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Autor Thema: Suzanne Collins - Flammender Zorn (Panem 3)  (Gelesen 1163 mal)

Kiba

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Re: Suzanne Collins - Flammender Zorn (Panem 3)
« Antwort #15 am: 25. Juli 2011, 10:30:28 »

Prims Kater, mit dem Katniss schon immer so auf Kriegsfuß steht.
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:lesen: Andrzej Sapkowski - Der Schwalbenturm
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roulade

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Re: Suzanne Collins - Flammender Zorn (Panem 3)
« Antwort #16 am: 25. Juli 2011, 10:47:12 »

Prims Kater, mit dem Katniss schon immer so auf Kriegsfuß steht.
Achja natürlich! Den armen hatte ich vergessen.... Habe auch vergessen, wie er im Original heißt.
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Ich bezeige, nach Hertzens-Aufrichtigkeit, dass ich mich glücklich schätze, mich mit Verehrung nennen zu dürfen und ersterbe,
Roulade

Mein Interview mit Catalin Dorian Florescu

tári

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Re: Suzanne Collins - Flammender Zorn (Panem 3)
« Antwort #17 am: 07. August 2011, 17:04:02 »

Ich habe diese Woche alle drei Bände regelrecht verschlungen, mit dem letzetn Buch bin ich gerade erst fertig geworden.
Gelesen habe ich das englische Original "Mockingjay":



Drei Bücher in einer Woche spricht eigentlich am deutlichsten für meine Begeisterung der Bücher, dennoch gab es bis zum Schluss ein paar Dinge, die meine Begeisterung etwas ausgebremst haben.

Der letzte Teil war sehr militärisch, und ich war auch erstaunt, dass er im Gegensatz zu den vorigen Bänden um einiges brutaler und auch konsequenter war. Während ich mir bei den ersten beiden Büchern mir vorstellen kann, dass sie von Jugendlichen gelesen werden, finde ich dies beim letzten Band schon etwas grenzwertig. Vielleicht unterschätze ich das betroffene Publikum aber auch.

Womit ich allerdings nicht ganz zufrieden bin, ist die Charakterentwicklung der Protagnisten, die mir etwas zu schnell, etwas zu konfus und für mich persönlich etwas zu wenig nachvollziehbar war. Ich hatte das Gefühl, dass mir bei den vielen Dingen die rund herum in Panem passieren, die Hauptcharaktere irgendwie zu entgleiten schienen. Auch Katniss konnte ich auf den letzten 50 Seiten nicht mehr so richtig folgen.
Leider konnte ich auch über alle drei Bücher hinweg keinen echten Draht zu Peeta aufbauen, trotz der Bemühungen der Autorin in als einen sehr mitfühlenden und sanften Menschen zu beschreiben. Ich weiß selbst nicht, woran genau das lag.
Vielleicht deswegen:
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Am Ende finde ich gut, dass es
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Da mir trotz allem der erste Teil am besten gefallen hat, gibts von mir

 3ratten :marypipeshalbeprivatmaus:
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marimirl

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Re: Suzanne Collins - Flammender Zorn (Panem 3)
« Antwort #18 am: 29. November 2011, 09:36:09 »

Nachdem ich den ersten Teil ganz ok fand, und den zweiten Band regelrecht verschlungen habe, bin von "Mockingjay" eigentlich nur enttäuscht. Dieser Band konnte mich kein bisschen fesseln, ich musste mich richtig dazu zwingen, weiter zu lesen und habe die meisten Passagen eigentlich nur überflogen. Aber natürlich wollte ich wissen, wie es ausgeht, für welchen Mann sich Katniss entscheiden wird.

Ich habe leider schon im Vorfeld einen ziemlich üblen Spoiler gelesen. In einer Rezi (nicht hier im Forum) hat der erste Satz doch schon etwas sehr wichtiges verraten. Es hat mich so geärgert, dass ich euch das erzählen muss. Also, wer das Buch noch nicht gelesen hat, sollte diesen Spoiler auf gar keinen Fall lesen!

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Weiter habe ich dann gar nicht mehr gelesen (also die Rezi, das Buch schon  :breitgrins:). Das hat mir doch einiges an Spannung genommen, weil ich dann nur so darauf gewartet habe, dass das "endlich" passiert.

Generell haben mir die Tribute von Panem ja doch gefallen. Aber mit einem ganz guten ersten Teil, einem hervorragenden zweiten und einem miserablen dritten, war es für mich doch sehr durchwachsen.

