Ich habe mich nun in ein spezielles Buch vertieft:

Johannes Siegrist - Medizinische SoziologieUnd zwar lese ich es aus reinem Interesse und nicht, weil ich Soziologie oder gar Medizin studiere. Ich frage mich, an wie viel ich mich erinnere, wenn ich es durchhabe....

Gerade habe ich das zweite Kapitel beendet, in dem es um die Entstehung von Krankheiten aus Sicht der medizinischen Soziologie geht. Ein wichtiger Teil dabei sind dabei Faktoren wie Lebensumstände (soziale Ungerechtigkeit, niedriger Bildungsstand, niedere berufliche Aufstiegsschancen, Stress) auf die Entstehung von Krankheiten (u.a. auch im psychischen Bereich).
Natürlich kommt diesbezüglich der Gesellschaft eine wichtige Rolle zu, ist sie doch ein Produkt, von Menschen gemacht. Krankheiten werden unterschiedlich beurteilt und auch die Beurteilung der Gesellschaft spielt dabei eine grosse Rolle (z.B. wenn eine Einschränkung nicht als Krankheit akzeptiert wird, oft im psychischen Bereich, oder Menschen als "krank" abgestempelt werden, ohne dass diese es wollen, bzw. Homosexualität früher).
Es gab einen Punkt im Buch, der mich aufmerksam werden liess und mich berührt hat (ja, ein Fachbuch kann berühren - wie seltsam), da es um Stress und natürlich auch sozialen Stress geht. Da ich mich momentan in einer Situation befinde, in der ich mich oft sozialem Stress ausgesetzt fühle, habe ich diesen Teil des Buches umso intensiver gelesen (klang leider gar nicht toll, was da so stand

)