Hallo!
Ich habe das Buch gestern beendet und habe mir leider mehr davon versprochen.

Die Geschichte ließ sich ganz flott runterlesen, das ist aber auch fast das einzig Positive, was ich anführen kann. Dagegen gibt es viele Sachen, die mich genervt haben und die teilweise auch schon angesprochen wurden. Die Handlung ist ein halbgarer Mix aus Herr der Ringe und der Artus-Sage, also ziemlich vorausschaubar (außerdem wird bei meiner Ausgabe im Klappentext auch noch das Ende verraten

). Es gibt einen Bösewicht, der natürlich soo böse ist, dass man seinen Namen nicht nennen darf (das hat mich wiederum an Harry Potter erinnert..). Es vergehen kaum ein paar Seiten, in denen nicht gemetzelt oder gemeuchelt wird und dabei ist in der Geschichte noch nicht mal offiziell Krieg. Es wird also nicht mit spritzendem Blut und abgehackten Körperteilen gespart. Ich bin kein Kind von Traurigkeit, aber das war mir doch zuviel, zumal die meisten Gemetzel für mich überhaupt keinen Sinn hatten (ich meine auf die Geschichte bezogen, Gemetzel allgemein haben ja keinen Sinn).
Ein weiterer Nervfaktor waren Ausdrücke und Formulierungen, die sich ständig wiederholt haben. Da wären z.B. die schon erwähnten langen Schenkel von Königin Lliane oder der Satz "Der Schweiß rannte ihm/ihr in Bächen die/den (Körperteil hier einsetzen) hinunter". Boah, ich weiß nicht, wie oft ich diesen Satz gelesen habe.

Gut fand ich dagegen, dass es keinen strahlenden Helden gab. Jeder hatte so seine Macken, ob Elf, Mensch, Gnom oder Zwerg. Trotzdem konnt ich mich in die Figuren überhaupt nicht hineinversetzen, ich fand niemanden so sympathisch, dass ich mit ihm/ihr mitgefiebert hätte. Auch die aufkeimende Liebe zwischen Lliane und Uther hat mich ziemlich kalt gelassen. Am spannendsten fand ich da noch die Fahrt über den Sumpf. Da konnte ich wenigstens etwas mitleiden.
Je mehr ich schreibe, desto weniger Ratten möchte ich vergeben. Ich denke, es werden höchstens

Fazit: Die zwei Folgebände werde ich mir auf jeden Fall sparen. Es gibt definitiv bessere Fantasy.