Edit: Ich habe vergessen, Ratten zu vergeben. Für Mockingjay:  2ratten Mehr ist leider nicht drin, weil er im Vergleich mit den anderen Bändern wirklich nicht gut abschneidet.
Für die gesamte Trilogie:  3ratten  und :marypipeshalbeprivatmaus:
« Letzte Änderung: 30. November 2011, 08:58:01 von marimirl »
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tári

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Re: Suzanne Collins - Flammender Zorn (Panem 3)
« Antwort #19 am: 29. November 2011, 10:42:23 »

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Weiter habe ich dann gar nicht mehr gelesen (also die Rezi, das Buch schon  :breitgrins:). Das hat mir doch einiges an Spannung genommen, weil ich dann nur so darauf gewartet habe, dass das "endlich" passiert.

Die Stelle musste ich im Buch mehrmals lesen, weil alles so schnell ging und so viel auf einmal, dass ich zuerst gar nicht richtig verstanden habe, was jetzt wirklich passiert ist.
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marimirl

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Re: Suzanne Collins - Flammender Zorn (Panem 3)
« Antwort #20 am: 29. November 2011, 10:47:43 »

Ohne den Spoiler hätte ich es wahrscheinlich auch nicht gleich kapiert. Das ging wirklich sehr schnell.
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Aurian

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Re: Suzanne Collins - Flammender Zorn (Panem 3)
« Antwort #21 am: 30. November 2011, 00:30:25 »

Ich habe leider schon im Vorfeld einen ziemlich üblen Spoiler gelesen. In einer Rezi (nicht hier im Forum) hat der erste Satz doch schon etwas sehr wichtiges verraten. Es hat mich so geärgert, dass ich euch das erzählen muss. Also, wer das Buch noch nicht gelesen hat, sollte diesen Spoiler auf gar keinen Fall lesen!

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Weiter habe ich dann gar nicht mehr gelesen (also die Rezi, das Buch schon  :breitgrins:). Das hat mir doch einiges an Spannung genommen, weil ich dann nur so darauf gewartet habe, dass das "endlich" passiert.

Oh, das ist ja ärgerlich!  :grmpf: Ich finde es immer sehr schade, wenn andere Leser keine Rücksicht nehmen und munter spoilern.
 
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Noble Scarlet

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Re: Suzanne Collins - Flammender Zorn (Panem 3)
« Antwort #22 am: 30. Januar 2012, 20:58:51 »

Die Tribute von Panem - Flammender Zorn von Suzanne Collins


Achtung, es ist möglich, dass dieser Beitrag ungekennzeichnete Spoiler enthält. Lest ihn am besten erst, wenn ihr das Buch durchhabt!

Katniss lebt! Schwer verletzt wurde sie von den Rebellen befreit und in Distrikt 13 gebracht. Allerdings ist sie damit noch lange nicht ausser Lebensgefahr. Doch Katniss' einzige Sorge gilt Peeta, der in den Hungerspielen sein Leben für sie hätte. Die Regierung hat ihn gefangen genommen, ihn gefoltert und seinen Willen gebrochen, um ihn als Werkzeug für ihre Zwecke zu missbrauchen. Das Ziel des Kapitols: die endgültige Vernichtung der Aufständischen. Und zu denen zählt auch Gale, Katniss' treuer Freund aus Kindheitstagen...

Mit "Flammender Zorn" legt Suzanne Collins den letzten Band der Panem Trilogie vor und zieht den Leser dieses Mal tiefer hinein in die politischen Spielchen der beiden Kriegsgegner - Rebellen und Kapitol. Katniss Everdeen, die 17-jährige, welche am Ende der 74. Hungerspiele zum Symbol der Rebellion wurde und während der 75. Hungerspiele, dem grossen Jubel-Jubiläum, von den Rebellen befreit wurde, ist nun das Gesicht der Revolution. In Distrikt 13 wird sie nach der Flucht aus der Arena von den Rebellen aufgepäppelt und dazu gebracht für sie das Symbol der Rebellion zu werden. Dazu gehören Auftritte in Propaganda Filmen der Rebellen, Reden vor der Kamera und kleine Kriegseinsätze in umkämpften Distrikten. Katniss lässt alles über sich ergehen, hat sich doch vorallem das Ziel Peeta lebendig zurück zu bekommen. Doch als Peeta dann tatsächlich zu ihr zurückkehrt ist er so ganz anders... Und dann beginnt die Entscheidungsschlacht im Kapitol...

