Ich war am Mittwoch mit dem Stück fertig und hatte nicht die Muße, gleich etwas dazu zu schreiben. Mir hat es gut gefallen, vor allem die Hexen und ihre Weissagungen haben das Ganze schön rund gemacht. Neben Macbeth empfand ich seine Lady als die interessantesten Figuren, wobei mir nicht ganz klar ist, warum sie Selbstmord begangen hat. Ich war so wenig darauf vorbereitet, dass ich es erst gar nicht als Selbstmord gedeutet habe

. Die Skrupellosigkeit hat sich zum Ende noch von Lady Macbeth auf ihren Gatten verlagert, was die Dame nun im besseren Licht dastehen lässt und das Weltbild wieder zurechtrückt.
Der 3. Akt hat wieder bewiesen, dass Lady Macbeth hier die treibende Kraft ist. Macbeth sieht Banquos Geist wird wird prompt wieder von seinen Gewissensbissen geplagt, und das auch noch bei der Anwesenheit von Gästen
Aber Lady Macbeth rettet die Sache natürlich. Die Frau ist mir irgendwie symphatisch, wenn sie auch kaltblütig ist... ich kann mir nicht helfen.
Damals war es den Frauen nahezu unmöglich, Macht zu haben oder sich selbst einen Namen zu machen. So blieb ihr nur der Weg über ihren Mann, in diese Position zu rücken, und das hat sie mit ihren Mittel durchzusetzen versucht. Auf gewisse Weise verständlich, aber der Zweck heiligt nicht immer die Mittel.
Ja, mit dem "nicht von Frau geboren" ist wirklich ein Kaiserschnitt gemeint.
Aber die gute Frau hat es sicher nicht überlebt, oder? Faszinierend was es vor 500 Jahren schon alles gab.
Den Kaiserschnitt gab es sogar schon im 6. Jahrhundert, damals allerdings bei Frauen, die gerade erst gestorben waren oder im Sterben lagen. Somit stand das Überleben der Mutter ohnehin nicht zur Debatte.
@ Mrs. Dalloway
Kannst du noch genauer beschreiben, wo das Zitat
"unsex me here" zu finden ist? Ich habe in meiner deutschen Übersetzung nichts gefunden, das dem entspricht.