuten zu reden und sich mit ihnen zu organisieren.

Ich bin von dem Ende sehr angetan. Anfangs fand ich die plötzliche Nachricht über den Impfstoff und der direkte Ausblick auf den Epilog zu abgehackt. Aber der lange Schluß aus der Sicht von Kate hat mir prima gefallen. Es war richtig emotional ihre Erinnerungen zu erleben und auch noch einige Antworten zu bekommen (wie den Tod von William  :entsetzt:).
Der Epilog hat mir auch sehr gut gefallen, denn dadurch sieht man Kate in einem ganz anderen Licht. Wenn das ganze Buch ähnlich geschrieben wäre, hätte es mir wesentlich besser gefallen. So blieb es leider nur eine recht emotionsarme Studie des Verhaltens einer Familie in einer Extremsituation. Und da Extremsituationen normalerweise emotionsgeladen sind, hat mir hier sozusagen eine Hauptzutat gefehlt.

VG Myriel
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