Meiner Meinung nach reicht der dritte Band was Spannung und Dramatik angeht nicht ganz an die ersten beiden Bände heran. Das liegt zum einen daran, dass die Charaktere irgendwie platter wirken, zum anderen, dass ein sehr komplexes Thema - Revolution, Kriegsführung - auf ein Jugendbuch angepasst wird. Die meiste Zeit verbringt der Leser zusammen mit Katniss in Distrikt 13. Das wäre ansich nicht sehr schlimm, leider gelingt es der Autorin hier nicht ganz diesen so verstörenden und zugleich auch irgendwie Schutz bringenden Ort authentisch wirken zu lassen. Die Beschreibungen wirkten auf mich etwas flach, ich hätte mir da mehr erwartet. Das gleiche gilt, wie schon in den letzten Büchern, auf für Panem selber. Ich bin absolut fasziniert von diesem Land, aber ich weiss trotzdem kaum etwas darüber. Es wäre interessant gewesen mehr über "Die Dunklen Tage" über die Distrikte an sich und überhaupt über die Regierung Panems zu erfahren. Was man über den Präsidenten erfuhr hat mich wenig befriedigt zurück gelassen. Da hätte man krasser drauf eingehen können... Einmal wird kurz erwähnt, dass "PANEM" auf Latein "Brot" heisst. Aber es folgt irgenwie keine Erklärung, wie das Land zu dem Namen kam. Und auch nicht, warum das "Kapitol" Kapitol heisst. Irgendwie schade, da hätte man noch ein paar klasse Details einbringen können, die das ganze Lesevergnügen gesteigert hätten.
Was die "platten Charaktere" angeht: Ich konnte nicht mehr so sehr mit Katniss mitfühlen, wie zuvor. Irgendwie wirkte sie sehr dümmlich. Sehr naiv. Das macht sie einerseits sehr menschlich, eine 17-Jährige kann ja auch unmöglich alles vom Krieg verstehen. Aber trotzdem konnte ich ihr Handeln oft schwer nachvollziehen. Auch ist sie wirklich andauernd angeschlagen und verletzt. Auch das macht sie menschlich, hier aber fast zu sehr für eine Protagonistin... meine Meinung. ;-)

Aber jetzt einmal genug der Kritikworte. Irgendwie fand ich das Buch ja nicht einfach nur schlecht. Ich fand es eigentlich sehr gut. Nicht so gut wie die Vorgänger, aber immer noch so gut, dass es mich fesselnd konnte und ich es sehr schnell gelesen hatte. Ich war interessiert am Kriegsverlauf, wollte wissen, ob sie Peeta retten können, für wen Katniss sich am Ende entscheidet, ob Snow umkommt und ob sie dieser blöden Coin endlich den Gar ausmacht... ich habe fast alle Antworten erhalten, manche hätte ich mir etwas ausführlicher gewünscht. Die letzte Begegnung mit Snow fand ich sehr gelungen. Dieses Häufchen Elend, das noch immer an seiner "Wahrheit" hängt und keinen Funken von Reue zeigt. So stelle ich mir einen Diktator vor. Das hatte schon fast was von "Der Untergang - Hitlers Ende", einfach viel weniger dramatisch. Snow hätte man noch etwas, naja, detaillierter machen können, ihn komplexer gestalten. Das hätte sicher eine tolle Wirkung auf die Geschichte gehabt. Ich mag keine einfachen Bösewichte. Das am Ende Coin eine ziemliche Hexe ist, das mochte ich. Das war eine unerwartete Wendung. Sehr gelungen! Überhaupt mochte ich das Ende sehr gerne. Es war extrem emotional und konnte mich noch einmal für das Buch einnehmen, wo ich im Mittelteil doch schon ziemlich genervt war. Es gibt unerwartete Tode, es wird richtig dramatisch und es gibt keine klischeehafte Gut gegen Böse Showdown Szene. Das hat mir sehr gefallen, mal etwas neues. Ich mag diese Showdown Szenen wo sich Helden und böse Präsidenten gegenüberstehen, eh nicht wirklich. Hier fand ich es gut gelöst mit der Attacke der Rebellen auf den Präsidentenpalast und das anschliessende Gespräch zwischen Snow und Katniss. Das alles hatte etwas erfrischendes. Bei ihrer Heimkehr konnte ich dann wieder so richtig mit ihr leiden.
Schön, dass es am Ende doch noch eine Art Happy End gab. Nicht extrem, aber doch ganz schön. Ansonsten wäre das ganze einfach zu deprimierend gewesen.
Ich mochte auch das Thema dieses Buches. Ich mag es wenn es politisch wird. Da es ein Jugendbuch ist, ist es eigentlich okay so. Aber ich hätte mir noch etwas mehr Details gewünscht, habe ich ja jetzt schon öfters gesagt.

Zusammenfassend kann ich sagen, dass ich mit einigen Dingen nicht ganz einverstanden war und die Charaktere manchmal sehr platt wirkten, der Mittelteil nicht gerade der Wahnsinn war,
das Ende mich aber wieder völlig begeistert hat. Das Thema des Buches war sehr spannend und es liess sich zügig lesen. Es wurde nie krass langweilig. Ein paar schöne Lesestunden.
Nicht so extrem spannend wie die Vorgänger, aber durchaus lesenswert.

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mondy

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Re: Suzanne Collins - Flammender Zorn (Panem 3)
« Antwort #23 am: 20. Februar 2012, 13:39:55 »

Meine Meinung
Ich habe das Buch Anfang des Jahres innerhalb kürzester Zeit verschlungen. Ich saß damit am Essenstisch, ich hatte es beim Rumlaufen in der Hand und auf dem Klo war es auch dabei. Gut, dass ich Urlaub hatte, sonst wärs echt hart geworden. Ja, ich fand das Buch gut.

Die schon öfter kritisierte Brutalität finde ich persönlich eigentlich nur konsequent, immerhin herrscht Krieg und Collins war auch in den ersten beiden Teilen nicht zimperlich. Dass es im dritten Band zu einer Steigerung kommen würde, dachte ich mir schon und war dementsprechend darauf eingestellt. Richtig unter die Haut gingen mir aber die Beschreibungen der psychischen Folter und deren Folgen. Solche Vorstellungen nehmen mich immer etwas mit. In Bezug darauf fand ich es übrigens sehr gut durchdacht, dass
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Auch spannend fand ich die Rolle von Katniss, die erkennen muss,
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Ich finde, dass relativ differenziert auf die verschiedenen Parteien eingegangen wird. Weder sind alle auf der Seite der Rebellen durchgehend edel und "gut", noch sind alle auf der Seite des Kapitols abgrundtief "böse" (ja, auch da gibt es unbeteiligte Bevölkerung).   

Ich bin rundum zufrieden mit dem letzten Teil der Panem-Reihe und bin ehrlich gesagt ziemlich traurig, dass es jetzt vorbei ist. Insgesamt empfinde ich die Trilogie als einen ziemlichen Glücksgriff, weil ich an Jugendbüchern sonst mehr auszusetzen habe. Mal schauen, wann ich wieder etwas ähnliches finden werden.
 5ratten
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Tammy1982

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Re: Suzanne Collins - Flammender Zorn / Mockinjay (Panem 3)
« Antwort #24 am: 21. April 2012, 17:12:34 »

Hallo Ihr Lieben,

ich musste, kaum dass ich Band 2 fertig gelesen hatte, auch gleich zu Teil 3 greifen. Hier meine Meinung:

Katniss wurde von den Rebellen aus dem letzten irren Hungerspiel gerettet, aber Peeta ist in die Hände des Capitols gefallen. Katniss landet in Distrikt 13 und soll als Gallionsfigur der Rebellion, als "Mockingjay" den Rebellen Mut und Kraft geben. Dafür wird sie eigentlich genauso missbraucht, wie zuvor vom Capitol und es zeichnet sich ab, dass auch die Rebellen nicht unbedingt viel menschlicher sind, als das Capitol.

Auch diesen Band konnte ich nur schwer aus der Hand legen und war wirklich überrascht, mit welcher Schonungslosigkeit Susanne Collins hier die Geschichte weitertreibt. Für ein Jugendbuch bin ich sehr angenehm überrascht, dass die Autorin keine heile Welt formt, sondern die Trilogie zu einem sehr realistischen Ende bringt. Das ist jedoch auch gleichzeitig die Warnung: Dieses Buch ist nichts für schwache Nerven.

Dafür lässt sie auch liebgewonnene Figuren sterben und bleibt ihren Gesamtbild, dass niemand nur gut oder böse sein kann, weiterhin treu. Da Katniss weiterhin aus der Ich-Perspektive erzählt, kann der Leser sehr gut ihre seelischen Verletzungen mit verfolgen und auch wenn sie sich vielleicht für andere unmöglich benimmt, war für mich immer gut nachvollziehbar, warum sie das tut.
Tief berührt haben mich auch die Schicksale vieler anderer ehemaliger Sieger der Hungerspiele. Hier wird klar, dass mit einem Sieg in einem der Spiele die Welt nicht auf einmal gut weiterging, sondern der Terror oft erst richtig begann. Auch die Beweggründe von Haymitch und warum er Alkoholiker wurde, werden klar und ich habe ihn dann doch in einem ganz anderen Licht gesehen.

Das Ende ist überraschend, grausam, bietet aber schließlich auch ein schönes Ende, ohne dabei jemals kitschig zu werden. Katniss wird wirklich zur Heldin, jedoch wird das nicht gefeiert oder gar zelebriert, sondern der Leser sieht sehr gut, dass die gesamten Geschehnisse doch tiefe Narben hinterlassen haben, was auch nur realistisch ist.

Alles in allem ein für mich sehr gelungener Abschluss einer sehr verstörenden, aber guten Dystopie. Die gesamte Trilogie hebt sich für mich doch sehr positiv von vielen anderen teilweise "weichgespülten" Zukunftsszenarien bzw. Jugendbüchern ab. Alles in allem für mich ein absoluter  :tipp:

Liebe Grüße
Tammy  :winken:
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Myriel

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Re: Suzanne Collins - Flammender Zorn (Panem 3)
« Antwort #25 am: 19. Mai 2012, 19:42:06 »

Nachdem ich mit Llyren im Kino war und die Verfilmung des 1. Bandes gesehen hatte, war klar, was ich als nächstes lesen würde.  :zwinker:


Katniss Everdeen, das Mädchen, das in Flammen steht und in dieser Rolle der Funke war, der die Feuer der Rebellion in Panem entfacht hat, hat auch die zweiten Hungerspiele überlebt, denn die Rebellen konnten sie gerade noch rechtzeitig schwer verletzt aus der Arena retten. Nun soll sie in ihren Reihen die Rolle einnehmen, für die sie bestimmt ist: Katniss ist der Mockingjay, das Symbol der Rebellion, ihre Gallionsfigur und die größte Gefahr für ihre Anführer, sollte sie sich gegen sie stellen. Doch hat die Rebellion ihre Loyalität verdient oder ist sie wieder nur Teil irgendwelcher Spiele?

Die Wunden, die Katniss Körper in der Arena davongetragen hat, heilen und dank der hervorragenden medizinischen Technik bleiben zumeist keine Narben zurück. Doch mit Katniss Seele sieht es ganz anders aus – sie ist zerfressen von zahlreichen unverheilten Wunden und ständig kommen neue hinzu. Diese psychische Labilität wird durch die Ich-Perspektive verstärkt und wirkt dadurch noch bedrückender auf den Leser. Man wird förmlich in Katniss Seelenleben hineingezogen und kann gut nachvollziehen, wie sie immer mehr den Halt verliert, zumal sie Peeta als Stütze verloren hat, denn er befindet sich in der Gewalt des Kapitols und muss seine eigenen Kämpfe bestehen.

Die politischen Intrigen, die zuvor zwar präsent waren, aber eher im Hintergrund rangierten, nehmen immer mehr Raum ein. Während die heile Fassade der freiheitsliebenden Rebellen Risse bekommt, gibt es im Kapitol auch noch Menschlichkeit. Die Fronten zwischen den sich mittlerweile offen bekriegenden Parteien verschwimmen immer mehr und Freund und Feind unterscheiden sich nicht mehr anhand der Uniform, die sie tragen, sondern ausschließlich durch ihre Taten.

Während ich beim ersten Band noch kritisiert habe, dass Collins die moralisch schwierigsten Entscheidungen umschifft hat und Katniss eher unbeschadet durch die Arena gehen ließ, so hat sie dies in diesem Abschlussband mehr als wettgemacht. Katniss wird nicht nur Zeugin weiterer, immer schlimmerer Gräueltaten, sondern sie ist auch selbst gezwungen, sich über die Moral ihrer eigener Taten Rechenschaft abzulegen.

Fazit: Obwohl das Finale der Hunger Games-Trilogie dreckig und blutig ist und kein heroischer Schimmer herrscht, so ist es gerade diese bittere Realitätsnähe, die ein Happy End nach all dem, was Katniss durchmachen musste, verhindert, die mich beeindruckt hat.

4ratten
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